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Balki

God's loyal Bloodhound

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1

Dienstag, 21. November 2006, 21:48

Cifer

Cifer war einer der Charaktere die extreme höhen und tiefen hatten in AT.

Mich beschäftigt nur eine Frage:

Was hat euch dazu entschlossen Cifer so "enden" zu lassen ?
Ich habe die Szene nicht mehr ganz im Kopf ,aber er schließt sich Alphega(?) und den beiden Zhabanen an.

MfLuder

Gaukler

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2

Mittwoch, 22. November 2006, 21:00

Jupp, Cifer schließt sich Alphega und Hyne an, mit anderen Worten, er verlässt diese Ebene und stirbt. Die Idee stand nicht von Anfang an, er sollte eigentlich irgendwie anders die Handlung einfach überleben. Das wäre dann vermutlich so abgelaufen, dass Rinoa und Squall in der zweiten Phase des Endkampfes alleine das Duell mit Hyne zu Ende geführt hätten.
Aber so am Anfang von Episode 2 kam mir dann auf einmal die Idee. Es löste einfach alles sehr schön auf; Cifers unerfüllte Liebe für Rinoa, sein Weltschmerz und sein gebrochenes Verhältnis zu sich selbst. Am Ende kehrt er zum Ursprung und zur Zukunft zurück, er begibt sich auf die Ebene der Zhabanen, der Götter, die unbewusst dem Weltspektakel zusehen, ohne einzugreifen. Ich fand das unheimlich bewegend und auch passend.
Trotzdem war die Entscheidung eine sehr gewichtige, da wir quasi einer der drei Hauptfiguren aus FF8 sterben ließen. Wir haben lange diskutiert und uns schließtlich dafür entschieden.

Terry

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3

Donnerstag, 23. November 2006, 08:08

Ehrlich gesagt find ich diesen Abschnitt etwas kitschig.
Ich hätte nichts dagegen gehabt wenn Cifer mit seiner unerfüllten Liebe, Weltschmerz und als gebrochener Mann gestorben wäre.
DAS wäre ein trauriges Ende für ihn und ich glaube kaum das jemand sich das für ihn gewünscht hätte.
Abgesehen davon wäre das sogar realitätsnahe.

Ich glaube sogar mich wage daran zu erinnern das ich schonmal so eine ähnliche Szene irgendwo gesehen/gelesen habe.


MfLuder

Gaukler

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4

Donnerstag, 23. November 2006, 17:54

Ähm, nur wo ist der Unterschied zwischen deinem Ende und unserem? Auch hier stirbt er als gebrochener Mann an Weltschmerz.

Balki

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5

Freitag, 24. November 2006, 12:18

Er stirbt aber nicht wirklich er schließt sich ja den Zhabanen an ?
Also existiert er im Weltraum weiter.

Meiner Meinung nach hätt ein Heldentod mehr zu ihm gepasst , wäre zwar ziemlich 08/15 aber am passendsten.

MfG Balki

MfLuder

Gaukler

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6

Samstag, 25. November 2006, 18:01

Ja, aber sich den Zhabanen anschließen ist "sterben" in AT-Metaphorik. Für uns ist das nichts anderes. Er stirbt also ziemlich offiziell in diesem Moment und im Prinzip, laut AT-Diktion, schließt sich jeder den Zhabanen an und geht wieder ins Universum ein, wenn er stirbt.

Balki

God's loyal Bloodhound

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7

Montag, 27. November 2006, 19:36

Ahso
ich habe das Insofern verstanden das Cifer neben Alphega, Hyne und den anderen beiden als 5te Existenz weiterhin existiert.

Oo Oder kapier ich grad was nicht ?

Miharu

Padawan

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8

Freitag, 5. Januar 2007, 22:27

Also ich muss schon sagen, nachdem AT mich zu nem Cifer-Fan gemacht hat, hat mir sein Ende schon ziemlich weh getan.
Allerdings bin ich froh, dass es ein würdiges Ende war.

Auch wenn ich ihn lieber lebend gesehen hätte ist sein Tod doch recht gut gelungen.

Meiner Meinung nach steckt auch viel Kraft dahinter ne Hauptfigur sterben zu lassen. (Vor so einer Entscheidung stand ich auch mal, die ich dann allerdings verworfen hab und ihn hab überleben lassen.)

