Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Das offizielle Forum zu Creative und AT. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Noriyori

Hokuto no Ken!

  • »Noriyori« ist männlich
  • »Noriyori« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Würzburg

Beruf: Biostudent

  • Nachricht senden

1

Mittwoch, 9. November 2011, 12:43

[Freundschaftskampf] Yridion vs Skadi (Ja, schonwieder!)

Ok, nachdem wir das Gefängnis zerstört haben, will man natürlich etwas Ruhe haben, also en schönes Bad im Onsen.

Nach Ligaregeln.

Und Skadi fängt an.

Ada

Nachteule

  • »Ada« ist weiblich

Wohnort: Berlin

Beruf: Bandenmitglied der "Nachteulen"

  • Nachricht senden

2

Mittwoch, 9. November 2011, 17:39

"Jinchuruku Onsen", stand es in einer schön geschwungenen Schrift auf dem Flyer, der den Onsen mit all seinen angebotenen Diensten aufzeigte.
Skadi sah vom Flyer auf, und fand sich direkt davor wieder. Live sah es viel schöner und prunktvoller aus als auf Papier.
"Sehr einladend", gestand sie sich ein.
Sie betrat den Onsen und wurde sofort freundlichst von einer Dame im Kimono empfangen.
"Ohhhhh, Wilkommen!"
Die Dame lächelte über das ganze Gesicht, als hätte sie schon sehr lange keine Kundschaft mehr entgegen genommen.
Skadi lächelte zurück und fühlte sich auf Anhieb sehr wohl. Es roch angenehm nach Rosen, der Raum war im sanften rot gestrichen und geschmückt mit farbenfrohen Bildern sowie vielen Pflanzen.
"Ich wollte..." eigentlich nur eine entspannende Massage. Aber als die Dame sie mit erwartungsvollen Augen ansah und Skadi merkte, dass sie wahrscheinlich wirklich wenige Kunden in letzter Zeit zu verzeichnen hatte (lag es etwa daran, weil vor ca. einer Woche ein Wellnessbereich ganz in der Nähe eröffnet hatte?) entschloss sie sich, "das volle Programm" zu nehmen.
Ihre Entscheidung zeigte Wirkung. Die Frau rief aufgeregt nach ihrer Gehilfen, sofort wurden Skadi ihre Sachen abgenommen und in ein Umkleideraum geführt, wo sie sich auf das bevorstehende Bad umziehen konnte.
"Ich komme in fünf Minuten wieder, dann werde ich mich um sie kümmern. Hier sind die Badetücher." feinsäuberlich legte die Gehilfen die Badetücher auf den Tisch, verbeugte sich vor Skadi und ging dann hinaus. Schnell hatte sie sich ausgezogen, und noch ehe zwei Minuten vergangen waren betrat schon jemand den Raum. Skadi war verblüfft, waren nicht von fünf Minuten die Rede gewesen? Sie griff nach dem Handtuch und bedeckte rechtzeitig ihren Körper.
"Erm... ich habe eine andere Auffassung von 5 Minu...?"
Als Skadi sich umdrehte und sah, wer vor ihr stand, war sie zum einen erstaunt und zum anderen überrascht. Yridions Gesichtsausdruck allerdings blieb frei von jeglicher Regung.
"Falscher Raum."
war das einzige, was er zu sagen hatte. Er drehte sich um und wollte schon wieder gehn, bis sie ihn aufforderte, kurz zuzuhören.
"Ich bin nicht auf Krawall aus, sondern will mir einfach nur einen schönen Tag hier machen. Ich schlage also vor, dass wir uns beide in Ruhe lassen und..."
aber wie in gewohnter Yridion Manier, zog er von dannen, ohne sie aussprechen zu lassen.
"Hm... scheint, als sein wir uns einig. Hey, die Seife riecht verdammt gut."
sie griff zur Seife, die neben ihr lag. Allerdings war die schon glitschig von der feuchten Raumluft, so dass sie Skadi aus den Händen entglitt und direkt unter Yridions Fuß flutschte.
"Oh nein..." sie schlug sich mit der Hand auf die Stirn und verzweifelte, wieso ausgerechnet JETZT so ein Missgeschick geschehen konnte...

