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Lucris

~Kritikergott~

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  • »Lucris« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Hamburg

Beruf: Zahnarzt

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Sonntag, 4. März 2007, 21:04

Heroes





AKT I: DILEMMA



Kapitel I

Aller Anfang


Würde man mir spontan die Frage stellen: "Sag mal, was verstehst du unter einem Helden" und verlangen sofort zu antworten, würde ich früher sagen: "Na ja, so was wie Superman eben." Würde man mir nun heute diese Frage stellen, würde ich keinesfalls so antworten, denn ich will euch mal genauer erklären, was in Wirklichkeit hinter solch einem Menschen steckt, einem so genannten "Helden". Ich will euch im laufe dieser Geschichte mal eines klar machen: Ein Held muss nicht unbedingt gut sein, nicht unbedingt stark, nicht unbedingt hübsch oder nicht unbedingt intelligent und dennoch kann man ihn einen Helden nennen. Doch nun genug geredet…
Unsere Geschichte siedelt sich nicht an unsere Gegenwart an, oder an die Vergangenheit unserer Zeit. Nein, vielmehr liegt unser Schauplatz weit fern in der Zukunft im Jahre 2730. Doch muss gesagt werden, dass unsere Ach so geliebte Welt unter dem Egoismus des Menschen gelitten hatte und sogar kurz vor dem Untergang stand. Doch war die Menschheit noch immer nicht bereit Frieden walten zu lassen und ließ die Ära des dritten Weltkrieges anbrechen. Atomare Kriege drohten den letzten lebenden Bestandteil von der Erde zu fegen und zerstörte die uns bekannte Natur vollkommen. Jahre vergingen, bis sich die Menschheit wieder entwickeln konnte, doch blieben die Spuren des Krieges nie in Vergessenheit. Kontinente verschoben sich, Weltklimatiken spielten verrückt, neue Rassen bildeten sich und Wesen jenseits unserer Vorstellungskraft entwickelten sich mit laufe der Zeit und bildeten so eine neue, wenn nicht unbedingt bessere Welt. Doch muss auch sagen, dass die Menschheit nicht tadellos die Zeit verstreichen ließ. Neue Technologien wurden entwickelt und sogar die Schranken der mentalen Wissenschaft, der so genannten Alchemie, wurden durchbrochen und man lernte die Magie zu nutzen, welche sich auf den verschiedensten Elementen stützen.
Doch hat jede Geschichte auch Hauptdarsteller, wobei ich nun den ersten euch vorstellen möchte. Unsere Geschichte beginnt in der Hauptstadt Celistia, welche mit einem hohen Niveau an Technologie und Wirtschaft ergötzt. Es ist nicht die schönste oder beliebteste Stadt der Welt. Es ist eine Stadt, welches vor Industrien und Firmen nur so strotzt und eher eine Stadt bildet, wo man nicht sein Leben lang wohnen möchte. Slums benetzen Kilometerweit die Straßen und auch Obdachlose sind keine Seltenheit in den dortigen Straßen. Die Mallcore, der einzige Ort in Celistia, welcher von der Industrialisierung verschont blieb, bildet das Zentrum der Stadt und lässt neben feinen Lokalen und interessanten Sehenswürdigkeiten vermuten, dass Celistia nicht immer solch eine unfreundliche Atmosphäre besaß und vielleicht sogar mal ein beliebtes Touristenziel war. Doch vergessen sind diese Zeiten und Celistia gibt heutzutage nur noch Menschen eine Zuflucht, welche Hoffnung oder Vermögen verloren haben. Inmitten dieser Menschen finden sich aber auch Menschen wieder, welche vom Schicksal geknechtet wurden und nun versuchen diesem aufgedrückten Schicksal zu entkommen. Kruja Magnar ist solch ein Mensch. Ein Achtzehnjähriger, junger Mann, welches mit mittellangen, weißen Haaren, gekämmt zu einem Scheitel, glänzt. Mit seinen blauen, breiten Jeans und seinem roten Mantel würde man ihm kaum Beachtung schenken. Auch sein schwarzes T-Shirt und seine schwarzen Armee Boots geben Kruja das Aussehen eines durchschnittlichen Bürgers von Celistia. Nach seinem Aussehen her, würden Frauen sich wohl ein zweites mal nach ihm umdrehen, doch sich abgeschreckt fühlen von seinem beängstigend leeren Bankkonto. Ja, Kruja ist ein durchschnitt der Gesellschaft, nicht Reich und nicht beliebt und bildet für uns unseren ersten Hauptdarsteller.
Wir beginnen unsere Beobachtung wie Kruja seinen Blick auf eine riesige Werbetafel wendet mit der Aufschrift: "Wir suchen keinen Schulabschluss, sondern Talent. Komm zur Hunterstation, wenn du dein Leben lebenswert machen willst." Ja, die Hunterstation. Bietet Arbeit für Menschen, welche wiederum die Arbeit für reichere, wichtigere, Menschen bewältigen. Ärmere Menschen, oder Menschen, welche dringend Geld benötigen, erhalten so Aufträge in der Hunterstation von reichen Menschen mit bestimmten Wünschen und Verlangen. Wer aber genauer hinsieht, erkennt lediglich die Tatsache, dass die reichen, beeinflussenden Menschen lediglich den Pöbel nutzt um ihre eigenen Angelegenheiten zu erledigen. Hunter zu sein ist nicht besonders respektabel oder hoch angesehen. Hunter zu sein sagt lediglich für einen Menschen aus, dass dieser Mensch das Geld braucht, wofür er teilweise sogar sein Leben riskiert. Kruja beschloss aber ein Hunter zu werden, um mit dem erlangten Geld endlich aus dem Elend von Celistia zu entkommen und machte sich heute endlich auf den Weg zu Hunter- Akademie, welches schon von weiten, aufgrund seiner stattlichen Größe, zu sehen ist. Denn heute ist Krujas achtzehnter Geburtstag und keinen Tag wollte er ungenutzt lassen.
Bis zur Hunter- Akademie benötigt Kruja lediglich 15 Minuten, denn obwohl Celistia gigantisch ist, besitzt es ein riesiges Transportnetz aus Bussen und Zügen. Vor den Pforten der Akademie atmete Kruja noch einmal tief ein und betrat anschließend die Hallen der Agentur. Türen, Treppen, Menschenmengen verwirrten den ersten Eindruck des jungen Mannes. Nie hätte sich Kruja vorgestellt, dass solch viele Menschen dasselbe vorhatten, wie er selbst. Aus der Ferne, erkannte Kruja doch so was wie eine Art Empfangsschalter und hoffte nun dort weitere Informationen zu erhalten. "Willkommen zur Hunterstation, was kann ich für sie tun", erhalte zärtlich aus der Sekretärin des Schalters, welche Kruja erwartungsvoll anblickte. "Ähm…ja…ich habe heute meine Volljährigkeit erreicht und wollte mal fragen, was muss ich tun um hier Geld zu verdienen", sprach Kruja mit einer klaren Nervosität in seiner Stimme. "Um hier anzufangen, benötigen sie zuerst mal eine Anmeldung, welche sie im ersten Stock betätigen. Anschließend holen sie sich einen entsprechenden Auftrag ab und beginnen daraufhin" antwortete Die junge Frau. "So einfach?", sprach Kruja verwundert "Ok, danke noch mal". "Aber Kleiner, bist du sicher, dass du hier bei uns anfangen willst?". "Warum nicht?", fragte Kruja. "Bei uns besteht nicht nur die Gefahr sein Leben zu verlieren". Verwundert sah Kruja die Sekretärin an, bis sich die Türen des Fahrstuhls schließlich schlossen. Schnell vergessen waren ihre Worte und neue Vorfreude machten sich in Kruja breit, als er die Tür des Anmeldebüros erreichte. Mit einem leisen knirschen öffnete sich die Tür des Büros und Kruja erblickte einen etwas übergewichteten Mann im mittleren Alter, welcher an einer Zigarette angenervt zog und durch eine klare, wohl eher ungewollte Glatze bestach. "Lass mich raten. Willst dich wohl anmelden, oder?", sprach der Mann mit einer krächzenden Stimme. "Ja natürlich, ist ja auch das Anmeldebüro", antwortete Kruja schnell und Frech mit einer gewissen, inneren Belustigung. "Wird mal nicht Frech Kleiner. Setz dich und erzähl mir mal, warum du Hunter werden willst". "Ich will einfach nur etwas verdienen und durch meinen nicht besonders guten Schnitt in der Schule, würde ich mal sagen, dass dies der schnellste Weg für mich ist", sprach Kruja und wartete auf eine Antwort des Mannes. "Du bist dir im klaren, dass du hier dich Lebensgefährlich verletzen kannst und dich fürs Leben zeichnen lassen kannst. Hast du denn keine Eltern?". "Nein", sprach Kruja, "aufgewachsen bin ich im Waisenhaus in der Zeralstrasse. Meine Eltern starben in einem Hausbrand und man barg mich als einzig Überlebender aus den Flammen. Ich glauben damals war ich etwa sieben Monate alt, so sagte man mir das jedenfalls". "Und was ist mit der Lebensgefahr?", fragte der Mann nochmals. "Also Mr…", antwortete Kruja kühl und blickte auf das Namensschild des Mannes, welches sich auf dem unaufgeräumten Tisch befand "…Ferris. Wenn ich mir nicht sicher wäre, würde ich wohl schlecht hier vor ihnen sitzen, oder? Ich will lediglich diese blöde Anmeldung und endlich raus hier". Mit einem grimmigen Blick sah der alte Mann Kruja an, nahm seine Fingerabdrücke und seine Personalien und händigte ihm nach kurzer Zeit seinen fertigen Hunterausweis aus. Sofort stand Kruja auf um zu gehen um endlich den widerlichen Gestank des Büros zu entkommen, als Mr. Ferris ihm hinterher rief: "Ich gebe dir zwei Wochen, bis du weinend das Handtuch wirfst. Solche wie du kommen hier täglich an". Darauf hin drehte sich Kruja um und rief ihm zu: "Wenn ich hier fertig bin, wird mich jeder hier kennen, Arschratte". Mit diesen Worten verließ Kruja das Büro und ging…




Kapitel II

Ein Junge Namens Selphin


Mit einem Ausweis in der Tasche, Machte sich Kruja also auf zum besagten Schalter, um endlich einen Auftrag zu erhalten und seinem Elend aus Celistia zu entkommen. Die Schalter für die Auftragsabgabe befinden sich, laut Planinformation, im fünften Stockwerk des Gebäudes. Kruja beschloss sich nicht die Treppe zu nehmen, sondern wieder mit dem Fahrstuhl zu fahren, um noch etwas Zeit zu haben, um einige Gedanken zu überlegen. Was wenn er noch wirklich nicht bereit sein sollte, was wenn er wirklich sein Leben bei einem Auftrag verlieren sollte? Doch bevor er sich das Ende seiner Gedanken klar machen konnte, erklang das zarte Kingen der Fahrstuhltür, welches ihn
daran erinnerte einzusteigen. Mit nervösem Kribbeln, betätigte Kruja die Nummer Fünf an der Fahrstuhltafel und beobachtete noch langsam die letzten Bilder, bevor sich die Tür des Fahrstuhls schlossen. Wie eine Ewigkeit erschien ihm die Fahrt, bevor Kruja endlich das Geräusch erhörte, welches ihm sagte, dass er sein gewünschtes Ziel endlich erreicht hatte.
Die Türe des Fahrstuhls öffneten sich und Kruja erblickte eine schier endlose Schlange von überwiegend Männern und Frauen, welche wohl dasselbe vorhatten, wie er: Geld verdienen um ein besseres Leben führen zu können und dafür waren alle bereit ihr Leben zu riskieren. Es dauerte nicht lange, bis schließlich Kruja dran kam. Eine alte Frau mit langen roten Haaren und einem nicht gerade attraktiven Aussehen, sah Kruja verwundert an und fragte schließlich: "Hast du überhaupt Kampferfahrungen?". "Ja, einige in Hinsicht auf Schwertklingen, aber wieso?", fragte Kruja völlig verwundert. "Na glaubst du, ein Auftrag wird ein Spaziergang oder was? Wenn es hart auf hart kommt, muss du dich zu verteidigen wissen". "Verteidigen? Vor was denn? Ich dachte, man unternimmt hier so was wie Botendienste oder besorgt lediglich irgendwelche Gegenstände für jemanden" antwortete Kruja mit einer hastigen Stimme. "Ja auch, aber es kann ja sein, dass dich andere Menschen oder sogar Wildtiere, während deines Auftrages angreifen. Für Neulinge in der Hunter- Station ist es eher ratsam sich zu zweit aufzumachen". "Zu zweit? Woher soll ich jetzt so schnell einen Partner herholen?", fragte Kruja mit einer etwas angespannten Stimme. "Wie wäre es mit mir?" ertönte eine kalte Stimme hinter Kruja. Kruja drehte sich verwundert um und erblickte einen jungen Mann mit hellblauen, bis hin zu weißen Haaren und einem jünglichen Äußerem. Mit seinem schwarzen Mantel mit der Kapuze über sein Gesicht, würde man ihn auf der Straße eher meiden. Auch seine schwarzen Stiefel und seine Dunkelblauen Bägiepants gaben ihm ein düsteres Äußeres und man bekam das Gefühl bei seinem Anblick, dass dieser Mensch etwas zu verbergen hat. "Ich fange auch gerade heute an. Warum machen wir unser erstes Ding nicht gemeinsam?". "Ich kenne dich doch überhaupt nicht, warum sollte ich was dann mit dir machen?" sprach Kruja. "Na dann, ich heiße Selphin. Nachname Night und ich mag romantische Spaziergänge am Strand. Willst du noch mehr wissen, vielleicht mein Horoskop der Woche?", sprach Selphin mit einer etwas provokanten Stimme. "Ich will euch ja nicht stören, aber die Schlange wird nicht kleiner.", sagte die Frau am Schalter, "wenn ihr euch nicht einig werden könnt, verlasst bitte die Schlange". Kruja zögerte, bevor er wieder Selphin ansah und ihm zusprach: "Wir machen das rein geschäftlich und wenn wir hiermit fertig sein sollten, teilen wir uns den Lohn und fertig ist die Geschichte, einverstanden?". "Ich habe mir auch keine romantische Beziehung zwischen uns vorgestellt, also von mir aus". Mit diesen abschließenden Worten sahen beide die Frau am Schalter an und sprachen im Gleichtakt: "Wir nehmen an!". "Das freut mich doch zu hören", antwortete die Frau, "Na dann hier euer Auftrag. Baron Kaschmir verlangt für seine Schmetterlingssammlung ein besonders seltenes Exemplar, welches sich nur im Quarongebirge auffinden lässt. Das Gebirge befindet sich nördlich von hier in der Nähe des verschlafenen Dorfes Lone Village. Der Sold für diesen Auftrag beträgt 1100 Gildas. Alles klar?". "Wie bitte?", rief Kruja der Frau zu, "1100 Gildas nur für das fangen eines Schmetterlings? Bwahahaha…! Ist das ihr Ernst?". "Ist doch gut, wenn es so einfach geht", sagte Selphin und nahm die Abbildung des Schmetterlings von der Frau entgegen. "Sie haben Fünf Tage Zeit für ihren Auftrag, bis er an eine anderen Hunter weitergegeben wird", rief die Frau unseren beiden Hauptpersonen noch nach, bevor sie das Zimmer und daraufhin die Akademie verließen.
"Ich glaub es nicht, ganze 1100 Gildas nur für einen Schmetterling. Das ist doch geschenktes Geld", rief Kruja glücklich Selphin zu. "Das hat nichts zu bedeuten, denn der Schein kann trügen. Es hat schon seine Gründe, warum der Sold für diesen Auftrag so hoch ist. Entweder ist dieser Schmetterling wirklich SEHR selten, oder…", sprach Selphin. "Oder was?", fragte Kruja mit nervöser Stimme nach. "Oder es hat einen anderen Grund, aber wir werden es ja dann schon sehen", sprach Selphin mit gelassener Stimme. "So, nun aber ans Eingemachte", sprach Kruja gelassen zu Selphin, "unser Ziel ist das Quarongebirge und das sind so etwa zwei Tagesmärsche nach Norden". Selphin sah Kruja verwundert an und sprach: "Sag mal, du willst doch nicht wirklich zu Fuß dorthin gehen, oder?" Ohne richtig zu verstehen, was Selphin mit dieser Äußerung meinte, sah Kruja ihn nur mit fragenden Augen an und folgte ihm daraufhin durch eine Seitengasse, welche wie eine Art Abkürzung zum nördlichen Stadtteil von Celistia dient. Nach etwa einem halben Stündigen, stummen Spaziergang, verstand Kruja endlich wohin Selphin ihn bringen wollte. Das Auto- Motorradgeschäft "Wild Heaven". Das größte Geschäfte in Hinsicht auf Fortbewegungsmittel in ganz Celistia, welches den Ruf besitzt, dass es für jede Preisklasse etwas besitzt. "Wenn wir zu Fuß gehen würden, würden wir doch für den Hin- und Rückweg so etwa Vier Tage benötigen. So würde für den Auftrag doch lediglich nur noch knapp ein Tag übrig bleiben, oder?", sprach Selphin vorwurfsvoll zu Kruja, "was wir brauchen ist ein günstiges Fortbewegungsmittel und das finden wir am besten hier". Mit etwas Angenervten Blicken sah Kruja Selphin an und dachte sich nur, warum solch ein Besserwisser ihn schon nach Fünf Minuten so herum kommandiert. Etwa zeitgleich betraten Selphin und Kruja den Laden und ließen sich im ersten Moment von dem riesigen Sortiment der verschiedensten Transportmittel beeindrucken. Autos standen in den Schaufenstervitrinen der Gesellschaft zur Schau. Motorräder blieben innerhalb des zweiten Stockwerks in einer gegebenen Reihenfolge zur genaueren Analyse der Käufer zur Verfügung und die Einbauteile von den verschiedensten Transportmitteln sind im Laden als Dekoration an den Wänden angebracht. Während Kruja sich im Laden umsah und erkannte, dass er nun ganz legal sein Führerschein machen könnte, begab sich Selphin direkt zum Büro des Verkäufers um sich für ein Motorrad in seiner Preisklasse zu informieren. Ein Klingeln begleitete das öffnen der Tür zum Büro und das erste was Selphin sah, war ein sauber aufgeräumtes, kleines und gemütliches Büro, mit einem breiten Fenster auf der rechten Seite, wodurch man das gesamte Erdgeschoss erblicken kann. Bilder eines alten Mannes in einem feinen, blauen Anzug und einer jungen Frau in verschiedenen, feinen Kleidern mit immer langen Röcken und langen, blondem Haar, beschmückten die Wände und den sauberen Schreibtisch. Ansonsten war das Büro leer und Selphin saß sich daraufhin in den Gästesessel. Im nächsten Moment begab sich aus dem Hinterzimmer des Erdgeschosses eine junge Frau hin zum Büro, wo schon Selphin Platz nahm. Selphin schaute sich sofort nach ihr um bemerkte, dass es sich bei der Frau um dieselbe Frau handelte, welches auf den Bildern im Büro abgebildet war. "So, womit kann ich ihnen dienen?", fragte die Verkäuferin mit einer freundlichen Stimme Selphin. "Wir bräuchten ein Fortbewegungsmittel in der Preisklasse so um die 700 Gildas für zwei Personen, gäbe da was für uns?". "Na ja, in so einer niedrigen Preisklasse wird es nichts besonderes sein, aber ich sehe mal was es so für euch gibt", antwortete die junge Verkäuferin und forderte Selphin mit einer langsam Handgeste auf ihr aus dem Büro hinaus zu folgen. Kruja selbst bestaunte die tollen Automobile, welche weit über seinem Budget lagen und bemerkte daraufhin Selphin und die Verkäuferin, welche sich in Richtung der günstigeren Modelle begaben. Kruja folgte ihnen mit langsamen Schritten und sah, dass beide um ein altes Autos standen, welches in der Öffentlichkeit wohl bestimmt keine Beachtung erhalten würde. Ein schlichtes Dunkelblau färbte den schlichten Polo, welches zwar vier Sitze besaß, aber wohl nur für zwei Personen gedacht war, da es sonst zur einer engen Angelegenheit innerhalb des Wagens kommen könnte. "Wollen wir etwa dieses…Teil?", fragte Kruja etwas deprimiert Selphin zu. "Ich wollte erst mal ein Motorrad kaufen, aber sie hat mich überzeugt, dass diese Wahl hier billiger wäre. Außerdem hätten wir so einen Kofferraum und es würde uns nur 350 Gildas kosten", antwortete Selphin und sah daraufhin die Verkäuferin an. "Sagen sie, warum ist dieses Modell so billig?" fragte Selphin neugierig die Verkäuferin und strich mit seinem Zeigefinger über den Lack des Wagens. "Dieses Modell liegt schon seit Jahren bei uns rum und es wird wohl kaum mehr für einen höheren Preis verkauft, also würde ich mal sagen raus damit". Unsere beiden Hauptdarsteller zögerten nicht lange und begutachteten die neu erworbene Ware vor dem Tore des Transportmittelhändlers. "Wenn wir jetzt den Auftrag beenden sollten, blieben uns dann noch 750 Gildas. Das wären also dann 375 Gildas für jeden von uns", gab Kruja von sich und sah dabei Selphin an. "Keine Sorge, ich gebe dir dann deinen angezahlten Anteil zum Wagen zurück und behalte dann den Wagen, wenn es ok ist", antwortete Selphin und stieg in den Wagen ein. "Du kannst fahren?", fragte Kruja Selphin erstaunt, denn Selphin sah kaum älter aus, als er selbst. "Einen Lappen habe ich zwar nicht, aber ich fahre schon seit meinem Sechszehnten Lebensjahr mit verschiedensten Autos", antwortete Selphin und fuhr mit einem Kickstart auf die Straße los in Richtung
Nordtor von Celistia. Kruja machte es sich auf dem Beifahrersitz gemütlich, indem er seinen roten Mantel auszog und nach hinten warf. Erst jetzt bemerkte Selphin, dass auf dem Rücken von Kruja ein Schwert angebracht ist, welches mithilfe einer Rückenscheide an seinem Rücken festgehalten wird. Beim genaueren Hinsehen, erkannte Selphin, dass es sich um einen Zweihänder handelte, welches aber keine weiteren Besonderheiten aufwies. Ein simples Zweihänderschwert also, nichts weiter. "Du kannst also mit Schwertern umgehen?", gab Selphin von sich. "Ja, etwas. Ich habe während meines Aufenthaltes im Waisenhauses angefangen mich für Klingenwaffen zu interessieren und seitdem selbstständig angefangen zu trainieren". "Und hast du schon jemanden umgebracht mit deinem Schwert?", fragte Selphin sofort nach. "Nein", antwortete Kruja sofort, "darin habe ich noch keinerlei Erfahrungen. Und du? Womit kämpfst du denn? Ich sehe keinerlei Waffen bei dir mitführen". "Meine Waffen sind unsichtbar. Ich benutze meine mentale Stärke um meine Feinde zu überzeugen", sagte Selphin und erzeugte eine kleine Flamme innerhalb seiner Handfläche, welche er in Richtung Kruja hielt. Kruja erblickte etwas fasziniert die erzeugte Flamme, denn hatte er noch nie zuvor Magie gesehen, geschweige denn einen Magier. Lange hatte er sich schon gefragt, wie denn so ein Magier wäre, der imstande wäre Natur und Elemente nach belieben zu kontrollieren. "Und hast du schon mal jemanden…umgebracht?", fragte Kruja Selphin vorsichtig nach. Ohne eine wirkliche Antwort zu geben, schaute Selphin Kruja mitten in die Augen und fing langsam aber sich an zu grinsen und sich wieder auf die Straße zu konzentrieren.
Nach kurzer Zeit erreichten sie das Nordtor von Celistia. Celistia besitzt lediglich vier Tore, welche aus der Stadt hinaus führen. Ansonsten ist Celistia von einer Meterhohen Mauer umgeben, welches vor allem vor Gefahr von Außen schützen soll. Nach einer kurzen Kontrolle, verließen beide die Stadt, welches von Außen den Eindruck eines riesigen Gefängnisses übernahm. Kruja selbst ist zum ersten Mal aus der Stadt draußen und ist einfach beeindruckt, inwieweit die Welt groß ist. Gigantische, kahle Landschaften umgeben Celistia, welche lediglich einige Büsche und Sträucher aufweißt. Erst nach Kilometerlangen fahren, erkennt man außerhalb der Landstraßen einige Wälder, welche aber dann auch ungewöhnliche Dichte aufweist und eine weitere Einsicht tiefer in den Wald nicht zulassen. Kruja konnte nicht anders und sah sich Stunde um Stunde die prächtige Landschaft aus dem Seitenfenster an. Selphin selbst zeigte kein besonderes Interesse an der blühenden Pracht des Landes und schaute stets nur gelangweilt auf die ewig gerade Straße. "Du bist wohl jetzt zum ersten Mal aus dieser Stadt hinter uns raus, oder?", fragte Selphin mit einer gelassenen Stimme. "Ja, bemerkt man das oder wie?", antwortete Kruja etwas beschämt. "Ich will dir mal was klar machen. In Celistia gab es fast nur normale Menschen. Erschreck dich nicht, wenn du jetzt außerhalb der Stadt nun Leute sehen solltest, welche wie eine Kreuzung aus einem Menschen und…was weis ich, z.B. einem Hund aussehen.", sprach Selphin, "mit laufe der Zeit haben sich viele verschiedene Rassen gebildet, wie z.B. die Drachenmenschen weit im Osten, aber die sind eher ein ungemütliches Völkchen". "Man, du bist wohl schon weit herumgekommen, oder? Ich muss mich erst mal an all diese neuen Sachen gewöhnen. Und übrigens habe ich solche Rassen schon mal im Fernsehen gesehen, also keine Sorge. Ach übrigens, wie Alt bist du eigentlich?", fragte Kruja vorsichtig nach und wandte seinen Blick vom Seitenfenster ab und sah nach langer Zeit wieder Selphin an. "Ich bin Neunzehn und vom Sternzeichen aus Steinbock, wenn’s dich so sehr interessiert", antwortete Selphin gelassen und sah dabei mit einem beunruhigendem Blick aus dem linken Seitenspiegel. "was hast du?", fragte ihn darauf Kruja an, bis er sich selbst umsah und nach hinten aus dem hinteren Fenster blickte. Kruja erschrak, als er sah, dass Wolfsartige Wesen mit grauem Fell und langen Ohren, welche im Laufwind wehten und Peitschenartigen Schwänzen sie verfolgten. Nach der Geschwindigkeit her, konnten sie mit Leichtigkeit den Wagen unserer Hauptakteure mithalten. "Prärieschakale", sprach Selphin mit einer beunruhigten Stimme, "typisch diese Misttölen, suchen sich immer ein Opfer auf verlassenen Landstrassen, festhalten". Mit einem Schlag beschleunigte Selphin den Wagen bis zur Auslastung und erhaschte immer wieder Blicke, wo sich die Prärieschakale befanden. Doch obwohl der Wagen eine beachtliche Geschwindigkeit hinlegte, dauerte es nicht lange, bis die Schakale das Auto im Lauf umrundeten. In diesem Augenblick, trat Selphin in die Bremsen und ließ das Auto nach einer Weile zum stehen kommen. Einige Schakale, welche direkt hinter dem Wagen her liefen, stoßen gegen den Heck und ließen ein dumpfes Geräusch im Innenraum des Wagens hören. Die restlichen Schakale standen nun vor dem stehen gebliebenen Wagen und gingen mit langsamen Bewegungen darauf los. Mit einem Ruck, gab Selphin Gas und durchbrach die Linie der Schakale, wobei zwei von ihnen sich mit einem Satz auf den Wagen hechten konnten. Während der eine Schakal sich kurz darauf nicht mehr auf der Haube des Wagens festhalten konnte und vorwärts unter die Räder des Wagens fiel und mehrere knackende Geräusche hören ließ, Stoss der zweite Schakal gegen die Windschutzscheibe und flog daraufhin Kopfüber dem Wagen und unsanft auf dem staubigen Boden der Landschaft.
Langsam verging die Angst und Kruja sah mehrmals nach hinten um sich immer wieder zu vergewissern, dass nicht doch noch einige dieser Schakale dem Wagen gefolgt sind. "Keine Sorge, Prärieschakale haben meist nur eine geringe Kondition und geben schon nach wenigen Momenten die Verfolgung auf", sprach Selphin, wobei eine gewisse Angst in seiner Stimme erkennbar wurde. Beruhigt sah Kruja ihn an, erschrak aber wieder, als ein lauter Knall zu hören war und der Wagen anfing zu wackeln. "Scheiße!" schrie Selphin und hielt den Wagen an. Beide stiegen aus um die Ursache für das Geschehnis zu finden und wurden schnell bei einem platten Reifen vorne auf der Fahrerseite fündig. Selphin bückte sich hin zum Reifen und zog nach kurzer Beobachtung eine abgebrochene Kralle aus dem Reifen. "Die muss Steckengebliebensein, als du den einen überfahren hast", sprach Kruja und sah sich um. "Hey, ich glaube da hinten liegt schon die Stadt", rief er Selphin zu und klopfte ihm mehrmals auf die Schulter. "Ja, hast Recht", antwortete Selphin "dann lassen wir mal den Wagen dann hier liegen und angagieren in dem Kaff da vorne einen Mechaniker". Schnell holten beide ihre Sachen aus dem Wagen und gingen los nach Lone Village und somit ihrem ersten Auftrag immer näher…




Kapitel III

Ein verschlafenes Dörfchen


Staubiger Boden, knarrende Türen und unberuhigende Stille begleiten den Alltag des verschlafenden Dörfchens Lone Village. Eine junge Magd, welche gerade Lebensmittel aus dem Laden nach Hause trug, bemerkte, dass sich aus der Ferne sich zwei Gestalten ihrem ruhigen Dorf nähern. Langsam und mit ihrem Mäntel sich vor dem leichten Sturm, welches hin und wieder auch Sand und Kies aufwirbelt, schützend, näherten sich Kruja und Selphin dem Dorf. Bewohner des Dorfes sahen sich die neuen Gäste von weiten an, da nicht jeden Tag sich neue Gesichter in der Stadt zeigten. "So, da wären wir. Lone Village…", sprach Kruja mit einer gelangweilten Stimme zu Selphin und war mit dem ersten Eindruck zu dieser Stadt ziemlich gelangweilt. Lediglich einige einzelne Häuser standen in einer ungefähren Reihe auf zwei Seite und bildeten in ihrer Mitte eine Art Strasse, wobei man nicht von Asphalt oder sonstiges Reden kann. "Wir könnten für unseren weiteren Verlauf der Mission noch Proviant brauchen", sprach Selphin, "suche mal in diesem Kaff einen Markt oder so was in der Art". "Alles klar, dann mach du dich dann mal auf den Weg und suche Verbandszeug und einige Medikamente oder sonst was für Verletzungen. Wir könnten sie noch später brauchen", antwortete Kruja und ging dann weiter in die Stadt hinein. Selphin selbst blieb noch etwas stehen und blickte sich um, bemerkte dann aber so etwas wie eine Drogerie und ging darauf los. Kruja selbst betrat den Dorfmarkt, welches in einer zwar alten, aber dafür großen Holzhütte untergebracht war. Viele Regale standen den Kunden mit den verschiedensten Lebensmitteln zur Verfügung. Von Gemüse, bis hin zu Obst, von Brot bis hin zu Eiern gab dieser Laden den Kunden alles zu Verfügung. Kruja nahm sich lediglich einige Stücke Brot mit und dazu noch Beilagen, welche man auf die Brote dazu tun könnte wie Käse, Tomaten und Butter. Alles im Ärmel getragen, ging er zur Kasse und sank seinen Blick auf seine linke Hosentasche, um das nötige Kleingeld herauszunehmen. "So, dass macht dann 4 Gildas und 40 Kupeken der Herr", ertönte vom Verkäufer und Kruja blickte daraufhin nach oben, während er sprach: "klar doch Meister". Kruja erschrack nicht schlecht, als er bemerkte, dass es sich beim Verkäufer nicht um einen Menschen handelte. Es war ein Hundemensch, wie ihn schon Selphin auf dem Weg hierher gewarnt hatte. Es sah so aus, als hätte man einem übergrossen Hund auf zwei Beine gestellt und ihn passend angezogen. Nach der Rasse zu urteilen, würde Kruja wohl auf einen Labrador tippen, aber mit Hunderassen kannte er sich nicht besonders aus. "Ist irgendwas?", fragte der Verkäufer ihn daraufhin, nachdem Kruja eine Weile verdutzt auf der Stelle stehen blieb. "Ähm…nein, natürlich nicht", sprach Kruja und legte
das passende Kleingeld auf die Theke und verließ hastig den Laden. Draußen angekommen, sah er sich nach Selphin um und wurde schnell nach ihm fündig, als er ihn durch das Schaufenster zu einer Drogerie erblickte. Mit einem knirschen öffnete sich die Tür zum Laden und sprach daraufhin Selphin an: "Ich habe die Lebensmittel. Wie sieht es aus mit dem Verbandszeug und so weiter aus?". "Viel zu teuer diese Medikamente hier. Allein schon eine Packung Schmerzmittel kostet hier 35 Gildas. Das ist Wucher.", sprach Selphin Kruja an und blickte daraufhin die junge, hübsche Kassiererin mit ihren braunen, nach hinten gezöpften Haaren an. "Tut mir leid, aber die Rohstoffe für diese Medikamente sind in letzter Zeit seltener geworden", sprach sie Selphin an und ließ einen leicht traurigen Blick erkennen. "Wieso, gibt es keine Rohstoffquellen mehr, oder was?", fragte Kruja sofort hinterher und gab eines der beiden Tüten mit den Lebensmitteln an Selphin weiter. "Nein, unsere Mühlen und Bergwerke wurden in letzter Zeit von vielen Wildtieren besetzt und erschweren uns so unserer Arbeit nachzugehen.
Bevor noch Kruja oder Selphin weiter nachfragen konnten, brach auf der Straße eine Aufrur los. Um den Grund dieses Lärms nachzugehen, verließen alle drei den Laden und sahen einige Menschen, welches sich um drei Leute versammelten, welche wiederum einen Mann in die Drogerie trugen. "Onkel Gustav", schrie die Verkäuferin der Drogerie und half mit den Mann auf ein Bett im oberen Stockwerk des Ladens zu legen. "Was ist passiert?", fragte sie sorgvoll nach und wartete auf eine Antwort der anderen drei Männer. "Er wurde während seiner Arbeit in der Mühle angegriffen. Er erzählte etwas von einer Spinne, als wir ihn draußen vor der Dorfgrenze fanden." Antwortete einer der anderen drei Freunde von Gustav. Kruja sah sich die Wunden an Gustavs Körper genauer an, und bemerkte, dass es sich hierbei um keine gewöhnlichen Wunden einer Spinne hielten. "Es war auf jeden Fall eine weitaus grössere Spinne, als im Normalfall", sprach er, "die Wunden deuten daraufhin, dass die Spinne wohl so etwa mehr als einen Meter groß ist". Etwas erstaunt sah Selphin Kruja an und sprach ihm zu: "Das erkennst du anhand der Wunden?". "Jop", antwortete Kruja zu Selphin, "mit Wunden von Wildtieren kenne ich mich etwas aus und das war ganz eindeutig einer Spinne oder so etwas ähnlichem". "Das geht schon seit Tagen so", sprach die Verkäuferin. Erst in dem Augenblick, kam ein älterer Mann mit einem kurzen Vollbart nach oben und schrie: "Sophie, was ist hier passiert?". "Vater, Onkel Gustav wurde in der Mühle angegriffen". Schwer besorgt kam der alte Mann zu seinem Bruder näher und sah sich seine tiefen Wunden an. "Verdammt. Nicht schon wieder solch ein Angriff und einen Hunter können wir uns gegen diese Biester nicht leisten", sprach der alte Mann und ließ seine Hände zu Fäusten gedrückt. "Ähäm, wenn sie gestatten würden. Vielleicht könnten wir ja helfen", kam es aus Kruja und zückte seinen Hunter- Ausweis stolz direkt vor der Nase des alten Mannes. "Ihr…ihr seid Hunter? In eurem Alter?", antwortete der alte Mann erstaunt und blickte sich Kruja und Selphin nun sorgfältig an. "Ich hätte da mal einen Vorschlag", sprach Selphin, "wenn wir es schaffen sollten, diese Spinne in der Mühle zu erlegen, würdet ihr dann im Gegensatz uns mit Medikamenten und Verbandszeug versorgen?". "Ja, aber ihr seid doch viel zu jung oder nicht?", sprach der alte Vater zu ihnen und sah ihnen direkt ins Gesicht. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, verließen beide die Drogerie und sahen sich erst mal um. "Die Mühle lag an der Dorfgrenze, oder?", fragte Kruja und ließ zum ersten Mal sein Schwert aus der Scheide. Obwohl das Schwert ein Zweihänder war, hielt Kruja es locker mit seiner rechten Hand, schulterte es gelassen auf seine rechte Schulter und ging Richtung Dorfgrenze. Selphin folgte ihm und zog zwei Lederhandschuhe an, welches mit einzelnen Schuppen in allen Formen und Farben beschmückt war. "Was sind das für Handschuhe?", fragte Kruja, ohne ihm ins Gesicht zu sehen. "Drachenklauen. Die Schuppen stammen von Mitrildrachen, welche eine hohe, magische Ausstrahlung besitzen. Sie helfen mir mich besser zu konzentrieren und verstärken meine Aura", antwortete Selphin und sah ebenfalls nur auf den Weg vor ihnen.
An der Dorfgrenze angekommen, erhebt hinter Lone Village ein riesiger Wald, welcher aber dennoch keine Probleme beim durchmarschieren bot. Schon nach kurzer Zeit, ertönte durch den Wald ein langsames, immerwährendes knirschen und Kruja und Selphin erkannten schnell, dass dieses Geräusch von der noch immer laufenden Mühle kommt und erblickten schon nach einem kurzen Fußmarsch die große Mühle, welche die Mühlkraft mithilfe eines Flusses gewinnt, welches direkt neben der Mühle fließt. "So, dann machen wir dieses Ungeziefer mal platt und beweisen uns als Kammerjäger", sprach Selphin zu Kruja und versuchte die Tür der Mühle zu öffnen, doch schien diese sich nicht zu öffnen. Kruja half mit das Tor zu öffnen, doch half auch seine Kraft nicht die Tür zu öffnen. "geh mal zur Seite", sprach Kruja und schwang sein Schwert in einem runden Bogen um sein Kopf um diesen dann mit einer hohen Wucht gegen die Holztür zu rammen. Einen große Kerbe entstand an der Tür und beide erblickten das Problem. Spinnweben hielten die Tür fest im Rahmen und verhinderten, dass man tiefer in das innere der Mühle schauen konnte. Selphin ging einige Schritte zurück und hielt seine rechte Hand vor seinem Gesicht und schloss seine Augen: "Zur Seite", sprach Selphin Kruja kalt zu. Kruja ging einige Sätze von der Tür weg. Im nächsten Moment richtete Selphin seine Hand in Richtung der Tür, öffnete seine Augen und schrie: "Flamadra!". Ein Feuerstoß, wie aus einer Kanone heraus gefeuert, entsprang aus seiner Hand in Richtung der Tür und durchbrach diese mit einem gewaltigen Stoß. Die Spinnweben gaben dem Druck der Flammenkanone nach und verbrannten. Die Tür verbrannte und öffnete das Tor zum inneren der Mühle. Kruja ließ sich sein erstaunen zu dieser Aktion nicht anmerken und folgte langsam Selphin, welcher sich langsam aber sicher in das innere der Mühle hinein tastete.
Im inneren der Mühle angekommen, sahen sich beide um und erblickten jegliche Arten von Werkzeuge und Hilfsmittel, die ihren typischen Platz in einer Mühle finden. Jedoch waren alle Utensilien im Raum durch eine dichte Spinnwebenschicht umgeben und ließen nur vermuten, welche Gegenstände sich darunter verbargen. Alle Fenster und spalten innerhalb der Wände wurden mit dichten Netzen besponnen und verhinderten einen Einfall von Licht in die Mühle. Die Decke war kaum sichtbar und verbarg sich in Dunkelheit. Mit einem Handzeichen, ließ Kruja Selphin klar machen, dass er sich im Hinterzimmer umsehen soll und sah selbst im Hauptzimmer nach dem Rechten. Selphin riss mit bloßer Hand die Netze vor den Tür zum Hinterzimmer los und erblickte eine Art Küche. Es war ein Kamin vorhanden, worüber etwas kochte. Eine Suppe mit einem gelb, orangen Farbton. Der Kamin brannte noch immer, wodurch Selphin erkannte, dass der Angriff der Spinne wohl plötzlich kam. Außerdem befanden sich Stühle, insgesamt drei und allesamt aus Holz, welche rund um einen Tisch gestellt wurden. Doch auch hier war keine Spur der Spinne zu finden. Zusammen trafen sich Kruja und Selphin wieder im Hauptzimmer der Mühle und kamen zur selben Meinung, dass sich die Spinne nicht auffinden lässt. Im selben Moment tropfte es von der Dunkelheit der Decke herab mitten auf Selphins rechte Schulter. Beide sahen der hernieder gekommenen Flüssigkeit an und blickte gleichzeitig und langsam nach oben. Mitten aus der Dunkelheit der Decke entsprangen mehrere, gut halbe Meter Große Spinnen herab. Wie viele es waren, ließ sich nur schwer sagen und Selphin schätzte innerlich auf ungefähr Sieben oder Acht. Kruja hingegen blickte nicht auf die Spinnen, sondern auf etwas ganz anderes. "Ich glaube da hätten wir unser Ungeziefer", sprach Kruja und zeigte mit seiner Schwertspitze auf ein Wesen weit hinter den einzelnen Spinnen. Einen Tarantella mit Ausmaßen von bis zu Drei bis Vier Metern, stach den beiden mitten ins Auge und Kruja nahm in diesem Moment erst wahr, was alle in der Hunter- Akademie mit Lebensgefahr meinten. Lediglich für Geld, stand er nun einem Monster entgegen und man erwartet von ihm nun es zu erlegen. Kruja fing an zu zittern und Selphin sah ihn an und sprach: "Hast du Angst?". "Nein", sprach er, "das ist reine Kampfeslust!". Kruja stand nun seiner ersten Bestie entgegen und bildete mit Selphin Rücken an Rücken einen Schutzkreis. Die kleineren Spinnen umzingelten Kruja und Selphin und begannen angriffslustige Geräusche von sich zu geben. Mit einem Satz, sprangen die Spinnen auf sie los und Kruja zerrte Selphin zu Boden und ließ einen herzhaften Hieb nach hinten los. Seine Klinge zerteilte eines der Spinnen und ließ einen Satz Blut und Gedärme auf den Boden fallen. Selphin erkannte eine sichere Zufluchtstätte und zerrte Kruja am Ärmel, um ihn mit ins Nebenzimmer zu nehmen.
Im Nebenzimmer, wo der siedende Kessel noch kochte, verrammten Kruja und Selphin die Tür mithilfe der Stühle und des Tisches und standen nun im Zimmer. Lautes Gepolter und stoßen, waren vor der verrammten Tür zu vernehmen und Selphin sah sich erst mal in Ruhe um. Kruja selbst passte lediglich nur auf die Tür auf, um jederzeit angriffsbereit zu sein, falls das Spinnenvieh durchbrechen sollte. Über dem Kamin waren verschiedenen Urnen und Gefäße parat, die mit verschiedenen Gewürzen und Ölen zur Zubereitung von Speisen bereit standen. "Was ist das für ein komischer Geruch?", bemerkte plötzlich Kruja
und sah Selphin an. Der wiederum drehte sich zum Kessel und roch an der Suppe. Daraufhin sah er sich alle Urnen und Gefäße an und nahm sich nach kurzer Zeit eine von ihnen heraus. "Das ist Quarzöl, wird zum flambieren von Speisen gebraucht". "Heißt das, man muss die Suppe erst mal anzünden, bevor man sie essen kann?", fragte Kruja nach und sah mit merkwürdigen Augen die Suppe an. "Viel wichtiger für uns ist, dass es brennbar ist", rief Selphin mit einem breiten Grinsen und warf die Urne Kruja an. "Ich habe einen Plan", rief Selphin und schaute Kruja an, "die machen wir fertig"…