Balki

God's loyal Bloodhound

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9

Donnerstag, 8. November 2007, 23:10

Was mir jetzt einfällt.
Ne kleine Frage.

Cifer verliert als er Xelto beruhigen will seinen rechten Arm.
Er will dem Jungen nichts böses da er in ihm sein Spiegelbild sieht.
Nur so eine Frage habt ihr bei dieser Szene an die Sage vom Fenriswolf gedacht ?
Wo Tyr seine Hand in Fenris Maul legt, während die anderen Götter in Fesseln wollen (Cifer will ihn beruhigen, damit man ihn auf ihre Seite ziehen kann).
Xelto schlägt diesem dann seinen rechten Arm ab (den Waffenarm), Cifer sieht sich fortan gezwungen mit dem linken zu kämpfen (genau wie Tyr).

Ist zwar etwas weit hergeholt.

MfG Balki

ShadowFlame

unregistriert

10

Donnerstag, 8. November 2007, 23:46

Zitat

Ist zwar etwas weit hergeholt.

Jup, das isses ;)

MfLuder

Gaukler

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11

Freitag, 9. November 2007, 22:48

Das wusste ich nicht mit der germanischen Sage, aber über Umwege kann es durchaus so sein, dass der Handlung die gleichen Motive zu Grunde liegen.

Meine direkte Quelle war die "Star Wars" Saga, die sich ihrerseits aber kräftig an den Grundlagen der Mythologie aller Nationen und Länder bedient. Lucas hat bei Joeseph Campbell studiert, einem Mythenforscher, der die Grundlagen von Sagen und Religion im allgemeinen beschreibt, bzw. mit Hilfe von Psychoanalyse deutet. In Sagen passiert natürlich immer sehr viel physisches, d.h. Helden werden verstümmelt, erleiden große Schmerzen, wie die Helden der griechischen Sage (wie Medusa ihren Schlangenkopf) oder sterben physisch, um auf eine höhere Daseinsform zu kommen (Christentum, Jesus).
In der Urform des Christentums war z.B. die Taufe nicht dazu da, die Erbsünde wegzuwaschen, sondern eine Art metaphysischer Samenerguss (das Taufwasser) eine metaphysische Wiederholung der Schöpfung.

Nunja, das Motiv, dass häufig bei "Star Wars" aufgegriffen wird und in dem Zusammenhang funktioniert auch die germanische Sage, ist, dass in manchen Kämpfen Menschen Teile von sich verlieren. Anakin und Luke verlieren jeweils ihre Hand, als sie mit ihrem eigenen Dunkel zu sehr in Verbindung kommen, als Zeichen des Selbstverlustes.
Ich fand es einfach, und deswegen habe ich mich dafür entschieden, es wäre ein toller Zug für Cifer, denn es ist archaisch, aber auch kraftvoll. Cifer verliert seine stärkste Waffe, sein Kampfarm und ist quasi entmannt, doch anstatt unterzugehen, trainiert er mit der anderen Hand weiter und bleibt bei seinem Ziel und das ist, Xelto zu heilen.
Das hat mich sehr fasziniert und mit dieser Szene ist dann ja auch der Weg zu dem archaischen Endkampf beschritten. Mir schwebte immer etwas sehr hartes, etwas sehr physisches vor. Meine Intention war immer, dass Squall und Rinoa immer jenseitger werden, während Cifer diesen letzten physischen und psychischen Kampf austragen muss. Am Ende verliert sich Cifer als vollendeter Held in der Unendlichkeit des Universums, Squall und Rinoa kehren zurück.
Indirekt ist es also eine Auferstehungsgeschichte. Cifer wird vom Saulus zum Paulus, kämpft mit seiner dunklen Seite und wird generell im Laufe des FanFics zu einer sehr weisen, wenn auch zynischen Figur. Er kennt das Böse eben viel mehr als Squall oder Rinoa, die erst im Laufe der Geschichte damit in Berührung kommen.
Cifer hat also diesen ziemlich heldischen Kampf und es ist vor allem seine Fähigkeit, noch da zu sein, wenn andere bereits umfallen. Er kommt ja auch totmüde in den Endkampf.
Insgesamt sind das auch sehr persönliche Dinge von mir. Ich kenne das, dass man vor einem großen Tag, wo man hervorragend ausgeruht sein sollte, eher schlecht schläft.
Also bewusst ist es nicht von der germanischen Sage entnommen, die Grundzüge sind jedoch ähnlich, da Cifer wirklich gegen Ende zu dieser Art archaischem Krieger wird, der aber eben darin seine Menschlichkeit entdeckt. Er ist ein Mensch, er ist sensibel und hat einiges im Kopf.