Noriyori

Hokuto no Ken!

  • »Noriyori« ist männlich
  • »Noriyori« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Würzburg

Beruf: Biostudent

  • Nachricht senden

3

Donnerstag, 10. November 2011, 23:29

"Da will man sich einfach mal entspannen...und wer ist da? Ausgerechnet Skadi.", war Yridions Gedanke als er in die Umkleide trat.
"Falscher Raum", einfach Aussage, umdrehen, gut ist, vielleicht endet das Ganze ja mal friedlich nur keine Agression zeigen.
Plötzlich fing Skaid an zu reden, das Schattenwesen hörte einfach nicht hin, bloß nichts anmerken lassen.
Einfach weiterlaufen...die Befolgung dieser einfachen Devise war ihm jedoch nicht vergönnt als er auf die plötzlich auftauchende Seife trat.
Das Schattenwesen merkte nurnoch wie er den Halt verlor, nach hinten fiel und im nächsten Moment schoß ein scharfer Schmerz durch seinen Hinterkopf.

Skadi war im ersten sprachlos als Yridion fast wie in einem Comic hintenüberfiel, mit dem Hinterkopf aufschlug und einfach regungslos liegenblieb.
"Verdammt! Verdammt! Verdammt!", war ihr einziger Gedanke.

"Na toll, egal wo man auftaucht immer ist einer von diesen Verrückten anwesend und macht ihm das Leben schwer.", Yridion verspürte nochnichtmal Lust aufzustehen,
sollte sie angreifen würde er sie einfach aus dem Liegen attackieren, die Mühe war es nicht wert.
"....war ein Versehen...", drang zu seinen Ohren vor.
"Was?", fragte er erstaunt.
"Es war ein versehen, unglücklicher Zufall."
"Zufall?"
"Ja, Zufall. Ich habe keinerlei Intention zu kämpfen, ich bin hier zum Entspannen, wie ich bereits sagte."

Yridion stand einfach auf und verließ den Raum, gut, über ein Versehen konnte man hinwegsehen, er war nicht zum Kämpfen aufgelegt, er würde es ihr ein anderes Mal heimzahlen.
"Ist alles ok, der Herr? Sie bluten."
Yridion griff sich an den Hinterkopf, schimmerndes Blut klebte an seinen Fingern.
"Nur eine nicht ganz verheilte Narbe, das hört gleich auf.", die Arbeiterin zurücklassend trat er nun in den richtigen Umkleideraum, legte seine Kutte ab und band das Handtuch um seine Hüften.

Skadi hatte indessen das Bad betreten, sich traditionell vor dem Bad gewaschen und wandte sich dem heißen Bad zu.

Yridion setzte sich auf einen der niedrigen Schemel udn übergoß sich mit Wasser, seine Gedanken wanderten, Skadi hatte er schon vergessen, sie war unwichtig, solang sie ihn nicht wieder attackierte.

Die Cats setzte sich wohlig schnurrend in das heiße Bad, weit weg vom Heißwassereinlass, zuviel Hitze war einfach nichts für sie. Sie bevorzugte das schön warme Wasser und nicht die kochende Brühe.

Auch Yridion hatte sich mittlerweile ins heiße Bad begeben, direkt unter den Heißwassereinlass, das beinahe kochende Wasser entspannte seine Muskeln, sein Geist wurde leer und unbewusst wechselte er in seine feinstoffliche Form und einige Schattenpartikel wurden ins Wasser gespült. Langsam wurden sie durch das Becken gespült und gegen die marode Bambuswand gedrückt, die die einzige Barriere zwischen dem Männer und Damenbecken. Langsam zerfraßen sie eines der maroden Seile und einer der dicken Bambusstäbe, der mehr einem dicken Ast glich als den zarten Stäben, die den Sichtschutz vervollständigten, fiel plötzlich in das Damenbecken...