I am Zantus. I fought my Way, to be your Demon King

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Lucris

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2

Montag, 5. März 2007, 16:37

RE: Heroes. Mein erster Versuch.

Hier stell ich nun die Kapitel 4 bis 6 rein. Wenn jemand sie will, bedient euch ruhig. Würde mich über Kritik riesig freuen. :D




Kapitel IV

Kampfeslust


Vor der Tür hämmerte es und erste Risse in der Tür waren die Anzeichen dafür, dass die Tür nicht mehr länger ihren Stand halten konnte. Selphin und Kruja waren noch vor den Tür und beredeten. Daraufhin nahm sich Kruja sein Schwert und rammte es oberhalb der Tür und hielt sich daran fest, sodass er nun über der Tür hing, nachdem er sich hochgezogen hatte und sich auf die flach gelegte Seite der Klinge stellte. Selphin nahm sich etwas Schnur aus dem Netz, welches an der Lehne von einem der Stühle besponnen wurde und stellte den Stuhl hinter die Tür. Nun nahm er sich ein brennendes Stück Holzkohle aus dem Kamin und stellte es vorsichtig auf dem Stuhl hinter der Tür. Danach nahm sich Selphin nun die Urne mit dem Quarzöl und goss es regelmäßig auf den Boden und an die Wände. "Bist du sicher, dass das klappen wird?", fragte Kruja und versuchte weiter seine Balance auf dem Schwert zu halten. "Wird es schon", sprach Selphin, während er die eine Seite der Schnur an den Stuhlkopf band und am anderen Ende eine Schlaufe bildete. Nun räumte Selphin noch alle Stühle und den Tisch von der Tür weg und stellte sich hinter die Tür und öffnete sie nun.
Wie ein Sturm, brachen die Spinnen in das Zimmer ein und suchten nach den beiden Menschen, doch wurden auf den ersten Blick nicht fündig. Selphin selbst band nun das andere Ende der Schnur an die Tür und blieb ruhig, um einen günstigen Augenblick zu erhaschen. Als dann aber plötzlich einer der Spinnen Kruja oberhalb der Tür erspähte und seine Kieferzweige öffnete um einen Warnschrei auszulassen, sprang Kruja mit einem Satz herunter und zog mit der rechten Hand sein Schwert aus der Wand heraus, um es auf dem Schädel der Spinnenlarve auftreffen zu lassen. Während sich der Schädel der Spinnenlarve entzwei teilte und einen Einblick in das innere des Kopfes zuließ, hechtete Selphin unter das besponnene Band, zwischen der Tür und dem Stuhl durch und sprang Kruja hinterher, welcher das Zimmer mit einem Satz nach hinten verließ. Die aufgebrachten Spinnen versuchten nun sofort den beiden zu folgen, doch zog Selphin die Tür mit einem Ruck zu. Das Band zog den Stuhl herunter, wobei das brennende Holzstück zu Boden fiel. In einem Satz erzündete Das Holzstück das verteilte Quarzöl auf dem Boden, welches sich in einem Ruck weiter verbreitete und schließlich das gesamte Zimmer in Brandt steckte. Den Spinnen war kein Ausweg parat und verbrannten somit jämmerlich mit qualvollen Schreien innerhalb des geschlossenen Zimmers.
Kruja und Selphin ließen den Knauf der Tür solange nicht los, bis sie keinerlei Schreie mehr vernahmen und sich somit sicher waren, dass kein Leben mehr hinter der Tür befand. "Man!", schnaufte Kruja schwer atmend und lächelte Selphin an, welcher einen nicht gerade anderen Gesichtsausdruck machte. Beide schwer atmend, drehten sich zugleich um und erblickten die größte Spinne im Raum, wie sie sich wieder von der Decke herab ließ. "Die Missgeburt dachte wohl, dass seine kleinen Kinderchen mit uns schon fertig geworden wären!", flüsterte Kruja Selphin zu und fing an mit gelassenen Augen zu Grinsen. "Tja, jetzt kann sie sie ja an ein asiatisches Restaurant verkaufen", antwortete Selphin und verzog keine einzige Miene im Gesicht. Als die Tarantella bemerkte, was mit seinen Kindern geschah, ließ es einen entsetzlichen Schrei aus und sprang sich von der Decke ab in Richtung Kruja und Selphin. Beiden gelang es wiederum schnell auszuweichen und sich auf verschiedenen Seiten der Spinne in Sicherheit zu bringen. Kruja ließ sein Schwert auf dem Boden schleifen und lief auf das Ungetüm los um mit einem beherzten Sprung einen Treffer auf dem Ungetüm zu landen. Jedoch gelang es der Spinne mit einem Sprung an die Wand auszuweichen und sich dort in Sicherheit zu bringen. "Das Mistvieh ist zu schnell!", rief Kruja wütend und ließ seine Augen nicht von der Tarantella los um ja keine Blöse zu zeigen. "Meine Magie wäre wohl auch nicht schnell genug um zu treffen, was nun?", sprach Selphin und wich im letzten Moment der Spinne aus, welche sich nun von Wand zu Wand abstütze um die Hauptcharakter im Vorbeiflug zu treffen. Zähne knirschend, sah sich Kruja im Zimmer um und erblickte auch in
diesem Zimmer einen Tisch, welches sich unter einigen Spinnennetzen befand. "Lenk sie mal ab!", rief Kruja Selphin zu und begab sich zu Tisch, um diese aus den Netzen heraus zu lösen. "Na dann wollen wir mal", rief sich Selphin selbst zu und konzentrierte sich, indem er erneut seine Hand vor seinem Gesicht hielt und die Augen schloss. Die Spinne bemerkte diesen Zustand der geschlossenen Augen und dachte sich so eine Blöse bei Selphin erhascht zu haben und setzte sich sofort zu einem erneuten Sprung an. Mit einem wahnwitzigen Tempo, rauschte die Spinne Selphin entgegen, welcher wiederum ruhig blieb und die Konzentration nicht verlor. Erst im letzten Augenblick, ließ sich Selphin nach hinten fallen, wobei er sich nun unter der Spinne befand, als diese versucht hatte ihn zu rammen. Sofort hielt er seine rechte Hand unter der Spinne ausgespreizt und ließ eine Feuerkanone unterhalb der Spinne ab. Die Spinne schrie vor Schmerzen, als es den brennenden Schmerz im Leib erfuhr und rammte gegen die Wand der Mühle, da es sich nicht mehr auf die Landung an der Wand konzentrieren konnte. Mit langsamen Schritten, stand die Spinne Bein für Bein wieder auf und erblickte sofort wieder seine beiden Ziele. Kruja hatte nun den Tisch frei gekriegt und zog es etwas zu Selphin. "Alles in Ordnung?", erkundigte sich Kruja bei Selphin und bemerkte, dass auch Selphin der Attacke der Spinne nicht ganz entweichen konnte. Seine rechte Hand zeigte eine tiefe Fleischwunde, welches schon einblicke auf den Armknochen gab. Mit großen Augen sah sich Kruja die Wunde an und wollte den Tisch loslassen um ihm zu helfen. "Lass nur geht schon. Was nun?", fragte Selphin Kruja. "Du sollst nur im richtigen Augenblick für etwas Hitze sorgen, mehr nicht", antwortete er wiederum und nahm mit beiden Händen den Tisch und fing an diesen nun um sich herum zu drehen und so für Schwung zu sorgen. Die Spinne begriff nicht was Kruja damit bezwecken wollte und auch Selphin war das Ziel dieser Aktion noch nicht klar, war selbst aber für eine weitere Magieaktion bereit.
Mit einem weiten Schwung, warf Kruja den Tisch in Richtung der Spinne und lief aus der Drehung heraus sofort hinterher. "Jetzt!", rief Kruja und duckte sich sofort etwas zu Boden. Die Spinne zerbrach den angeflogenen Tisch mit nur einem Hieb mit Leichtigkeit in viele kleine Stücke. Selphin wiederum ließ mit seiner linken Hand eine weitere Feuerkanone los und traf neben der Spinne die einzelnen Holzstücken, welche sich vor den Spinne erzündeten. Wie ein Regen prasselten die einzelnen, brennenden Teile des Tisches der Spinne entgegen und ehe sie auch das geringste Bemerken konnte, sprang Kruja mit seinem Zweihänder fest in beiden Händen der Spinnen direkt vor ihr Gesicht entgegen und ließ einen herzhaften, vertikalen Hieb von unten nach oben am Gesicht der Spinne los. Das Gesicht der Spinnen zerteilte sich entzwei und Blut und Fleisch ragten sich aus der entstandenen Wunde. Das Gesicht von Kruja fing einen Satz des entstandenen Blutes auf und zwang ihn dazu, seine Augen zu schließen. Die Spinne fiel in einen Rauschzustand und schlug sich gegen Wand zu Wand. Sowohl Kruja, als auch Selphin konnten mit diesem plötzlichen Anfall der Spinne umgehen und hielten erst mal Abstand zu ihr. Die Spinne zerrte sich innerlich auseinander vor Schmerzen und verlor das Augenlicht an allen acht Augen. Plötzlich rammte die Spinnen die rechte Mühlenwand, wodurch die Wand nachgab. Die Spinne war nun draußen an der freien Luft und stolzierte nun durch den Fluss, welcher neben der Mühle fließt. "Wenn sie jetzt abhaut, geht die ganze Geschichte von vorne los. Sie darf nicht entkommen", rief Kruja Selphin zu und verfolgte das Spinnenvieh durch das entstandene Loch. Beide stampften nun durch den reißenden Fluss, welcher ihnen bis zu den Schenkeln ging und standen nun der Spinne entgegen. Die Spinne selbst nahm nur das rauschen des Flusses wahr und versuchte nun aus diesem herauszukommen. Hinter der Spinne drehte sich noch immer das riesige Mühlenrad, welches von den gewaltigen Wassermassen angetrieben wird.
"Warte mal!", rief Selphin Kruja zu und sah sich das Mühlenrad genauer an, "zwinge ihn weiter an das Mühlrad Kruja!". Mit diesen Worten, beendete Selphin seine Rede und konzentrierte seine letzten mentalen Kräfte auf einen weiteren Feuerball, welchen er auf den Wald direkt neben dem Fluss hielt. Der Feuerball traf einen Baum und entzündete seine Laubkrone, wobei das Feuer sich rasch ausbreitete. In kurzer Zeit brannte das Waldstück neben ihnen in weiten, großen Flammen und die Spinne erahnte das Feuer des Waldes und hielt sich zurück, wobei es also dann im Flussbett blieb. Kruja selbst, rannte mit der Strömung in Richtung der Spinne und sprang mit einem Satz auf die Spinne los und rammte seine Klinge tief in den Schädel der Spinne. Mit schweren Griffen, hielt sich Kruja schwer auf dem Kopf der Spinne und versuchte seine Klinge immer weiter in den Schädel der Tarantella hinein zu drücken. Die Spinne ging immer mehr Schritte zurück, mit der Hoffnung sich von der Gefahr und den Schmerzen zu entfernen und ahnte nicht, dass es sich immer weiter dem Mühlenrad näherte. Mit blinden Schritten, stampfte die Spinne nach hinten und spürte plötzlich das drehen
des Rades an seinem Hinterteil und bemerkte nun, was Kruja und Selphin vorhatten. Die Spinne versuchte nun nach vorne zu kommen, um dem gewaltigen Druck des Mühlenrades zu entkommen. Kruja verstand, dass wenn er nun nichts unternehmen würde, die Spinne mit Leichtigkeit entkommen könnte. Wie wild angetrieben, sprang er also von der Spinne mit einem Rückwärtssatz nach hinten und stand nun direkt vor der Spinne. Mit einem Ruck, schwang Kruja seine Klinge und rammte diese direkt in die Brust der Bestie. Sein Gesicht war den Kieferzangen der Spinne so nah wie nie. Würde die Spinne auch nur zucken, würde Kruja eines seiner Augen auf immer verlieren. Doch Kruja dachte nicht daran zurückzuweichen und hielt gegen die Spinne um sie endgültig in seinen Tod zu treiben. Schmerzen und Blutverlust hielt die Spinne nicht stand und ließ mit der Kraft nach, um gegen Kruja zu bestehen. Die Spinne trieb es nach hinten, denn sowohl die Strömung, als auch Kruja versuchten sie in ihren sicheren Tod zu zerren. Auf Krujas Seite waren die Elemente des Wassers, aber nicht gewöhnlich, denn die Strömung wurde plötzlich stärker und das Wasser des Flusses schlug plötzlich Wellen. Selphin war der Grund dieser Wandlung des Wassers und blieb in einem konstanten Trance Zustand weiter hinter dem kämpfenden Pack. Das Wasser rauschte um Selphins Körper und ehe man sich versah, schwenkte er seine Hand von seiner Stirn weg in Richtung Kruja und Selphin und eine riesige Welle von Wassermassen stürzten sich auf Kruja und der Spinne. Wie vom Teufel besessen, ließ Kruja das Schwert los und sprang aus dem Fluss in Richtung des brennenden Waldes. Die Wassermasse umfasste die Spinne und trieb sie mit einer gewaltigen Kraft in Richtung des Mühlrades und ehe man sich versah, wurde die Spinne vom Mühlrad erfasst, die durch die großen Wassermengen sich nun sogar noch um einiges stärker drehte. Der Körper der Spinne wurde unter das Rad gezerrt und wurde langsam, aber sich zerquetsch. Der Körper platzte und einzelne Körperteile und Gedärme flossen langsam den Fluss hinunter und das Mühlenrad fing an stehen zu bleiben. Grund dafür war, dass der Schädel der Spinne den Lauf des Mühlenrades blockierte und als einziges Andenken an die Spinne übrig blieb.
Selphin ließ sich erschöpft ins Wasser fallen und Kruja selbst hechtete sich aus den lodernden Flammen des Waldes wieder hinaus. Sein Wassergetränkter Körper, verhinderte eine Verbrennung an seinem Körper und wies lediglich einige Brandlöcher auf. Langsam stapfte sich Kruja wieder durch das Wasser, welches sich wieder abflachte, in Richtung Selphin und ließ sich mitten in das Wasser fallen. Schwer atmend, lehnte sich Kruja wider auf und sah Selphin an, der seinen Blick ebenfalls auf Kruja richtete. Beide fingen plötzlich an zu Lachen und halfen sich gegenseitig hoch. "Das Schwert ist wohl hin", sprach Kruja, während er ein Teil seiner klinge aus dem Flussbett fischte. Seine Klinge zersplitterte unter dem Druck des Mühlenrades und gab nach. Enttäuscht, ließ Kruja das Stück fallen und folgte Selphin, welcher sich wieder auf dem Weg nach Lone Village machte…




Kapitel V

Freundschaft


Mit nervösen, wartenden Blicken, saß die junge Verkäuferin der Drogerie auf den Treppen des Ladens und ließ ihre Gedanken keinen Moment von den beiden jungen, mutigen Fremden ab, die sich so bereit gestellt haben, sich in ihren Namen in Gefahr zu begeben. Der Vater der jungen Frau, kam die Eingangstreppen des Ladens herunter und saß sich neben seiner bekümmerten Tochter und versuchte sie aufzuheitern. "Mach nicht solch ein Gesicht. Ich wette, sie konnten sich noch in Sicherheit bringen und sind auf dem Weg hierher.", antwortete er zu seiner Tochter und ließ seine Handfläche behutsam auf ihrem Kopf fallen. "Vater, glaubst du vielleicht, sie könnten es wirklich schaffen? Ich meine die wilde Bestie zu erlegen?", kam es leise aus ihrem Mund heraus und ihr Blick wandte sich langsam zu dem ihres Vaters. Er wiederum, ließ seinen Blick besorgt abwenden und zögerte mit seiner Antwort. "Nein…", kam es langsam aus dem Vater, "ich meine sie sind ja noch fast Kinder! Wie sollen Kinder gegen wilde Bestien kämpfen, die mit einem Schlag sie entzwei reißen können? Nein, dass ist unmöglich!".
Mit diesen Worten beendete der Vater seine Rede und stand auf, um wieder Platz in der Drogerie einzunehmen. Plötzlich wendete sich die Tochter des Verkäufers in der Drogerie in Richtung Südstraßen und erblickte, dass sich zwei Personen sich der Stadt aus der Richtung der alten Mühle näherten. Ihr Blick wandelte sich schlagartig in Hoffnung um und sie stand mit einem Satz sofort auf ihren Füßen. Ihre Füße hielten sie nicht lange auf der Stelle. Schnell musste sie zu ihnen laufen und sie fragen was passiert war, ob sie verletzt sind oder ob sie Hilfe brauchen. Ihr gehen wandelte sich schnell in laufen um und ehe man sich versah, rannte sie in Windeseile unseren beiden Helden des Dorfes entgegen. Ohne Nachzudenken, lief sie auf Kruja zu und öffnete ihre Arme, worauf diese sich fest um ihn wickelten. Kruja verstand erst mal diesen Auftrieb der Euphorie nicht und erblickte die junge Verkäuferin mit erstaunten Augen an. "Wieso umarmst du mich denn? Hat das einen besonderen Grund?", fragte Kruja erstaunt und fing an sie an ihren Schultern sanft zu erfassen. "Ich war nur in Sorge und hatte befürchtet, dass ihr euer Leben nur für uns lassen könntet,…obwohl ihr uns ja gar nicht kennt.", fing die Verkäuferin an zu sprechen, während sie Kruja noch packte, "es macht mir nichts aus, wenn ihr es nicht geschafft habt, Hauptsache ihr seid heil wieder hier". "Keine Sorge", antwortete Kruja gelassen der Verkäuferin und richtete sie vor sich, damit er ihr ins Gesicht blicken konnte, "das Krabbelvieh macht euch so schnell keine Sorgen mehr". Krujas Gesicht zeigte nun ein breites Lächeln und ein kichern schien man aus ihm zu vernehmen. Er und Selphin gingen nun an der Verkäuferin vorbei und ließen sie mit einem vollkommen verdutzten Blick stehen. "Was?", hallte es leise aus der Verkäuferin und blickte mit erstaunten Blicken Kruja und Selphin hinterher. Langsam fingen die Bewohner um sie an zu flüstern und zu tuscheln und das Gerde wurde immer lauter, bis sich schließlich einige aufmachten und in Richtung Mühle gingen. Der Vater der jungen Tochter kam letztendlich aus seinem Laden hinaus und erblickte die beiden jungen Männer. "Das Spinnenpack ist erledigt, wie abgemacht", sprach Selphin mit einer kühlen Stimme und erblickte dabei direkt die Augen des alten Mannes, "wie sieht es nun aus mit dem Verbandszeug und den Medikamenten?". "Ihr…ihr wollt mir damit sagen, dass ihr beiden die Bestie erlegt habt?", sprach der Mann fassungslos zu Selphin. "Die BESTIEN, wenn ich bitten darf", fügte Kruja stolz hinzu und stütze seine Hände an seine Schenkel. Einige Momente blieb der alte fassungslos stehen und bevor er noch etwas sagen konnte, sprach ein Bewohner von hinten "es stimmt was sie sagen Ben, der Kopf der Spinne, fanden wir gerade unter dem Mühlenrad". Der Blick des Mannes wandelte sich von Verwunderung in absolute Fassungslosigkeit und fing im nächsten Moment aus Mark und Kehle, lautstark an zu Lachen. "Har, har, har…ich glaube es nicht. Diejenige, die unser Dorf bewahren, sind kaum älter, als meine junge Tochter har, har, har." Mit einem Huck, nahm der alte Verkäufer namens Ben Kruja und Selphin unter seine Arme und lachte weiter. "Leute, dass werden wir heute Abend feiern. Holt das Bier, holt den Festbraten, feiern wir unsere beiden Helden har, har, har".
In diesen Abend konnte man aus weiter Ferne bereits die Musik und das Trommeln eines Festes hören. Ganz Lone Village erstrahle im Glanz von Fackeln und aufgestellten Lichtern und der Mitte des Festes schmückte ein großes Lagerfeuer, worum einige Bewohner im Rhythmus der Musik zu tanzen anfingen. Tische standen bereit mit Festlich angelegten Speisen und durstlöschenden Getränken. Kruja und Selphin, saßen um Ben herum an einem Tisch und tranken gerade gemeinsam ein weiteres Glass Bier aus. "Boah", kam es zufrieden aus Kruja heraus und wisch sich mit seiner rechten Hand sein Mund ab. "Ich verstehe das nicht", sprach Selphin mit ernsten Augen zu Ben, "wieso feiern wir gleich ein gesamtes Fest, wenn wir doch nur die Mühle gesäubert haben? Ich meine, es werden doch sicherlich noch andere Bestien kommen und euch überfallen, oder nicht?". "Es geht nicht darum, dass ihr die Spinne erlegt habt, sondern vielmehr daran, dass ihr uns klar gemacht habt, dass wir uns auch selbstständig verteidigen können, wenn wir aufstehen und uns nur genug zusammen trauen. Ab diesen heutigen Tage an, werden wir gemeinsam gegen diese Bestien ankämpfen und bei Gott ich verspreche euch wir werden ihnen keine Chance lassen", erklärte Ben Selphin und fing wider lautstark an zu lachen und sah dabei hoch in den tiefen und wunderschönen Nachthimmel. "Ich habe da mal eine Frage", sprach Kruja zu den alten Ben, "gibt es hier eine Werkstatt oder so was? Unser Wagen blieb vor euer Stadt stehen, aufgrund eines Platten". "Macht euch da mal keine Sorge darüber. Morgen wird für euch alles bereit stehen. Bis dahin seid ihr meine Gäste und übernachtet heute Abend bei mir. Was macht dein Arm?" sprach Selphin und wandte seinen Blick auf Selphins rechten Arm, welche sich in einer Bandagierung aus Verbandsbinden befand. "Schon besser. Das zunähen wird wohl eine lange Narbe hinterlassen, aber ansonsten wird’s schon wieder", antwortete er wiederum und machte sich darauf sein drittes Bierglas zu entleeren. Das Feste dauerte noch lange bis in die Nacht hinein und ließ noch vom weiten die
Musik von neuer Hoffnung erhören.
Kruja und Selphin, welche die Nacht im ersten Stockwerk der Drogerie verbrachten, standen früh am Morgen mit den ersten Sonnenstrahlen auf, wobei Kruja zu sich kam, als sich Selphin schon anzog. "Schon wach", sprach Selphin dem noch verschlafenen Kruja an und ging hinunter in das Erdgeschoß um an das angekündigte Frühstück teilzunehmen. Mit noch zersausten Haaren, kam Kruja langsam stapfend die Treppenstufen hinunter, ohne sich oberhalb seiner Hose angezogen zu haben. Mit freiem Oberkörper saß er sich zu Tisch und ließ noch ein lang anhaltendes Gähnen los. Lediglich Kruja, Selphin und die Bens Tochter saßen um den Frühstückstisch herum. Ben selbst schlief noch. "Findest du es in Ordnung, einfach so mit freiem Oberkörper in einem wildfremden Haus an den Esstisch zu kommen?", fragte Selphin provokant zu Kruja blickte dabei nicht von seinem Brötchen, welches er langsam aufschnitt, ab. Kruja fing an, seinen Kopf langsam in Richtung Selphin zu drehen und sprach mit einer ziemlichen Provokation: "Häääääh? Willst du mir was Bestimmtes sagen?" und drehte sich wieder in Richtung seines Esstellers. "Was glaubst du wird der Vater wohl dazu sagen?", fragte Selphin sofort nach und wartete auf eine Antwort. Doch ehe Kruja antworten konnte, kam der alte Ben verschlafen und mit freiem Oberkörper aus seinem Zimmer im Erdgeschoss und saß sich ebenfalls mit noch verschlafenem Gesicht an den Esstisch. "Papa, hättest du dir wenigstens kein Hemd anziehen können", beschimpfte die Tochter beschämt und mit leiser Stimme ihren Vater. Der wiederum, drehte sich nur langsam in Richtung seiner Tochter und sprach: "Häääääh? Was willst du?" und drehte sich wieder in Richtung seines Esstellers. Verdutzt, sah Selphin den alten Ben an und anschließend Kruja und sprach: "Eine Ähnlichkeit ist ja unverkennbar, oder?" und sah wieder zur Tochter. Plötzlich fielen die Gesichter von Kruja und Ben zeitgleich in ihre offenen Brötchen und man hörte nach kurzer Zeit ein lautes Schnarchen von beiden Seiten. Die Tochter fing langsam an zu kichern, welches sich zu einem lautem Lachen entwickelte: "Ja,…das ist er!" und wisch sich die entstandenen Tränen von den Augen. Ihre Blicke richteten sich wieder auf Selphin, welcher ebenfalls langsam anfing zu grinsen und innerlich zu lachen.
Am frühen Mittag, machten sich nun Kruja und Selphin bereit weiter zu reisen und packten die benötigten Medikamente in einen Sack, welche sie von dem altem Ben erhalten haben. Zu ihrer Freude, stand ihr Wagen mit einem neuen Vorderrad vor der Tür der Drogerie und bot sich an, weiter zu fahren. Während Selphin das Gepäck in den Kofferraum des Wagens packte, wurde Kruja noch vor der Tür am Ärmel von der Tochter festgehalten und angesprochen: "Ich habe gemerkt, dass du eine Schwertscheide für den Rücken mit dir trägst. Hast du dein Schwert im Kampf gegen die Spinne verloren?". "Ja, sie ist zerbrochen, aber war ja auch ein ziemlich billiges Stück", antwortete er gelassen und sah sie mit einem Lächeln an. "Ich habe das gestern Abend erkannt und bat deshalb unseren Schmied dir das geben zu dürfen", sprach sie und ging in die Nebenkammer im Erdgeschoss des Ladens. Sie kam mit einem langen Schwert, ebenfalls ein Zweihänder heraus. Die Klinge war mit einem blauen Glanz versehrt und änderte je nach Lichteinfall ihren Blauton nach hell- und dunkelblau. Zudem war die Klinge halbwegs durchsichtig und ließ den Anschein, als ob die Klinge aus einem blauen Glass bestehen würde. "Das, …wäre doch nicht nötig gewesen, ehrlich. Aber die Klinge sieht nicht besonders stabil aus", sprach Kruja und sah sich die Klinge in ruhe an. "Die Klinge besteht aus Najkoerz und ist stabiler, als die meisten Metallklingen. Zudem ist die Klinge gesegnet und wird dir vor allem bei Kämpfen gegen Teufel und Dämonen helfen. So hat mir jedenfalls der Schmied das erzählt", antwortete die Tochter. "Das ist toll, danke dir", antwortete Kruja und reagierte auf das Hupen, welches von Selphin in aus dem Wagen betätigt wurde. "Beeil dich endlich!", sprach er und fing an mit seiner linken Handfläche gegen die rechte, äußere Autotür zu knallen. Bam, Bam ertönte es ständig durch den Knall der Handfläche auf der Wagentür und Selphin sah sich ungeduldig nach Kruja um.
Kruja ging langsam zum Wagen und saß sich auf den Beifahrersitz und fing an, seine neu erworbene Klinge und seine Sachen auf den Rücksitzen zu verstauen und sich auf dem Beifahrersitz gemütlich zu machen. Selphin fuhr los und beschleunigte auf der staubigen Strasse dermaßen, dass eine riesige Staubwolke anfing dem Wagen zu folgen. Wie vom Schlag getroffen, kurbelte Kruja das rechte Fenster runter und beugte seinen Kopf daraus und schrie: "Wie heißt du eigentlich?". "Sophie, meine Name ist Sophie!", schrie die Tochter mit aller Kraft hinterher und lief einige Schritte dem Wagen nach und blieb stehen, als sie den Wagen nicht mehr sah. Ben näherte sich seiner Tochter Sophie und stand nun links von ihr, während er mit seiner rechten Hand sie umarmte und ihre rechte Schulter hielt. "Irgendwie komisch die beiden oder?", sprach er ihr zu, ohne seinen Blick von der Strasse abzubringen. "Ja, als ob ein Segen für unser Dorf uns kurz besucht hat und nun weiter zieht um irgendwo anders für ein Wunder zu sorgen", kam es als Antwort aus Sophie. Lone Village lebte von da an, ohne jemals wieder durch Furcht vor neuen Bestien leben zu müssen, denn von dem Tage an, lernten die Bewohner dieses einsamen Dorfes sich nicht durch Angst beugen zu lassen und zu kämpfen…