Wesentlich mehr von und bewusster von germanischen Sagen habe ich mich zumindest gegen Ende des FanFics bei dem kosmischen Lebensbaum inspirieren lassen, der ein wenig von der Weltesche aus der "Edda" hat, während die Zhabanen ein bisschen Nornenmäßig angehaucht sind. Auch Hynes Zitadelle hieß kurz intern "Wallhall" und wie Wotan/Odin hat auch Hyne eine Armee von quasi Toten in seinem Schloss.
Die Motive sind jedoch nicht direkt entnommen. Vielmehr denke ich, dass sowohl Sagen, als auch unsere Geschichte im Grunde auf sehr menschlichen Dingen basieren und irgendwie kommt man dann soweit, dass man ähnliche Metaphern benutzt.

Squall Strife

Pulse-L'Cie

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12

Sonntag, 2. März 2008, 18:14

Als Cifer gestorben ist, hat es irgendwie in AT reingepasst, aber auch wiederrum hats mich extrem gestört dieses Ende für ihn. Viel lieber wär mir ein Ende gewesen, wie er allein irgendwo auf der Welt lebt, als Einsiedler, im Kampf gegen die Natur und nur er selbst und als alter Mann stirbt, mit einem unerfüllten Leben aber reingewaschener Seele. Der Heldentod hätte zu Cifer eindeutig nicht gepasst, meiner Meinung nach zumindest, erstens wärs extrem klischeehaft gewesen und zweitens, wenn man Cifers Grundwesen betrachtet, passt es einfach nicht.
MfG Squall
Vienna Calling! TU VIENNA, Bachelor of Science

~ Man kann Kugeln nicht mit Idealen bekämpfen! ~

MfLuder

Gaukler

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13

Sonntag, 2. März 2008, 22:47

Ich find es gut, wie er abgegangen ist. Immerhin wird er gegen Ende sehr spirituell und reist mit Gott persönlich in die Unendlichkeit. Ich mag es, dass Cifer, der Mensch, der eigentlich am meisten von den dreien und vor allem am stillsten, leidet, eben jenen Weg beschreiten kann. Ich glaube, es wäre inkonsequent für ihn gewesen, wenn er nach der ganzen Nummer in die Wildnis zurückgekehrt wäre. Sicher, es wäre interessant gewesen, wenn er gegen Ende dagestanden hätte und irgendwie nicht so recht wusste, wohin, aber ich wollte nicht, dass er nochmal vor allem davonläuft.
Außerdem wäre er mit einem Arm sicher nicht als alter Mann in der Wildnis gestorben.

14

Mittwoch, 9. April 2008, 20:15

Cifer war für mich persönlich so ziemlich der eigentliche Held von AT.

Im Laufe der Zeit hatte er sich dermaßen verändert, dass man sofort indirekt eine andere Ansicht ihm gegenüber bekam. Nebenbei hatte er noch einen extremst genialen Sarkasmus, welcher jenen aus dem Original bei weitem überstieg.

Zudem fand ich es sehr gut, dass Cifer noch seine alte Kampfkraft besaß, während Squall sogesehen wieder ganz von vorne begann. Aber gerade dieser Ausgleich sowie die damit im Laufe der Zeit entstandene Lebenseinstellung Squalls fand ich war es, die ja gerade so gut rübergrebracht worden war. Hättet ihr beide so stark bzw. stärker wie damals gemacht, dann wäre die ganze Story evtl. nur halb so gut geworden und dabei vielleicht sogar "nur" eine ganz normale Fortsetzung zu FFVIII herausgekommen.