Kapitel VI

Pokerface


Mit lautem Motordröhnen, fuhr der alte Polo durch die staubigen Landstraßen in Richtung des Quarongebirges. Müdigkeit zeichnete sich in den Gesichtern unserer Akteure an, doch konnte nur Kruja den Schlaf finden. Selphin hingegen, konzentrierte sich auf die Landstraße und ließ sich einige Gedanken durch den Kopf gehen. Warum so viel für einen Schmetterling? Ist die Art gefährdet? Ist sie gesellschaftlich hoch angesehen, oder einfach nur ein Wunsch einen exzentrischen Millionärs? Gedanken wandelten sich in Sorgen um. Sorgen wiederum in beunruhigende Angst. Ist es möglich, dass uns im Gebirge etwas anderes erwartet? Etwas… Gefährliches? Selphins Unruhe wurde jedoch prompt durch das erwachen von Kruja beendet und geriet langsam wieder in Vergessenheit.
"Uuuuuuargh…, sind wir noch immer nicht da?", fragte Kruja gelangweilt nach und griff in die Jackentasche, um sich einen Schluck aus seiner Wasserflasche zu gönnen. "Gleich", antwortete Selphin gelassen und ließ sich nichts anmerken von seiner Beunruhigung, "Da vorne kannst du schon den Bergpass sehen. Wenn ich mich nicht irre, gibt es meist in diesem Gebirge einige Karawanen, welche dort rasten. Da können wir uns nach näheren Informationen umsehen und auch rasten." Kruja hob seine Hände und machte den Anschein, dass er etwas zählt. "Mal sehen. Einen Tag in Lone Village. Der heutige Tag und dann noch die Rückfahrt. Das sollten wir locker schaffen, oder?", fragte Kruja heiter nach und schwenkte seinen Blick zu Selphin. Dieser wiederum antwortete nicht, sondern blickte starr nach vorne, wobei sich sein Blick langsam in ein leichtes Entsetzen wandelte. Krujas Verwunderung für diesen Blick, hielt an, als auch er ebenfalls nach vorne blickte und das Bild des Spektakels wahrnahm.
Ein gigantisches, Loderndes Feuer breitete sich vor den Augen unserer Akteure aus und machte das weiterfahren unmöglich. Riesige Flammen schlugen ihre Wellen in sich und zeigten keine Anzeichen der Kontrolle. Sowohl Kruja, als auch Selphin stiegen aus dem Auto aus, um sich die Sache näher anzusehen und verspürten in diesem Augenblick die unerträgliche Hitze, die von den Flammen ausging. "Woher kommt dieses riesige Feuer? Das kann doch nicht so schnell entstanden sein. Wir hätten es doch von weiten aus gesehen!", schrie Selphin Kruja entgegen, doch der konnte lediglich Bruchteile davon wahrnehmen, da die Akustik der Flammen mit ihrem Lodern und Knacken alles übertönten. "Lass uns einen Umweg finden!", schrie Kruja aus vollem Hals, "Hier kommen wir nicht weiter!". Doch bevor er seinen Satz beenden konnte, erstreckte sich ein gigantisches Wesen aus den Flamen, wobei die Hitze ihm nichts auszumachen schien. Krujas Blick wandte sich dem riesigen Wesen zu und ehe er sich versah, konnte er lediglich folgende Worte aussprechen. "Ein…ein…Drache! Ein echter Drache…!", flüsterte sich Kruja selbst zu. Die gesamte Haut des Ungetüms, schmückte sich mit edlen, roten Schuppen und dessen Schwingen, vergrößerte Die Breite des Drachen um locker das Vierfache. Da stand er nun vor ihn. Auf der einen Seite Kruja und ca. 60 Meter weiter und 20 Meter Groß der Flammendrache, welcher hinauf in den klaren blauen Himmels schaute und einen langen Schrei Ausstoß. Kruja aber wusste, nein er spürte es innerlich, dass dieser Schrei nicht aus Zorn, sondern aus Trauer wegen kam und lies seinen Blick nicht einen Moment lang von ihm ab. Daraufhin breite der Drache seine Flügel aus, Schwang sich mit einem kräftigen Satz in die Höhe und flog gen Richtung Himmel, bis die Augen von Selphin und Kruja es nicht mehr vermachten, ihn noch zu erkennen. "Alles klar bei dir?", fragte Selphin nach und fasste selbst nach etwas Luft. "Ja es geht schon.", antwortete Kruja, "Ich war nur etwas überrascht. Du sag mal diesen Schrei. Kannst du dir denken, warum er so außer sich war?". "Naja", versuchte Selphin zu antworten, "Drachen sind sehr eng mit der Natur verbunden und eine jeder großer Drache, hat sein eigenes Gebiet, worin er herrscht. Andere Tiere sehen Drachen als ihre
Anführer, quasi als ihre Beschützer dar und vertrauen ihnen. Drachen versuchen so also die Tiere in ihren Gebieten zu schützen". "Und dieser Schrei könnte also sein, weil den Tieren in seinem Gebiet etwas geschehen ist?", fragte Kruja sofort nach und wischte sich mit einem Tuch den entstandenen Schweiß von der Stirn ab. "Kann sein. Entweder das, oder mit der Natur stimmt hier was nicht. Wollen wir nur hoffen, dass dieser Vorfall keinen Einfluss in unseren Auftrag hat", antwortete Selphin und machte sich auf wieder zurück in den Wagen zu steigen. Kruja folgte seinem Beispiel und das Auto setzte sich kurze Zeit später in Bewegung, um einen Umweg um das entstandene Flammenmeer zu finden.
Das dröhnen des Wagens schallte in den Ohren unserer Protagonisten sich nieder, doch störte dies Kruja nicht. Nein, seine Gedanken waren stets beim Drachen und sie hörten erst auf, nachdem die ersten Zeichen einer Zivilisation sich am Horizont sich ausbreiteten. Nach Minuten, rollte der Wagen nun langsam durch die staubigen Straßen von Largo, welche sich durch seinen alten Western- Flair auszeichnet. Langsam kam der Wagen zum Stillstand und Kruja und anschließend Selphin selbst stiegen aus, um sich einen Plan aus der Situation zu machen. "Warum ist hier niemand?", fragte Kruja nach, welcher sich auf in den Saloon machte, um sich umzusehen. "Hmm, ich weiß nicht recht. Das letzte Mal war ich vor einigen Jahren hier und damals war es hier stets wirklich hektisch.", äußerte sich Selphin, während er sich umsah und Krujas Schritte ahnte. Ruhig und mit einer inneren Unruhe, betraten beide den örtlichen Saloon und bemerkten zunächst die Verkommenheit des inneren Mobiliars. Tische und Stühle waren umgestoßen. Schimmel setzte sich über einige Flächen, wo sich verrottete Nahrungsreste von selbst lagerten und frisch umgefallener Alkohol erfüllte die Luft mit einem Sinnesraubenden Gestank. "Meine Fresse!", sagte Kruja, "So wie es hier aussieht, war aber schon seit laaaaanger Zeit keiner mehr hier!" "Ja…", flüsterte Selphin zu sich selbst und strich mit dem nackten Finger über die staubige Bartheke.
Doch plötzlich wurde es ungewollt still. Ein Geräusch durchbrach das ruhige Ambiente. Ein Geräusch, als ob etwas Schweres im ersten Stock umfallen würde. Weder Kruja, noch Selphin bewegten sich und sahen sich langsam an. "Hast du das gehört?", fragte Kruja Selphin, welcher sich zur Treppe drehte, die in den ersten Stock führt. Ein leises Knirschen legte sich über die Decke des Erdgeschoßes und Staub fing an, vom alten Putz der Deckenbalken niederzufallen. Kruja machte sich als erster mit leisen Schritten in Richtung der Treppe und wagte einen vorsichtigen Blick nach oben, ohne sein Schwert auf dem Rücken aus der Hand zu lassen. Selphin fasste Kruja an der Schulter und gab ihm mit einer Handgeste zum Verständnis, dass er ihn vorlassen solle. Langsam kamen sie im ersten Stockwerk an sahen dort erst mal in den Flur, welcher sich zur linken und rechten Seite von ihnen ausbreitete. "Wohin jetzt? Links oder rechts?", flüsterte Kruja leise zu Selphin, welcher einer Schleifspur im Staub, die sich auf dem Boden legte, mit dem Auge verfolgte. Die letzte Tür auf der linken Seite war es. Ohne Worte von sich zu vergeben, wandte sich Selphin mit langsamen Schritten der Tür hin und stellte sich links von ihr. Dante, welcher Selphin still folgte, blieb rechts von ihr stehen und wartete auf weitere Schritte die sich ergeben.
"Hallo? Ist da jemand drin?", fragte Selphin vorsichtig nach und vergrößerte langsam den Spalt der Tür. Es war ein altes Schlafzimmer, welches deutlich durch ein altes, klappriges Bett und einem verkommenen Wandschrank auszeichnete. Ein dumpfer Geruch von Urin und Kot lag in der Luft, von dem aber die Ursache nicht erkennbar war. Kruja öffnete leise den Schrank, welcher aber lediglich Sicht auf veraltete Frauenkleider gab und Anzeichen von Termiten aufzeigte. Selphin selbst, bückte sich unter das Bett und fing an zu Lächeln. "Hey.", ging nur leise von ihm aus. "Was ist?", fragte Kruja nach und duckte sich nun ebenfalls, um Sicht unter das Bett zu erhalten. Sein Blick wandte sich in ein Wundern um, als er ein kleines, blondhaariges Mädchen erkannte, welche sich ängstlich versteckte. "Hab keine Angst", flüsterte Selphin dem Mädchen zu, während er ihr seinen Arm ausstreckte. Mit einem langsamen Zögern, griff das Mädchen die Hand von Selphin und ließ sich heraus helfen. "Wer bist du?", fragte Kruja nach und ließ seine Klinge los.
"……Helene……", kam es leise aus dem Mädchen heraus die sich um ihren Sack klammerte, welcher ihr bis zu ihren Knien ging. " Helene, sieh mir in die Augen", sagte Selphin "sag mir, was hier passiert ist.". Keine Antwort kam aus ihr und ihre Blicke fixierten sich weiterhin auf dem alten und staubigen Boden. "Mann…", kam es seufzend aus Kruja heraus, welcher sich zum Fenster lehnte und den Staub weg wisch. Selphin strich mit seiner linken Handfläche über die Wange von Helene und bemerkte die tiefen Wunden, welche bereits verheilt sind. "Du wirst mir nicht mehr antworten, oder?", fragte er leise nach und griff in seine Seitentasche, um eine Flasche Jod heraus zu nehmen. Mit einem Kopfschütteln, bestätigte das kleine Mädchen diese Frage und versuchte ihren Blick von Selphin weg zu wenden.
"Ääähm Selphin! Wir kriegen Gesellschaft!", sagte Kruja, welcher seinen Blick nicht vom Fenster abwendete. Selphin selbst, bewegte sich zum Fenster hin und erhaschte einen Blick eines heranfahrenden Jeeps, welcher nun vor dem Saloon zum stehen kam. Fünf bewaffnete Männer in roten Mänteln, welche für Aufenthalte in stürmischen Gebieten zugeschnitten waren, stiegen aus und betraten nach einer kurzen Besprechung den Saloon. Das Mädchen war nun die Angst im Gesicht klar gezeichnet und sie versuchte aus dem Zimmer raus zu rennen, als Kruja ihren linken Arm festhielt. "Bleib hier Kleines. Wer weiß, was die hier wollen." Sagte Kruja zu ihr. "Sie wollen mich!", schrie das Mädchen und fing an zu weinen. "Warum?", fragte Kruja, "Was wollen die von dir?". "Das ist doch egal", antwortete Selphin, welcher sich langsam und ruhig seine Handschuhe anzog. "Bring sie durch diesem Fenster nach unten. Links davon ist eine rostige Feuerleiter. Wenn du vorsichtig bist, kommt ihr so runter", sagte er und ging Richtung Tür. "Wieso, was willst machen?", fragte Kruja sofort nach, während er das Fenster öffnete und sich nach der Feuerleiter umsah. "Ich frage nach ein paar Antworten", antwortete er und ging die Treppe runter.
Mit leisen Schritten, näherte sich Selphin dem Erdgeschoß, welche grade eifrig von den herangekommenen Menschen untersucht wird. Sofort wurde er bemerkt und die Männer zielten mit ihren Waffen auf ihn. "Hallo", ertönte es von Selphin, welcher sich einen Stuhl schnappte, sich setzte und seine Beine auf einem noch stehenden Tisch entspannt auflegte. "Hast du ein kleines Mädchen hier herein laufen sehen?", fragte eines der Männer, während er Selphin näher kam. "Er hat dich was gefragt!" schrie wiederum ein anderer. "Wissen sie…", sagte Selphin leise, "ein jeder Mensch hat eine persönliche Aura, welches sich nach seinem Willen nieder legt. "Sag mal, was laberst du da?" antwortete der Mann wieder. "Um auf ihre Frage zurück zu kommen, ja ich habe ein Mädchen gesehen und nein ich werde sie euch nicht geben." Antwortete Selphin. "Du, dir ist doch klar, dass wir die Waffen haben oder etwa nicht?" "Waffen sind in ihrer Situation jetzt egal!", sprach Selphin mit einer gelangweilten Stimme aus. "Wenn sie auf den Boden sehen, können sie sehen, dass sich das gesamte Holz des Bodens mit dem herab gefallenem Alkohol aufgesaugt hat. Alkohol ist in seinen Eigenschaften Zeitbeständig und verliert sie erst nach langer Zeit und so wie es hier aussieht, wurde bei einem Schlagabtausch oder was auch immer, sehr viel davon auf den Boden geschüttet, während man die Tische umwarf. Nach dem Regal zu schätzen, ist der Schnaps mindestens 46 %iger Alkohol.", sagte Selphin und zündete sich ein Streichholz an.
Die Männer zuckten kurz zurück und erkannten die ernste Lage. "Ey Junge…", sprach einer von denen, "Willst du dich etwa selbst anzünden?". Ein sanftes Lächeln entkam es aus Selphin, welcher die kleine Flamme kurz über den Boden hielt. "Oh nein", sagte er, "Sehen sie das einfach als meine Lebensversicherung an. Ach und noch was…". Die Männer warteten auf eine Antwort und ließen ihre Blicke nicht von der Flamme ab. "Ja was noch?", sagte einer von ihnen. "Wenn…ihr jemals einen Menschen heraus fordern solltet, achtet darauf, ob ihm Menschenleben etwas bedeuten", entkam es aus Selphin, welcher den Streichholz fallen ließ und dem Alkohol die Chance gab seine zerstörerische und flammende Kraft freien Lauf zu lassen. Die Flammen verbreiteten sich so schnell, als ob sie den Anschein erwecken wollten, dass sie nur für diesen Augenblick erzeugt wurden. Lodernde Hitze umrankten Die Männer und entsetzte Schreie ihrer Angst, verloren sich unter dem Lärm ihrer Schritte, welche den Ausgang erreichen wollten. Lediglich Selphin saß noch da, benetzte seine Kehle mit einem alten Schnaps und summte das Lied Moonriver in einem ruhigen Takt…

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Lucris

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Mittwoch, 7. März 2007, 18:15

Hier stelle ich euch nun Kapitel 7 vor. Dank im voraus für jeden, welcher sich Zeit nimmt es zu lesen und im Disskusionsthread seine Kritik dazu schreibt. Das nächste Kapitel kann jetzt etwas auf sich warten lassen, also bitte geduldig sein. Aber es kommt natürlich.

Viel Spaß dann...





Kapitel VII

Mörder


Flammen stiegen aus jedem Fenster des Saloons. Flammenwalzen umschlungen gierig die Holzbalken und ließen langsam den groben Rand des Gebäudes verblassen, welche erkennbar machten, dass es sich um einen Saloon mal gehandelt hatte. Kruja zuckte erschreckt zusammen, als kleinere Explosionen aus dem inneren des Saloons entkamen. "SELPHIN!", schrie Kruja aus vollem Halse und richtete seine erschrockenen Augen wieder direkt auf die Flammen. Die erschreckende Hitze des Feuers ließ es Kruja nicht zu, weiter an den alten Saloon näher zu treten. Kein Schlupfloch, keine Lücke…Nein, nichts wurde vom Feuer verschont und so langsam zerfraßen die Flammen auch die letzte Hoffnung von Kruja.
Doch was ist das? Die Augen von Kruja erblickten eine Silhouette im Flammensturm, welche immer näher kam und langsam aus dem Feuer heraus trat. Kruja war die absolute Verwunderung direkt ins Gesicht geschrieben, als er das vor sich sah, was für ihn absolut unverständlich war. Selphin selbst trat aus den Flammen heraus und klopfte sich ruhig einen Hitzefunken auf der linken Schulter aus, bis er vor Kruja stand und ihn lächelnd ins Gesicht sah. "So, ich habe genug geredet", sagte Selphin heiter aus und wartete auf eine Antwort. Doch Kruja selbst war nun nicht in der Lage auch nur einen Ton von sich zu geben. Zu viele Fragen schossen ihm in den Kopf und sein Blick wandelte sich in einen ernsten Blick. "Was ist da drinnen passiert?", fragte Kruja ernst nach und blickte Selphin direkt in die Augen. "Wir haben geredet und uns dann in die Haare gekriegt, mehr war da nicht", antwortete der wiederum. "WAS ist mit den Leuten passiert?", fragte Kruja sofort nach. "Wieso? Was kümmert dich das denn so sehr? Sie haben uns bedroht und…grillen jetzt." Antwortete Selphin und ging in Richtung des Jeeps der anderen Männer. "Du tust ja so, als wäre das was Natürliches. DAS WAREN MENSCHEN VERDAMMT!" schrie Kruja Selphin nach und folgte ihm einige Schritte hinterher. "JETZT HÖR MIR MAL ZU!", schrie Selphin Kruja an, welcher etwas eingeschüchtert stehen blieb, seine Ernsthaftigkeit jedoch nicht verlor. "Wenn ich die nicht erledigt hätte, dann hätten die mich erledigt. Egal ob ihnen das geben würde, wonach sie verlangt hätten. Solche Menschen, nein solchen Abschaum sehe ich überall auf der Welt".
Kruja sah nach unten und fühlte eine innere Unzufriedenheit. Er sah sich nach dem brennenden Wrack des Saloons um und dachte nur über einen einzigen Satz nach, der sich immer und immer wieder in seinen Gedanken abspielte in all seiner Kälte. "Was ist das Leben eines einzigen Menschen wert, wenn so viele in so einem kurzen Moment ihr Ende finden". Selphin entnahm einige Lebensmittel aus dem Jeep heraus und einen halbvollen Benzinkanister aus dem Hinterraum. Seine Schritte wandten sich zum Wagen hin und er bemerkte das kleine Mädchen, welche Kruja Sicherheitshalber auf dem Rücksitz gelegt hatte. Kruja wandte sich nun auch zum Wagen hin und legte seine rechte Handfläche auf dem Dach der Beifahrerseite. Noch zögerte er einzusteigen und zeigte Anzeichen davon, dass er noch nachdachte. "Was ist? Worauf wartest du?", fragte Selphin nach, während er sich zur Beifahrerseite hin lehnte. "Hast du so etwas schon mal gemacht?", fragte Kruja hinterher, während er langsam einstieg. "Was? Töten?", erwähnte Selphin uninteressiert nach und ließ den Wagen anspringen. "Ja, das…" sagte Kruja und sah Selphin wieder in die Augen. "Ja, ein paar Mal. Aber nur solche Art von Menschen glaub mir." Antwortete Selphin, welcher sich nach einer weiteren Bleibe umsah.
"Vertrauen", dachte Kruja nach. Ein Wort, welcher eine absolute Unsinnigkeit mit sich bringt. Kein Mensch kann vorher sehen, wie sich ein anderer Mensch entwickelt oder was wirklich hinter so einem steckt. Man sieht lediglich eine Fassade aus Worten und Gefühlen und erhofft sich, dass seine Vorahnungen stimmen. Kruja schaute sich nach Helene um, welche sich auf dem Rücksitz langsam einschlief. Doch plötzlich unterbrach Kruja wieder die Stille und fragte Selphin: "Wie hast du das aber mit dem Feuer gemacht? Ich meine warum bist du nicht verbrannt?". "Na ja, wie soll ich nur das so einfach erklären?", antwortete Selphin und holte ein wenig Luft, "Wenn man Magie anwendet, gibst du einen gewissen Teil deiner Aura an die Umgebung ab, wobei du ihr vorher eine gewisse Form gibst, wie z.B. Feuer oder Wind. Dafür nimmst du dir elementare Kräfte aus der Natur." "Ja, aber warum bist du nicht verbrannt?", fragte Kruja wieder nach. "Wegen folgendem", sagte Selphin hinterher, "Ich gebe nun meiner Aura eine Form und sende sie an die Umgebung ab wie z.B. einen Feuerball. Vergiss aber nicht, dass es sich noch um meine persönliche Aura handelt, nur in einer fühlbaren Form. Meine eigene Magie kann mich und meine Aura, wie z.B. meine Klamotten nicht angreifen, da es ein Teil von mir ist." "Aha…", sprach Kruja leise aus und zögerte nicht eine weitere Frage zu stellen. "Aber dann könntest du ja die ganze Zeit herum zaubern". "Nein!", antwortete Selphin, "Meine Aura ist begrenzt und ich kann nicht alles an die Natur abgeben. Du musst wissen, dass keine Energieform weder zerstört noch erzeugt werden kann. Wenn ich also Energie meiner Aura abgebe, muss ich durch Schlaf und Nahrung wieder chemische Energie aufnehmen, welche ich dann wieder in Auraenergie umwandeln kann". Kruja schaute etwas verloren rein und schnaufte müde ein und aus. "Mann, dass ist echt kompliziert mit diesem Magiekram", sagte Kruja aus und schaute verträumt aus dem Seitenfenster. "Nein, dass ist nur eine Gewöhnungssache, glaub mir." Antwortete Selphin und erblickte nach kurzer Zeit eine verlassene Hütte, welches seinen Ansprüchen gerecht wurde.
Eine Leerstehende Hütte am südlichen Rand der ehemaligen Karawanenstadt, wurde das Ziel von Selphin, welcher neben der Hütte den Wagen zum stehen brachte. Er stieg als erster aus und gab mit einem Handzeichen zu erkennen, dass Kruja noch im Wagen warten sollte. Kruja selbst achtete nicht auf Selphin, sondern verlor seine Gedanken an Helene, die nun fest auf dem Rücksitz eingeschlafen ist. "So schnell wie sie einschlief, ist dies wohl der erste und tiefe Schlaf für sie seit langem.", sagte Kruja zu sich selbst. Seine linken Finger berührten ihre noch kalten Wagen und erweckten in ihm ein Gefühl, welches er zuvor noch nie im Leben gespürt hatte. Ist das etwa…Bruderliebe, welche man gewöhnlich für jüngere Geschwister verspürt? Nein, das kann nicht sein, denn hatte er sie doch erst vor kurzem kennen gelernt. Nein…es war wohl er so was, welches in Richtung Mitleid zugeht. Seine innere Gefühlsstreitereien wurden prompt von Selphins Handflächenschlag auf dem Autodach unterbrochen, welcher sich zum Fenster runterbückte und mit einem breitem Grinsen sagte: "Die Hütte ist perfekt! Betten und Nahrungsmittel sind noch gut. Die Leute, welche hier gewohnt hatten, müssen wohl erst vor kurzem gegangen sein". Kruja stieg nun auch aus und entnahm Helene vorsichtig vom Rücksitz des Wagens und trug sie in die Hütte. Selphin selbst entnahm die nötigen Mittel aus dem Wagen, welche noch während des kommenden Abends von Nöten werden könnten.
Ein Licht entbrannte im inneren der Hütte, welches von Selphin kurz mit einem Fingertipp auf einer in der Hütte stehenden Kerze entzündet wurde. Er legte sie auf den Esszimmertisch der Hütte und sah sich nun gründlicher um. Wohnzimmer, ein Schlafzimmer und ein WC. Mehr war da nicht, aber mehr war auch nicht nötig. "Ok…", sagte Selphin, "heute ist unser zweiter Tag. Wenn wir es morgen schaffen diesen Schmetterling zu fangen und anschließend gegen Mittag wieder zurück zu fahren, sollten wir ca. 14 Stunden vor Ablauf des Auftragsablaufes wieder in Celistia sein. Wie findest du das?". Selphin sah nun zu Kruja rüber, welcher Helen in das einzige Bett hinein legte. "Hörst du mir überhaupt zu?", fragte er nach. "Ja hab ich. Find ich gut so…", antwortete Kruja und ließ eine gewisse Gleichgültigkeit in seiner Stimmer vorkommen, welche von Selphin etwas genervt aufgenommen wurde. "Du bist ziemlich Gefühlsbetont oder?", fragte dieser schließlich nach und setzte sich hin, während er ein Stapel Karten aus der Tasche, welche in ihrer Form an Skat- Karten erinnerten. "Ich bin kein Mensch, der andere Menschen leiden sehen kann, einige umbringen und dann wieder fröhlich auf der Wiese Blumen pflücken kann", antwortete Kruja und sah Selphin nach beenden des Satzes in die Augen. Dieser wiederum, sah Kruja nur kurz ins Gesicht und blickte anschließend mit einem beleidigten Gesichtsausdruck auf seine Karten. Für kurze Zeit wurde es Still in der Hütte und Kruja ergriff als erster wieder das Wort: "Es tut mir leid, es ist nur…". Ist schon gut, unterbrach Selphin ihn, welcher anfing die Karten auf dem Tisch zu verteilen, "es ist ganz normal wie du reagierst. Ich würde wohl auch so reagieren, wenn ich nicht…". "Wenn du nicht was?", fragte Kruja hinterher, stand auf und ging langsam zum Tisch hinüber. "Schon gut, ist sowieso egal", antwortete Selphin daraufhin und schloss seine Augen, während er seine Hand über Neun aufgelegte Karten langsam schweben ließ, welche jeweils zu dritt in einer Reihe aufgestellt worden sind.
"Was machst du da?", fragte
Kruja anschließend und blickte auf die Karten, die alle plötzlich anfingen sich jeweils um ihre eigene Achse um den Tisch zu drehen. Sein Blick zeigte eine Verwunderung, welche sich aber schnell wieder legte, da er solche Dinge nun langsam gewöhnt war. "Schicksalsspiel", antwortete Selphin und öffnete seine Augen wieder. "Diese Karten dienen uns, einen kleinen Einblick auf das zu werfen, was auf uns noch zukommt.". "Das klappt wirklich? Du kannst damit einfach mal so in die Zukunft sehen?", fragte Kruja erstaunt nach und war erst jetzt vollkommen auf die Karten fixiert, die noch mit ihrem Aufdruck nach unten zeigten. "Nein, nein, nein… so einfach ist das nicht!", sagte Selphin mit einem leichten Lachen und antwortete: "Man befragt erst mal den Gott des ewigen Schicksals, ob er einem Menschen wie mir erlaubt, einen Blick auf den weiteren Schicksalsverlauf werfen zu dürfen. Sollte er das einem erlauben, zeigte er seine Zuversicht damit, indem er meine Karten von selbst bewegt". "Also dieses drehen", gab Kruja dazu und blickte Selphin interessiert in die Augen. "Genau. Aber auch hier ist ein Haken versteckt, musst du wissen, denn innerhalb der Alchemie wirkt das Prinzip der Zerstörung und Wiedererhaltung. Wenn ich etwas will, muss ich dafür etwas von mir geben." "Und das wäre hier?", fragte Kruja wiederum nach, und rückte sich einen Stuhl neben Selphin hin, um besseren sitz zu erhalten. "Meine gesamte Mentale Stärke in diesem Moment. Nach dieser Trance-Sitzung, wird mein Körper sehr müde und braucht mindestens 10 Stunden Schlaf. Zudem sind die Vorhersagen sehr undeutlich. Die Karten geben mir lediglich Begriffe, die ich dann irgendwie Interpretieren muss." "Aber du hast die Karten doch selbst aufgelegt. Wie kann das dann noch verändert werden?", erwähnte Kruja und kam langsam ins Grübeln. "Auf den Karten ist nur eine weiße Fläche", antwortete Selphin und zeigte Kruja eine weiße, nicht gebrauchte Karte ins Gesicht, "die Bilder und Begriffe kommen erst nach der Zeremonie zum Vorschein. So, nun wollen wir mal sehen, was kommen wird". Krujas Blick wurde immer verwunderter in Hinsicht dieser unglaublichen Fülle an Technik und Wissenschaft der Alchemie und wartete gespannt auf die Ergebnisse.
"Als erstes haben wir hier…", sagte Selphin mit Spannung in der Stimme zu Kruja, "…das Zeichen des Geschenks. Das bedeutet meistens, dass eine physische Begierde in Erfüllung geht." "Hey, dass kann doch unser Schmetterling sein, oder?", schrie Kruja halbstark heraus und zeigte mit seinem rechten Zeigefinger auf die Karte. "Ja, dass kann gut sein", antwortete Selphin, welcher nun die zweite Karte erhob. "Die zweite Karte ist… das Zeichen des Materialismus. Damit kann sehr gut unsere Belohnung gemeint sein, oder was meinst du?" Krujas Blick strotzte nur so vor Glück und brauchte keine Antwort von sich zu geben. Sein Gesicht gab schon zu erkennen, dass er mit Selphin einstimmte. "Mach es nicht so spannend", sagte Kruja mit Vorfreude und deutete damit die dritte und letzte Karte an, welche noch gezogen werden musste. "Ok, ok", sagte Selphin zu Kruja, welcher von dem Grinsen in Krujas Gesicht nun selbst anfangen musste seine Heiterkeit in Form eines Lächelns der Welt zu zeigen. Selphin erhob die letzte Karte und sein Lächeln verblasste. Kruja selbst, erkannte die Ernsthaftigkeit, welche von Selphin ausging und fragte vorsichtig nach: "Was…bedeutet die letzte Karte Selphin?". Der wiederum, ließ die Karte auf den Tisch fallen und brachte nur noch mit ruhiger Stimme einen einzigen Satz über seine Lippen:
"Es ist der Tod…"

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Donnerstag, 8. März 2007, 23:04

Hier präsentiere ich euch Kapitel 8.




Kapitel VIII

Ewige Tränen


"Der Tod?", fragte Kruja mit einem entsetzen im Gesicht nach, "Wieso der Tod? Was meinst du damit? Werden wir etwa sterben?". Selphin selbst, gab keine Antwort von sich und betrachtete die Karte immer und immer wieder. Die Karte selbst, zeigt ein Skelett, wessen Hände auf dem Rücken gebunden sind und eine Schlinge um den Hals trägt. Ein Zeichen, welches schon seit dem Mittelalter gefürchtet ist. Diese Gedanken schossen Selphin durch den Kopf und er versuchte in irgendeiner Form eine Möglichkeit für eine passende Antwort zu finden, welche er Kruja erzählen könnte. "Nein, das muss es nicht heißen", sagte er endlich und fing an, die Karten sorgfältig wieder in ihre Verpackung zurück zu packen. "Wie schon gesagt…", fuhr Selphin fort, "…muss die Vorhersage nicht immer stimmen und überhaupt kann man den Begriff Tod in viele verschiedenen Formen interpretieren. Der Tod von Hoffnung, unseres Auftrages, oder aber auch eines anderen Menschen, welcher uns Nahe liegt". Krujas Gesicht, wandte sich nun der Kälte des Tisches zu und er war nun nicht mehr in der Lage auch auf irgendeine Art und Weise zu reagieren. Schließlich aber stand er auf und schnappte sich einen Stuhl, welchen er neben Helenes Bett stellte. "Ich halte Wache, wenn es dir Recht ist. Du musst dich sowieso ausruhen und ich kann vor lauter Aufregung sowieso nicht einschlafen", sagte Kruja zu Selphin, während er selbst die Decke über Helene zurecht rückte. "Kruja, mach dir nun keinen Kopf über diese blöde Vorhersage. Solche Rituale treffen nur zu etwa 30 Prozent ein, OK?" Selphin fühlte nun die immense Schwäche seines Körpers und ließ sich in eine Ecke des Wohnzimmers fallen und deckte sich mit letzter Kraft mit einer Wolldecke aus dem Jeep der Männer zu. "Es ist nicht diese Vorhersage…", sprach Kruja zu sich selbst, "es ist nur…vor Acht Jahren…"

Eine Reise in die Kindheit

Krujas Fluch


19 Juli im Jahre 2720. Das Waisenhaus, in welchem Kruja nach seinem siebten Lebensmonat hinkam, erlitt einen Brand in mehreren Etagen. Aus diesem Grunde, wurden viele Kinder zu so genannten "Reserve-Eltern" gebracht, bei denen sie während der Umbauzeiten untergebracht worden sind. Eine Junge Frau mit kurzen, braunen Haaren, war gerade dabei insgesamt drei Kinder zu ihren Reserve-Eltern zu bringen. Alle drei waren Jungs im Alter von 9 bis 12. Kruja, war einer von denen…
"So, da wären wir", sprach die junge Frau, welches sich zur Sicherheit noch mal die Adresse ansah, "Espenweg 213! Jop, hier sind wir richtig Jungs". "Miss Jonga, warum können wir nicht bei ihnen wohnen? Sie leben doch sowieso alleine!", unterbrach eines der Kinder, welches anfing heimlich mit dem zweiten Kind zu kichern. "Wird jetzt ja nicht frech Sascha, sonst setzt es ein paar heiße Ohren KLAR!", antworte Miss Jonga, während sie sich energisch umdrehte, "Es wird euch hier gefallen! Dieses Paar ist schon seit langem in unserem System dabei und es kamen noch nie Beschwerden." "Dann kennen sie uns noch nicht Hihi", sagte Sascha in einen zynischen Ton und hielt sich an der Hand von Miss Jonga fest. Klaus, der zweite Junge im Alter von Zwölf, hielt sich wiederum an der rechten Hand fest. "Nanu, da fehlt doch noch einer", sagte Miss Jonga und drehte sich um, "Kruja, was ist? Willst du etwa nicht mitkommen?". "Der ist ein Langweiler!", sagte Sascha, welcher sich nun mit zweit Händen an der Hand von Miss Jonga festhielt, "Im Waisenhaus spielt er nur mit sich selbst und zu uns spricht er nie! Er ist Blöd und Eingebildet." Miss Jonga ließ nun die beiden Kinder los und ging langsam zu Kruja zurück und kniete sich vor ihm, um ihn in die Augen zu sehen: "ich weiß, dass du der einzige bist im Waisenhaus, der seine Eltern noch nicht einmal gesehen hat, aber glaube mir, ich werde immer für dich da sein!". Krujas Blick, welcher zuvor steht’s auf den Boden fixiert war, erhob sich nun zu Miss Jonga hoch und sein Mund fing langsam an Anzeichen davon zu machen, als ob er was sagen wolle: "…Versprochen?..." "Ja, versprochen", antwortete sie wiederum und lächelte ihn an. Anschließend erhob sie sich wieder und reichte Kruja ihre rechte Hand. "Komm, gehen wir."
Zu Viert, machten sie sich nun gemeinsam auf an der Tür zu klingen und den Reserve-Eltern ihre Ankunft zu zeigen. Kruja selbst, blickte zum Namensschild: "Biontcheks…ein komischer Name.", dachte er sich und achtete anschließend auf die Tür, als diese endlich geöffnet wurde. Ein Mittelaltrige Frau und ein etwas älterer Mann, standen nun vor der Tür, um die Truppe zu begrüßen. "Da seid ihr ja endlich! Wir haben euch schon erwartet.", sagte die Frau, welche einen Dutt trug und etwas an übergewicht litt. Sie war eher europäisch veranlagt und machte den Anschein einer netten und alten Frau. "Entschuldigt, aber der kleine Sascha hat eine schwache Blase und musste mal auf Klo", antwortete Miss Jonga und deutete mit einem leichten Kopfnicken zum jeweiligen Kind. "Heeeey!", schrie Sascha auf, "Das stimmt doch gar nicht!". Alle, einschließlich Kruja, fingen mehr oder weniger an zu lachen und die Gruppe betrat nun das Haus der Familie Biontcheks. "Wooooow", schrie Klaus auf und rannte in der riesigen Wohnzimmeranlage herum, "das ist ja riiiiiesig hier!". "Ist es ihnen wirklich recht, dass wir gleich drei Kinder hier bei ihnen lassen?", fragte Miss Jonga etwas besorgt nach und fing an, sich im Wohnzimmer gründlich umzuschauen. "Aber natürlich, wie haben hier mehr als genug Platz. Wir können leider keine Kinder mehr kriegen, aber vielleicht bringt uns ja der Aufenthalt dieser Kinder hier dazu, dass wir uns eines vielleicht adoptieren.", antwortete Miss Biontcheks und schaute sehnlich zu Klaus rüber. Daraufhin sah sich Miss Jonga den Herr Biontcheks an und meinte: "Entschuldigen sie die Frage, aber wo ist Vladimir, ich meine Herr Biontcheks." Daraufhin sah Miss Biontcheks traurig zum Parkettboden hin: "Er verstarb vor ca. Acht Monaten bei einem Autounfall. Sein Auto wurde von einem LKW gerammt und er starb an den Wunden im Krankenhaus."
"Und dieser Herr? Wer ist das?", fragte Miss Jonga nach und zeichnete Trauer im Gesicht aus. "Sein Name ist Jürgen Geiger und er war ein guter Freund meines verstorbenen Gatten. Er war sofort da, um mir zu helfen Naja und in der Zeit, kamen wir uns auch etwas näher." Miss Jonga dachte ein wenig nach, doch drehte sich kurz daraufhin um und sagte: "So Kinder, ich gehe jetzt, macht mir ja keinen Unfug!". Alle Kinder waren für einen kurzen Moment still, waren aber nach einer kurzen Zeit wieder fröhlich drauf, außer Kruja. Der war hinter Miss Jonga und hielt sich an ihrem langen roten Rock fest. Miss Jonga drehte sich daraufhin zurück und beugte sich über Kruja und gab ihm einen Kuss auf den Kopf: "Ich habe es dir versprochen! Ich bin immer für dich da, wenn du Hilfe brauchst!". Daraufhin sah Kruja sie sofort an, fing an heiter zu Grinsen und ging zu den anderen zurück.
Nachdem dann Miss Jonga weg war, zeigte man den Kindern das Haus und gab den Kindern was zu essen, welches wesentlich besser war, als der Standartfraß im Waisenhaus. Anschließend gab man jedem der Kinder sein eigenes Zimmer, denn es wurde langsam Abend. Kruja zog sich nun sein Pyjama an und legte seine Klamotten sauber auf einem Stuhl neben ihm. Es war der erste Abend für Kruja, in dem er alleine in einem Zimmer schlief, denn im Waisenhaus schlief er mit vielen in einem Zimmer. Er war etwas nervös und konnte nicht sofort einschlafen. Jedoch erinnerte sein Gedächtnis ihn an das Versprechen von Miss Jonga und er beruhigte sich ein wenig und konnte langsam, aber sicher einschlafen. Jedoch… öffnete sich seine Tür und jemand trat ein. "Schläfst du mein Junge?", ertönte die Stimme von Herr Biontcheks, welcher nun herein trat und die Tür vorsichtig und leise hinter sich wieder schloss. Kruja wurde plötzlich unheimlich nervös und wagte sich nicht, sich umzudrehen. Herr Biontcheks setzte sich nun an den Bettrand neben Kruja und legte seine Handfläche auf seine Beckengegend. "Du hast deine Eltern noch nie gesehen? Hmm…das heißt also, dass du auch keine Vaterrolle im Leben hattest, oder?" Es kam keine Antwort von Kruja, welcher nun den Ernst der Lage erkannte und steif vor Angst wurde. Herr Biontcheks lehnte sich nun über Krujas Gesicht und fing an seinem Hals zu riechen. Kruja versuchte sich nun etwas zurück zu ziehen, wurde aber noch von Herr Biontcheks aufgehalten, indem er nun seinen linken Arm mit seiner linken Hand festhielt und ihm zu flüsterte: "Hab keine Angst…ich tue dir nicht weh." Herr Biontcheks lehnte sich nun mit seinem gesamten, übergewichtigen und alten Körper über Kruja zu fing an, seinen Körper gegen seinen zu reiben… Tränen wanderten über Krujas Wangen, ohne einen Ton von sich zu geben. Kein Auge kriegte er diese Nacht zu, da er auch erst nach Stunden wieder einsam und allein war in der Kälte der Einsamkeit.
Am nächsten Morgen, war Kruja wie immer. Alleine, still und ohne Kontaktfreudigkeit zu anderen. Auch bei den Bitten von Miss Biontcheks auch mal was zu sich zu nehmen, lehnte Kruja es nur mit einem Kopfschütteln ab. "Was hast du mein Junge? Magst du es hier nicht?", fragte Miss Biontcheks besorgt nach und wollte ihn wenigstens dazu bringen einen Happen vom gestrichenen Brötchen zu sich zu nehmen. "Er muss sich wohl erst hier angewöhnen.", ertönte es von Herrn Biontcheks, welcher gemeinsam mit Sascha und Klaus am Tisch frühstückte
und dabei die Morgenzeitung lass. Wut entbrannte im Bauch von Kruja, bei seiner Stimme und er willigte anschließend ein, sich an den Tisch zu setzen und mitzufrühstücken. Aber hungrig war er nicht. Nein, der er hatte was anderes im Sinn…
Nun kam es dazu, dass wieder einmal Nachts wurde und die Kinder wieder in die Betten gebracht wurden. Miss Biontcheks brachte Kruja dieses Mal selber zu Bett und richtete ihn bequem unter die Decke. "Ich weiß, dass du uns nicht besonders magst, aber wir versuchen doch nur dir ein warmes und gemütliches Heim zu geben.", sagte Miss Biontcheks leise zu Kruja, während sie ihn zudeckte, "Was hast du nur mein Kleiner?". Doch als auch dieses Mal keine Antwort aus Kruja kam, ließ sie alle Hoffnung liegen und seufzte. Dennoch ließ sie sich nicht davon abbringen weiter zu lächeln und gab Kruja einen gute Nacht Kuss. Anschließend verschwand auch sie hinter der Tür und es wurde still. Kruja selbst, sah nur auf den Wecker neben seinem Bett und zählte die Sekunden innerlich mit. Jede einzelne… "23…24…25…", sagte er leise zu sich selbst. Doch es dauerte nicht kurz, bis sich nach etwa 15 Minuten die Tür wieder öffnete. Kruja wusste wer es war und was er wollte, doch war er dieses Mal nicht aufgeregt. Er schloss seine Augen und zählte nun die Schritte, die von der Person gemacht wurden. Vier Schritte waren es nun und die Person war nun am Bett von Kruja angekommen. Wie letzte Nacht auch, beugte sich die Person über Kruja und jetzt war sich Kruja erst sicher, dass es sich um Herr Biontcheks handeln muss. Zwar hatte er die Augen geschlossen, aber er konnte sein Aftershave sofort wieder erkennen. "Heute so still?", ertönte es von Herr Biontcheks, welcher sich nun an das machen wollte, wozu er gekommen war, "keine Sorge, uns wird keiner Stören. Miss Biontcheks und ich schlafen noch nicht in einem Zimmer. Es wird also keiner kommen". "Gut…", antwortete Kruja daraufhin und ließ keinerlei Anspannung sich anmerken und öffnete nun die Augen. "Was?", ertönte es von Herr Biontcheks, welcher etwas verwundert war in seiner Situation. "Komm näher", sagte Kruja zu ihm, ohne ihn anzublicken. Herr Biontcheks fing an zu Grinsen und machte sich auf, um auf den Wunsch von Kruja nach zu kommen und bewegte seinen Kopf wieder langsam zu dem von Kruja.
"Hab keine Angst.", erwiderte Herr Biontcheks und schloss nun seine Augen. "WERDE ICH NICHT!", antwortete Kruja zähneknirschend und schwang ein Buttermesser, welches er unter seiner Decke festhielt in Richtung von Herrn Biontcheks Gesicht. Er traf sein Ziel mit voller Wucht, wobei sich eine lange waagerechte Narbe bildet, welches auch das linke Auge traf. Herr Biontcheks schrie auf und fasste sich ans Gesicht. Blut überströmte seine Nachtkleider, welches aus seinem Gesicht heraus kam. Ohne seine linke Hand von seinem linken Auge zu nehmen, ballte er seine rechte Faust zusammen und schlug Kruja mit voller Wucht auf seine rechte Wange. Kruja selbst war nun vollkommen gelähmt, als er das Gesicht von Herr Biontcheks sah und ließ das Messer fallen. "Du kleiner Hurensohn!", schrie Herr Biontcheks ihn an, "Wir geben dir ein warmes Zuhause und so dankst du es mir?". Er hob nun das Messer auf mit seiner rechte Hand und ging auf Kruja los, welcher sich in der hinteren, rechten Ecke zusammen kauerte. Plötzlich wurde aber die Tür aufgerissen und Miss Biontcheks trat ein. "Was…WAS MACHST DU DA JÜRGEN?", schrie sie auf und erlitt einen Schock beim Anblick von ihm. "VERSCHWINDE VON HIER!". Miss Biontcheks lief raus und die Treppe runter und Kruja erlitt erst jetzt die richtige Angstpanik, als er sah, dass seine einzige Hoffnung in seiner Situation davon lief. Herr Biontcheks drehte sich nun um zu Kruja und hob ihn auf mit der linken Hand und drückte ihn vor sein Gesicht. Kruja lief es kalt den Rücken runter, als er die Wunde von Herr Biontcheks sah, die er ihm zugefügt hatte. Gelber Eiter lief ihn neben dem Blutt aus dem Auge und seine Pupille schwamm unwillkürlich in der restlichen Augenkammerflüssigkeit herum. "Sieh dir an, was du mir angetan hast und frag dich nun, ob das so schlimm ist, wie der Spaß, den ich dir zubereitet habe", flüsterte er Kruja zu und näherte das Messer nun seinem linken Auge. "LAß IHN SOFORT RUNTER!" ertönte es von Miss Biontcheks, welche nun wieder an der Tür stand und eine Waffe auf Herr Biontcheks richtete. Herr Biontcheks ließ Kruja wieder fallen und fing an auf Miss Biontcheks los zu gehen. Mit langsamen Schritten ging er auf sie los, während er sagte: "Anette, liebes…Auf wen hältst da die Waffe? Ich bin es…Jürgen. Ich war es doch, der dir beistand, als dein Gatte verstarb. Willst du mich wirklich erschießen?". "Nein…ich will doch nur…ich will…", sagte Miss Biontcheks mit zitternder Stimme und ließ sich das auch beim halten der Waffe anmerken. Nun stand Herr Biontcheks vor ihr und hielt die Waffe nun gemeinsam mit Frau Biontcheks. "Lass sie fallen.", sagte Er sofort zu ihr und blickte ihr dabei mitten in die Augen.
"JÜRGEN GEIGER! HIER SPRICHT DIE POLIZEI VON CELISTIA! KOMMEN SIE MIT ERHOBENEN HÄNDEN RAUS!" Herr Biontcheks wurde nun Blass im Gesicht und sah nun Frau Biontcheks wütend an. "Du hast die Polizei gerufen?", schrie er sie an und versuchte die Waffe mit beiden Händen ihr zu entreißen. Frau Biontcheks rollten die Tränen über die Wangen, als sie mit all ihrer Kraft versuchte das zu verhindern. Ihre beiden Körper, kamen sich näher und die Waffe verschwand nun zwischen ihnen. PENG… Ein Schuss löste sich und Frau Biontcheks sah Jürgen mit großen Augen an, als sie langsam absackte und auf dem Boden lag. Der Schuss ging durch ihren rechten Lungenflügel und sie sah sich mit letzten Blicken Kruja an: "Lauf …weg mein…Junge…" ertönte es leise von ihr, als sie langsam ihre Augen schloss und aufhörte zu atmen. Herr Biontcheks war die glatte Panik ins Gesicht geschrieben und drehte sich nun zu Kruja um, welcher in bloßer Panik, Frau Biontcheks ansah. Seine Augen waren so weit wie nur möglich geöffnet und Tränen schossen, ohne Gewinseln aus ihnen. Seine Lippen zitterten und er sah nun zu Herr Biontcheks aufs Gesicht. Der wiederum, lief auf Kruja zu und packte ihn sich mit der linken Hand und zerrte ihn mit ans Fenster. "Verschwindet! Oder dieser Junge ist dran VERSTANDEN?", brüllte er der Polizistenmenge, welches das Haus umzingelt hatten, an. "Herr Geiger, sie sind verhaftet! Lassen sie den Jungen gehen und kommen sie langsam heraus. Wir wissen, dass sie Herr Biontcheks umbringen ließen, um seine Anteile der Firma zu bekommen. Wir haben die Beweismaterialen gegen sie. Es ist aus", schrie der Polizeichef von Celistia durch ein Megafon, welches er in Richtung von Herr Biontcheks hielt. Herr Biontcheks, war nun erst Recht in Rage und schrie der Menge zu: "Gebt mir ein Fluchtauto verdammt, oder ich erschieße diesen Jungen hier und jetzt!". Mit diesen Worten, schloss er die Tür und ging runter ins Wohnzimmer und zum Wandschrank, wo noch die restlichen Kugeln waren. Kruja fing nun an laut zu weinen und Rotz lief ihm aus der Nase. "HALTS MAUL!", schrie Herr Biontcheks ihn an, welcher einige Magazine der Waffe in die Hemdtasche tat.
Plötzlich sprang eine Person durch das hintere Wohnzimmerfenster und rollte sich vom Boden ab, während sie sofort mit einer Waffe auf Herr Biontcheks zielte. "MISS JONGA!", schrie Kruja glücklich auf und wollte sich zu ihr losreißen. Herr Biontcheks hielt ihn aber fest und rückte ihn nun stärker an sich. "Lassen sie den Jungen los und legen sie sich flach auf den Boden mit den Händen auf dem Rücken!", sagte sie, während sie sich wieder aufrichtete. "Ach sei Still du Schlampe!", erwiderte Herr Biontcheks, welcher nun die Waffe auf sie richtete. "LASSEN SIE DEN JUNGEN LOS! ES IST AUS!", schrie sie nun und entsicherte ihre Waffe. "Ich kriege also kein Fluchtauto was?", antwortete er und hielt die Waffe nun wieder gegen Kruja, "dann nehme ich diese kleine Schlampe mit mir!". Miss Jonga erschrak, als Herr Biontcheks diese Anspielung machte und fing an mit der Waffe auf ihn zu zulaufen. Herr Biontcheks war darauf nicht gefasst und zielte wieder auf sie. Zwei Schüsse lösten sich und trafen Miss Jonga am rechten Bein und durch die linke Schulter. Sie fiel sofort zu Boden und ließ einen herzhaften Schrei von sich. "NEIIIN", schrie Kruja und biss Herr Biontcheks in die linke Hand, mit der er festgehalten wurde. Herr Biontcheks schrie auf und warf Kruja zu Boden. "Verrecke du Missgeburt!", sagte Herr Biontcheks und richtete die Waffe auf ihn. Mehrere Schüsse wurden nun abgegeben, und zwar von Miss Jonga, welche die Waffe vom dem Boden wieder aufhob. Die Schüsse trafen Herrn Biontcheks schwer und ließen ihn zu Boden fallen. Er wiederum eröffnete auch das Feuer und es flogen nur noch Schüsse durch den Raum. Kruja lag flach auf den Boden, als er sich mit seinen Armen um den Kopf griff und laut schrie. Sein Schrei dauerte so lange noch, bis endlich der letzte Schuss fiel.
Rauch, welcher sich mit Schmauchspuren vermischte, erfüllten die Luft. Herr Biontcheks lag nun gegen den Wandschrank gelehnt und Tod auf dem Boden. Einige Schüsse trafen ihn direkt durch seinen Kopf, erfüllten den Schrank hinter ihm mit einem blutigen Rot und einzelnen, verteilten Kopfpartien. Nun drehte sich Kruja langsam zu Miss Jonga um und sah sie ebenfalls sich nicht rühren. Er kroch schnell zu ihr und schüttelte sie am Ärmel. "Miss Jonga! MISS JONGA!", schrie er sie an und sah die unzähligen Schusswunden, die durch ihre Kevlar- Weste hindurch gingen. Plötzlich öffnete sie ihre Augen und spuckte einen Satz Blut auf den Parkettboden. "Kruja…bist du es?", schrie sie besorgt und griff nach seiner rechten Hand.
Kruja wusste nun, dass sie ihn nicht mehr sehen konnte und sagte unter Tränen: "Ja…ich bin es! Ich bin es Miss Jonga!" Miss Jonga fing an, glücklich zu Lächeln und ließ Tränen aus ihren Augen rollen. "Mein Gott! Danke…danke dir!", sagte sie unter Tränen und umfasste Kruja nun auf dem Boden mit ihren Armen. Kruja brach nun erst Recht in Tränen aus und rückte sie ebenfalls fest. "Hab... keine Angst.... ich habe dir doch... versprochen.... dass ich... auf dich aufpasse…" Mit diesen Worten beendete sie ihren Satz und ließ ihren Griff um Kruja schwächer werden. Kruja sah sie ins Gesicht und bemerkte, das sie in seinen Armen verstarb. Obwohl sie nun von uns ging, hatte sie einen glücklichen Gesichtsausdruck auf dem Gesicht, aus denen zwei einzelne Tränen noch raus wanderten.
"Eins, Zwei und DREI", ertönte es von der Tür. Die Polizei brach die Tür auf und wurde Zeuge des Massakers. Kruja war als einziger Überlebender zwischen zwei Leichen und blickte die Polizei an. Nun kamen auch langsam Sascha und Klaus durch die Tür, welche mit einer Stoffdecke umhüllt waren. Sascha sah Miss Jonga Tod auf dem Boden und blickte Kruja in die Augen, als er sagte: "Teufelskind…TEUFELSKIND!!!" Er ran auf Kruja los und zerrte ihn zu Boden. Während er ihn direkt ins Gesicht schlug, schrie er ihn an: "Du Teufelskind! Jeder, der dich mag stirbt! Erst deine Eltern, dann diese Familie und dann Miss Jonga! KEIN WUNDER, DASS NIEMAND DICH ZUM FREUND HABEN WILL!". Kruja war sich nicht bewusst, was ihn mehr weh tat. Die Schläge, oder die Worte von Sascha. Polizisten zerrten Sascha sofort an den Armen hinaus und auch Klaus folgte ihnen, welcher noch einen letzten bösen Blick Kruja zuwarf. Noch immer waren die Schreie von Sascha zu hören, welcher schrie: "Du wirst niemals Freunde für immer haben Teufelskind! Hörst du mich, NIEMALS!"

"Kruja…Kruja wach auf...Kruja wach sofort auf!", ertönte es in Krujas Kopf, welcher plötzlich das Gesicht von Selphin wieder erkannte, "Du bist eingeschlafen und hast im Traum geschrieen!". Kruja, welcher schweißgebadet sich umblickte, sah sich sofort nach Helene um, welche ihn von Bett aus besorgt ansah. "Oh…tut mir Leid.", antwortete er und richtete sich auf. "Schon gut", antwortete Selphin, welcher Kruja hoch half. "Wir müssen sofort aufbrechen, es ist schon Mittag. Was hast du den geträumt?", fragte Selphin besorgt nach und sah ihn in die Augen. "Nichts, nur ein wiederkehrender Albtraum, sonst nichts", antwortete er wiederum und fing an die Sachen zu packen. "Können wir los?", fragte Selphin nach und zerrte seinen Rucksack auf seinen Rücken". "Ja…", antwortete Kruja und ließ seinen Blick auf dem Boden fixiert. "Niemals Freunde für immer.", dachte er ein letztes Mal nach und folgte Selphin…

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Lucris

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Sonntag, 15. April 2007, 23:17

Ich stelle ich nun Kapitel 9 rein. Viel Spaß beim lesen an alle ; ).




Kapitel IX

Ich verspreche es…


Die Sonne stand schon in ihrem Höhepunkt, als sich Kruja und Selphin mitsamt dem kleinen Mädchen zum Wagen begaben. Während Kruja Selphin seine Sachen abnahm und in den Kofferraum verstaute, versicherte sich Selphin, dass Helene angeschnallt auf dem Rückbank platz nahm und setzte sich anschließend selbst auf den Fahrersitz. "Was hast du?", fragte Selphin Kruja, ohne ihn dabei anzusehen und ließ den Motor an. "Es ist nichts", antwortete Kruja wiederum und ließ seinen Blick aus dem Fenster, auf die staubigen Straßen wandeln. Selphin selbst war klar, dass das nicht die Antwort war, die er hören wollte, fragte aber nicht nach, sondern blickte über den Rückspiegel zu Helene rüber: "So, nun zu dir kleines Mädchen. Erzähl jetzt mal, was hier passiert ist und was diese Männer von dir wollte." Helene reagierte etwas beängstigt auf die raue Stimme von Selphin ließ ihre Blicke auf den Boden. "Wenn sie nichts sagen will, dann…", gab Kruja dazu, als er plötzlich von Helene unterbrochen wurde. "Vor ungefähr einer Woche, kamen viele Leute in großen Wagen, die alle Leute aus der Stadt vertrieben haben", erzählte sie plötzlich, "Sie haben Dinge gesagt, wie Kommt nicht zurück oder wir zünden euch an oder Wir sorgen dafür, dass ihr eure Kinder beim sterben zuseht."
Kruja blickte langsam in Helene´s Augen, indem er langsam seinen Kopf zu ihr hin drehte und machte einen fassungslosen Gesichtsausdruck. "Abschaum…", murmelte Selphin langsam vor sich hin und konzentrierte sich weiter auf die Straße. "Und warum bist du dann noch hier?", fragte Kruja nach. "Meine Eltern wurden von den Männern vor allen anderen verbrannt", antwortete Helene mit einer tiefen Trauer, während langsam kleine Tränen aus ihren Augen quellten. Kruja war dabei weitere Fragen zu stellen, als er einen leichten Schlag von Selphin mit seiner rechten Hand auf seinen linken Schenkel spürte. Er wandte seinen Blick zu ihm und erkannte sofort das Zeichen in Selphin´s Gesicht, welches ihm sagte, dass er seine Klappe halten soll. Unsere Gruppe ließ nun die Grenze von Largo hinter sich und kam auf einem Hügel an, welches nun zwei Wege ermöglichte. Der eine war runter in das Waldgebiet, welches sich riesengroß hinter der Stadt sich ausbreitete und der andere wäre eine klapprige Straße runter in die Bergwerke. Selphin schaltete den Motor aus und zog eine Karte, welches zwischen den beiden Vordersitzen deponiert war. Nun stieg er aus und studierte etwas die Karte. Kruja holte wiederum eine Wasserflasche aus dem Kofferraum, um daraus etwas seinen Durst zu löschen. Zusammen mit Selphin, lehnte er sich auf die Haube des alten Polo und sprach: "Warum hast du mich nicht weiter fragen lassen?". "Weil alles klar ist", antwortete Selphin mit einer etwas angespannten Stimme. "Wie meinst du das?", fragte Kruja hinterher und blickte Selphin fragend an. "Die Leute gehören entweder einer Mafia oder Imperialisten an. Irgendeiner Gruppe eben. Sie haben wohl an den Eltern des kleinen Mädchens ein Exempel statuiert und den anderen gehörig Angst gemacht. Nun war das Mädchen alleine hier und konnte sonst nirgendwo mehr hin, da sie wohl keinerlei Verwandte mehr hat.", antworte Selphin ausführlich und blickte Kruja langsam an, "das Mädchen wollen sie wohl, weil es noch die einzige Zeugin ist, die hier etwas mitgenommen haben könnte, was als Beweis vor Gericht dienen könnte." "Aber…aber warum tun die Menschen nichts gegen so etwas?", sagte Kruja mit entsetzter Stimme nach und wendete seinen Blick nicht von Selphin ab. Selphin selbst, seufzte einmal kurz auf und antwortete: "Junge, du hast keine Ahnung über die Macht solcher Organisationen. Wenn sie nun alle Länderurkunden aller Leute dieser Stadt sich unter den Nagel reißen, kann selbst der beste Anwalt nichts dagegen machen. Man zwingt sie den vertrag zu unterschreiben und das war’s. Schon hat man sich Demokratisch abgesichert und die Regierung zeigt dir nur noch die kalte Schulter.
Kruja wurde nun alles klar und schwenkte seinen Blick Richtung Boden, holte einen Schluck aus der Flasche und sagte nur noch: "Scheiße…"
Nun war es aber wichtiger, dass der Auftrag der beiden weiter voran geht. Deshalb überlegte sich Selphin, wo sich die gewünschte Schmetterlingsart aufhalten könnte. Er dreht einige Runden um den Wagen, schaute sich die Karte an, dann Kruja, dann wieder Die Karte, um schließlich auf Kruja zuzugehen und ihn zu fragen: "Du kennst dich doch mit Insekten besser aus. Wo könnte Schmetterlinge sein man?". "Na ja…", antwortete er, "logisch wären Plätze, wo sich klare Nahrungsquellen, also bestimmte Blumenarten, sich befinden. Was frisst den unser Schmetterling?". "Gondylenpollen!", kam es aus dem Auto heraus. Selphin und Kruja schauten sich gegenseitig an und ließen ihren Blick gemeinsam nach hinten schwenken. Helene hat sich über die beiden Vordersitze gelehnt und stieg nun aus dem Wagen aus. "Ihr sucht eine Minerva Obserzia. Die fehlte mir in meiner Sammlung", antwortete sie mit einer schüchternen Stimme und zeigte Kruja ein Bild aus ihrem Buch mit dem Titel "Die unglaubliche Welt der Insekten". "Ich habe das Bild auf dem Rücksitz gefunden", gab sie von sich, während sie Selphin das Bild des gesuchten Schmetterlings überreichte die sie von der Hunter Station bekamen. "Du sammelst Schmetterlinge?", fragte Selphin nach und schaute sich das neue Bild ihres Ziels an. "Ja, mein Vater war Naturkundeforscher und ich liebte seine Arbeiten…", antwortete Helene und gab sich Mühe, nicht mehr vor ihnen zu weinen. "Schon gut!", tröstete Kruja sie und kniete sich zu ihr runter, "kannst du uns sagen, wo wir diese Art finden?". "Ja…", antwortete sie still und zeigte zu einem Berg, welches sich inmitten der Bergewerkanlage herauszeigte. "Ich durfte nie dahin und seit die Männer hier sind, habe ich auch keine Schmetterlinge dieser art in unserer Stadt herum fliegen sehen. Sie waren immer in einer Überzahl in der Nähe des Berges, weil nur im Berg drinnen die Gondylenblumen wachsen. Der Berg ist von oben frei, wie ein Vulkan."
Unsere beiden Helden guckten sich nun den Berg, welcher inmitten der ganzen Bergwerkmaschinen überragt, näher an, bis schließlich Selphin sich zu Wort meldete: "Einsteigen, wir fahren los…". Beide folgten sofort seinen Einweisungen um sich sofort in Richtung der Bergwerkanlage zu machen. Der Weg war nicht grade ein Zuckerschlecken. Grosse und Kleine Steine sorgten dafür, dass der Wagen durchgeschüttelt wurde und Selphin selbst musste darauf achten, nicht mit dem Wagen von Weg abzukommen. Nach einiger Zeit voller Anstrengung und einem flauen Gefühl im Bauch, kamen sich schließlich am Fuße des Berges an. Kruja stieg als erster aus und bemerkte sofort die ungewöhnliche Stille. "Etwas stimmt hier nicht", gab er schließlich von sich, als er sich zu Selphin umdrehte. Der wiederum, hatte sich bereits seine Drachen Klauen angezogen und inspizierte nun genauer die Gegend. Typische Kraftfahrzeuge, wie Bulldozer oder Lasthebekräne, war auf der Baustelle verteilt. Neben Schutthaufen und Rohmaterialien, welche mit Abdeckplanen bedeckt waren, gab es nicht viel mehr zu sehen. Doch plötzlich hörten alle etwas…einen Schrei. Helene, welche gerade ausstieg, schreckte zusammen und ließ nun den Griff des Wagens nicht mehr los. "Was ist hier los?", flüsterte Kruja Selphin zu und griff nun mit seiner rechten Hand nach seiner Klinge. Dabei bemerkte er zum ersten Mal, wie gut die neue Klinge mit ihrem Griff in seiner Hand lag, aber das war jetzt unwichtig. "Ich weiß es nicht, aber lass Helene nicht aus den Augen", antwortete Selphin, der plötzlich einen verdutzten Gesichtsausdruck machte und zum Gipfel des Berges Hochschaute. Kruja blickte erst Selphin an…dann ebenfalls zum Berggipfel. Auch Helene blickte nun dahin. "Was hast du?", fragte Kruja nach, ohne seinen Blick abzuwenden. "Da…", antwortete Selphin, "…da kommt etwas!". Und tatsächlich! Etwas flog aus dem Berginneren hinaus und stürzte nun Richtung unserer Gruppe. Es war nicht besonders groß, aber es wurde immer schneller.
Plötzlich fiel es mit einem Affenzahn inmitten unserer Gruppe nieder und Blut sprengte sich vom Körper frei, welches zum Teil auf Kruja und Selphin erwischte. Selphin und Kruja erblickten nun das Ding, als der Staub sich verflog und sahen, dass es sich um einen Menschen handelte, dessen rechtes Bein fehlte und Bergarbeiterklamotten trug. Selphin und Kruja staunten nicht schlecht und Helene fing aus heiterem Himmel an mit einer hohen Stimme an zu schreien. Kruja rannte zu Helene, um ihr den Anblick zu ersparen, während Selphin sich über den Körper beugte. "Jemand hat ihm mit Kraft das rechte Bein abgerissen.", sagte er anschließend, "An linken Arm wurde er dann geschleudert. Das erkennt man an den Würgemahlen am Oberarm". Sein Blick schweifte nun zum Eingang des Berges und zurück zu Kruja. Krujas Gesicht war nun ernst und sprach zu Helene: "Bleib im Wagen, hörst du? Wir wollen uns das mal ansehen. Egal was passiert!". "Nein!", antwortete Helene, "lass mich bitte nicht allein. BITTE!". Kruja neigte nun ihren Kopf zu sich: "Dir wird nichts passieren, glaub mir. Ich bin doch da." "Versprochen?", fragte Helene mit einer etwas beruhigten Stimme und schniefte einige male. Kruja erzitterte bei diesem Wort VERSPROCHEN. Das letzte Mal, als er das hörte, gab es nichts als Unheil, aber er wusste, dass nun er an der Reihe war, dass es eingehalten wird.
"Ja, ich verspreche
es dir!", antwortete er wiederum und sorgte dafür, dass sie sicher im Auto lag, "Wir sind gleich wieder da!" Nachdem er die Autotür schloss, drehte er sich ein letztes Mal um, um ihr Gesicht an Seitenfenster gedrückt zu sehen. Doch drehte er sich wieder um, um Seite an Seite mit Selphin Richtung Eingang zu marschieren. "Etwas ist da drin, also pass auf.", sagte Selphin zu Kruja, der wiederum nur antwortete: "Tu ich doch immer." Nun schulterte er sein Schwert auf seine rechte Schulter und betraten den Berg. Schon nach einigen Schritten, wurde eine bedrückende Dunkelheit erkennbar. Wäre da nicht Selphin mit seiner Flamme, hätte man seine Hand vor Augen nicht gesehen. Die Lichtquellen, welche an den Seiten angebracht waren, funktionierten nicht und auch sonst war kein Leben zu spüren. Beide kamen schließlich zum halten, als mehrere Lianen sich vor dem weiteren Weg umrankten und das weitere passieren unmöglich machten. Kruja gab nur mit einem Handzeichen zuerkennen, dass er etwas Platz brauchte und zerschnitt schwungvoll eine nach der anderen, um schließlich den weiteren Verlauf der Höhle zu erkennen. Ein Licht machte sich breit hinter den Lianen und ließ einen unvergesslichen Ausblick preis.
Der gesamte, innere Bereich des Berges war von innen Hohl, woraus sich eine große Höhle bildete, welche nach oben hin frei war. Inmitten der Höhle, war ein riesiges Loch und die gesamte Wand, sowie der Boden, waren mit den Lianen besetzt. Manche dick wie Baumstämme und manche Hauchdünn, aber hatten sie alles etwas gemeinsam. Nicht einen freien Fleck ließen sie übrig. "Was zum Teufel IST das hier?", fragte Kruja nach und kniete sich hin, um eines der Lianen zu fühlen. Selphin selbst, ging an die Grube, um nach unten zu sehen: "Keine Ahnung, aber wir sollten…". Noch bevor er weiter reden konnte und sich dabei zu Kruja umdrehte, erblickte Kruja, dass sich eines der Lianen sich vom Loch hochragte und nun hinter Selphin schwenkte. Kruja fasste sich an seine Sinne und wollte ihn warnen, doch war es zu spät. Die Liane packte Selphin an dem linken Fuß, schwenkte ihn nach oben, um ihn dann Kraftvoll auf den Boden zu werfen. Kruja beobachtete den harten Fall und lief los um zu helfen, doch warfen sich zwei weitere Lianen in der Breite von etwa einem Meter in den Weg. Selphin lief das Blut aus dem Mund und war sich nicht sicher, ob er nun träumte oder bei Bewusstsein war. Doch bevor er seinen Gedanken weiter schweifen lassen konnte, spürte er die Härte der Wand an seinem Körper, in dessen Richtung er geworfen wurde.
Selphin lag nun da und versuchte Worte auszusprechen, doch vergebens. "SEPLHIN, HALTE DURCH!", schrie Kruja und versuchte eine Lücke in den Lianen Wirr-Warr zu finden. Doch hörte er nun eine weitere Stimme: "Kruja, Selphin!". Kruja erschrak und schaute sofort nach hinten, als er Helene am Eingang der Höhle sah. "RAUS HIER, SOFORT!", schrie er aus vollem Hals und rannte in ihre Richtung. Was in diesem Moment geschah, sah Kruja im Zeitraffer… Er sah, wie eine Liane hinter Helene auftauchte…Sie griff…und nun schnell erhob. Helene war nun etliche Meter in der Luft: "HIIIILFE, KRUUUJA!". Kruja kamen die Tränen: "LAß SIE RUNTER, BITTE!" Kruja war nicht klar zu wem er sprach, doch war ihm klar, dass er nichts machen konnte. Helene schwenkte nun weiter hoch, immer höher und wurde mit schnellem Tempo in Richtung Boden geworfen. Kruja´s Augen waren starr, sein Körper Taub, sein Atem weg. Er sah ihren Körper auf den Boden aufschlagen und wie ihre Arme sich langsam nicht mehr regten…

Ein Leben erlosch, Eine Träne fiel…

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Lucris« (24. Mai 2007, 22:24)


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Freitag, 20. April 2007, 20:01

Hier ist nun Kapitel 10. Es ist mehr Kampf lästig, aber dennoch viel Spaß beim lesen. Zudem möchte ich meinem Testleser und guten Freund Daniel M. danken, der mich bisher bei jedem Kapitel auf Fehler hingewiesen hat!!! :D