So musste Squall sich nun aber mit dem Mann verbünden gegen welchen er im Spiel selbst dreimal zum Duell auf Leben und Tod antreten musste. Zu Beginn dachte ich für meinen Teil - Oh mein Gott, Cifer dieser miese Bastart welcher Squalls inneren Frieden nun schließlich ausnutzen und ihn nach all der Zeit besiegen wird. Aber er tat es nicht. Er hätte ihn töten können so wie Squall damals ihn in Deling-City am Ende von CD1.

Squall sagte damals nachdem er Cifer überwältigt hatte - "Du bist schwach geworden Cifer." - . Dies tat nun wiederum Cifer gegenüber Squall, womit also indirekt wie ich fand bereits etwas aus der Vergangenheit beigelegt wurde.

Es wurde sehr oft während der Storyline von AT angesprochen, was nun eigentlich Macht, der Kampf an sich und alles was dazu geheört für Squall inzwischen bedeutete - was es für Cifer bedeutete. Damals, so hart es auch klingen mag, töteten Squall und Cifer geradezu ohne mit der Wimper zu zucken, doch ab und an fragten beide sich - "Warum...habe ich Zweifel? Ich habe es doch damals auch einfach so hinbekommen, doch jetzt... ."

Sehr beeindruckt hatte mich Cifer wiederum in jenem Moment, in welchem er wirklich zum ersten Mal daran dachte wie Squall selbst in dieser Situation handeln würde - also ein weiterer Punkt welcher die beiden verbindet (Squall sagte damals - kann mich jetzt leider nicht mehr genau an die Stelle erinnern - "Was mache ich denn bitte falsch? Cifer hätte doch genauso gehandelt.").

Trotz allem hat Cifer dennoch einige seiner alten Charakterzüge beibehalten, wie beispiesweise seine ganze Art gegenüber Xell (welche nun aber schon eher nicht mehr als indirekt böse bzw. herablassend zu werten ist wie damals) oder aber seine eher sehr dunklen Züge, welche er besonders zur Geltung kommen ließ als er auf dem Polizeirevier war und den Mörder einer Familie (wo lediglich der Sohn überlebt hatte) extremst zusammenschlug.

Schön außerdem, dass ihr auf seine Vergangenheit, somit also auch auf seine Eltern und deren Tod, eingegangen seid da gerade dadurch zum Vorschein kam wieso Cifer indirekt so gefühlskalt wurde (zum Glück hielt ihn Big Mama davon ab Selbstmord zu begehen - ob er dies auch für den kleinen Jungen getan hätte wenn er immer noch denselben Charakter wie im Original gehabt hätte?).


Schließlich traf er dann eines Tages auf Xelto, der sein Leben abermals auf den Kopf stellen sollte. Ich empfand diese Beziehung als eine Art "Wiedergutmachung" Cifers, da er in Xelto sich selbst sah und nicht zulassen wollte das Xelto wie er damals blind ins Verderben rennt.

Aber leider hat er es am Ende dann doch nicht mehr geschafft und Xelto wählte schließlich den Freitod, wobei wie ich fand Cifer dennoch einen kleinen "Sieg" errungen hatte - er hatte es am Ende sogesehen geschafft Xelto wieder zum guten zu wenden, was man indirekt an dessen letzte Worte und Gesichtsausdruck festlegen kann.


Das Cifer sich am Ende den Zhabanen selbst anschloss fand ich irgendwie berührend (während der gesamten Story hatte ich mich echt dabei erhascht wie mir ca. dreimal fast Tränen gekommen wären), besonders weil er dies nicht tat um endlich Frieden zu finden. Dies war wie ich fand der wahre Cifer, so wie man es im Abspann vom Original zu sehen bekam als Rai-Jin ins Wasser gestoßen wurde und er lauthals auflachen musste.

Ein Abschied in Form eines Heldentods hätte ich ebenfalls willkommen gehießen, aber denke mal nicht so wie ein derartiges Ende. Es hatte einfach etwas besonderes an sich, wie Cifer Hyne gegenüberstand und er diesen dann auch noch liebevoll zusprach - wie einem kleinem, traurigem Kind eben welches einfach nur Geborgenheit usw. verspüren möchte.