Kapitel X

Overload


Die Sonne schien in die Höhle und ließ es hell erstrahlen. Die Luft füllte sich langsam mit dem Duft des Blutes und leise konnte man das reiben der einzelnen Lianen gegeneinander hören. Inmitten dieses Schauplatzes stand Kruja nun. Seine Augen starr auf Helenes leblosen Körper gerichtet und unwillig sich zu bewegen. Seine Beine waren schwer wie Stein und die Schritte fielen ihm schwer, dennoch gingen ihm hunderte Gedanken durch den Kopf wie der, ob er nun Schuld an dem Tod Helenes hätte. Tränen wanderten still über seine Wangen und seine Lippen formten während des Gehens leise Worte: "Bitte nicht…Gott bitte nicht…nicht noch mal…"
Kruja war nun kurz vor Helene und war ihr zum greifen nah, als Kruja einen Schlag wie von einem Baseballschläger auf dem Nacken verspürte. Eine Liane schlug ihm auf den Rücken, während eine zweite sein rechtes Bein packte und ihn mit einem Schwung quer durch die Höhle schwang. Kruja glitt sein Schwert aus seiner rechten Hand, welches im ruhigen Bogen mit der Klinge im steinigen Boden stecken blieb. Kruja selbst, schlug gegen die Wand und fiel zugleich zu Boden, bis er sich nach einigen schmerzhaften Rollen auf dem Rücken befand. Da lag er nun, unwillig sich aufzurichten oder etwas zu sagen. Sein Schwert steckte direkt zwischen ihm und dem riesigen Loch, welches noch immer rätselhaft im Raum stand. Die Lianen machten keine weiteren Manöver, jedoch aber wohl wissend, dass Kruja noch am leben ist.
Kruja selbst, verspürte keinen Schmerz. Er war in Gedanken versunken…"Wie viele Leben, sollen wegen mir noch erlöschen?", dachte er zu sich und schloss seine Augen. Tränen liefen ihn aus den Augen und ein leises Schluchzen war nun zu hören. "Ich gebe auf…ich will nicht mehr…ich will nach Hause…", sagte er nun still zu sich und ließ seine übrigen Tränen wandern, ohne sich auch nur ein Stück zu bewegen. Selphin lag schwer verletzt am Boden, Helene war Tod, ohne dass Kruja auch nur etwas im geringsten unternehmen konnte und Kruja selbst ging an seinen Selbstzweifeln unter, als plötzlich eine Stimme in Krujas Kopf ertönte: "Was soll das, warum lässt du dir das gefallen?". "Was?", sagte Kruja in Gedanken und öffnete seine Augen, "Wer ist da?". "Wenn du so weiter dich rumschubsen lässt, werden die anderen Kinder dich nie in Ruhe lassen!", ertönte es schon wieder. Kruja fing langsam an etwas zu lächeln, ohne aber das weinen zu stoppen. "Stimmt!", sagte er sich, "damals im Waisenhaus, war ich das Teufelskind. Jeder schikanierte mich wo er nur konnte. Ich habe immer auf mich selbst aufgepasst". Kruja sah nun in den Himmel und bemerkte erst jetzt, dass dieser in einem wundervollen, strahlenden Blau eingetaucht war. Keine Wolke, trübte die Schönheit und die Sonne ließ nun einen warmen Hauch auf Krujas blutigen Körper fallen. Krujas Mund war offen, fasziniert von diesem malerischen Schauspiel und nur für einen kurzen Moment, vergaß Kruja wo er war…und war glücklich.
Seine Augen schlossen sich wieder und ein breites Lächeln stand nun in Krujas Gesicht. "Ich habe immer auf mich selbst aufgepasst…", sagte er zu sich, "Immer…!". Plötzlich schossen seine Augen auf und Krujas Körper war nun in aufrechter Position. Er selbst ahnte nicht, wann er aufstand, doch wusste er genau was er zu tun hatte. Er sah sein Schwert einige Meter vor ihm im Boden stecken und blickte mit ruhigen Augen auf das Loch: "Komm schon…", flüsterte Kruja und wartete auf eine Reaktion von dem, was sie angriff. Tatsächlich, zitterte die Höhle nach einem kurzen Moment und es schien, dass sich etwas den Weg nach oben aus dem Loch bahnen würde.
Eine riesige Liane, mit dem Kopf einer gigantischen Venusfliegenfalle, jedoch mit drei Klappen, und einem Durchmesser wie die eines riesigen Schornsteins, schwankte nun majestätisch im Raum und richtete sich nach Kruja. Kruja bewegte sich kein Stück und betrachtete das Ungetüm. Plötzlich öffneten sich langsam die Klappen der Pflanze und ließen, zu Krujas Verwunderung, ein gigantisches Auge zu erkennen, welches wild rumzuckte und Kruja genauer betrachtete. Neben dem Auge, kamen nun mehrere kleine Lianen mit dem Durchmesser einer ausgewachsenen Eiche, aus dem Loch zum Vorschein. Im Gegensatz zum Auge, ließen die Klappen dieser Lianen kleine Mäuler frei, welches nach innen gerichtet, viele kleine Reiszähne besaßen. Wildes Gebrüll, ließen die Mäuler auf Kruja los und widerlicher, grüner Speichel flog ihm ins Gesicht und auf die Kleidung.
Doch Kruja selbst, blieb ruhig und dachte nur nach: "Vier Mäuler, ein Auge, alle in einem Radius von etwa 20 Meter…". Er schloss nun langsam seine Augen und versuchte seine Arme zu bewegen: "Mein rechter Arm macht nicht mehr mit und mein linker kann das nicht alleine. Na schön, dann eben Plan C!". Er ging nun in einer etwas herunter geknieten Stellung und seine Arme etwas ausgebreitet, bereit zu laufen. Die Mäuler bemerkten nun die Stellung und machten sich ebenfalls für einen Angriff bereit. Krujas Blick öffnete sich wieder und ein bizarres Schauspiel machte sich vor ihm breit. Ein gigantisches Auge, vier Mäuler und unzählige Lianen, schwangen in einem ja fast zu hypnotischen Takt hin und her und versuchten keine Blöße zu zeigen.
Doch Kruja rannte nun los und die Mäuler stürzten sich auf ihn. Im wilden Schrei, lief Kruja auf eines direkt zu, welches sich zwischen ihm und seinem Schwert stellte. Das Maul stürzte sich auf Krujas Körper, doch ließ der sich rechts zu Boden fallen, um sich wiederum nach vorne zu rollen und weiter zu laufen. "SCHNELLER!", dachte sich Kruja, "NACH LINKS!". Im selben Moment, sprang Kruja mit einem beherzten Sprung zur Seite und ließ auch das zweite Maul in die Irre tappen. Kruja stieß sich nun weiter vorwärts, immer weiter zum begehrten Ziel, seinem Schwert. Doch sollte das ein schweres Unterfangen sein, da sich nun zwei der Mäuler zur selben Zeit auf ihn stürzten. Bei direkt von vorne auf ihn zukommend, um ihn ja keine Chance nach links oder rechts zu geben. Kruja blieb aber nicht stehen, sondern versuchte sein bestes zu geben und schneller zu laufen. Kurz vor dem zusammentreffen, ging Kruja etwas in die Knie und sprang. Sein Körper richtete sich geradezu Waagerecht in der Luft und er sah genau die beiden Mäuler im Zeitraffen unter sich, welches auf solch ein Manöver nicht vorbereitet waren. Doch war Kruja die Mäuler egal, denn er war nun mitten über seinem Schwert. Sein Mund öffnete sich und seine Zähne packten den Griff seiner Klinge. Die Klinge zog sich wie Butter aus der steinernen Scheide des Bodens und Kruja vollführte nun eine Rolle mitten in der Luft, um noch rechtzeitig auf den Füßen zu landen.
Mit einem schweren Stampfer, landete Kruja auf seinen beiden Füßen mit seinem Schwertgriff zwischen den Zähnen. Nur noch wenige Schritte trennten ihn von dem riesigen Auge, welches wohl den Hauptbestandteil der Pflanze ausmachte. Doch dauerte sein Enthusiasmus nicht lange, da er nun kurz vor dem Auge, seitlich links von einer der vielen Lianen erwischt worden ist. Zu unvorsichtig war er. Doch Kruja konnte seinen Blick noch im letzten Moment nach links wenden und die Liane traf direkt auf die Klinge. Kruja wurde nun direkt in die Luft gewirbelt. Sein Zahnfleisch fing an zu bluten, welches dafür sorgte, dass das Schwert noch in seinem Mund blieb. Die Klinge selbst, blieb in der Liane stecken und beförderte Kruja so hoch in die Luft. "LASS DIR WAS NEUES EINFALLEN!", schrie Kruja mit dem Schwert im Mund und Stoß sich mitten in der Luft von der Liane ab, nachdem er das Schwert losließ. Sein Körper bewegte sich nach links und das nicht umsonst, denn nun packte er sein Schwert in der Luft mit der linken Hand. Das Schwert folgte der Bewegung von Kruja und glitt schnell aus der Liane heraus.
Er war nun mitten über dem Auge und ließ sich fallen. Mit einem gewaltigen Schrei, flog Kruja dem Auge entgegen und hielt sein Schwert fest in der Hand. Alle Mäuler stürzten sich auf ihn, doch ließ er sich von denen nicht beirren. Ein Hieb folgte dem nächsten, ohne das Kruja langsamer wurde. Die Mäuler welche es sich wagten, sich ihm in den Weg zu stellen, wurden mit nur jeweils einem Hieb entzwei geteilt und die Mäuler wurden horizontal, sowie vertikal zertrennt. Schneller, immer schneller wurde er. Seine Wunden, von den Mäulern hielten ihn nicht auf. Nein, seine Gedanken waren bei Helene, bei Selphin und bei sich. Sein Schrei wurde immer lauter, bis er dem Auge entgegen schrie: "ICH BIN DER TEUFELSJUNGEEEE!!!". Der Schrei war gewaltig und Kruja war nun direkt vor dem Auge und seine Klinge richtete er direkt darauf. Doch anstatt am Auge stecken zu bleiben, stach Kruja direkt durch das Auge durch und war verschwunden, inmitten der Pflanze. Es wurde plötzlich still und die Pflanze hielt ab von seinen üblichen Bewegungen und zuckte kurz zusammen.
Im selben Moment, kam nun Selphin zu sich und fasste sich zuerst mal sofort an seinen Bauch. Sein Gesicht verzog sich Schmerzerfüllt, aber hielt ihn nicht davon ab, sich langsam aufzurichten. Er erblickte sofort das riesige Auge und erschrak für einen kurzen Moment. Jedoch hielt der Schock nicht lange an, als er den toten Körper von Helene bemerkte. Aber verspürte er keine Trauer, sondern war eher auf solch etwas gefasst. Vielmehr machte ihm sorgen, dass er Kruja nicht erblickte. "KRUJA!", schrie Selphin "WO BIST DU?". Langsam fiel ihm
der Gedanke ein, dass er die Flucht ergreifen konnte, doch war für ihn diese Option nicht realisierbar. "Verdammt!", dachte Selphin nach und biss an die Enden seinen Drachenklauen. Als er seine Hände in Richtung Boden ausrichtete, zog Selphin jeweils eine Goldene Schnur aus beiden Klauen und hielt sie in seinem Mund fest. Seine Hände lagen nun gekreuzt, mit den Handflächen auf den Boden, ohne das Selphin in die Knie ging. "Ich wollte das zwar niemals in solch einer Situation einsetzen, aber es muss wohl sein!", sagte Selphin zu sich und fing an sich zu konzentrieren. Eine blaue Aura. Sammelte sich langsam an Selphins Körper und er begann zu schreien: "AUS DEM HÖLLENFEUER ENTKOMMEN UND…". Doch bevor er seinen Satz weiter sprechen konnte, schrie die Pflanze einen entsetzlichen Schrei aus und schwang seine Lianen wild herum. Selphin jedoch, brauchte nicht auszuweichen, da die Attacken nicht auf ihn gerichtet waren. Selphin war nun vollkommen perplex und wusste nicht, was vor sich ging. Nur eines konnte Selphin leise vor sich hin sagen: "Kruja?".
Wie aus dem Nichts, stieß aus der Brust der Liane ein Schwert heraus. Selphins Augen waren nun weit geöffnet, weil er das was vor ihm stattfand, kaum glauben konnte. Die Klinge selbst, drehte sich langsam, aber sicher im Kreis der Liane, bis sie einmal herum war. Der Oberteil der Liane fiel um wie ein Baum und eine riesige Fontäne aus gelb, weißem Pflanzenplasma, stieß aus dem entstandenen Loch heraus. Das Plasma erreichte selbst Selphin leicht am Körper, welcher weit weg von der Pflanze stand. Das Plasma floss in strömen heraus und Selphin bemerkte plötzlich, wie alle Lianen in der Höhle, langsam eingingen und ihre grüne Farbe in ein leichtes Braun umwandelten.
Selphin wusste, dass die Pflanzen und Lianen nun eingingen, doch war ihm noch der Grund unklar, welcher das zustande bringen konnte. Sein Blick aber, konzentrierte sich nun auf etwas, was sich aus dem Loch heraus zwängte. Seine Augen waren nun starr, als er bemerkte, dass Kruja langsam und gelassen aus dem Loch kam und sich aufrecht hinstellte, genau vor dem Rest der Leiche. Sein gesamter Körper, war vom Plasma bedeckt, doch schien ihn das weniger zu stören. Kruja selbst, schaute nach oben, als ob er sich davon überzeugen wollte, ob der strahlend blaue Himmel noch da war, wo er ihn das letzte Mal sah und schaute nun langsam Selphin an. Krujas Gesicht, zeigte keine Gefühle, weder Furcht, noch Glück.
Selphin kannte genau diese Art von Gesichtern, hatte er sie doch selbst unzählige Male gesehen. Doch wagte er es nie solche Gegner heraus zu fordern. Denn solche Gegner, welches das Gesicht von Kruja aufsetzten…waren nichts als Monster. Monster, welche keine Reue zeigten, oder noch irgendwelche Gefühle besaßen. Selphin verspürte eine Angst, obwohl er wusste, dass er dazu gar keinen Grund hatte. Das einzige, was er sagen konnte, war nur der eine einzige Satz: "Wer bist du?". Kruja selbst, blieb gelassen und antwortete, als ob es die klarste Sache der Welt wäre:

"Ich bin ein Teufelskind…"

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Lucris

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Donnerstag, 10. Mai 2007, 14:30

Nach langer Pause, ist nun Kapitel 11 fertig. Wünsche allen viel Spaß damit.




Kapitel XI

Die Kälte einer Seele


Selphin stand noch immer vor Kruja, welcher in einer gelassenen Position da stand und mit ruhigen Augen ihn ansah. "Was meinst du mit Teufelskind?", fragte Selphin nach und ging einige Schritte auf Kruja zu, hielt aber sofort an, als Kruja seine Klinge in seine Richtung hielt. "Bitte…komm nicht näher…", sagte Kruja, während ihn zwei Tränen über die Wangen liefen, "Ich will es nicht mehr erleben. Ich will nicht mehr sehen, wie Menschen wegen mir sterben oder Leid ertragen müssen!". Krujas Blick, wandte sich nun in Richtung des Bodens und er fing an seinen Tränen freien Lauf zu geben, während er sich auf die Lippen biss.
Selphin beruhigte sich allmählich wieder, als er den Krujas sah, den er kannte. Weich, mitfühlend und rein wie ein neugeborenes Kind, welches nur eine Schulter braucht, an dem er sich abstützen konnte. Selphin bewegte sich nun weiter auf Kruja zu. Kruja selbst, sah Selphin wieder an und schrie ihm entgegen: "BLEIB STEHEN! KOMM NICHT NÄHER!". Selphin aber reagierte nicht darauf und bewegte sich weiter. Krujas Blick wurde durch die Tränen glasig und wich einige schritte zurück. Kurz bevor Selphin ihn jedoch erreichte, biss Kruja seine Zähne zusammen und holte mit seinem Schwert aus.
Die Stimmung verstummte und lediglich der Wind war nur noch zu hören, welcher sich an den porösen Wänden der Höhle schneidete und einen hellen, pfeifenden Ton erzeugte. Selphin blickte noch immer Kruja in die Augen und beachtete die Schwertklinge nicht, welcher neben seinem Hals zum Stillstand kam. Selphin blickte Kruja direkt in die Augen und ging einen weiteren Schritt, bis er direkt vor Kruja stand. Krujas Blick, zeigte Anzeichen davon, dass er sich langsam beruhigte und versuchte einen Schritt weiter zurückzuweichen, doch gaben seine Beine seinen Schmerzen nach und Kruja fiel nach vorne. Selphin hielt ihn fest und stütze ihn auf seiner Schulter ab. "Du…du bist der erste Mensch auf der Welt, welcher mich nach solch einer Situation nicht verachtet.", flüsterte Kruja mit geschlossenen Augen, "Danke…".
"Warum sollte es mir etwas ausmachen?", antwortete Selphin "Das war nicht deine Schuld!". Krujas Tränen versiegten und er versuchte Einzuschlafen. Seine Schwäche war einfach zu groß. Selphin bemerkte das und wollte nicht mehr sagen, als ihm ein betörender Duft in die Nase stieg. Sein Blick wandte sich in der Höhle herum und er sah, wie wundervolle, blaue Blumen zwischen den verdorrten Lianen aufblühten. Überall in der Höhle erblühten sie und ließen die Höhle in einem ganz anderen Blick erstrahlen. Doch war das nicht alles, was Selphin beobachtete. Sein Mund öffnete sich langsam, als er beobachtete, wie dutzende, blaue Schmetterlinge von oben in die Höhle hinein flogen und sich auf dem Blüten absetzten, um den Nektar zu erhalten, denen die blauen Blumen bereit hielten. Überall waren sie nun und tauchten die Höhle in einen wunderschönen Glanz. Die Höhle war nun Schauplatz eines geradezu malerischen Gemäldes und Selphin selbst musste erst einmal sich fassen, um das zu verdauen was er sah. "Kruja, KRUJA!", rief Selphin Kruja zu, während er ihn dabei etwas schüttelte, "sieh dir das an!". Kruja öffnete seinen Augen und versuchte sich umzusehen. Sein Blick war starr und seine Augen weit geöffnet und er konnte kein einziges Wort aussprechen, außer dem einem einzigen: "…Wunderschön". "Ja…", antwortete Selphin, "als wären wir aus der Hölle entkommen und direkt im Himmel gelandet.". Kruja fing an zu Lächeln und fiel anschließend sanft in den Schlaf.
Die Abendsonne zeigte sich in ihrer Röte am Horizont und Selphin und Kruja befanden sich am Hügel, welcher die Kreuzung ergab, die zum Bergwerk führte. Vor ihnen ein frisches Grab in dem ein dicker Ast innen drin steckte, an dem mehrere der blauen Blumen befestigt worden sind. Es war das selbst errichtete Grab für Helene, welches für unsere Freunde wohl das größte Opfer ihrer Mission darstellte. Kruja und Selphin standen nur still vor dem Grab, während der Wind sanft durch ihre Haare glitt. Selphin sah leicht zu Kruja rüber und bemerkte an seinem Gesichtsausdruck, dass er noch einen Moment brauchte, um diesen Schicksalsschlag zu verdauen. "Ich…warte im Wagen auf dich und bereite alles vor zur Abreise.", sagte Selphin und ging langsam in Richtung Wagen, ohne auf eine Antwort von Kruja zu erwarten. Kruja selbst, kniete sich nach etwa 10 Minuten runter zum Grab und flüsterte leise: "Es tut mir Leid…". Anschließend erhob er sich ganz langsam und folgte Selphin Richtung Wagen.
Es ist nun Mittag des vierten Tages. Ohne Pause, fuhr Selphin durch die Nacht, um Celistia so schnell wie möglich wieder zu erreichen. Er hielt den Wagen direkt vor der Hunter Station an und holte erst einmal tief Luft. Müdigkeit, zeichnete sich in seinem Gesicht aus und er sah sich nach Kruja um, der während der Fahrt lediglich aus dem Fenster sah und kein Wort sprach. Auch er hatte nicht geschlafen, doch konnte er keinen finden auch wenn er es versucht hätte. "Ich weiß, dass solche Erfahrungen im Leben immer am härtesten sind, wenn man sie zum ersten Mal erlebt", fing Selphin leise an, "aber es war nicht deine Schuld. Du hättest es nicht verhindern können, verstehst du mich?". Kruja blickte weiterhin aus dem Fenster und erblickte seit langem wieder die Umrisse des Marium Turmes, welches sich inmitten der Stadt hochragte und so von weit her noch zu erkennen war. Der Turm stand schon immer für Standfestigkeit und Hoffnung und sollte Menschen bei seinem Anblick in schweren Zeiten Hoffnung geben. "Es…es ist nicht das erste mal.", antwortete Kruja leise vor sich hin, und öffnete die rechte Wagentür. "Was?", fragte Selphin verwundert nach, während Kruja aus dem Wagen stieg. Selphin folgte Kruja in die Hunter Station und hielt seine Seitentasche nun in seinen beiden Händen fest. Als sie in den Aufzug stiegen, fragte Kruja schließlich: "Wo hast du eigentlich den Schmetterling hinein getan?". "Was?", fragte Selphin, "Ich dachte du hättest ihn mitgenommen!". "WAS!!!", schrie Kruja in einem dermaligen Ton, dass man ihn noch bis zum Erdgeschoß hören konnte. "…Scherz…", sagte Selphin grinsend und hielt die Tasche höher. Der Fahrstuhl öffnete sich und Kruja ging mit Wut im Bauch hinaus. "Ach komm. Das war Witzig! Echte Comedy!" sagte Selphin lachend, "Ich hatte ein Glas dabei, aber das ging zu Bruch, also habe ich es in die Seitentasche gepackt!".
Kruja drehte sich energisch um und sagte: "Nicht Komisch!". Selphin selbst, konnte sich das Grinsen nicht verkneifen und war etwas Froh darüber, dass er Kruja etwas von seinen traurigen Gedanken ablenken konnte. Beide standen nun vor einer Tür mit der Aufschrift *Kasse* und betraten den Raum dahinter. Vor ihnen präsentierte sich eine große Halle mit etwa 10 langen Menschenschlagen, welche sich vor jeweils einer Kasse aufreiten. Nach einer kurzen Weile, waren sie nun zweiter in ihrer Reihe und Kruja versuchte etwas von der Konversation seines vorderen Mannes mitzukriegen. "Was kann ich für sie tun?", fragte eine junge Frau mit eleganten Arbeitsklamotten. "Der Puwolka Auftrag.", sprach der mittelaltrige Mann und legte einen Sack in der Größe einer Bowlingkugel auf den Tresen. Kruja wunderte sich, was das sein könnte und wollte fast schon aufbrüllen vor Begeisterung, als die Kassiererin den Sack herunter nahm ein riesiges Herz mit Widerhaken frei machte. "Das Herz eines Espendrachen in seiner natürlichen Gestalt.", bestätigte die Kassiererin und übergab dem Mann eine soeben ausgedruckte Quittung, "Bitte sehr, die 2700 Gildas, wurden auf ihr Konto überwiesen." "2700 Gildas!", dachte Kruja nach.
Anschließend waren nun Kruja und Selphin dran und die Prozedur wiederholte sich noch mal für sie. Jedoch, rief die Kassiererin Kruja und Selphin nach, als diese soeben gehen wollten: "Warten sie einen Moment, darf ich sie etwas fragen?". "Was?", antwortete Selphin gelassen und steckte die Quittung ein. "Darf ich sie in unsere aktive Hunter Liste eintragen? Sie haben ihren ersten Auftrag zügig ausgeführt. Lediglich 13 % aller Ersthunter, kommen anschließend wieder zurück mit erfolgreicher Mission.". "Was soll das bringen?", fragte Kruja sofort nach. "Wenn Leute wieder einen Auftrag bei uns eingeben, rufen wir extra sie an und fragen sie ob sie den Auftrag übernehmen wollen. So sparen wir uns meist die Zeit, dass wir den Auftrag später wieder weiter geben müssen." Kruja und Selphin sahen sich kurz an, als schließlich Selphin antwortete: "Ja, warum nicht.". Kruja aber, ging in Richtung Ausgang und ließ Selphin alleine in der Halle. Der bemerkte, dass Kruja ging und folgte ihn mit schnellen Schritten. "Was hast du?", fragte Selphin nach und ging Kruja nun langsam hinterher. "Ich weiß nicht, ob ich einfach so wieder einen Auftrag annehmen kann, ich…", antwortete Kruja, doch wurde er unterbrochen, bevor er zu Ende reden konnte. "JETZT HALT MAL DEIN MAUL JUNGE!", schrie Selphin Kruja an, "DU HATTEST KEINE SCHULD!!! JEDER ANDER WÜRDE DIR DAS SAGEN! ALSO HEUL HIER NICHT SO RUM UND GEH NICHT UNTER IN SELBSTMITLEID!" Kruja war kurz zusammen gezuckt, als Selphin so aus der Fassung kam und sagte nur: "O…Okay. Beruhige dich wieder. Es…war nicht meine Schuld!" Als Kruja und Selphin die Hunter Station verließen, sah sich Kruja zum Süd Tor um, welches nahe der Hunter Station sich befand. Dieser Ausgang, war im Gegensatz zu allen anderen Ausgängen, mit riesigen
Stahltoren geschützt. "Sag mal Selphin", fragte Kruja, "Warum ist das Süd Tor wesentlich besser geschützt, als alle anderen Tore?". "Das hat zwei Gründe.", antwortete Selphin sofort, "Der erste ist, das dieses Tor zum Gedenken daran erinnern soll, dass Celistia mal im Krieg mit der Stadt Metrum war, um die damaligen Mineralreserven, welche sich direkt zwischen den beiden Städten befinden. Zum anderen schützt uns das Tor vor Rasch´kas. Bestien, welche wie riesige, weiße Tiger aussehen und südlich in den Wäldern von hier leben. Aber sie greifen Menschen so gut wie nie, ohne einen Grund Menschen oder Animalis an." Kruja war nun irgendwie fasziniert von diesem riesigen Bauwerk, welches ihn ohne einen wirklichen Grund sicherer fühlen ließ. Er drehte sich zu Selphin um, welcher wieder in den Wagen steigen wollte, doch hielt inne, als er das raue, laute Knirschen vernahm, die ertönten, als sich das Tor öffnete. Kruja sah dies zwar nicht zum ersten Mal, doch war er verwundert, was da rein kam. Nicht ein Wagen Konvoi oder ein großer Bus. Nein nicht einmal ein einfacher Wagen, sondern nur eine einzige Person. Der raue Sandwind, kam Kruja entgegen und er versuchte seine Augen etwas zu schützen, um die Person noch zu sehen die ihm entgegen kam. Der Wind, peitsche sich an dem schwarzen, langen Mantel des fremden und seine ebenfalls schwarze Kapuze, verdeckte den Großteil seines Gesichtes und seine schwarzen Wildleder Stiefel ließen ihn tiefe Abdrücke im leichten Boden eindrücken. Kruja erstockte der Atem, als er den fremden sah. "Was ist das?", dachte sich Kruja, "Es ist doch nur einziger Mann! Warum kann ich meine Blicke nicht von ihm abwenden?". Seine Gedanken schweiften ab, als der fremde nun direkt an ihm vorbei ging und nur für einen kurzen Moment… war es so, als würde Kruja alles langsamer sehen. Der Fremde sah sich nach Kruja langsam um und Kruja erblickte seine blau, grünen Augen, die in einem wundervollen Glanz erleuchteten. Er sah seine mittelkurzen schwarzen Haare unter seiner Kapuze und jetzt erst den große Griff eines Schwertes, welcher ihm aus einem Loch hinter seinem Mantel heraus ragte. Ohne einen größeren Interesse an Kruja zu verschwenden, ging der Fremde weiter seinen Weg fort in Richtung Mallcore. Kruja schaute ihm noch eine Weile hinterher, als er Gedanklich abriss und von Selphins lauten Schreien aus der Fassung gebracht wurde.
"ERDE AN KRUJA!!!", schrie Selphin, "Jetzt guck mich doch endlich mal an!". Kruja blickte sofort Selphin an, welcher bereits ungeduldig im Wagen wartete. Kruja stieg ein, holte kurz Luft und fragte Selphin: "Hast du den Kerl da grade gesehen?". "Welchen Kerl?", fragte Selphin uninteressiert nach, während er die restlichen Sachen in seinen Rucksack verstaute. "Der, der grade die Stadt betrat.", antwortete Kruja und wartete auf eine Antwort. "Nein.", sagte Selphin kalt, "Warum sollte ich?". "Ich weiß nicht", antwortete Kruja, "Etwas war an dem Kerl. Ich weiß zwar nicht was, aber etwas machte mir Angst an ihm.". "Angst?", sagte Selphin und sah nun Kruja an, "Warum das denn?". "Ich weiß nicht", antwortete Kruja, "Aber seine Augen verbergen etwas. Seine Eiskalten Augen…"



Ende von Akt Eins: "Dilemma"

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lucris« (24. Mai 2007, 22:22)


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8

Mittwoch, 23. Mai 2007, 18:23

Sorry, wegen der langen Pause, aber die Uni geht leider vor. Hier ist aber nun das neueste Kapitel und ich wünsche euch viel Spaß beim lesen. :D



AKT II: ARABIAN NIGHTS



Kapitel XII

Interior Devil



Es war Spätmittag in der Stadt Celistia und die Mallcore überfüllte sich mit Menschen und Animalis aller Rassen und Religionen, welche ihr Zuhause innerhalb dieser Stadt fanden. Inmitten all dieser Mitmenschen, fand sich eine äußerst vermummte Person wieder, welche einen langen, schwarzen Mantel trug, der zudem eine Kapuze besaß, welcher auch den Großteil seines Gesichtes verbarg. Es war die Person, welcher Kruja zuvor aufgefallen ist und nun in Richtung eines Hochhauses war, welches sich nur noch einige Straßenblocks weiter aufhielt.
Es war der Demokratiestützpunkt dieser Stadt, welcher dessen Bewohnern wie eine Polizeistation für uns fungieren sollte. Die Treppen waren lang und ließen den Eingang der Gebäude äußerst imposant wirken. Der feinste Marmor, der die Außenwand schmückte, ließ erkennen, wohin die Steuergelder dieser Stadt genau hin flossen. Doch ließ sich unsere mysteriöse nicht davon beeindrucken und trat in den großen und äußerst geräumigen Eingangssaal des Turmes ein. Seine Schritte leiteten ihn hin zum Sekretariat, welches sich inmitten des Saales befand. Eine junge Sekretärin, die grade mit der Pflege ihrer Nägel beschäftigt war, bemerkte den neuen Gast und fragte sofort nach: "Wie kann ich ihnen helfen?". Ohne eine direkte Antwort zu geben, ließ der Herr ein Stück Papier auf den Tisch fallen und wartete auf eine weitere Aktion der Frau.
Die Sekretärin sah sich den das Stück Papier an und sah einen Termin und den Namen der Person, mit dem der Herr verabredet war. "Oh…", gab sie von sich und ließ sich anmerken, dass sie den Ernst der Lage verstand. "Ähm…ja, bitte entschuldigen sie mein Zögern. Hier Bitte!", antwortete sie, während sie einen kleinen Schlüssel aus der Schublade heraus kramte und ihm gab. Der Gast wiederum, sah sich kurz den Schlüssel an und ging in Richtung des Fahrstuhles. Er steckte den Schlüssel ins passende Schlüsselloch an der Bedienungstafel des Aufzuges und stieg sofort ein, als der sich öffnete. "Oberstes Stockwerk!", schrie die Sekretärin ihm nach, als sich die Türen des Fahrstuhles gerade schlossen. Der Gast, lehnte sich daraufhin an die Fahrstuhlwand und blickte an die Decke. Nachdem er einmal tief Ein- und Ausatmete, nahm er die Kapuze ab und betrachtete die Zahlen, welche immer wieder aufleuchteten und Aufschluss darauf gaben, in welchem Stockwerk er sich grade befand.
33…34…35… Endlich kam der Fahrstuhl zum stehen und die Türen öffneten sich. Vor sich, sah der Gast nun einen langen Korridor, wobei drei Säulen links und rechts den Gang schmückten. Der Gast ging mit langsamen Schritten den Korridor entlang, wurde aber dann langsamer, als er bemerkte, dass sich sechs Personen im leichten Stoffkampfanzug hinter jeweils einer Säule heraus traten. Sie umrundeten ihn und zogen ihre Katanas aus ihrer Klingenscheide, welche sie auf dem Rücken befestigt hatten. "Entschuldigen sie…", sagte derjenige von ihnen mit einem leichten russischen Akzent, welche sich direkt vor dem Gast stellte, "Aber wir sollen sie zuvor erst mal testen.".
Der Gast sah nun auf und lächelte leicht zurück: "Ich habe es Eilig, also los…". Hinter dem Korridor, befand sich das Büro des Demokratievorsitzenden der Stadt Celistia. Hinter einem breiten Pult, nahm ein älterer Herr platz. Mit einer dicken Pfeife und seinem eleganten Anzug, sah man leicht darüber hinweg, dass er auf die 65 zuging. Leichten Haarausfall hatte und etwas an Übergewicht leidet. "Wird er grade getestet?", fragte der Chef seinen mittelalten Assistenten, welcher direkt neben seinen Pult stand. "Ja Sir, wir wollten nur noch mal sicher gehen, dass er unseren Ansprüchen genüge.", antwortete der wiederum. "Solch ein Test sollte nicht länger als ca. 10 Minuten dauern.", sprach der Assistent weiter, "Wenn wir ihn nehmen sollten, dann…". Bevor er weiter reden konnte, öffneten sich die großen Flügel der Tür und der Gast stand nun da. Hinter ihm sechs junge Männer, welche auf dem Boden lagen und sich vor Schmerzen krümmten und ab und zu mal ächzende Geräusche von sich gaben.
Der Assistent konnte seinen Augen nicht trauen und ließ seinen Mund weit geöffnet: "Zwö…Zwölf Sekunden?". Der Chef wiederum, machte eine ernste Miene und paffte einige Male an seiner Holzpfeife. "Guuut!", sagte er wiederum, "Seeehr seeehr Guuut! Mein Freund hat mit also nichts Falsches versprochen!" Der Assistent schaute nun von dem Gast ab und fragte nach: "Wer genau ist dieser Herr?". Der wiederum, gab dem Gast ein Handzeichen, dass er sich setzen solle und sagte: "Vor dir steht der bisher beste Kadett der Militärschule von Railbase. Er hat einen Punktestand von 97 Prozent aller Punktzahlen. Nicht einmal einige Lehrer können ihm da das Wasser reichen.". "Railbase?", gab der Assistent erstaunt von sich, "Sie meinen der weltweit größte Sitz unserer Demokratie und Hauptsitz unseres Oberrates? Ich habe gehört, dass nur 0,37 Prozent aller bewerbenden Kadetten in der Akademie von Railbase aufgenommen werden." "Ganz genau!", antwortete der Chef grinsend und fing an zu etwas zu lachen.
"Warum haben sie mich gerufen?", sagte der Gast schließlich und blickte finster zum Chef. Der ließ sich aber nicht Einschüchtern und holte eine Akte aus der oberen Schulblade seines Pultes. "Blade Rifal?", sagte er anschließend, "Was ist das für ein Name?". Der Gast mit dem Namen Blade, gab keine Antwort und wartete auf eine Erklärung seiner Frage. Der Chef, sah ihn einige Zeit in die Augen, um aber dann anschließend weiter die Akte von Blade durch zu gehen: "Bester seines Jahrganges in der Sektionen nahe Kampfkunst, bewaffnete Schwertkunst, Folterkunst und körperlicher Ausdauer. Zudem ausgezeichnet aufgrund seiner Strategiemethoden." Der Chef ließ einen sarkastisch, erstaunten Gesichtsausdruck zeigen und schloss seine Akte wieder: "Du bist ja recht talentiert wie es aussieht."
Ohne eine Antwort zu geben, stand Blade auf und ging wieder Richtung Tür. "Bleib stehen!", hörte er vom Chef und hielt an. "Was glaubst du eigentlich, was du dir erlaubst? Wenn ich sage spring, dann hat solch ein Mensch wie du gefälligst auch zu springen kapiert!!!". Blade war die Wut klar im Gesicht anzusehen und zog seinen Mantel in einem Ruck aus und zog seinen riesigen Säbel vom Rücken aus der Halterung, welches er ständig unter dem Mantel verbarg. Nun konnte man auch sein weißes Hemd und seine passenden schwarzen Hosenträger sehen. Blade heilt die Klingenspitze nun direkt unter dem Kinn des Chefs und sprach mit ruhiger Stimme: "Nur weil andere deinen fetten Arsch als Chef bezeichnen, würde ich dich ohne ein Augenzucken erledigen, wenn es mir danach wäre." Der Chef blieb jedoch ganz Ruhig und zündete seine Pfeife ein weiteres Mal an und sprach: "Wie du meinst, aber dir sollte im klaren sein, dass die Demokratie dir und deiner Familie das leben zur Hölle machen würde." Nach einer langen Pause, fing der Chef plötzlich an laut zu lachen. Der Assistent blieb nur perplex auf seiner Position und raffte überhaupt nichts mehr. "Junge, das mag ich an der Railbase Akademie. Sie bring als aller erstes bei, dann Respekt zu zeigen, wenn es gefragt ist. Daran erkenne ich sofort, wenn jemand von da kommt." Blade bewahrte noch seine ernste Miene und packte seinen Säbel wieder an seine Rückenhalterung und sprach: "Was ist nun mein Auftrag?". "Der kommt noch. Du musst wissen, dass dein Auftrag von einem hohen Tier der Alchemistenschule dieser Stadt vergeben wird. Du kannst heute hier übernachten. Blade jedoch wurde etwas nervös und blickte aus dem großen Fenster in Richtung der langsam untergehenden Sonne. "Nein. Ich komme morgen früh wieder!", antwortete er, hob seinen Mantel vom Boden auf und ging wieder hinaus.
"Warum?", fragte der Assistent leise den Chef. "keine Ahnung. Er wird seine Gründe schon haben. Aber nun zu etwas wichtigerem. Der Alchemiemeister gab uns bescheid, dass wir ihm zwei weitere Gefährten auf den weg geben sollen. Es sollen aber auf keinen Fall Mitarbeiter von der Demokratie sein, hat er gesagt. Auch sollen es keine bekannten Gesichter sein!" "Wie wäre es mit diesen beiden Sir?", schlug der Assistent vor, "Sie haben erst vor kurzem als Hunter angefangen, haben sofort gut abgeschnitten und bilden ein gutes Team!" Der Chef sah sich die Bilder aus dem Netz an. "Hmm…der eine sieht seriös aus, aber der andere irgendwie wie ein Trottel." Der Chef zögerte eine Weile und lehnte sich in seinen Sessel zurück: "Aber von mir aus. Engachiere diese beiden Hunter mit den Namen…"

"Selphin Night und Kruja Magnar."

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Mittwoch, 30. Mai 2007, 21:48

Kapitel XIII

Ein unglaubliches Angebot


18 Uhr…nahe des West- Tores in Celistia. Eine Polizistin nähert sich dem Wagen, wo sich Selphin und Kruja schlafen gelegt haben und beugte sich runter, um durch das linke Seitenfenster die klaren übermüdeten Fahrer zu erkennen. Krujas Kopf, lag auf der rechten Schulter von Selphin, welcher wiederum sich an das linke Fenster lehnte
*Klopf* *Klopf* *Klopf*, machte es am Fenster, wobei Selphin sofort wach wurde und sich erstmal verwundert umsah. "Kurbeln sie bitte das Fenster runter!", sagte die Polizistin mit einer Handgeste, die Selphins sofort verstand. "Ja, was los?", fragte Selphin noch im Halbschlaf nach. "Sie befinden sich im Halteverbot, fahren sie bitte ihr Fahrzeug weiter!". Selphin wiederum, sah sich nur etwas um und antwortete: "Wir stehen hier neben dem West- Tor! KEIN SCHWEIN PARKT NEBEN DEM WEST- TOR!".
"Das mag ja sein…", antwortete die Polizistin, "Aber Gesetz ist Gesetz!". Selphin fasste sich sichtlich genervt mit seiner rechten Hand an die Stirn und sagte anschließend: "Warum nerven sie jetzt zwei Männer, die ruhig in ihren Wagen schlafen an einem Ort, wo sonst keiner ist und jagen nicht die richtigen Verbrecher?". "Und was ist ihrer Meinung nach ein richtiger Verbrecher?", fragte die Polizisten nach. Plötzlich spürte die Polizistin einen Waffenlauf an ihrem Hinterkopf und hörte den schreienden Befehl: "Ok, du Schlampe! Gib mir deine Waffe und ihr beiden steigt sofort aus dem wagen aus, LOS!!!".
Selphin sah nun mit verschlafenen Augen die Gangster hinter der Polizistin an und antwortete: "Z.B. der da…". Der Griff der Waffe, traf nun die Polizistin, welche bewusstlos zu Boden ging. "STEIG JETZT AUS; DU HURENSOHN!!!". Plötzlich zuckte Selphin bei dem letzten Wort zusammen und sein Kopf, wandte sich nun langsam in Richtung des Gangsters um. Der wiederum, kriegte es mit der Angst zu tun, als er sah, wie Selphin Augen sich Eisblau verfärbten. Die Umgebung wurde immer kälter und Selphin stieg aus. Er ging langsam auf den Gangster zu, welcher aber immer weiter zurückging. Von weitem hörte man nur noch mehrere Schüsse und einen entsetzlichen Schrei.
Kruja, wurde plötzlich wach von den Schüssen und sah sich im Wagen um, wo er alleine drin saß. "Selphin?", rief er rum mit den Augen suchend, "Selphin, WO BIST DU?". Kurz darauf, stieg Selphin hellwach wieder ein wischte sich etwas Glänzendes von den Kleidern. "Wo warst du?", fragte Kruja sofort. Frische Luft schnappen. Hier drin stinkt es ganz schön!". Kruja sah nun aus den Fenstern und fragte wieder: "Hast du auch die Schüsse gehört?". "Nein…", antwortete der wiederum, "Musst du wohl geträumt haben." "Ja war wohl so.", sagte Kruja und holte sein Handy aus seiner Jackentasche, welches synchron mit dem von Selphins anfing zu klingen. "Hallo", sagten beide gleichzeitig.
"Mr. Magnar und Mr. Night? Ich spreche über eine Duale Leitung mit ihnen. Bitte hören sie mir nur erst mal zu. Unsere Demokratie von Celistia möchte ihnen einen Auftrag anbieten, wobei die Prämie sich auf 20.000 Gildas belaufen wird." "ZWANZIG TAUSEND GILDAS!!!", dachten sich Selphin und Kruja und sahen sich geschockt an und hörten nun wesentlich deutlicher zu. "Der Auftrag besteht einfach darin, ein Produkt von A nach B und anschließend von B nach C zu bringen. Sobald sie das geschafft haben, ist der Auftrag beendet. Jegliche Fahrkosten, werden von uns übernommen. Sollten sie diesen Auftrag annehmen wollen, so kommen sie schnellstmöglich zum Hafen Dock 13." Selphin und Kruja legten sofort das Handy auf, Selphin setzte den Wagen sofort an und Kruja schrie nur: "FAHR; FAHR; FAHR!!!"
"Ich glaube es nicht!", sagte Kruja, "Wenn…wenn wir das geschafft haben, kann ich mit dem Geld endlich Celistia verlassen!". Selphin konzentrierte sich auf die Strasse, um keinen Passanten zu überfahren, während er Abkürzungen über Gehwege und Parks nahm. "Aber Vorsicht!", sagte Selphin, "Unser letzter Auftrag war nur, einen Schmetterling zu besorgen und weißt ja, was da heraus kam! Aber die Demokratie muss ja unser können nun in etwas durch die Hunter Station kennen, also müsste dieser Auftrag auf uns abgeschnitten sein. Aber 20.000 Gildas! MEIN GOTT!!!". Der Wagen fuhr noch etwa 8 Minuten, bis er mit quietschenden Reifen direkt seitlich vor dem Dock 13 in Celistia zum halt kam.
Ein älterer Mann in Admirals Anzug, war direkt vor dem Wagen, blieb aber ganz ruhig. Lediglich sein Assistent wich schreckhaft zu Seite. "IST DER AUFTRAG NOCH FREI?", schrieen Selphin und Kruja synchron aus den Seitenfenstern gelehnt, ohne die Tür auf zu machen. Der Chef der Demokratie von Celistia, fing an lautstark an zu lachen und sagte grinsend: "Ja haha…das ist er. Mitkommen ihr zwei. Mein Assistent parkt euer Auto sicher bei uns ab. Nimmt eure Sachen da raus und folgt mir."
Sofort erfüllten sie diese Anweisung und folgten dem Chef und blieben gemeinsam vor der Treppe eines Kreuzfahrtschiffs stehen. "Seht ihr den Mann dort?", fragte der Chef und deutete auf Blade, welcher eine kleine, schön verzierte Kiste von drei Herren in Kutten annahm, "Ihr werdet diesen Herren begleiten, wo er auch hin geht. Euer Auftrag besteht darin, ihn nur zu begleiten und zu helfen… wenn ihr könnt!"
"Nur begleiten?", fragte Kruja. "Wenn ihr könnt?", fragte Selphin. Beide sahen sich an, zuckten mit den Schultern und antworteten "Abgemacht!". "Es gibt hierbei kein Zeitlimit!", sagte der Chef hinzu, "Aber wenn ihr die Kiste verlieren solltet… Dann werde ich euch persönlich den Arsch aufreißen. Von oben…bis nach unten!" Selphin und Kruja wurden nicht grade eingeschüchtert, sondern fanden es nur komisch, das ein älterer Herr zwei jungen Männern drohen will. Blade kam nun der Gruppe entgegen und ging an ihnen einfach vorbei in Richtung Kreuzfahrtschiff. "Hi, ich bin…", sagte Kruja, als er vorbei ging. "Was für ein Arsch!", sagte Selphin kopfschüttelnd und folgte ihm.
"Kruja ging nun als dritter hoch, bis er erschrak und Blade wieder erkannte. "Der von gestern!", dachte er sich und ging langsam wieder weiter. Das Schiff legte nun ab und der Chef und sein Assistent sahen es zu, bis es am Horizont verschwand. "Warum haben sie ihnen nicht alles erzählt Sir?", fragte der Assistent. "Hmmm…", sagte der Chef ironisch, "Vielleicht, weil sie den Auftrag sonst nie angenommen hätten. Aber keine Sorge, dieser Mr. Rival ist ja bei ihnen." "Aber wenn ihnen doch etwas geschehen sollte?". "Dann…", sagte der Chef, "wäre das ziemlich Schade. Niedlich war dieser Blade ja schon…". "Wie bitte Sir?", fragte der Assistent nach. "Ach nichts…schon gut!", antwortete der Chef hustend.
An Deck des Schiffes, trafen sich Selphin und Kruja später wieder und sahen sich etwas um. "Hast du schon bemerkt, dass außer uns niemand hier ist?", sagte Kruja und sah sich wieder um. "Ja, nicht mal eine Besatzung. Das Schiff fährt per Autonavigation und Lebensmittel sind einfach so in der Küche." Leicht beunruhigt, bemerkten sie Blade, welche an der Spitze des Decks sich an das Geländer lehnte und dem klaren, blauen Horizont betrachtete. Beide gingen sie zu ihm hin, wollten ihn aber nicht ansprechen. "Ihr sollt mich nur begleiten.", sagte Blade, ohne sie anzusehen, "Danach werden wir uns nie wieder sehen und ihr werdet wieder etwas Taschengeld in euren Hosentaschen haben."
Selphin schüttelte nur genervt den Kopf und schaute sich nach Kruja um, welcher nicht mehr da stand, wo er ihn das letzte Mal sah, sondern direkt neben Blade. "Warum bist du so eingebildet?", fragte Kruja, welcher sichtlich genervt war von der Arroganz von Blade. Der aber, schaute nun viel ernster in Richtung Horizont und gab keine Antwort. "Was ist?" fragte Kruja, welcher sich nun auch in Richtung des Horizonts umsah und langsam nervös wurde.
Eine riesige Nebelbank, kam dem Schiff immer näher und ließ keine Chance dadurch zu sehen. Auch Selphin sah nun dieses etwas Angsteinflößende Schauspiel und fragte: "Wo kam so schnell diese Nebelbank her?". "Genau!", sagte Kruja, "So schnell, zieht niemals solch eine riesige Bank auf."
"Das ist kein Nebel…", kam es leise aus Blade, welcher den Nebel genau ansah. Selphin und Kruja sahen ihn verwundert an, bis Kruja fragte: "Wie meinst du das?". Blade wiederum antwortete:

"Es lebt…"

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Donnerstag, 31. Mai 2007, 22:33

Kapitel XIV

Love Boat Mania 1


Der Nebel erreichte letztendlich das Schiff und umgab es wie einen weißen Schleier. Blade, Selphin und Kruja war die Nervosität klar im Gesicht zu erkennen und stellten sich, ohne es zu merken, Rücken an Rücken im Kreis auf. Es wurde plötzlich unangenehm kalt und die Luft wurde nun sichtbar bei jedem Atemzug. Keiner der Drei, wagte es was zu sagen und von allen Drei, war Kruja die Lage am unangenehmsten. Er war vor kurzem noch nicht an solche Lagen gewöhnt und Selphin und Blade sah man es an, dass sie nicht zum ersten Mal in solchen Situationen standen.
"Bereitet eure Klingen vor und ladet eure Waffen nach…", flüsterte Blade und griff mit seinen beiden Händen zu seinem Rücken, unter seinem Mantel. Zwei Klick Geräusche waren zu hören. "Wir haben keine Schusswaffen bei uns!", flüsterte Selphin zurück und Kruja bestätigte diese Antwort mit einem Kopfnicken. "Ihr habt WAS? ...ihr…! Egal!", sagte Blade mit einer Verärgerung in seiner Stimme und holte nun zwei riesige Magnums aus seinen Rückenschnallen. Kruja zuckte kurz mit seinem Kopf zurück, als er die großen Kaliber sah.
Plötzlich fing der Nebel an, sich an mehreren Punkten auf dem Schiff zu manifestieren, indem der Nebel quasi dorthin gesaugt wurde. Ein rauer Sturm, begleitete diesen Prozess, welcher Blade, Selphin und Kruja dazu zwang, ihre Augen etwas zu schließen. Als sie die Augen wieder öffneten, waren auf dem gesamten Deck des Schiffes wolfartige Wesen aus puren Eis zu sehen, bei denen die Brust rot glühte und wie ein Herzschlag pulsierte.
"Was zum?", sagte Selphin verwundert und stellte sich in Kampfstellung. "Wieeeso? WIEEESO?", schrie Kruja auf, "Wieso muss immer wieder solch ein Scheiß passieren? Gibt es keinen gottverdammten Auftrag, der Mal ohne Mutanten und so auskommt?". Blade fing an zu Grinsen und leise zu Lachen und antwortete nur: "Nein, den gibt es nicht, aber keine Sorge! Versteck dich hinter mir und Onkel Blade sorgt dafür, dass dir nichts passiert!". "Ach halt´s Maul Mr. *Ich habe einen beschissenen Namen um Cool zu wirken*!", antwortete Kruja und zog sein Schwert aus seiner Rückenscheide. "Jetzt nicht streiten, Leute.", gab Selphin dazu, während er seine Handschuhe anzog, "Wir machen uns erst mal hierüber Sorgen und DANACH bringen wir uns gegenseitig um!"
Die Wölfe sammelten sich im Kreis um die Gruppe und warteten auf einen günstigen Moment. "Wenn ich jetzt sage, schließt ihr eure Augen und wir trennen uns O.K.? Wenn wir sie aufteilen, haben wir bessere Chancen.", flüsterte Blade und holte eine weiße Kugel aus der rechten Manteltasche. Alle konzentrierten sich, bis Blade schrie: "JETZT!". Selphin und Kruja schlossen die Augen, gingen in Verteidigungsposition und Blade warf mit voller Wucht die Kugel zu Boden. Die Kugel traf das Deck und eine extreme blendende Sonne bildete sich kurz. Alle Wölfe wendeten sich weg und fingen an ihre Köpfe zu schütteln. Kruja lief los in Richtung der Tür, die ihn unter Deck brachte. Blade verstellte einen Schalter an seinen Waffen, *Manuell zu Automatic* und schoss im Kreis um sich herum, bis er mit seiner Plattform ein Stockwerk runter fiel.
Die Wölfe erhielten langsam wieder klare Sicht und sahen zuerst Selphin. Einige Wölfe, folgte Kruja durch die offene Tür und wiederum andere, sprangen Blade durchs Loch hinter her. Die restlichen Wölfe stürzten sich nun auf Selphin, der die Zähne zusammen biss und sprang. Wie von Zauberhand gelenkt, flog Selphin im langen Bogen auf das Dach der Kommandobrücke, die gut 8 Meter höher war, als das Grunddeck. Er sackte kurz zu Boden und sagte schnaufend: "Verdammt! Dieses Element beherrsche ich noch immer nicht so richtig…"

Konzertsaal: Erstes Unterdeck

Blade landete unsanft auf dem Boden des unterliegenden Saals und rollte sich sofort nach vorne, um anschließend auf den Rücken liegend auf das obere Loch zu zielen. Sofort, als die Wölfe mit herunter sprangen, eröffnete er das Feuer und dicke Salven prasselten auf einige der Gegner unsanft ein. "32 Schüsse!", dachte er sich und rollte sich nun Rückwarts, leerte die schweren Magazine, packte seine Waffen hinten ein und stand nun wieder aufrecht.
Vor sich, sah er genau Acht der merkwürdigen Wölfe. Drei, hatte er schon im Flug tödlich erwischt. "Hmm…Acht gegen mich!", sagte Blade grinsend mit finsterer Miene, "Sieht nicht grade gut aus für euch!". Wutentbrannt, stürmten die Wölfe auf ihn los und Blade packte sich nun einen der vielen, gut geschmückten, Esstische neben ihm mit seiner linken Hand und schlug ihn gegen den ersten Wolf, wobei der Tisch ihm so leicht wie eine Feder erschien. Der Tisch zerschellte und der Wolf landete Kopfwärts mit einem groben knacken auf den Boden. Vor dem nächsten Angriff, wich Blade leicht nach rechts und traf den Wolf direkt mit seinem linken Knie auf seinen Kehlkopf. Ein Knacken war zu hören und der Wolf blieb röchelnd liegen und eine blaue Flüssigkeit floss aus seinem Hals.
Blade achtete aber nicht darauf, sondern zog in seiner Rolle nach rechts seinen Mantel aus und entlastete seinen Säbel, der fast so groß ist, wie er selbst. Er hielt seine Klinge in Richtung der verbliebenen Wölfe, bis eines letztendlich ihn ansprang. "UUUAARR!!", brüllte Blade, als er einen großen Schritt nach vorne machte, seinen Säbel auf den Rücken verlagerte und ihn anschließend mit einem gewaltigen Druck nach vorne schwang. Die Klinge, traf den Wolf mitten im Freiflug und ließ seinen Körper in zwei grobe Brocken zersplittern. Die beiden Teile landeten krachend auf den Boden und Blade stürmte weiter auf die restlichen Wölfe zu, während er seinen Säbel hinter sich herzog.
Zwei Wölfe, versuchten auszuweichen und ihn von seitlich links anzugreifen, doch Blade verlagerte sein Gewicht nach rechts und ließ seinen riesigen Säbel gegen den Uhrzeigersinn drehen. Der Druck der Klinge spaltete mehrere Tische und traf direkt auf die Köpfe der Wölfe und trennte sie brutal von ihren Körpern ab. Wieder schoss blaue Flüssigkeit aus den Wölfen, deren Körper sofort zu Boden fielen.
*Reload finished*, ertönte es von Blades Rücken, der nun seinen Säbel losließ, um nicht vom restlichen Schwung erfasst zu werden. Er drehte sich nun noch mal und holte dabei wieder seine Waffen aus der Rückenhalterung. Der nächste Wolf, biss hart in den rechten Arm von Blade, der aber keine Anzeichen von Schmerz zeigte und sich den Arm schützend vor sein Gesicht hielt. Der nächste Wolf, biss in seine linke Nierengegend und grub seine Reißzähne tief in sein Fleisch. Blade, drückte aber nun seine linke Waffe ab und anschließend die rechte, welche er direkt an den Kopf des linken Wolfes hielt.
Beide Köpfe zersprangen und ließen einen gewaltigen Satz der blauen Flüssigkeit sich auf dem Boden verteilen. Blade richtete sich sofort wieder auf und sprintete auf den letzten Wolf zu. Dieser erwartete ihn knurrend. Blade packte seine Waffen zurück, schnappte sich im letzten Moment einen weiteren Tischen mit beiden Händen und drückte die breite Fläche gegen den Wolf, bis er ihn gegen die Wand presste. Der Wolf versuchte mit allen Mitteln aus dieser Lage zu entkommen, doch dann hielt Blade den Tisch nur noch mit dem rechten Arm, da er mit seiner linken Hand eines seiner Waffen rausholte und mehrmals durch den Tisch, auf den Wolf feuerte. Nach einer kurzen Weil, ließ Blade locker und der Tisch fiel zu Boden. Der letzte Wolf, erlitt Schüsse durch seine Magengegend. Seine Zunge hing weit raus und die wand hinter ihm, war mit der blauen Flüssigkeit benetzt.
Blade ging einige Schritte rückwärts, holte einige Male tief Luft und ging zu seinem Säbel und Mantel. "Hoffentlich sind die beiden Idioten noch nicht Hundefutter!", dachte er und zog sich den Mantel wieder an…

Währenddessen, lief Kruja den langen Korridor herunter: "Scheiße! Scheiße! Scheiße! Ich brauch einen Plan!". Mehrere der Wölfe, folgten ihn knurrend durch den engen Gang und ließen ihn keine Pause. Jedoch, kam er am Ende an eine gewaltige Metalltür, die sich kaum drücken ließ. "Oh Oh…", sagte Kruja leise zu sich und drehte sich zu den kommenden Wölfen um.

"Sackgasse!"

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Sonntag, 3. Juni 2007, 14:52

Kapitel XV

Love Boat Mania 2


Kruja stand nun da… alleine in einem engen Korridor vor einer Meute wütender Eiswölfe und angelehnt an einem schweren Metalltor. "Okay, okay!", schrie er den Wölfen entgegen, zog seine Klinge wieder aus der Scheide und ging in Abwehrstellung.
Der erste Wolf, erreichte Kruja und sprang ihn sofort an. Mit einem Ruck, hielt er seine Klinge vor sich und der Wolf biss direkt in die Klinge und stemmte Kruja gegen das Tor. Nun schlugen auch die restlichen Wölfe auf ihn und den Wolf und Kruja spürte plötzlich, wie das Tor hinter ihm nachgab. Plötzlich, öffnete sich das Tor mit einem Ruck und die gesamte Meute, fiel eine lange Metalltreppe hinunter…

Maschinenraum: Drittes Unterdeck

Unsanft, trafen Kruja und die Wölfe auf den Boden auf und verloren erst einmal die Orientierung. Jedoch berappelte Kruja sich schnell wieder auf und lokalisierte taumelnd erst einmal die Lage.
Er befand sich in einem gigantischen Maschinenraum, der voll mit heiß laufenden Öfen und riesigen Röhren bestickt war. Zudem waren noch überall Gasflaschen, Kohlereste und Abfallcontainer aus stabilem Metall verstreut. Nun drehte sich Kruja schnell um, um seine Gegner wieder im Visier zu haben und bemerkte, dass sie anfingen zu tropfen. "Eis…", dachte sich Kruja, "Aber natürlich!".
Die Wölfe rannten wieder auf Kruja los, der aber in Richtung von einer der großen Öfen lief. Mit der Klinge voraus, erreichte er schließlich eine und stach mit dem Schwert hinein und ließ sie erst mal da drinnen. Der erste Wolf, sprang Kruja nun an und riss ihn zu Boden. Mit beiden Händen, versuchte er sich das Maul des Wolfes Wegzuhalten, aber die eisige Haut und die Stärke des Wolfes, machten ihm das schwer. Doch nun hielt er mit all seiner Kraft, dass Maul etwas höher von sich, bis das Gesicht genau vor dem Griff des Schwertes war, welches noch im Ofen steckte.
Krujas Augen schossen auf und mit einem Ruck, ließ er mit der rechten Hand den Wolf los und zog das Schwert im liegen wieder heraus. Heißer Dampf, schoss dem Wolf und Krujas linker Hand zu. Der Kopf des Wolfes schmolz sofort, bis es mit einem Knall explodierte und einen Satz blauer Flüssigkeit auf Krujas Gesicht schoss. Kruja schrie, als der heiße Dampf seine Hand verbrühte und stand Reflexartig auf. Die restlichen Wölfe schauten nun nervös zur Klinge von Kruja und bemerkten, dass sie gefährlich rot glühte. Kruja hielt die Klinge nun lässig in Richtung seiner Gegner und sagte mit lockerer Stimme: "Oooooh ja! Wenn nicht mit Muskelkraft, dann eben so!"
Die Wölfe sprangen ihm nun entgegen und Kruja machte nur einen Satz nach hinten, während er mit aller Kraft seine Klinge mit der rechten Hand vor sich schwang. Die Klinge traf drei Wölfe durch das Gesicht und ging hindurch wie Butter. Nicht einmal eine Gegenkraft hatte Kruja verspürt. Nun rollte sich Kruja nach hinten und blieb mit erhobener Klinge sofort liegen, woraufhin der nächste Wolf direkt auf der Klinge landete. Kruja grinste nur dem Wolf ins Gesicht und zog die Klinge nun durch bis zu seinem Gesicht. Er warf den Körper des Wolfes von sich herunter und versuchte wieder aufzustehen. Jedoch, wurde Kruja vom nächsten Wolf auf den Bauch geschmissen, als der ihn anfiel. Seine Klinge rutsche ihm aus der Hand und der Wolf versuchte ihn direkt in den Nacken zu beißen.
Doch Kruja hielt seine Hände davor und fasste jeweils einen Kiefer mit einer Hand. Das Maul der Wolfes kam immer näher und Kruja sah sein Ende, da auch die restlichen drei Wölfe nun um ihm herum standen und bereit waren, ihn in Stücke zu reißen. Doch plötzlich, schaute der Wolf nicht mehr auf Kruja, sondern direkt nach vorn zu dem Ofen in dem Kruja ein Loch gestochen hatte. Kruja schaute nun ebenfalls verwundert dorthin und auch er hatte nun einen äußerst ängstlichen Gesichtsausdruck. Eines der Gasflaschen, löste sich durch das schaukeln des Schiffes aus seiner leichten Halterung und rollte munter auf dem Boden herum…in der nähe des besagten Ofens. Jedes Mal, als die Gasflasche dem Ofen näher kam, holten sowohl die Wölfe, als auch Kruja tief Luft und hielten sie aus Angst.
Kruja schaute dem Wolf in die Augen und sprach: "Kurze Pause…?". Der Wolf nickte ängstlich und ging von Kruja runter. Der stand auf und lief auf die Flasche zu, lief zurück als die Flasche wieder zum Ofen rollte und anschließend wieder zurück. Bis er sie endlich sicher erreichte. Die Eiswölfe holten erleichtert Luft und Kruja hielt die Flasche nun senkrecht. "So! Wo waren wir stehen geblieben?", sagte er etwas stolz und ließ die Flasche wieder los. Diese kippte um, worauf sich das Ventil der Flasche löste und das Gas heraus strömte. Das Gas fing durch eines der glühenden Kohlestücke aus dem Ofen Feuer und donnerte wie eine Rakete mitten in einen weiteren Ofen und blieb da stecken. Die Wölfe und Kruja schauten hinter her, bis Kruja flüsterte: "Ups…".
Kruja schrie auf und die Wölfe liefen nun los in Richtung des Ausganges. Kruja aber, sprang instinktiv in einen der metallischen Abfallcontainer und schloss den Deckel. Die Gasflasche explodierte und entzündete die restlichen Flaschen im Raum. Eine Explosion jagte die nächste
, bis der gesamte Raum in gleißenden Flammen stand. Die Wölfe wurden sofort davon erfasst und gingen in einzelnen Explosionen unter. Nach einer kurzen Weile, war nix mehr zu hören und Rauchschwaden, versperrten die Sicht im Maschinenraum. Krujas Container, wurde in die Luft gewirbelt und lag nun seitlich auf dem Boden. Er Stoß den Deckel sofort auf, da sich der Container ganz schön erhitzt hatte und rollte sich schmerzvoll und vollkommen verrußt heraus.
Er stand nun langsam auf und betrachtete das Chaos, was er angerichtet hatte: "Hoffentlich ziehen die mir das nicht vom Lohn ab." Doch wirkliche Sorgen hatte Kruja erst dann, als er bemerkte, dass sich durch die Explosionen, mehrere kleine Löcher am Rumpf bildeten in denen jetzt Wasser hinein schoss. "Ähm…DAS…", sagte Kruja nervös zu sich, "…Ist nicht gut!"…

Aussichtsplattform: Oberdeck

Selphin kniete nun auf dem Deck der Kommandobrücke und Atmete schwer. Ca. Neun der Eiswölfe, blieben bei ihm und sahen zu ihm hoch. "Tja, damit habt ihr wohl nicht gerechnet was?", sagte er und rappelte sich langsam wieder auf.
Die Wölfe jedoch, blieben ganz ruhig und sahen sich gegenseitig an. Selphin wurde langsam nervös, als er bemerkte, dass die Wölfe keinen Anstatt machten, ihn anzugreifen. Jedoch, gingen die Wölfe nun gegenseitig auf sich zu und Selphin beobachtete, wie die Wölfe sich quasi zu einem einzigen, großen Eisblock verschmolzen. Selphin sah nun einen riesigen Eisblock mitten auf dem Deck und war schon dabei wieder runter zu klettern, als er von einer starken Druckwelle erfasst wurde, welche entstand, als der Block zersprang.
Selphin wurde fast vom Dach geworfen und hielt sich knapp vor dem Rand und sah sofort nach vorne, um zu sehen, was da nun passiert ist. Aber als er zurück sah, erblickte er einen gigantischen Eiswolf, welcher etwa Acht Meter groß, Neun peitschende Schwänze und drei Köpfe besaß.
"Was zur Hölle…", sprach Selphin fassungslos mit offenen Mund. "Khi Hi Hi!", ertönte es vom großen Eismonster, "Was ist den nun mit deiner tollen Coolness? Zittern dir die Knie?". Selphin staunte nicht schlecht, als er das Monster sprechen hörte. Plötzlich, ließ das Monster einen Schrei los, welcher Selphin sofort von der Decke unsanft auf das untere Deck warf. Schmerzerfüllt, lag nun Selphin da… "Soll ich dir nicht helfen…?", ertönte es in seinem Kopf. "Nein!", schrie Selphin und stand wieder langsam auf. "Du wirst sterben, wenn du alleine kämpfst…". "Nein!", schrie Selphin wieder, "Ich brauche dich nicht! Ich werde dich nie wieder brauchen!". "Ich werde dir nicht verzeihen, hörst du?", wiederholte sich Selphin und riss seinen Mantel auf.

"…Niemals…"

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Donnerstag, 7. Juni 2007, 19:28

Kapitel XVI

Love Boat Mania 3


Dunkle Wolken, verdeckten langsam den klaren Himmel und der Regen fing an auf das Kreuzschiff zu prasseln. Selphin stand nun da mit offener Jacke vor dem eisigen Monstrum und atmete schwer. "Was ist los?", kam es verachtend von der Bestie, "Zittern dir die Knie? Wünscht du dir, dass du zuhause bei Mami wärst Khia ha ha ha!".
Selphin knirschte mit seinen Zähnen, riss seine Jacke auf und zeigte seinem Gegner etwa 20 Schriftrollen in seiner Jacke: "Okay du Wichser!!! 20 Schriftrollen, die dir deinen eiskalten Arsch aufreißen werden! Womit fangen wir an?". Selphin packte eine rote Schriftrolle und öffnete sie sofort. Das Papier schlängelte sich um seinen rechten Arm, welcher anfing rot zu glühen. Das Monstrum ging in eine leichte Abwehrstellung und sprang auf Selphin zu.
"Paragraph 19, Feuerelemtarismus des roten Adlers…!", dachte sich Selphin und schoss eine gewaltige Feuerkanone ab: "FLAMMENKANONE!" schrie Selphin aus vollem Halse. Die große Flammenkanone traf den Wolf direkt in der Luft, aber hielt ihn nicht auf. "Was…?", sagte Selphin entsetzt und wich dem Sprung in letzter Sekunde aus. Eine große Grube entstand da, wo der Wolf aufkam und Selphin zückte bereits die nächste Schriftrolle: "Paragraph 27, Feuerelemtarismus des roten Löwen…!". Selphin machte einen Prankenschlag in die Luft und eine Flammenwalze rollte in Richtung der großen Bestie.
Lediglich ein kleiner Teil des Eises, brach von der Bestie ab, der sich nun nach Selphin umsah: "KHI HA HA HA! So ist das also. Du beherrscht nur das Feuerelement gut. Tja mein kleiner Mitternachtssnack, leider schmilzt mein Eis nicht bei solch geringen Temperaturen!". Das Monster zog seine Drei Köpfe kurz zurück und schoss drei gewaltige Druckkugeln auf Selphin. "Scheiße!", schrie er und hielt seine Arme schützend vor sich. Die Kugeln trafen ihn direkt und Selphin flog einmal quer über das Deck, bis er krachend gegen das hintere Geländer knallte.
Selphin bewegte sich nicht mehr und spuckte etwas Blut. Er schloss die Augen und atmete nun langsamer. Die Bestie kam Selphin mit langsamen Schritten und leckte sich mit seinen Zungen einmal um seine Zahnreihe rum. "Du brauchst mich…", ertönte es wieder in Selphins Kopf. Er antwortete nicht. "Egal was in der Vergangenheit passiert ist. Lass mich dir helfen…". Selphin antwortete wieder nicht und ließ den prasselnden Regen nun direkt auf sein Gesicht fallen. Er öffnete nun langsam seine Augen und sprach leise: "Der letzte König sprach, dass Zeit und Raum lediglich dem Leben eine Grenze geben soll…". Die Bestie blieb nun stehen und fragte verwundert: "Machst du jetzt etwa vor lauter Angst nun Selbstgespräche?"
Selphin kramte in seiner Jacke tief nach einer letzten Rolle und holte langsam eine Dunkelblaue Rolle heraus. "Du weißt, was mit dir passieren kann…". Selphin grinste nun und wickelte langsam die Rolle um seinen rechten Arm: "Sage mir nie wieder, was ich machen soll.". Die Bestie hatte nun genug mit dem Warten und stürzte sich mit schnellem Tempo auf Selphin. Seine reißenden Krallen erreichten schon fast Selphin, als der plötzlich verschwand…
Die Bestie landete wieder und schaute sich um: "Was soll das? Was ist das für ein Trick?". Er sah ihn nicht mehr, doch hörte plötzlich eine Stimme. "Wir sind durch Raum und Zeit begrenzt. Durchbrechen wir den Raum, hat Zeit keine Bedeutung mehr für uns!". Die Bestie sah nach hinten und sah wieder Selphin am anderen Ende. Der ging ruhig herum und sah das Biest nicht einmal an. "Was war das?", brüllte die Bestie Selphin entgegen. "Eine verbotene Kunst!", sagte Selphin, "Die Leiden des letzten Königs. Paragraph 0, Impulsalchemie!"
Die Bestie stürzte sich wieder auf Selphin, doch der richtete nur seine Handfläche ihm entgegen: "Nein…". Plötzlich bekam die Bestie einen gewaltigen Schlag ab, der ihn zurück warf. Die Bestie stand verwundert auf und hörte Selphin hinter sich: "Kein Raum. Wenn meine Geschwindigkeit ins unendliche geht, hat die Kraft meiner Angriffe physisch keine Grenzen!". Die Bestie drehte sich nun langsam um und sah Selphin, der seine Faust nach hinten ballte. Die Bestie riss seine Augen auf und schrie. Selphin holte nun seine Faust aus: "FAUST DES KÖNIGS!".
Die Faust berührte die Bestie nicht, aber dennoch wurde die Bestie in zwei grobe Stücke zertrümmert. Die Einzelteile flogen Meterweit zurück und fast das gesamte Deck bedeckte sich mit Eisbrocken. Es wurde still und Selphin spuckte nun einen großen Batzen Blut heraus. Er fiel sofort um und war nicht einmal mehr in der Lage zu sprechen. Sein Körper wurde immer müder und seine Augen schlossen sich schon fast, als er plötzlich bemerkte, dass sich die Eisbrocken wieder langsam zu ihm bewegten. Die Eisbrocken bildeten schnell wieder einen der großen Köpfe und stürzten sich auf Selphin. "Scheiße!", dachte Selphin und schloss die Augen.
Schüsse fielen und Kugeln durchbohrten den neu entstandenen Kopf. Der Kopf schlidderte nun und sah Blade, welcher locker eines seiner Waffen auf ihn richtete. "Bei Fuß!", flüsterte der und lief auf den Schädel los. Der Schädel war nicht mehr in der Lage sich zu bewegen und sah wie Blade in hohen Bogen auf ihn sprang. In der Luft zückte er seinen Säbel und traf mit voller Kraft den letzten verbliebenen Schädel. Eine große Grube bildete sich da, wo sein Säbel auftraf, der Schädel zersprang und die Stimmung verstummte.
Blade packte seine Waffen zurück und ging zu Selphin. Er spürte kaum mehr ein Puls bei ihm. "Scheiße!", flüsterte Blade und riss Selphins Hemd auf. Kruja kam langsam wieder vollkommen verkohlt aus dem Unterdeck raus und sah die beiden anderen sofort. "Selphin?", sagte Kruja etwas entsetzt, "SELPHIN!". Er rannte zur restlichen Gruppe und kniete sich neben Selphin.
"Was ist passiert? Was hat Selphin?", schrie Kruja ängstlich und sah dabei Blade an. "Seine Organe fangen an zu versagen!", sagte Blade, "Wenn ich nichts unternehme, stirbt er an Herzversagen!". Blade holte Nadeln aus der Seitentasche heraus und stach sie an bestimmten Punkten in Selphins Brust. Selphin erhielt plötzlich Krämpfe und fing an zu zucken. Auch sein Atem hörte langsam auf. Krujas Blick wurde immer glasiger und sein Atem verstummte: "Nein…oh Gott nein! Bitte nicht…".
"Hör auf zu flennen und geh zur Seite!", schrie Blade und versuchte es nun mit Herzmassagen. Doch nach etwa zwei Minuten wusste Blade, dass es zu spät ist. Kruja schaute Blade fassungslos an und wagte es nicht auszusprechen: "…ist…er…etwa…?". "Ja…", sagte Blade leise, ohne Kruja in die Augen zu sehen und schaute nun aufs Meer. "NEIIIIIIIIN!!!", schrie Kruja und klopfte auf Selphin ein, "STEH AUF! STEH AUF!". Blade sah nur Kruja an und bemerkte plötzlich, dass sich die Finger von Selphin langsam wieder regten.
Plötzlich riss Selphin die Augen auf und atmete tief und schwer auf. Kruja kriegte einen Schock, doch sprach sofort: "Du…DU LEBST!". "Wo bin ich?", sagte Selphin fassungslos und sah sich die Nadeln in seiner Brust an. "Leider noch am leben!", sprach Blade und zog grob die Nadeln wieder heraus. Kruja stützte Selphin ab und alle drei standen nun auf dem sehr mitgenommenen Deck.
"Was war das bloß?", sagte Kruja wieder etwas beruhigt und schaute Blade ernst an. "Ich weiß es nicht!", antwortete der, "Aber ich weiß, dass das auf keinen Fall ein Zufall war! Wir warten erst einmal ab, bis wir unser Ziel erreicht haben und sehen dann weiter. Hier auf dem Schiff müssten wir wieder sicher sein!"
"Ähm, was das angeht…", sprach Kruja, "Haben wir ein klitzekleines Problem.". "WAS für ein klitzekleines Problem?", fragte Blade mit einer äußerst ernsten Stimme nach. Kruja schaute etwas nervös, bis er sich ein Herz fasste und voller Ernsthaftigkeit sagte:

"Wir sinken!"

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13

Mittwoch, 13. Juni 2007, 09:25

Kapitel XVII

Nichts als Sand


Blade sah Kruja verdutzt an und ging in Richtung des Maschinenraums. Kruja stützte Selphin und folgten ihm langsam, bis sie neben Blade stehen blieben, der die ganzen Trümmer sich ansah. "Wie…zum Teufel…ist DAS passiert?", fragte Blade mit einem ungläubigen Gesicht und drehte sich langsam zu Kruja um.
"Ääähm…", entkam es von Kruja, "Also diese Wölfe…die sind vollkommen durchgedreht! Ich sagte nur, NEIIIN macht das nicht, wir werden sinken und so…aber sie wollten nicht auf mich hören und…haben eine Gasflasche in einen Ofen gesteckt und ihn angezündet." Blade und Selphin sahen Kruja lange fassungslos an und warteten auf eine weitere Antwort, bis schließlich Blade unterbrach: "Und dann haben sich die Wölfe in die Luft gesprengt und gaben dir genug Zeit dich in Sicherheit zu bringen?".
"Naja…", sagte Kruja wieder leise, "Waren wohl solche Suizidwölfe wie man sie ständig im Fernsehen sieht…". "NAJA!", sagte Kruja laut auf und schaute in Richtung der Lecks am Schiffsrumpf, "Ist ja egal, wie das passiert ist. Was sollen wir jetzt machen? Auf dem Schiff gibt es keine Rettungsboote."
"Die Regierung wollte nicht, dass einer von uns dieses Schiff verlassen kann, damit sie alles unter Kontrolle haben.", antwortete Blade etwas genervt, "Du da! Besorg uns einige Bretter, Nägel und Hammer. Wir versuchen die kleineren Löcher etwas zu verdichteten.". "Du da?", sagte Kruja und verzog sein Gesicht wütend, "Ich heiße…!".
"Ist mir Egal!", unterbrach Blade ihn und zeigte in Richtung des Ausgangs. Kruja sah Blade noch etwas genervt an, bis er schließlich losging. "So!", sagte Blade laut auf und drehte sich zu Selphin um, der an eine Wand gelehnt war, "Was ist da oben eben passiert? Deine Organe haben versagt und aufgehört zu arbeiten und trotzdem stehst du wieder auf!".
"Richtig stehen tue ich ja nicht wirklich!", antwortete Selphin etwas lachend und sah Blade in Gesicht. "DU WEIßT, WAS ICH MEINE!", schrie Blade ihn an und kam Selphin näher. "Und was ist mit dir?", fragte Selphin wiederum Blade. "Wieso? Was soll mit mir schon sein?".
"Dich haben auch eine Menge dieser Wölfe angegriffen und du hast lediglich ein zwei Fleischwunden. Du hast ein Schwert, welches locker das Doppelte deines Gewichts haben sollte und dennoch springst du und bewegst dich ganz normal! Egal was du mir erzählst, kein Mensch kann so etwas!", sprach Selphin weiter und machte langsam ein Ernstes Gesicht.
Blade fing an etwas zu lächeln und kniete sich nun langsam zu Selphin runter: "Wenn etwas nicht mit dir stimmen sollte…werde ich persönlich deinen Kopf abschlagen…und glaub mir…ICH werde eine Heidenspaß haben!" Selphins Gesicht wurde nun todernst: "WENN…du jemals mir oder meinem Freund etwas antun solltest, kann es sein das ich sterbe…ABER sicher ist…du wirst auf jedenfalls vor mir verrecken und glaub mir…ICH werde einen Heidenspaß dann haben!"
Die Stimmung wurde nun eiskalt und jeden Moment könnte einer der beiden zum Schlag ausholen, als plötzlich Kruja wieder herein trat: "Gleich hier neben war die Werkstoffhalle! Da war alles dabei!" Kruja stellte sich nun zwischen den beiden Streithähnen und spürte langsam die angespannte Stimmung. Blade nahm sich einige der Bretter mit den Nägeln und versuchte langsam den strömenden Löchern näher zu kommen. "Wird das Schiff nicht langsam nach hinten kippen, wenn es sinkt?", fragte Kruja, während er mit den Brettern Blade half. "Lebst du im 20ten Jahrhundert oder was?", antwortete Blade, "Die heutigen Schiffe, lassen das innere Wasser durch ein Rohrsystem am Boden, auf die gesamte Grundfläche des Schiffs verteilen. Soll heißen, dass das Schiff langsam und horizontal sinkt. Wir versuchen hier nur Zeit zu sparen. Nur noch drei der Öfen funktionieren, also wird es sehr knapp für uns am Ende!". "Also soll heißen…", sagte Kruja, "Das wir zwar den Hafen erreichen werden, aber das Schiff dann UNTER dem Meeresspiegel fahren wird und uns die Luft ausgeht!"
"Genau!", bestätigte Blade. "LEUTE!", schrie Kruja, "Ich habe die perfekte Lösung, für unser Problem!". Blade und Selphin sahen zu Kruja rüber und waren erstmal skeptisch, bis Selphin sprach: "Na ja, besser als nichts, also lass mal hören…"


Hafen von Genghis

Nördlich von Dubalia

Zwei Zollbeamte, machten es sich am Dock gemütlich und beobachteten den wunderschönen, blauen Himmel. "Du sag mal Ahmed!", sagte der eine. "Ja Murat?", antwortete der zweite. "Ich finde, dass diese eine Wolke so aussieht wie deine Freundin!". Murat sah sich nun die Wolke an: "Alda, die sieht aus wie ein Kamel oder so!". "Ja eben!", antwortete Ahmed blitzschnell.
Beide fielen in ein langes Lachen, bis Murat sich die Tränen aus den Augen wischte und am Horizont etwas sah. "Ey…ey ey Ahmed! Da kommt etwas. Sieht aus wie…eine Stange mit einer Fahne dran.". Ahmed sah sich nun auch den Horizont an und riss seine Augen langsam auf: "Alda ich SCHWÖR du hast Recht!". Beide standen nun auf und hörten ein dumpfes Geräusch unter Wasser. "Ich glaube…", sagte Murat leise, "Da ist etwas gegen den Dock gefahren!". Ahmed nickte nur und sah, wie langsam Luftblasen herauf kamen.
Plötzlich stießen Blade, Kruja und Selphin schwer keuchend und tief nach Luft schnappend, an der Wasseroberfläche hoch. Murat und Ahmed halfen den drei schwer verdutzt das Dock hoch. Die drei lagen nun auf dem Boden und spuckten teilweise Salzwasser wieder aus
"Verriegeln wir uns in einem geschlossenen Zimmer hast du gesagt!", schrie Selphin zu Kruja, "Wir haben genug Luftflaschen hier drinnen, hast du gesagt!". "Hatten wir doch auch!", antwortete Kruja keuchend. " DAS WAREN CO2- FLASCHEN DU VOLLIDIOT!", schrie Blade und richtete sich wieder auf. "JA!", schrie Kruja auf, "Luft ist doch O2, also Sauerstoff. Die C´s könnten wir ja in der Flasche lassen!". Blade war die Wut klar im Gesicht geschrieben und ging an Murat vorbei.
"Ähm… Willkommen in Genghis!", sagte der langsam, "Haben sie etwas zu verzollen? Obst Gemüse?". "Nur zwei Kohlrüben!", sagte Blade im vorbeigehen und sah sich nun erst mal um. Genghis bestand nur aus Acht Häusern mit einer herunter gekommenen Fassade und ansonsten war der Horizont bedeckt mit Sandmassen der Wüste. Blade sah nun rüber zu Ahmed: "Wo liegt hier Dubalia?". Ahmed zuckte kurz zusammen, bis er antwortete: "Dubalia? Das liegt Südlich von hier so etwa zwei Kameltagesritte!". Blade sah nun zum Horizont und bemerkte geschockt, dass die Sonne kurz vorm untergehen war. Er wandte sich nun zu Kruja und Selphin und dachte nach.
Kruja und Selphin, gingen langsam zu Blade. "Was nun? Suchen wir hier erst einmal ein Ort zu pennen?", fragte Kruja nach. "Ihr tut das und folgt mir dann morgen sofort nach Dubalia! Ich gehe heute Abend schon los!". "Was?", sagte Kruja, "Lass uns doch morgen gemeinsam aufbrechen und außerdem besteht unser Auftrag dich zu begleiten!". "Euer Auftrag ist es mir zu helfen!", sagte Blade ernst, "Und hier helft mir so gefälligst am besten.". Er nahm einen kleinen Beutel aus der Tasche und warf sie Selphin zu. "Da müsste genug drin sein, um eine Nacht zu verbringen!".
Selphin warf den Beutel wieder zurück: "Dann nimm dein Geld gefälligst wieder! Wir kümmern uns um uns selbst! Wir treffen uns dann ab morgen in zwei Tagen in Dubalia!".
Blade nahm den Beutel wieder zu sich und sah Selphin genervt an. Anschließend besorgte er sich ein Kamel und ritt mit schnellem Galopp dem Horizont entgegen.
"Komm Kruja, versuchen wir hier ein Schlafplatz zu finden!". Kruja nickte nur und folgte Selphin. Auf eines der Dächer, beobachtete eine fremde Person in Nomadenklamotten die beiden und sprach in ein Handy: "Unser Informant hatte Recht, sie waren auf dem Schiff! Nein, ich soll sie erst noch in Ruhe lassen, aber das nächste Mal werden sie keine Chance mehr haben. Denn schließlich…", der Fremde fing an zu kichern…

"…Habe ich mich nur etwa 20 Prozent angestrengt!"