Ich hoffe, dass ich das Ende insoweit richtig verstanden habe (wenn nicht dann bitte sagen, habe nämlich besonders beim Ende ein wenig überlegt was genau Hyne's Psyche, Cifers Entscheidung am Ende usw. anging) und daher sagen kann das Hyne alles in allem doch auch nur ein kleines Kind war (wie seine Geschwister Eralia und Morus), welches so wie jedes Lebewesen einfach nur Liebe, Geborgenheit und alles was dazugehört, wollte aber dies nicht bekam bzw. seine Vorstellungskraft nicht ausreichte derartige Dinge zu verstehen.


mfG. Balmung

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Balmung« (9. April 2008, 20:32)


MfLuder

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15

Donnerstag, 10. April 2008, 15:57

Im Prinzip hast du es genau richtig verstanden. Es gab mehrere Gründe für den Kind-Hyne:

-Den Eigentlichen hast du genannt.
-Einen weiteren entstammt etwas aus meiner Privatphilosophie, denn ich glaube, auch im bösesten (vernichtensten) Menschen steht am Anfang ein menschliches Gefühl, ein Gefühl des Schmerzes. Böse wird er erst, wenn er eben jenen Schmerz als "Gut" deklariert, die Vernichtung als positiv einstuft und damit arrogant und selbstzufrieden wirkt. Damit hat Hyne sich selbst vergewaltigt, was in seiner Erscheinung im Endkampf zu Zebargas Zeiten zum Vorschein kommen sollte, wo er Alphega (seinen eigenen Grund, seinen Vater, seinen Gott, wie auch immer) dazu benutzt hat, zu einem gewaltigen Monster zu werden und das Unvereinbare (Volunt und Monster, die sich im jeweils anderen zu erlösen sehnen, Träne des Mondes) gewaltsam nebeneinander zu halten und dadurch die Energie zur Weltbeherrschung zu gewinnen. Der Monster-Hyne-Alphega Körper, gegen den Zebarga kämpft ist deswegen die Ausgeburt aller Aggression. Am Ende ist Hyne erlöst, er fügt sich seinem Schicksal, aber gleichzeitig kehrt er nicht reumütig zurück, nein, er ist reifer geworden, er ist jetzt stärker als Morus und Eralia, die auf ihrer Ebene geblienen sind. Der Schmerz hat ihn hellsichtig gemacht, er ist wieder ein Kind. Und das bindet ihn mit Cifer, der schlussendlich genau das Gleiche in Menschengestalt durchgemacht hat. Deswegen reisen beide in die Unendlichkeit.
Trotzdem fand ich das Xelto-Cifer Ende eigentlich zu hoffnungslos, was auch einer der Gründe war, "Frühling" zu schreiben, das Xeltos Schicksal nach AT beleuchtet und seinen Kampf mit sich selbst.
-Der dritte Grund, der damals, denke ich, ausschlagend war, ist, dass ich mit der Kindergestalt der Zhabanen zeigen wollte, wie jung das Universum noch ist. Die Seele des Universums ist schlussendlich eine Kinderseele. Die Vernichtung, der Tod, der anscheinend alles im Griff hat, ist noch weit entfernt. Das Universum, sprich die Menschheit ist noch jung und hat noch viel zu tun und zu erledigen.

Letzterer war eigentlich der Hauptgrund, denn ich wollte, dass durch das ambivalente Ende etwas positives hindurchstrahlt, Hoffnung, Licht. Cifers Schicksal ist damit spiegelbildlich mit dem von Rinoa und Squall identisch, nur das die beiden leben. Sie stehen wieder da, wo alles angefangen hat, aber sie sind reifer. Sie haben einmal die Welt geistig umrundet und sie werden wieder tun und jedesmal sehen sie etwas neues und kommen so nach und nach der Lösung des Problems näher.
Man kann nur viel leben und lernen!

So in etwa oder so ähnlich sollte es damals zu Ende gehen. Glaube ich zumindest.

16

Donnerstag, 10. April 2008, 22:34

Zitat

-Einen weiteren entstammt etwas aus meiner Privatphilosophie, denn ich
glaube, auch im bösesten (vernichtensten) Menschen steht am Anfang ein
menschliches Gefühl, ein Gefühl des Schmerzes. Böse wird er erst, wenn
er eben jenen Schmerz als "Gut" deklariert, die Vernichtung als positiv
einstuft und damit arrogant und selbstzufrieden wirkt. Damit hat Hyne
sich selbst vergewaltigt, ...
Vollkommen richtig.