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14

Montag, 18. Juni 2007, 00:14

"ACHTUNG! HOHES GEWALTPOTENZIAL IN DIESEM KAPITEL!"


FKS 16



Kapitel XVIII

Unerträgliche Bürden


Es wurde allmählich Nacht in Genghis und Kruja und Selphin ließen sich in einem der Zimmer des örtlichen Hotels nieder. Kruja ließ sich mit dem Rücken auf das Bett fallen und betrachtete die Zimmerdecke: "Hmm…du sag mal Selphin, was hältst du bis jetzt von diesem Auftrag? Ich meine wir haben kaum angefangen und hatten schon diesen einen Vorfall!".
Kruja blickte langsam rüber zu Selphin, der ruhig aus dem Fenster sah. "Sag es ihm…!", ertönte es in seinem Kopf. "Halt die Klappe!", sagte Selphin, wütend, während er sich an die Stirn fasste. "War ja nur eine Frage!", sagte Kruja eingeschnappt und sah wieder Richtung Zimmerdecke. "Nein, ich meinte nicht dich…", antwortete Selphin, "Ich meine…ich habe das nicht so gemeint!". Kruja sah skeptisch Selphin an und wollte schon was sagen, als sich die Zimmertür plötzlich öffnete und Murat eintritt: "So meine Herren, hier sind sie!". Kruja und Selphin gingen auf Murat zu, der eine Schachtel mit blauen Kugeln mit sich trug und nahmen jeweils eine in die Hand.
"Was ist das?", fragte Kruja und hielt die Kugel gegen das Licht. "Na was wohl!", antwortete Murat: "Das sind Wassersteine. Wenn ihr durch die Wüste wollt, müsst ihr diese mit euch tragen!". "Warum?", fragte Selphin und spürte, wie die Kugel langsam immer kühler wurde. "Na in der Wüste wird es bis zu 78 Grad am Tage und ca. 60 Grad in der Nacht. Das Klima spielt im Zentrum der Wüste verrückt und diese Steine reagieren auf diese Klimaveränderung. Ein Stein, hält im Umkreis von Fünf Metern alles für etwa 12 Stunden Kühl."
Kruja und Selphin sahen sich an, bis Kruja Murat sagte: "Ähm, unser dritter Mann ist schon los, und zwar ohne diese Steine…". Murats Gesicht wurde langsam blass, bis er aufschrie: "BEI ALLAH! SEID IHR VERRÜCKT?". Selphin und Kruja, gingen ein Schritt zurück. "Er wird es nie, bis nach Dubalia schaffen! Eher geht er elendig ein!". "Und wenn schon.", sprach Selphin ruhig und legte sich auf das Bett, "Er hat uns befohlen hier zu bleiben. Der Rest ist sein Problem!". Kruja sah etwas traurig zu Selphin rüber und machte sich auf, dass Zimmer zu verlassen. "Wo gehst du hin?", fragte Selphin nach, ohne die Augen zu öffnen. "Nur ein bisschen frische Luft schnappen. Sonst nichts…".
Mitten in der Wüste, lag nun ein Kamel, welches schon lange vollkommen dehydriert am Boden lag und Fußspuren zogen sich von der Leiche weg, bis zu Blade, welcher all seine oberen Klamotten sich um die Hüfte band und am ganzen Körper schwer schwitzte. Seine Schritte zogen sich schwer, doch machte er keine Anzeichen einer schwäche, sondern Atmete leise und schwer und sah nur den Boden vor sich.
Lediglich seine Waffenhalterung war noch an seinem Oberkörper befestigt und seine Muskeln spannten sich bei jedem weiteren Schritt an. Unerträglich erschien ihm die Hitze, doch störte ihn das weniger. Blade sah nun zur knapp untergehenden Sonne und sah sich seine Hand an. "Und schon wieder geht das Dilemma los, wie?", sprach er leise zu sich, sah leicht lächelnd seine rechte Hand an. Feine, schwarze Arterien zogen sich langsam unter seiner Haut durch und Blade fasste sich nun mit der anderen Hand an die Stirn. Schmerzen waren ihm anzusehen und er ging langsam auf die Knie.
Plötzlich hörte er Pferdegetrampel und er blickte mit einem klaren Schrecken im Gesicht gegen die nächste Düne und sah wie etwa vier Reiter in arabischer Kluft und Säbel ihm entgegenkam. "Mist!", dachte sich Blade und wollte wegrennen, doch wurden seine Beine langsam schwer und er fiel hin. Die Reiter umzingelten ihn nun und einer von denen stieg herab und zog Blade an den Haaren.
"Sieh mal an, was wir hier haben!", sprach der fremde mit einem orientalischen Akzent. Blade sah nun die letzten Stücke untergehen und riss die Augen auf: "Lauft…LAUFT WEG!". Die Fremden sahen ihn verblüfft an und fielen anschließend in ein heftiges Lachen. Langsam, zog sich der Schatten über die Wüste. "LAUFT IHR NARREN!!!", schrie Blade aus vollem Halse und schloss Schmerzerfüllt die Augen. Der Fremde, der Blade an den Haaren zog, stand noch lachend auf und drehte sich zu seinen Kollegen um: "Was meint ihr? Kriegen wir für ihn eine gute Summe beim Sklavenmarkt?".
Die Kollegen sahen nun wieder zu Blade und hörten urplötzlich auf zu lachen. Ihr Gesicht zog sich langsam zu einem Schrecken, bis einer von ihnen anfing zu zittern nach vorne zu deuten. Der vordere Mitstreiter drehte sich langsam um und sah, wie Blade nun aufgerichtet direkt vor ihm stand. Seine Klamotten plötzlich wieder an und breit Grinsend. Seine Fingernägel, waren zu Krallen verformt und er öffnete langsam seine Augen. Ein tiefes Rot, strahlte den Fremden sofort in die Augen.
Der vordere wollte sein Säbel grade ziehen, als plötzlich sein Kopf weg flog. Die restlichen Fremden sahen noch den Körper stehen und wie Blade plötzlich seine rechte Hand gerade ausgestreckt hielt. Anschließend sah er zur restlichen Truppe, leckte seine blutigen Finger und sprach mit einer etwas psychopatischen Stimme: "So…wer möchte als nächstes spielen?". Die Fremden ergriffen die Panik und ritten sofort weg. Blades Grinsen wurde nun länger und er lief ihnen hinterher. Sofort war er schon neben dem ersten und schlug dem Pferd mit einer Pranke die vier Beine weg. Der Reiter fiel sogleich zu Boden und wurde sofort von Blade mit den Zähnen am Hals gepackt. Er zog nun den Fremden im Spurt mit sich und ließ eine tiefe Blutfontäne hinter sich sprießen.
Die beiden restlichen schrieen aus vollem Halse und peitschten ihre Pferde immer wieder. Einer der beiden, drehte sich noch mal nach Blade um und bemerkte, wie der schon hinter ihm auf allen vieren, auf dem Pferd saß. Die Augen weit offen wie eine Eule und den Kopf des anderen Reiters noch zwischen den Zähnen. Der Reiter war gelähmt vor Angst und spürte sofort, dass ich beiden Pranken von Blade schnell durch ihn durch griffen. Der Reiter sah langsam wieder nach vorne und sah voll Blut spuckend, dass Blade seine beiden Lungenflügel in der Hand hielt.
Er zog die Hände wieder heraus und rannte weiter. Der Reiter fiel allmählich Tod um und verfing sich mit seinem beim am Sattel und wurde weiter vom Pferd geschleift. "GNADE! GNADE!", schrie der letzte Reiter immer wieder und bemerkte plötzlich, wie sein Pferd unter ihn, auf einmal vertikal in zwei Teile zerfiel. Der Reiter stürzte zu Boden und landete unsanft. Er drehte sich auf den Rücken und wurde von Blade mit seinem Fuß auf dem Boden gehalten. "Bitte…habe gnade mit mir…!", sagte der Reiter unter Tränen wimmernd. Blade sah ihn ohne Mimik eine Weile an und sprach schließlich: "Gnade…was ist das?".
Blade holte mit seinem Fuß aus. Der Reiter schrie ein letztes mal, bevor Blade mit seinem Fuß seinen gesamten Brustkorb durchtratt. Das knacken der Rippen und das zerplatzen der Organe, waren die letzten Geräusche, die die Stille der Nacht störten. Schließlich, fing Blade wieder an breit zu Grinsen und sah zum klaren Nachthimmel herauf. Ein diabolisches Lachen, welches zuerst leise anfing, ertönte Markerschütternd die Nacht…
Eine alte Frau, welche in Genghis grade sich auf der Veranda es sich gemütlich gemacht hatte, hörte den Schrei und sprach langsam ein Gebet auf. Kruja stand nun neben ihr: "Was war den das?". "Ich weiß es nicht Junge. Aber egal was das ist, es ist nichts was ich jemals in meinem Leben gehört habe…oder jemals begegnen möchte!". Kruja sah ruhig zum Horizont und ließ sich den Wind leicht durch die Haare fließen.

Ein anderes Szenario…ein anderer Gedanke
Ein Junge in jungen Jahren mit hellblauen Haaren, läuft nur mit einer Hose und einem dünnen Hemd durch eine dunkle Schneelandschaft. Sein Atem war schwer und seine Füße schon wund. Tränen standen ihm bereits im Gesicht und ein leises Schluchzen war langsam aus ihm zu hören. Plötzlich fiel der Junge hin und landete im langen Flug im Schnee.
Er wollte sich grade aufmachen wieder aufzustehen, bemerkte aber langsam, wie der Schnee anfing sich zu bewegen. Der Schnee floss nach hinten und bildete eine gigantische Fratze eines Monsters, welches langsam Arme bekam. Der Junge fing an lautstark zu schreien und wollte sich aufmachen weiter zu laufen, als er von einer der Hände gepackt und langsam in Richtung der Fratze gelenkt wurde: "Auf Ewig vereint! Auf Ewig verdammt!", sprach das Ungetüm und machte sich auf den Jungen zu verschlucken. Immer lauter schrie der Junge auf, bis seine Stimme verklang…

"Wach auf Selphin…JETZT WACH GEFÄLLIGST AUF…SELPHIN!". Plötzlich riss Selphin wieder die Augen auf und erblickte sich komplett schweißgebadet auf dem Bett wieder. "Junge, du hast fürchterlich im Traum geschrieen!", sprach Kruja, der neben dem Bett stand, "Was war los? Und wer ist Nicole?". Selphin sah Kruja an: "Wieso Nicole?". "Na ja, du hast ständig ihren Namen geschrieen". "Es ist nichts…", antwortete Selphin und ging ins Badezimmer. Kruja wollte etwas sagen, doch bemerkte das sowieso keine Antwort kommen würde. Selphin schloss ab und sah sich langsam im Spiegel an und sagte leise und wütend: "Egal wie lange es dauern wird! Ich werde mich rächen!".

"…irgendwann…"

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Freitag, 22. Juni 2007, 19:17

"Zusatz - Kapitel! Hat nichts mit der Hauptstory zu tun!"


Alchemie für Anfänger


Willkommen zum Crash- Kurs der Alchemie zur Story von Heroes. Manche fragen sich vielleicht, wie dieses etwas komplizierte System funktioniert und ich will mal hier versuchen, dieses Verständnis hier klar zu machen. Also fangen wir an.

Schritt 1: Aura formen!
Um Die Macht der Alchemie ordentlich nutzen zu können, muss man erst einmal lernen, wie die Aura eines Menschen funktioniert. Aura? Ganz genau. Das ist nämlich die mentale Energie die uns durchfließt und die unser Körper braucht um zu gehen, springen oder sogar zu atmen. Na eben alle möglichen Arten von Mechanismen. Wenn man verstanden hat, was diese Aura ist, muss man lernen, wie man sie auf gewisse Punkte im Körper bündeln und bewegen kann. Um das besser zu verdeutlichen, macht das mein Assistent Ryu erst mal vor.
Autor: "Also Ryu, versuche mal Aura zu bündeln!"
Ryu: "Alles klar Chef!"



Wie wir sehen, kann das Ryu schon sehr gut. Er sammelt den größten Teil seiner mentalen Kraft in seiner linken Hand und hält sie gebündelt für die kommenden Schritte.
Ryu: "Soll ich loslassen?"
Autor: "Nein, und stell keine Fragen mehr!"
Ryu: "…"

WICHTIG!!!: Wenn man nun seine mentale Kraft auf eine bestimmten Körperteil fixiert, ist der Rest des Körpers ungedeckt. Denn damit unsere natürlich Abwehr funktioniert, brauchen wir ja auch Aura, die die Körperteile durchfließt. Ist in einem Körperteil weniger Aura, kommt es wesentlich leichter zu Knochenbrüchen und anderen Verletzungen. Dieser Schritt, muss also in Kämpfen blitzschnell gehen!

Schritt 2: Das Element koppeln!
Wenn man nun die Aura gebündelt hat, muss man der Aura eine Form geben, indem man ihr ein Element verpasst. Und nun wird es etwas kniffelig, denn jeder Mensch unterscheidet sich in der Hinsicht, wie begabt er in einem Element ist. Um das zu veranschaulichen, sehen wir uns mal das untere Schaubild an.



Innerhalb der Alchemie, gibt es Fünf Grundelemente (wobei einem klar sein muss, dass Wasser, Feuer usw. eigentlich keine Elemente sind, aber egal!), aus denen sich alle Arten der Magie bilden. Jeder Mensch hat aber eine bestimmte Affinität (Zuneigung) zu einem bestimmten Element, aber nun gilt umso stärker man sich zu einem Element gebunden fühlt, umso schwächer ist die Bindung zu den anderen.
Im oberen Schaubild, sehen wir, das sich die Elemente gegenseitig abstoßen. Sollte man nun z.B. in Feuer besonders talentiert sein, so ist man in den Elementen Erde und Holz nicht ganz so stark und in den Elementen Metal und Wasser sehr schwach. Umso talentierter in einem Element, umso stärker gilt diese Regel!
Nun versucht Ryu, seiner gebündelten Aura, die Form des Feuers zu geben, indem er seine Aura mit der Natur kommunizieren lässt und sie um diese Gabe bittet. Wenn seine Bitte erhört wird, formt sich die Aura in sein persönliches Körperfeuer um. Wieso persönlich? Weil es sich ja noch immer um die Aura von Ryu handelt, die aber jetzt nur eine andere Form hat. Für alle anderen Lebewesen, erhält seine Aura aber nun die Eigenschaften von natürlichen Feuer.
Autor: "Also los Ryu, zeig was du kannst!"
Ryu: "Habe aber kein Bock darauf!"
Autor: NA LOS!!!" *peitsch aus*



Sehr gut Ryu! Wie wir sehen, ist Ryu´s Aura nun bereit eingesetzt zu werden, ABER bevor wir das machen können, brauchen wir noch irgendeine Idee, wie wir die Aura einsetzen wollen, da wir sie ja sonst Sinnlos verschwenden und somit kostbare Aura vergeuden!!! Also um das zu verhindern, schauen wir uns den nächsten Schritt an.

Schritt 3: Den Befehl geben!
Grundsätzlich, gibt es drei Möglichkeiten, seiner Aura einen Befehl zu geben, uns war durch diese:

1. Assoziation = Man hat den Befehl klar im Kopf und spricht lediglich noch den Namen der Idee aus. Dies klappt mit fast allen Arten von einfachen Zaubern. Jedoch brauchen komplexere Magien schon etwas mehr Hilfe.
2. Pergamente = Man hält ein Pergament fest und konzentriert seine Aura auf die Hand, in der man das Pergament hat. Die Schrift reagiert auf die Aura, öffnet sich und schlängelt sich von selbst um den Arm. Die Aura erhält durch die Schrift sofort den komplexen Befehl und man muss nur noch den Namen der Attacke aussprechen. Manche Profis, sollen angeblich auch ihre Beine dafür benutzen, aber wer weiß…
3. Summon = Der mit Abstand schwierigste Aspekt, denn in diesem Falle, gibt man der Aura nicht nur einen Befehl, sondern auch ein Gewissen. Das heißt, dass aus deiner mentalen Kraft, für gewisse Zeit ein Leben entsteht, welches für dich Aufgaben erfüllt. Die Arten der Summons sind nach ihrer Reihenfolge der Stärke so geordnet:
Poltergeister --->Naturgeister --->Bestias --->G.F´s ---> Elementargötter --->Erzengel

Ryu, wird für uns nun mal eine einfache Feuerkugel versuchen. Das heißt, dass er seine Feuer- Aura nun unter Kontrolle bringt, eine Assoziation der Feuerkugel sich vorstellt und den Befehl dann laut ausruft:
Autor: "Also los Ryu, mach mit Stolz."
Ryu: "Du weißt, dass ich dich hierfür Anzeigen kann. Ich mache das gegen meinen Willen!"
Autor: "Leichen im Wasser, reden aber nicht Ryu!" *spiel mit einer Keule mit Nägeln*
Ryu: "…" *schwitz*



Das war’s dann auch mit den Grundlagen über die Alchemie. Nun folgen noch weitere nützlichen Infos, die aber nicht notwendig sind, um Magie in Heroes nutzen zu können.
Ryu: "Kann ich gehen?"
Autor: "Hättest du wohl gerne. Ab zurück in deinen Käfig!"

Weitere Infos:
• Die Alchemie beruht auf dem Prinzip, dass wenn man etwas haben will, man etwas in den selben Preiswert auch geben muss. Manche Summons, verlangen für ihre Hilfe auch manchmal noch nach mehr, als nur ein Teil der mentalen Kraft!
• Wenn man keine Aura mehr hat, sackt der Körper zusammen und braucht Pflege, um sich wieder zu regenerieren (Essen, Trinken, Schlafen etc…)
• Restliche Magietypen wie Wind und Strom, entstehen durch die Verschmelzung der Fünf Grundelemente.
• Unter verbotene Elemente gehören: Höllenfeuer, Impuls, Bioshock, Dunkelheit, ewiges Eis, Dimension X und Eternity (Todeszauber).

Wer diesen Kurs als Word Datei haben möchte, dem stelle ich es als dateianhang gleich hierunter. Da sind neben schöneren Schriftarten, auch bessere Strukturen vorhanden.

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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Lucris« (10. August 2007, 18:08)


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Sonntag, 24. Juni 2007, 22:27

Kapitel XIX

Die Waffen des Planeten


Selphin wusch sich sein Gesicht immer und immer wieder mit klarem Wasser, als ob er versuchte damit die schlechten Erinnerungen gleich mit weg zu waschen. Er sah ein letztes Mal in den Spiegel, um sich anschließend wieder das Badezimmer zu verlassen. Selphin erblickte gleich Kruja, welcher zwei gefüllte, schwarze Sporttaschen trug und ihn lächelnd ansah: "Können wir los?", fragte Kruja. "Wieso jetzt schon?", fragte Selphin wiederum und blickte auf die Zimmeruhr. "WAS? Schon 6 Uhr?", äußerte er überrascht. "Jop!", sagte Kruja, "Du warst etwa 3 Stunden da drin. Was hast du gemacht?"
Selphin sah ihn nicht an, sondern blickte etwas betrübt auf den Boden: "Ach nichts. Nur versucht den Kopf wieder etwas klar zu kriegen! Und was ist in den Taschen?". "Ach ja!", sagte Kruja, "Sie haben uns mit Utensilien ausgerüstet. Angeblich eine Unterstützung von unserer Demokratie! Da sind Lebensmittel, Schusswaffen und sonstige Spielzeuge drin!"
"Ok, wollen wir dann mal los?", fragte Selphin und packte seine Seitentasche, welche er auf dem Bett liegen ließ. "Jop!", antwortete Kruja, "Wir gehen mit einer Karawane, um nicht unnötig aufzufallen. In 20 Minuten geht es los!". Selphin war schon bereit zu gehen, als er bemerkte, dass Krujas Schwert nicht in der Rückenscheide war: "Wo ist dein Schwert?". Kruja fühlte seinen Rücken und machte ein überraschtes Gesicht: "Hoppla, muss ich hier wohl irgendwo liegen gelassen haben!". Kruja sah sich im Zimmer um und Selphin schaute etwas aus dem Fenster. Plötzlich, sah er wieder zu Kruja und sah, dass sein Schwert wieder in der Rückenscheide war: "Wie schnell hast du das den gefunden?". Kruja sah Selphin verwundert an und fühlte sein Schwert wieder. "Hey, dann war es ja doch drinnen. Hast mich ja schön verarscht!", sagte Kruja und sah Selphin ernsthaft grinsend an und ging in Richtung Ausgang. "…Ich habe mich nicht versehen! Es war eben noch nicht da!", sagte Selphin und ging langsam und verwundert zum Ausgang.
Draußen war die Hölle los. Soweit das Auge sah, waren da Händler und Co. Etliche Schiffe kamen über die Nacht am Hafen an und alle machten ihre Kamele bereit, indem sie sie so schwer wie möglich beluden. "Okay!", sagte Kruja, "Das sind unseren beiden Kamele. Die Wassersteine habe ich in diesen Seitentaschen gepackt.". "Sehr gut!", antwortete Selphin und sah sich die Kamele an. "Ich komme gleich wieder!", sagte Kruja und machte sich auf zu gehen. "Wohin?", fragte Selphin ihm hinterher, doch Kruja hörte ihn nicht mehr. "Naja…", dachte sich Selphin und stieg auf sein Kamel. Etwa 15 Minuten später, kam Kruja mit einem neuen Gewandt wieder. Sein alter, roter Mantel war weg und anstelle, hatte er nun ein weißes Gewandt an, welches aus mehreren passenden Teilen bestand und mit Ketten beschmückt war.
Selphin pfiff ihm entgegen: "Meine Fresse, wo hast du diesen tollen Anzug her?". Kruja lächelte ihn entgegen: "Naja, mein Alter war ja komplett im Eimer, als ich…ich meine…die Wölfe diese Explosion im Maschinenraum erzeugten. Da hat mir ein Händler hier ein Schnäppchen gemacht.". "Steht dir nicht schlecht!", antwortete Selphin und machte ein Zeichen für das Kamel zum lostraben, denn die Karawane machte sich auf dem Weg…


Dubalia

Nahe des Nordtores

Eine Wache, welches am Nordtor der Stadt wache hielt, blickte verträumt zum Himmel und summte leise vor sich hin. Plötzlich sah er zum Horizont und bemerkte, wie sich eine Gestalt der Stadt näherte.
Blade kam der Stadt immer näher und trug an der linken Hand einen blutigen Beutel und war am gesamten Körper mit einzelnen Blutflecken beschmutzt. "Entschuldigen sie mal bitte!", sagte die Wache mit grobem Akzent, "Warum haben sie Blut am Körper?". "Hab mich beim rasieren geschnitten.", antwortete Blade uninteressiert und ging an der Wache in Richtung der Stadt weiter. Die Wache schaute ihn noch eine Weile hinterher, bis er den Kopf schüttelte und weiter wache hielt.
Dubalia war vielleicht eine Wüstenstadt, aber war in seiner Größe gigantisch und wirklich prunkvoll. Überall boten sich Basare an oder waren Verzierungen angebracht, wie Brunnen oder Statuen. Blade ging an den vielen Passanten vorbei, bis ihm jemand auf die rechte Schulter fasste. "Kommen sie mit!", sagte die fremde Stimme. "Wer schickt sie", fragte Blade ohne sich umzudrehen. "Mein Sultan, welcher ihrer Demokratie den Auftrag aufgab." Der Fremde spürte etwas leicht in seiner Bauchgegend und bemerkte voller Schreck, dass Blade längst eines seiner Waffen unauffällig auf ihn richtete. Blade grinste nun etwas unheimlich: "Dann bring mich mal zu deinem Chef!". "Aber wo sind ihre beiden anderen Kollegen?", fragte der Fremde. "Sie kommen in etwa 36 Stunden. Ich bin einen halben Tag vor geritten, also gestern!". Der Fremde sah Blade misstrauisch an: "Niemand kann die Strecke von Genghis bis hierher in nur einem Tag schaffen. Und sie hatten ja noch nicht mal ein Reittier!". Blade drehte sich nun um: "Dann steht vor dir wohl Niemand. Und jetzt…bring mich zu deinem Chef!"…

Die Karawane zog sich langsam, aber sicher durch die ewige Wüste und mittendrin waren Selphin und Kruja. Selphin blickte wieder zu Krujas Schwert, welches auf seinem Rücken geschnallt war und ließ seinen Blick nicht davon locker. "Was hast du?", ertönte es in Selphin Kopf. "Sei Still…", antwortete Selphin leise und sah vom Schwert weg. "Es ist das Schwert, was dir solche Sorgen macht, oder?". Selphin antwortete nicht. "Du hast es schon richtig bemerkt. Ich spürte bereits, dass sich seit eurem kleinen Vorfall in diesem Berg in der Stadt Largo, dieses Schwert sich verändert hat!". "Verändert?", flüsterte Selphin leise. "Ja, etwas ist mit diesem Schwert. Es hat eine unglaubliche Bindung zu diesem Jungen seit dem Vorfall!".
"Was redest du da für ein Schwachsinn!", flüsterte Selphin wieder wütend und sah wieder zum Schwert. "Hahaha..", lachte die innere Stimme sanft, "Denk was du willst, aber ist dir nicht aufgefallen, dass seit dem Tag an, dein kleiner Freund da wesentlich mehr Selbstvertrauen hat? Er hat ebenso viele Wölfe wie du und der andere Idiot bekämpft und hat lediglich eine Wunde am Arm.". Selphin machte plötzlich einen verwunderten Gesichtsausdruck und sah Kruja an. Dieser drehte sich zu Selphin um und grinste zurück. "Was ist los?", sagte Kruja heiter. "Du sag mal Kruja…", fragte Selphin langsam, "Fühlst du dich irgendwie anders, seit dem Kampf gegen diese Pflanze?".
Krujas Gesicht wurde wieder etwas betrübt und antwortete: "Naja…ich versuche zwar diesen Tag irgendwie zu vergessen, aber damals hatte ich das Gefühl, als ob mir jemand Mut zusprechen würde. Jemand, der mich unterstützte und mir etwa sagen würde, was ich zu machen hatte.". Selphin Beunruhigung wurde langsam größer, bis Kruja ihn wieder ansah und sprach: "Aber ich habe wohl nur daran gedacht, wie du zu werden und habe wohl Selbstgespräche geführt hehe.". "So werden wie ich…?", dachte Selphin und sah traurig zum Boden, "Aber nicht einmal ich will doch so sein wie ich…".
Die Reise ging etliche Stunden so weiter, bis Kruja sich den wunderschönen Sonnenuntergang ansah. Ein breites Lächeln machte sich Platz auf seinem Gesicht, doch wurde dieser kleiner, als er etwas sah. Mitten in der Sonne, machte es den Anschein, als würde weit, weit weg am Horizont etwas stehen und in seine Richtung sehen. Nach der Form her, war es so was wie ein gigantischer Ritter, welcher ein riesiges Schwert auf der Schulter schulterte. "Eine Fata Morgana…?", dachte sich Kruja und sah mit einem leichten Kribbeln im Gesicht intensiver zum Koloss.



"HEY!", machte es hinter ihm und Kruja sah aufgeschreckt nach hinten.
Eine junge, bildhübsche orientalische Frau, ritt neben Kruja im Trab und sah ihn an: "Du solltest nicht so sehr in die Sonne sehen! Das ist schlecht für deine Augen!". "Nein, es ist nur…", sagte Kruja und blickte wieder zum Horizont, aber die Erscheinung war verschwunden, "Ich…ich hatte irgendwie das Gefühl, dass da am Horizont etwas riesiges war und mich ansah.". Die Frau sah nun auch zum Horizont, konnte aber nichts erblicken. "Du wirst wohl Halluziniert haben. Passiert neuen in der Wüsten recht häufig.". "Ja…", dachte sich Kruja und sah etwas enttäuscht wieder zur untergehenden Sonne, "Wird wohl so gewesen sein…".
"Aber weißt du was komisch ist?", sagte wieder die Frau. " Was denn?", antwortete Kruja verwundert. "Laut einer Legende, soll hier angeblich irgendwo die Stätte der Erdwaffe sein.". "Erdwaffe? Was soll denn das sein?", fragte Kruja verwundert. "Du kennst das Märchen der Waffen nicht? Meine Güte! Das kennt doch jedes Kind. Angeblich, soll seit der Apokalypse beim dritten Weltkrieg, etwas im inneren unserer Erde aufgewacht sein!".
"Was denn?", fragte Kruja fasziniert und hörte ganz genau zu. "So genannte Waffen des Planeten, welche angeblich damals den Untergang der Erde verhinderten und dabei fast alles Leben auf dem Planeten zerstörten. Man sagt sogar, dass sie daran Schuld sein sollen, dass sich die Kontinente so dermaßen verschoben!". Kruja sah die Frau mit weit offenen Augen und weiten Mund an, wie ein Kind bei einer Zaubershow. Die Frau fing plötzlich an zu lachen.
"Junge, dass sind doch nur Märchen. Sonst nichts!".
"Ähm…Ja klar!", antwortete Kruja etwas gewollt, männlich und sah wieder geradeaus. "Ich werde aber nie meine Großmutter vergessen…", sagte die junge Frau, "Sie hat immer so fest an die Waffen geglaubt. Bis zum Schluss…". Kruja bemerkte die Betrübtheit im Gesicht der Frau und sah sie schweigend an. "Ich werde ihr Gedicht niemals vergessen, welches sie mir immer Bett vorsprach…". "Wie ging es denn?", fragte Kruja nach. Die junge Frau sah ihn an und anschließend in den Himmel:

Weine nicht, Oh du mein Planet

Vergessen sollst du deine Qual

Erhört wurde dein Gebet

Ergötze dich an unserem Mahl


Glaube an deine Kinder und hab keine Pein

Erblühe jetzt im neuen Glanz

Habe Hoffnung, im neuen Schein

Vergesse auf Ewig, die menschliche Arroganz


Weine nicht, oh du mein Planet


Weine nicht...

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Lucris

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Mittwoch, 27. Juni 2007, 00:13

Kapitel XX

Krieg


Morgen früh im verschlafenen Dorf Lone Village, machte sich Sophie vom Händler wieder auf zurück in ihre Drogerie. Ein Klingeln signalisierte, dass sie herein kam und sie machte es sich sofort wieder hinter der Theke zurecht. "Verdammt noch mal! Wo ist dieses blöde Ding!", ertönte es rau von hinten. Sophies Vater kam aus dem Nebenzimmer wieder heraus, nahm seine Mütze ab und kratzte sich seine Halbglatze.
"Was ist, Vater?", fragte Sophie neugierig nach. "Ach nichts!", kam es gleich vom Vater, "Ich finde einfach diese schwarze Kiste nicht!". "Welche schwarze Kiste?". "Na ja, die schwarze Kiste, worin dieses Schwert drin war! Ich will es entsorgen. Fühl mich nicht sicher, wenn es so in unserer Nähe ist!". Sophie zuckte kurz zusammen: "Ähm…etwa dieses Schwert aus Najkoerz?". "Ja! JA!", bestätigte der Vater und sah Sophie direkt an, "Wo ist es. Du hast es doch nicht berührt, oder?". "Ich, ich…", stotterte Sophie, "Ich…habe es dem Jungen gegeben, der uns die Spinne in der Mühle erlegt hat. Sein altes war kaputt gegangen und ich dachte, es würde nur bei uns Rumliegen. Habe selbst den Schmied gefragt, ob es teuer wäre.". Der Vater wurde langsam blass im Gesicht und sprach: "Kleines…was hast du getan! Das…das war doch kein gewöhnliches Schwert.". "Wieso?", fragte Sophie sofort nach, "Was…was ist damit?".
"Das Schwert trägt etwas sehr, sehr dunkles in sich, welches den Träger langsam von innen zerfrisst! Es ist verflucht!". Der Vater ging zum Tisch, setzte sich und schaute aus dem Fenster: "Ich hoffe, er hat es weg geschmissen.". "Was soll denn passieren?", bohrte Sophie weiter ihren Vater. "Was kann denn schon schlimmes passieren?". "Die Person, die mich bat es zu hüten sagte mir, dass es den Träger langsam Paranoid machen soll. ABER…", sprach der Vater weiter, ohne sie dabei anzusehen. Sophie wartete auf die weitere Antwort. "…es soll angeblich möglich sein, dass das Schwert seinen Träger akzeptiert. Aber auch dann, ist das Ergebnis des Trägers einfach nur…"

"WUNDERBAR!", schrie Kruja auf seinem Kamel, als seine Karawane Dubalia endlich erreichten. "Schrei nicht so!", rief Selphin hinter ihm und stieg vom Kamel runter. Er packte seine Sachen vom Kamel und ging an Kruja vorbei. "Komm zu Fuß. Geht’s schneller!", sagte er Kruja im vorbei gehen. Kruja folgte seinem Beispiel und überließ die Kamele dem Karawanenchef.
"So, und jetzt?", sprach Kruja und beobachtete fasziniert die ganze Hektik auf dem Basar. "Wir suchen hier erst mal Brave.". "ich glaube, er heißt Blade.", verbesserte Kruja ihn. "Brave, Blade…wo ist der Unterschied? Er ist ein Arsch!". Kruja nickte nur kurz und folgte ihm in die Stadt hinein. Kaum ein paar Schritte gegangen, kamen ihnen auch schon zwei vermummte, in Edelseide Gestalten entgegen: "Seid ihr Mr. Night und Mr. Magengeschwür? Mr. Rival hat gesagt, wir sollen sie abfangen und zu ihm bringen!".
Krujas Schläfenader wurde klar sichtbar und er versuchte noch voller Wut im Bauch zu lächeln. "AAAAARSCHLOCH!", dachte er sich nur und folgte der Gruppe. Der Spaziergang, endete an den Toren des Palastes von Dubalia und die dicken Tore öffneten sich langsam. "Bitte, gehen sie einfach gerade aus!", entkam es von der gestalt, bevor sie wieder im Tumult des Basars verschwanden.
Kruja und Selphin, sahen noch ein letztes Mal hinter her, bis sie sich schließlich auf den Weg machten und den Palast betraten. "Mein Fresse!", schrie Kruja laut heraus und drehte sich einige Male, während er weiter ging. Auch Selphin war etwas fasziniert von der Pracht, der inneren Dekoration. "Schön nicht? Ich wusste, dass ihr beiden warmen Brüder sofort erst Mal die Farbkoordination der Wände studiert!". Kruja und Selphin, war nun klar die Wut im Gesicht anzusehen und drehten sich simultan um. Blade, an der Wand angelehnt und sah die beiden gelassen an. "Ihr seid zu spät!", sagte er. "Und du bist ein Arsch, also gleicht sich das wieder aus!", antwortete Kruja sofort. Blade wollte schon auf Kruja losgehen, als ein alter Greis sich langsam der Gruppe näherte. Er war prunkvoll angezogen und stellte wohl eine hohe Position im Palast dar: "Willkommen. Endlich seid ihr da. Mein Name lautet…". "Das ist unwichtig!", unterbrach Blade ihn, "Hier ist die Kiste! Sagen sie uns nur, was wir machen sollen?". Der alte Mann, sah Blade fassungslos an, bis er weiter sprach: Ähm…ja. Ihre weitere Aufgabe wird sein, dass sie unsere Prinzessin sicher zu einem besagten Punkt mitten in der Wüste geleiten.".
Der alte Mann, ging zur nebenstehenden Tür und schloss sie auf. "Eingeschlossen?", dachte sich Kruja heimlich und sah in den Raum, der sich der Gruppe nun präsentierte. Es war ein Zimmer wie aus Tausend und einer Nacht. Seide hing von der Decke herab und Verzierungen machten das Bild perfekt. Inmitten des Raumes, stand ein großes Bett, worauf eine junge Frau drauf saß. Sie hatte tief schwarze Haare und sehr blasse Haut, die ihr aber wundervoll stand. "Prinzessin, wir sind dann soweit.", sprach der alte Mann und wartete auf eine Antwort. Die junge Frau, drehte sich ganz langsam zur Gruppe um und sagte: "…Ja…".
"Bitte warten sie vor dem Tor. Wir werden ihnen dann von da an weitere Instruktionen geben.". Ohne eine Antwort zu geben, begaben sich die drei wieder zum Eingang zurück und schlenderten auf dem staubigen Hof herum. "Geh hierhin. Geh dahin!", äußerte Kruja genervt, "Als nächstes, sollen wir wohl auf die andere Seite der Welt und ihr Pommes holen!".
Selphin und Blade, gaben keine Antwort dazu und sahen sich gelangweilt um, bis eine sehr laute Stimme die Stille unterbrach: "KÖNIG VON DUBALIA! DAS IST DIE LETZTE AUFFORDERUNG!". Alle drei, sahen sich sofort nach der Stimme um und sahen eine Person auf einem nahe gelegenen Dach stehen. Mit weißen Haaren und einen schwarzen Sonnenbrille, sagte er stark grinsend: "VERSUCHE NICHT, DASS UNVERMEIDBARE ZU VERHINDERN! GIB UNS DIE PRINZESSIN!". Ein Schuss löste sich und traf den Fremden an der Schläfe. Die Brillenhalterung ging zu Bruch und fiel zu Boden.
Der Fremde sah sich nach dem Übeltäter um und sah Blade zwischen Kruja und Selphin, der seine Waffe auf ihn richtete, welche noch immer rauchte. "Wer will hier was du Freak?", fragte Blade zynisch und packte seine Waffe wieder ein. Mehrere Soldaten, marschierten nun in den Vorhof. "Wie…WIE KANNST DU ES WAGEN?!". Der Fremde streckte seine Arme auseinander und sah Blade direkt an: "Du…DU…MISSGEBURT!". Eine blaue Aura, sammelte sich an seinen Händen, welche aber plötzlich wieder verschwanden. Der Fremde sah sich nun Blade genauer an und fing an etwas zu schwitzen: "Moment mal. Dieses Gesicht! Du…du…". "Du du du!", sagte Blade und machte dabei eine dämliche Visage, "Stotter nicht wie ein Esel und sag schon weiter! Was ich?".
"DU HÄTTEST SCHON LÄNGST TOD SEIN MÜSSEN!". Blade machte plötzlich ein überraschtes Gesicht und auch Selphin und Kruja sahen Blade fassungslos an. "Kennst du den?", fragte Kruja. Blade aber gab keine Antwort. "Woher kennst du mich?", sagte er, "Kennst du meine Vergangenheit?". Der Fremde aber, sprang nach hinten und lief in einem guten tempo weg. "WARTE!", schrie Blade und rannte sofort hinterher.
Kruja und Selphin, wollten sofort hinterher, als Selphin plötzlich bemerkte, wie ein Schwert aus dem Boden ragte, welches an etwas wie einem Tentakel hing. "Was zum…", sagte er und sah, wie das Schwert in schnellen Tempo auf ihn zu schwang. Selphin duckte sich und wich aus. Jedoch, kamen hinter ihm bereits drei weitere solcher Tentakel heraus und umzingelten ihn. "Verdammt!", dachte er sich, da er aus dieser Position nicht mehr ausweichen konnte.
Plötzlich, sprang Kruja in den Kreis, parierte alle drei Schwertklingen, packte sich Selphin und sprang sofort aus dem Kreis in Sicherheit. Selphin landete neben Kruja zu Boden und hatte überhaupt nichts bemerkt, da alles grade eben so schnell ablief. Er schaute nach oben und sah, wie Kruja neben ihm stand. Er hielt seine Klinge mit beiden Händen fest und in einer perfekten Haltung nahe an seinem Körper. Sein Blick war starr und seine Augen eiskalt. Selphin erkannte ihn kaum wieder. "Ist das wirklich Kruja…?", dachte sich Selphin. "Steh auf!", schrie Kruja, "Die Tentakel sind wieder in den Boden eingefahren und ich weiß nicht, wo sie als nächstes auftauchen!". "Das war das erste Mal…", dachte sich Selphin, "…Dass er MIR einen Befehl gab."
Blade rannte durch den Basar, schubste Menschen und Animalis, die im Weg waren, unsanft zur Seite und blickte immer wieder nach oben zum Fremden, der auf den Dächern lief. Er biss die Zähne zusammen und setzte zu einem Sprung an. Mit einem Satz, war er oben angekommen und die ganze Meute unten, sah ihm erstaunt hinterher. Der Fremde, sah geschockt, dass Blade schon knapp hinter ihm ist, obwohl er zudem auch noch sein gesamtes, schweres Arsenal mit sich trug.
"FAST! HILF MIR!", schrie der Fremde. Blade wunderte sich kurz, mit wem er sprechen würde und bekam urplötzlich einen gewaltigen tritt von der Seite. Er flog vom dach, mitten in einen Gewürzstand. Langsam regte er sich wieder und schob die Krüge zur Seite und erblickte oben auf dem Dach eine Frau. Sie hatte einen engen, neoprenartigen Anzug an und lange, blonde Haare. Blade sah sie voller Zorn an, holte seine beiden Waffen heraus und stellte sie auf Automatik. Ganze Salven, ratterten auf die Frau ein, die sich aber nicht bewegte. Die Munition erschöpfte sich und Blade sah fassungslos
die Frau an, welche beide Hände in seine Richtung hielt, sie langsam öffnete und alle seine Kugeln zu Boden fallen ließ. "Schnell…", dachte er sich und stand auf. Er zog seine riesige Klinge und hielt sie in ihre Richtung. Doch bevor er was machen konnte, war die Frau bereits hinter ihm. Blade versuchte sich zu drehen, erheilt jedoch einen Faustschlag in den Rücken und flog direkt durch die Wand in einen Teppichladen.
Er stand langsam mit einem Schmerzverzogenen Gesicht auf und dreht sich zur Frau um. Die, blickte ihn verwundert an, warum er noch immer leben würde und wollte bereits zum nächsten Angriff übergehen, als ein schrilles Pfeifen zu hören war. Die Frau blickte zum Himmel, dann zu Blade und verschwand blitzschnell. Blade kam langsam aus dem Laden heraus geschlendert, während der Teppichverkäufer auf einer anderen Sprache ihn seitlich dicht laberte. Blade nahm ihn nur locker mit der Hand am Gesicht, und schubste ihn zur Seite. Auch Kruja und Selphin erreichten ihn schließlich. "Sorry, wir wurden von etwas aufgehalten. Aber dann war da so ein Pfeifen und es verschwand!", versuchte Kruja zu erklären.
Blade aber, hörte nicht zu, sondern sah in die Richtung, in der die Truppe verschwand. "Das waren wieder diese Terroristen!", sprach der alte Mann vom Schloss, der mit einer Leibgarde die Truppe erreichte, "Sie warten bereits seit Monaten auf eine Gelegenheit, unsere Prinzessin entführen zu können. Aber den Palast haben sie bis jetzt noch nie angegriffen.". "Wollen wohl Lösegeld für sie. Was meinst du Blade?", sagte Selphin, der aber Blades Gesichtsausdruck nun sah. Seine Fäuste ballten sich so stark, dass sie anfingen, knackende Geräusche von sich zu geben. Ein riesiges Lächeln war auf seinem Gesicht und Selphin fielen jetzt zum ersten Mal die ungewöhnlich großen Eckzähne von ihm auf. Seine Augen waren weit offen und er fing an zu lachen. "Das ist ja noch schöner, als ich es mir je vorstellen konnte!", sagte er, "IHR WOLLT DIE PRINZESSIN? NA DANN KOMMT UND HOLT SIE EUCH!".
Er dreht sich nun grinsend um und ging wieder in Richtung des Palastes. Auch der alte Mann und die Truppe folgten ihm. Nur Kruja und Selphin blieben noch da und schauten Blade hinterher. "Etwas stimmt nicht mit ihm!", sagte Krujas und ging nun ebenfalls. Doch Selphin blieb noch stehen: "Aber nicht nur mit ihm…was ist mit dir passiert Kruja?". Plötzlich schaute er seinen Schatten an und sah, dass der Schatten von Kruja, für nur einen kurzen Moment, den Schatten einer anderen Person annahm. Selphin schüttelte den Kopf und sah beim zweiten Blick nichts Ungewöhnliches mehr. "Die Sonne…?", versuchte er sich zu erklären. "Pass auf ihn auf!", sagte nun die Stimme in seinem inneren. "Wieso?". "Weil du ihn sonst an jemanden verlieren könntest. Jemand, der deinen Freund vielleicht nicht mit anderen teilen möchte."

"Mit niemanden…!"

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Montag, 2. Juli 2007, 09:29

Kapitel XXI

Komplikationen


Ein klarer Himmel, welcher von einem rauen Wind begleitet wurde, erfüllte den Nachmittag in Dubalia. Kruja sah sich das klare Blau an und wartete auf dem Vorhof, bis schließlich auch Selphin endlich ankam. Die Tore des Palastes öffneten sich und mehrere Soldaten begleiteten die Prinzessin, welche in einer eleganten Robe gekleidet war, zur bereitgestellten Kutsche.
Kruja ging zum alten Mann des Palastes und fragte ihn: "Du sag mal, warum sollen wir sie begleiten? Warum können sie nicht solch eine Armee sie begleiten lassen?". "Ganz einfach!", erklärt er, "Wir werden solch eine Karawane mit vielen Soldaten gleichzeitig mit einem Double der Prinzessin losschicken. Ihr werdet auf einem unbekannten Pfad das Ziel ansteuern!"
Kruja machte einen klaren Gesichtsausdruck und ging zu Blade, der neben der Kutsche sich im Schneidersitz hinsetzte und sein Inventar sortierte. Er kniete sich neben ihm und gab vor Begeisterung ein Pfeifen von sich. "Wow! Messer, Munitionen, Schussfeuerwaffen, Granaten, komische Bänder, kleine Nadeln und dieses große Schwert. Du sag mal, wie kannst du so schweres Gepäck einfach so mit dir tragen?". "Erstens..", fing Blade an, "…geht dich das nichts an. Zweitens, mag ich dich nicht, respektiere ich dich nicht oder akzeptiere dich als ein menschliches Wesen. Drittens, wenn das eine anmache sein sollte, dann hat es leider nicht geklappt!".
Kruja war die Wut klar im Gesicht geschrieben… Fünf Sekunden später, hielt Selphin Kruja mit aller Kraft von Blade zurück, welcher mit seinem Schwert rumfuchtelte, und schrie: "WIR MÜSSEN IHN BEGLEITEN KRUJA! HÖRST DU! BERUHIGE DICH!". Ein lautes Husten war zu hören und alle drei blickten rüber zum alten Mann, welcher eine Geste zur Kutsche machte: "Ihre Kutsche ist fertig. BITTE…seien sie nicht mehr so auffällig während ihrer Fahrt und vermeiden sie jegliche Konversationen mit unserer jungen Prinzessin."
Selphin und Kruja, stiegen zur Prinzessin ein und Blade setzte sich nach oben zum Kutscher hin. Kruja saß nun gegenüber der Prinzessin, welche einen Schleier vor dem Gesicht trug. Die Reise ging so dann voran und mehrere Stunden vergingen, bis sich die Sonne dem Untergang näherte. Kurz vor der Nacht, hielt die Kutsche an und Kruja blickte verwundert aus dem Fenster. Der Kutscher fing an, ein Nachtlager aufzubauen und Blade nahm seine Sachen und machte sich auf, los zugehen. "Hey, HEY!", rief Kruja Blade hinterher und lief ihm nach. Blade sah sich nach der Sonne um und blickte nervös zu Kruja. "Was ist?". "Wohin willst du nun wieder gehen? Komm, wir machen ein Feuer und fressen was das Zeug hält!", sagte Kruja. Blade schüttelte nur den Kopf und machte sich wieder auf los zu rennen.
Kruja lief ihm jedoch weiter hinter, bis Blade sich wieder zu umdrehte und schrie: "BLEIB…zurück! Ich bin morgen früh wieder da!". Krujas Blick, blieb jedoch ernst und Blade wollte schon was sagen, als er sah, wie sich die letzten Teile der Sonne am Horizont verabschiedeten.
"Scheiße!", dachte Blade und unterdrückte den heraufkommenden Schmerz: "BLEIB HIER UND FOLGE MIR NICHT!". Blade rannte so schnell er konnte und Kruja sah ihn verwundert hinter her. Schließlich machte er sich wieder auf dem Weg zurück. Am Lager angekommen, saß er sich zu Selphin hin und genoss die Wärme des Lagerfeuers. Der Kutscher, brachte die Lebensmittel aus der Kutsche und wollte sie neben dem Feuer legen, als plötzlich etwas von hinten seinen Brustkorb durchbohrte.
Bluttropfen, fielen auf Selphins und Krujas Gesichter und beide sahen erschrocken zu ihm. Der Kutscher wurde hochgehoben an einer spitzen Tentakel, die aus dem Boden ragte und gab einige, letzte Schreie von sich. "Verdammt!", sagte Selphin und zog sich seine Handschuhe an. Kruja zog sein Schwert und stellte sich vor die Prinzessin, welche ebenfalls am Lagerfeuer saß.
"Kruja, beschütz die Prinzessin!", schrie Selphin und konzentrierte seine Aura in seine Hände. Mehrere Tentakel, schossen aus dem Boden und peitschen durch die Luft. Selphin bildete eine Faust aus purem Feuer und ließ eine gewaltige Druckwelle auf dem Boden los. Der Sand um dem Lagerplatz herum, schmolz zu Glass und gab den Tentakeln keine Chance mehr sich zu bewegen. Sofort zückte Selphin einen kleinen Beutel von seiner Seitentasche und streute das Kochsalz darin schnell um sich herum.
Mit seinen beiden Handflächen auf dem Boden, sprach er eine zügig eine Beschwörungsformel und entfachte einen Flammenkreis um sich herum. Kruja bestaunte dieses Spektakel und war wieder einmal davon erstaunt, zu was Alchemisten imstande sind. "Priobus Magnaria Malima Cortis!", schrie Selphin und beschwor einen Fledermausschwarm aus Feuer, welche sich auf die Tentakel stürzten.
Jedoch, zog ein eiskalter Wind auf, der alles in der Umgebung mit einem Frostmantel überzog. Die Fledermäuse erloschen und die Tentakel zogen sich wieder in den Boden ein. Das klirren des Glases war zu hören und aus dem Boden, sprang eine merkwürdige Gestalt heraus. Es hatte den Bau eines Menschen und glich einem Mann. Jedoch hatte es anstatt einem Mund, Kiefer und ihm ragten etwa sechs Tentakel aus dem Rücken.
Selphin und Kruja sahen sich dieses groteske Schauspiel der Natur an und hörten anschließend ein hässliches Lachen: "Khia ha ha ha! Schaut mal, wenn wir da haben!". Selphin zuckte zusammen, als er das Lachen hörte und erblickte mit Kruja zusammen, den Fremden aus Dubalia, den Blade verfolgte. Er tauchte hinter der nächsten Düne auf und hatte mehrere Eiswölfe um sich herum. Gleichzeitig, war er von einem weißen Nebel umhüllt.
"DU!", schrie Selphin, "Du warst das mit den Eiswölfen auf dem Schiff!". Der Fremde fing wieder an zu lachen und sprach: "Du merkst aber ja auch alles! Glaubt ihr wirklich, wir würden auf die falsche Karawane reinfallen?" Kruja, verspürte urplötzlich einen Schlag in der Nierengegend und flog zu Boden. Als er wieder aufstehen wollte, war Blitzschnell die fremde Frau aus Dubalia auf seinem Rücken drauf und hielt ihn, mit einem Handgriff auf dem Boden. "Wie stark ist die denn?", dachte sich Kruja zähneknirschend und versuchte mit aller Kraft sich wieder loszureißen, doch vergebens. Selphin sah das und wollte auf die Frau zulaufen, als er plötzlich von einem der Tentakel des Fremden am Bein gepackt und zu Boden geworfen wurde. Anschließend hielten ihn die restlichen an allen Körperteilen in der Luft.
Der Fremde mit den Wölfen, kam langsam zu Selphin und schüttelte nur den Kopf: "Ts ts ts… Ihr solltet euch in Zukunft klar machen, mit wem ihr euch anlegt!". Anschließend ging er in Richtung der Prinzessin und packte sie unsanft am Arm: "Und du meine Liebe, kommst mit uns.". Er riss ihren Schleier vom weg und die Prinzessin spuckte ihm sofort ins Gesicht. Ein Faustschlag, war die Antwort des Fremden darauf. "HEEEEEY!", schrie Kruja laut auf und gab sich jetzt besonders viel Mühe sich wieder frei zu machen. "Jetzt bringt sie gefälligst schon um!", Schrie der Fremde, welcher im weißen Nebel gehüllt war und ließ mehrere Wölfe auf Selphin und Kruja los.
Plötzlich, peitschten schwarze Spektralkörper durch die Luft und zerteilten jeden einzelnen Wolf sauber durch. Auch auf die Fremden gingen diese plötzlichen Attacken los und sie ließen Kruja und Selphin los, um ausweichen zu können. Die Spektralkörper, sahen aus wie Peitschen, welche nicht aufhörten zu schwingen und zogen sich hinter der nächsten Düne zurück. Alle sahen hinauf und erblickten plötzlich Blade, welcher langsam hinter der Düne hervor kam und mit klaren, roten Augen sich die gesamte Meute ansah: "Was für eine wundervolle, klare Nacht wir haben…", fing er an, "Und ihr habt wohl bereits angefangen dieses Spektakel zu feiern oder etwa nicht!". Die Fremden sahen sich gegenseitig an und nickten, als ob sie hiermit gerechnet hätten. Ein Summen von Blade, begleitete jeden Schritt von ihm, welcher mit einem breiten Grinsen, dem Lager näher kam. "Wer ist das?", dachte sich Kruja und sah erstaunt zum veränderten Blade. "So…", flüsterte er,

"Lasst uns spielen…"

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Samstag, 7. Juli 2007, 00:27

Kapitel XXII

Ein Genie


Blade stand nun vor der Truppe am Lagerfeuer und ließ seine klaren, roten Augen im Mondschein glitzern. Die drei Fremden, waren bereits in Kampfstellung gegangen und auch Kruja und Selphin waren bereit für den nächsten Schritt. "Hey Blade!", rief Kruja, "Zu dritt, können wir das hier schaffen. Wir sind jetzt Drei gegen Drei!". "Nein…", antwortete Blade und sah langsam zu Kruja. Der wiederum, machte einen verwunderten Gesichtsausdruck: "…Wie nein?".
"Ich würde mal sagen…", redete Blade weiter, "…steht es eher bei Fünf gegen Eins.". Kruja verstand die Lage nicht mehr und wollte auf Blade langsam zugehen, als Selphin ihn mit einer Handgeste aufhielt. "Das ist nicht unser Blade, den wir kennen.", sagte Selphin, ohne von Blade wegzusehen, "Wer bist du?". Ein leises Kichern war von Blade zu hören, welches langsam zu einem grellen und lauten Lachen wurde, das die Stille der Nacht erschütterte: "Wer ich bin? Ich bin das ,was der Ursprung aller Angst ist. Der Grund, warum ihr eure Türen abschließt oder die Nacht vermeidet. Ich…bin…BLADE!"
Blades Blick, wandte sich nun schnell zu der fremden Frau und sprach mit einem ernsten Gesicht: "Und nun zu dir meine Liebe! Lass mich von deinem Nektar kosten!". Die fremde Frau, kriegte es mit der Angst zu tun. Sie spürte, dass etwas von Blade ausging und sie langsam befiehl.
Plötzlich biss sie ihre Zähne zusammen und verschwand. Blade wiederum, beugte sich nach hinten und wich dem blitzschnellen Faustschlag der Frau aus. Blade blieb locker in der horizontalen Lage und grinste die Frau entgegen. Angst war in dem kurzen Moment des Blickkontaktes im Gesicht der Frau zu sehen. "Ich weiß, was du vorhast!", flüsterte Blade und schoss eine Druckwelle mitten in ihren Brustkorb. Die Frau flog weit in die Luft und fiel unsanft. Blade griff reflexartig nach hinten und griff einen Tentakel, welches von einem der weiteren Fremden ausging. Er zog kräftig mit einer Hand daran und ließ so den Fremden zu sich fliegen. In einer Umdrehung, versetzte er dem Fremden mit der anderen Hand einen kräftigen Faustschlag ins Gesicht und sah nun rüber zum Fremden mit den Eiswölfen.
Blade machte ein breites Grinsen und ging in Sprunghaltung auf alle Viere. Seine Haltung ähnelte jetzt mehr dem eines Tieres, als die eines Menschen. "Ich mache es schnell und blutig!", sagte Blade und wollte grade springen, als etwas hinter ihm wie aus dem nichts erschien…
Blade schaute verdutzt nach hinten und sah eine Gestalt, gehüllt in einem schwarzen, langen Priestermantel und einem ebenso dunklen Umhang, welches leicht im Wind wehte. Sein Gesicht war durch eine breite Kapuze verdeckt und seine Haltung ganz gelassen. Ruckartig, machte der neue Fremde eine leichte Handgeste und Blade schlidderte urplötzlich und unsanft weit über den Wüstenboden. Er rappelte sich sofort wieder auf und sah zurück zum Fremden. Kruja ergriff nun die Initiative, packte sein Schwert und lief auf den Mysteriösen los. Ein Kampfschrei, begleitete sein laufen, bis er ihn schließlich fast erreichte. Jedoch signalisierte eine weitere Handgeste einen riesigen Felsbrocken, der schnell aus dem Boden ragte und Kruja unsanft mit nach oben mitnahm.
Aber blieb Kruja nicht lange da oben, sondern fiel von weit oben wieder auf den Boden zurück. Er fasst sich schmerz gekrümmt an den Bauch und spuckte einen kleinen Satz von Blut aus. Daraufhin packte er wieder sein Schwert und stützte sich wieder auf. Sein Blick war mit Hass erfüllt und rannte wieder auf den Fremden los. "Mo…Moment. Ist das etwa…", dachte Selphin panisch und schrie: "KRUJA! NICHT!". Doch Kruja hörte nichts mehr und sprang wieder auf den Fremden zu, seine Klinge weit nach hinten ausgeholt. Doch hielt er plötzlich in der Luft an.
Der Fremde hatte Kruja in der Luft mitten an Hals gepackt. Kruja sah die Hand sich nicht einmal bewegen, griff zur Hand und ließ sein Schwert los. Der Fremde lächelte nur leicht und legte seine Handfläche auf Krujas Brust. Selphin Augen sprangen auf und er sprintete sofort los: "NEIN! LAß IHN LOS!". Doch war es bereits zu spät.
"Paragraph 06, Bioshockelementarismus der schwarzen Witwe…", flüsterte der Fremde und ließ einen grünen, halbdurchsichtigen Stachel durch Krujas Brustkorb durchstoßen. Krujas Gesicht verzog sich voller Schmerzen, gab jedoch keinen Schrei von sich. Der Fremde warf nun Kruja im weiten Bogen weg und drehte sich zu Selphin um. Der wiederum, blieb genau vor dem Fremden stehen und konnte sich kaum mehr rühren. Sein Körper war wie gelähmt und Schweiß bildete sich langsam auf seiner Stirn. "Lange nicht gesehen…Selphin.", fing der Fremde an und nahm seine Kapuze langsam runter. Kurze, graue Haare kamen zum Vorschein und seine stechend, blauen Augen traten nun hervor. "J…ja…", antwortete Selphin und versuchte vergeblich, sich die Angst nicht anmerken zu lassen.
"Wer bist du…?", kam es nun mit wütender Stimme von Blade, welcher nur noch einige Schritte von den beiden weg stand. "Das ist…", fing Selphin mit einer zitternder Stimme an, "Maximillian Xellortes, besser bekannt als *the Xell*!". Blades blick, wandte sich nun langsam in Verwunderung um und sprach: "Das Genie der Alchemie? Der in 56 Ländern gesuchte Xell, der mit 13 Jahren seine gesamte Akademie der Alchemie auslöschte nur…um zu sehen wie stark er wirklich ist?".
Xell fing an leicht zu lachen und sah Blade an: "Leider war das nicht wirklich eine Herausforderung. Da war ja meine Familie eine größere Herausforderung.". Selphins Herz schlug nun noch schneller, als er die Grausamkeiten, welche aus Xell´s Mund kamen, hörte. Doch plötzlich hörte er ein Lachen, welches von Blade auskam. Xell blickte nun etwas gereizt zu Blade rüber, welcher sprach: "Hahaha…welch eine wunderbare Nacht. Endlich treffe ich jemanden, der vielleicht mehr, als nur einige Sekunden aushält!". "Hüte deine Zunge, Kleiner!", antwortete Xell mit einer wütenden Stimme. Doch plötzlich war Blade bereits mitten im Sprung vor ihm, packte das Gesicht von Xell und presste es im Sprint, auf dem heißen Wüstenboden. Eine lange Grube bildete sich und Blade machte sich auf, den Kopf zu zerdrücken, als plötzlich der Körper in Sand verfiel. Er blickte sofort nach hinten und blockte mit einem Bein, den flammenden Prankenhieb von Xell. "Du bist schnell!", sprach Xell. "Du hast Mundgeruch!", antwortete Blade ernst und kickte Xell wieder von sich weg.
"Genug gespielt!", rief Xell und ließ einen Flammenring um sich erscheinen, welche mit schnellen Handzeichen begleitet wurden. "WAS!", dachte sich Selphin, "Er macht die Zeichen von Schriftrollen mit seinen Handzeichen nach?".
Xell presste beide Handflächen auf den Boden und ließ hinter sich einen gigantischen Golem aus Sand entstehen. Blade pfiff beeindruckt und blickte hoch zum Golem. Ohne abzuwarten, machte der Riese bereits einen Schlag auf Selphin, der wiederum in letzter Sekunde ausweichen konnte. Jedoch kam ein nächster Angriff gleich hinterher, der ihn direkt traf. Die Hand des Golems wurde aber plötzlich langsam wieder nach oben gedrückt und man sah an Selphins Händen, wie sich leicht Eis daran gebildet hatte. Auch um ihn herum, bildete sich Eis, welches ihm wohl als Schutz diente. "Also noch immer…", dachte sich Xell und sah wieder zu Blade.
Jedoch wurden alle Still. Ein rauer Wind zog auf und sie spürten eine neue Kraft sich bilden. Alle drei, sahen nun langsam zu Kruja, der sich ruhig wieder aufrichtete und sein Schwert plötzlich wieder in den Händen trug. Er hielt die Klinge in Richtung von Xell und ein sehr starker Wind, bildete sich wie ein Tornado um Kruja. Er biss langsam die Zähne stark zusammen und schrie. Ein langer, roter Umhang materialisierte sich plötzlich an ihn und seine Haare, sowie Sandkörner fingen an in seiner Umgebung zu schweben. Alle drei machten einen unfassbaren Eindruck und sahen, dass Krujas Augen glühten, wie der Rest seines Körpers. Sein Gesicht verzog sich wieder zu einer ernsten Fratze, wie es damals in der Höhle geschah."Hey du…", fing Kruja an…

"Fass meine Freunde nicht an!"

I am Zantus. I fought my Way, to be your Demon King

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Lucris

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20

Sonntag, 8. Juli 2007, 11:50

Kapitel XXIII

Halte durch


Der Wind um Kruja, fing an sich zu stabilisieren und aus seiner Wunde aus der Brust, floss das Blut noch immer. "Das selbe Gesicht wie damals!", dachte sich Selphin. "Was soll das denn jetzt werden?", sagte Blade gelangweilt und sah rüber zu Xell, der ein erstauntes Gesicht machte. "Da stimmt was nicht!", dachte er nach, "Niemand kann der Vergiftung standhalten. Und diese Aura die von ihm ausgeht. Sie bekommt langsam Form. Aber der Junge ist kein Alchemist…es sei denn…". Xell´s Augen rissen sich plötzlich weit auf und er dachte plötzlich erstaunt: "ER IST EIN TRÄGER!".
Kruja richtete sein Schwert nach hinten, um es mit voller Kraft nach vorne zu schwenken. Der erstandene Tornado, bewegte sich schnell auf Xell und Blade zu und beide verschwanden reflexartig. Der schneidende Wind, traf jedoch direkt den gerufenen Golem, der in den Strudel hineingezogen wurde und von innen zersetzt wurde. Kruja schwankte nach vorne und Selphin erkannte an ihm, dass sein Körper wohl nicht mehr lange aushalten würde. Xell erschien nun hinter Kruja und holte seine Faust zum Schlag aus, als Kruja sich plötzlich schnell drehte und Xell mit dem Handrücken direkt am Gesicht traf.
"Seine Sinne sind besser geworden!", dachte Xell nach, als er einige Schritte zurück fiel. Selphin holte währenddessen ein Pergament aus seiner Jacke, als er wiederum einen Faustschlag von der fremden Frau erhielt, die sich wieder aufrappelte. Er flog weit und bewegte sich erst einmal nicht mehr.
Blade erschien direkt vor Krujas Gesicht mit einem breiten und etwas krankhaften Grinsen und weiten Augen. Kruja wich erschrocken zurück und erhielt einen Schlag in die Magengrube von ihm. Er sank zu Boden und Blade bemerkte, wie langsam die Intensität seiner Aura nach ließ und das lange, rote Cape sich wieder auflöste. "Warum tust …du das?", fragte Kruja, während er sich den Bauch hielt und langsam nach oben zu Blade schaute.
"Weil…", fing Blade an, "…es mir einfach unglaublich Spaß macht.". Kruja wurde langsam schwarz vor Augen, sank sanft zu Boden und verlor das Bewusstsein. Blade sah ihn nun etwas verärgert an und sprach: "Hey…HEY, wach auf. So macht doch keinen Sinn, wenn du nicht schreist.".
Er sah anschließend zu Xell: "Na dann, mache ich eben mit dir weiter!". Xell verzog keine Miene und machte eine Handgeste, während Blade auf allen Vieren mit einem Affenzahn auf ihn zulief. Jedoch traf er auf eine Barriere, die sich unsichtbar vor Xell gebildet hatte, er fing an, seine Krallen in die Barriere zu stoßen. Lichtfunken, sprühten aus den kleinen, entstandenen Löchern und Blade schaffte es langsam, die Barriere auseinander zu reißen, als er plötzlich Xell´s Handfläche auf seinem Rücken spürte. "So einfach…", flüsterte Xell und ließ einen gewaltigen Stromstoß auf Blade ab.
Blade flog weit von Xell ab, bis er landete und noch einige Zuckungen erlitt. Er sah im liegen zu Xell. "Die Barriere und der Doppelgänger, waren zur Ablenkung!", sagte er geschwächt. "Natürlich.", antwortete Xell und bildete locker einige Funken an seinen Händen, "Glaubst du wirklich, dass jemand, der nur gut in Alchemie ist, eine gesamte Akademie auslöschen kann?".
"Ich könnte das bestimmt", sagten Blade frech, als er langsam wieder aufstand. "Nein!", konterte Xell wiederum, "Egal wie gut du bist, niemand könnte es mit so vielen aufnehmen, es sei denn…". Blade sah Xell lange schweigend an und Xell ihn ebenfalls. Ein leiser Wind pfiff und ein Prärieball rollte zwischen ihnen, bis Blade nach langem zögern sagte: "…Wenn du jetzt darauf wartest, dass ich *…es sei denn was!* sage, kannst du noch lange warten.". Xell stand noch immer zögernd dar und Blade verdrehte die Augen. Er verkreuzte sich die Arme, sah von Xell weg und sprach: "…es sei denn was!".
"Es sei denn!", antwortete Xell stolz, "…man unterscheidet sich von allen anderen. Ich habe seit meiner Geburt, die Fähigkeit, das Kombinationselement des Donners nach meinem Belieben zu nutzen. ABER es greift nicht meine Aura an. Ich kann soviel davon produzieren, wie ich will."
Blade sah Xell absolut gelangweilt an und sprach: "Das ist es? Keine Monster oder so? Nur Strom?". Xell lachte leicht verärgert: "…Nur Strom?". Plötzlich machte er eine schnelle Handbewegung auf Blade und schoss einen Blitz auf ihn. Der wich wiederum knapp aus und lief auf Xell zu. Jedoch verschwand er und selbst Blade, konnte seine Bewegung nicht mehr verfolgen.
Sofort spürte er nun, wie Xell sein Gesicht packte und in den Boden rammte. Gewaltige Stromstöße, prasselten auf Blades Gesicht ein, der wiederum laut und vor Schmerzen schrie und Xells Arm fest packte. "NUR STROM HÄ?", schrie Xell, "DA HAST DU NUR STROM!". "DU HÄTTEST MICH NIE BEZWINGEN KÖNNEN!", schrie Xell weiter, "DU HANDELST IN DIESER GESTALT MEHR WIE EIN TIER UND GEHST NUR AUF DEN GEGNER BLÖD LOS!".
Blades griff wurde langsam locker und seine Arm fielen zu Boden. Xell ließ locker und sah Blades schwer verbranntes Gesicht an. "Du hast ja nicht einmal deine Waffen benutzt und nur mit den Händen zugeschlagen.", sprach Xell zu sich selbst und vergewisserte sich davon, dass Blade auch ohnmächtig war.
Die drei Fremden kamen nun zu Xell. "Nimmt ihn mit zur Zentrale. Der Chef will ihn lebend!". Die drei nickten und sahen sich Kruja und Selphin an. "Scheißt auf diese beiden. Der Junge wird eh wesentlich qualvoller sterben, als ihr es überhaupt schaffen könnt. Der andere hat größere Probleme als uns. Nimmt ihnen aber ihre Wassersteine weg!". Die Fremden taten, was ihnen befohlen wurde und verschwanden mitsamt von Blade und der Prinzessin…

Die Sonne brannte schwer auf Selphins Körper, der etwas später wieder zu sich kam Obwohl es zwar Nacht war, konnte er dennoch kaum Atmen. Er drehte sich langsam auf den Rücken und sah rüber zu Kruja, der sich nicht regte. "Verdammt…", dachte er, "Mein Körper rührt sich nicht mehr!". "Lass mich dir helfen. Ich kann euch beide retten!", kam es wieder aus seinem Kopf, doch Selphin machte nur ein äußerst genervtes Gesicht und sprach: "Halts Maul! Ich werde mir nie wieder von dir helfen lassen VERSTANDEN!". Seine Sinne verließen ihn langsam aber sicher und kurz bevor sich seine Augen schlossen, sah er Silhouetten von Menschen vor seinen Augen und fiel in Ohnmacht…
Mit einem lauten Schrei, kam Selphin wieder zu sich. Er fand sich in einem großen Karawanenzelt wieder lag in einem weichen Bett auf dem Boden. Seine Wunden wurden behandelt und er bemerkte, wie eine junge Einheimische ins Zelt herein trat. "Oh, du bist wach.", fing sie an, "Keine Sorge, du bist hier sicher. Meine Karawane hat den Lärm gehört und alles mit gesehen. Als sie gingen, haben wir dich in Sicherheit gebracht.".
"Oh..", gab Selphin von sich, "Danke…ähm…". "Schiela.", half ihm die Junge Frau. Selphin sah sich noch einmal um und bemerkte, dass Kruja nicht hier ist: Wo ist der andere?". Die Frau machte nun ein betrübtes Gesicht und wollte schon etwas sagen, als ein entsetzlicher Schrei von Kruja, laut durch das zelt ging. Selphin erschrak und sprang aus dem Bett. "Warte, du darfst noch nicht aufstehen und du…", sagte Schiela, während sie langsam rot wurde, "…hast nichts an…".
Selphin rannte ins nebenstehende Zelt und sah, wie mehrere Menschen Kruja versuchten zu behandeln. Der wiederum, schrie ununterbrochen auf und zuckte mit seinem Körper. Blanker Schmerz war ihm anzusehen und Tränen flossen seinen Wangen runter. "Was ist hier los?", fragte Selphin entsetzt. "Es ist das Gift in seinem Körper!", antwortete einer der Männer, "Es zerfrisst ihn von innen und lässt ihn blanke Schmerzen spüren!". "Könnt ihr ihm den nicht helfen?", fragte Selphin sofort nach. "Nein…", erhielt er als Antwort. "Wenn es so weiter geht…"

"Hält er keine Fünf Minuten mehr aus…"

I am Zantus. I fought my Way, to be your Demon King

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