Es mag nun nicht gerade ein besonders schönes Beispiel diesbezüglich sein, aber ich denke indirekt könnte man diese "Situation" mit Hitler vergleichen (Proteste sind erwünscht wenn ich völlig daneben liegen sollte). Ich weiß ja nicht wie er ganz zum Anfang war, also was seinen Hass gegenüber den Juden usw. anging, da ich mal annehme das auch er irgendwann einmal irgendwie "Gutes" bzw. "Licht" in sich hatte, was aber dann leider durch wiederholte Ablehnung von der Kunstakademie ebdgültig "erloschen" ist.

Wie ich finde hat wohl jedes Lebewesen, mag es nun speziell der Mensch sein, mindestens einmal in seinem Leben einen Funken Licht in sich getragen, egal was auch in der Zukunft geschehen kommt bzw. das Leben für einen bereithält ("Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie was man bekommt.").

Aber wie man weiß liegen Licht (Güte) und Dunkelheit (Bosheit) dicht bei einander und sind zudem untrennbar miteinander verbunden. Ohne das eine kann das andere nicht existieren. Dasselbe gilt sogesehen auch für Liebe und Hass, wobei ich mir manchmal wünschte es würde diesbezüglich nur das erste zutreffen, da Hass zu nichts führt.

Zitat

-Der dritte Grund, der damals, denke ich, ausschlagend war, ist, dass
ich mit der Kindergestalt der Zhabanen zeigen wollte, wie jung das
Universum noch ist. Die Seele des Universums ist schlussendlich eine
Kinderseele. Die Vernichtung, der Tod, der anscheinend alles im Griff
hat, ist noch weit entfernt. Das Universum, sprich die Menschheit ist
noch jung und hat noch viel zu tun und zu erledigen.



Man kann nur viel leben und lernen!
Richtig, denn gerade dafür lebt man doch insgeheim wie ich finde. Wenn ich persönlich sehe das es trotz unserer heutigen Zeit immer noch Krieg auf der Welt existiert, dann sage ich mir insgeheim schon das der Mensch an sich einfach nur "dumm" ist und sich im Laufe der Zeit nicht groß weiterentwickelt hat.

Dann wiederum rufe ich mir das was du gerade angesprochen hast ins Gedächtnis zurück. Der Mensch ist noch derartig jung, denn nichteinmal von der Existenz des Universums selbst wäre der Mensch ein Funken. Selbst im kosmischen Maßstab ist ein Menschenleben gerademal ein klitzekleiner Funken, welche von einem auf den anderen Moment wieder verschwindet. Da fragt man sich dann doch - "Wozu wird man überhaupt geboren, wenn das Leben an sich doch nur solch ein kurzes Maß darstellt? Am Ende so oder so alles dem Tod anheim fällt womit sogesehen alles nichtig wird, auch wenn man von geliebten Menschen auch nach dem Tod nicht vergessen wird, da auch diese irgendwann sterben?" Dann wiederum erinnere ich mich an ganz bestimmte, besondere Sätze, welche von Terra, der Hauptfigur aus FFVI, gesprochen wurden -

"Weil es nicht das Ende ist, das zählt, sondern der Weg, der zu ihm hinführt. Ein Weg, auf dem man Antworten findet. Antworten auf die Fragen... - ...Für was man lebt... - ...Was man erreicht hat... - Und das man beschützen will... . Reicht es denn nicht, wenn ein jeder in seinem Leben danach strebt, den Sinn seines Daseins zu ergründen?"

In meinen Augen ist das ganze Leben an sich ein einziger Lernprozess, oder besser gesagt lernt man sein ganzes Leben lang. Man wird älter, lernt andere Menschen kennen und wächst gemeinsam durch seine Erfahrungen (ob diese nun gut oder gar schlecht muss jeder für sich selbst entscheiden), welche einen stärker machen. Denke ich zumindest.


mfG. Balmung

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Balmung« (10. April 2008, 22:41)


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