Ada

Nachteule

  • »Ada« ist weiblich

Wohnort: Berlin

Beruf: Bandenmitglied der "Nachteulen"

  • Nachricht senden

4

Freitag, 11. November 2011, 14:32

Welch herrliche Stimmung. Ein wunderbares Gefühl. Diese Wärme, das Wasser um sie herum, die Stille, der angenehme Geruch, sie alleine, das ganze Becken für sich... Yridion...

Yridion?

"Mhhh..." sie wedelte mit der Hand hin und her, als würde sie versuchen eine lästige Fliege loszuwerden.
"Der..." entspannt, schnurrend und immer tiefer ins Wasser sinkend "hat jetzt nichts in meinen Gedanken zu suchen... nichts... hach ist das schön."
Sie schloss die Augen, grinste vor sich hin, ihr Mund bereits unter Wasser. In ihrem Kopf blitzte ein Gedanke auf, der so unerwartet und plötzlich kam, dass ihr ein blubbernder Lacher entwich. Aber wieso eigentlich nicht? Wann hatte sie sich das letzte mal etwas gegönnt? Und überhaupt, war sie nicht hier um komplett zu entspannen? Zudem war sie eh allein im Damenbecken.

Ja, sie würde es endlich tun. Sie würde ein Handstand unter Wasser machen. Später würde sie sich im Wasser gleiten lassen und andere Kunststücke aufführen. Was war schon dabei? Sie hatte nie die Möglichkeit dazu und wollte es schon immer mal probiert haben - wobei, "falsch" Möglichkeiten hatte sie oft, aber sie hatte sich bisweilen immer geschämt. Doch jetzt... bot es sich perfekt an.
Immernoch mit geschlossenen Augen und dem Mund unter Wasser, ging sie langsam, die Arme wie Flügel ausgebreitet - "fast schon schwebend" - in die Mitte des Bades. Sie richtete sich auf, hob die Arme und setzte zum Handstand an.

Lächelnd öffnete sie ihre Augen... und lächelnd ging sie auch zu Grunde, als eines der Bambusstäbe hart auf ihre Nase krachte und es so aussehen ließ, als hätte sie es mit Freuden erwartet. Ihre Arme schlangen sich automatisch um das Holz, fast schon wirkte es wie eine Umarmung. Der Schmerz in der Nase jagten ihr Tränen in die Augen, sie schob das Holz zur Seite und tauchte auf. Kurz darauf krachte ein weiterer Bambusstab auf sie: diesmal auf den Kopf. Wieder wurde sie versenkt und wieder richtete sie sich -diesmal an der Nase und der dicken Beule am Kopf haltend- auf. Ihre Sicht war leicht rot getrübt, sie hatte Wasser geschluckt und musste einige Male heftigst husten. Als wieder ein Bambusstab fiel, konnte sie rechtzeitig ausweichen, platschend sank das schwere Holz in den Boden. Sie drückte die Hand auf die Nase und Blickte zur freigelegten Sicht im Herrenbad...

...dort ließ es sich Yridion ziemlich gut gehn.

Das Schattenwesen war kurz davor einzuschlafen, all die Dinge, die sich unmittelbar in seiner Nähe abspielten, nahm er überhaupt nicht wahr.
Plötzlich aber begann es vor ihm zu blubbern... er konnte sich nicht erinnern, dass das Onsen ein Whirlpool hatte?
Er hob fragend die Braue.
Langsam traten Haare aus dem Wasser, dann ein vorwurfsvolles Gesicht und zuguterletzt eine Hand, die ein zerfressenes Seil hielt.
"Das... sind offensichtlich deine Schattenpartikel?"
Skadi deutet auf das Seilende. Yridion schaute kurz darauf.
"Offensichtlich."
Er blickte kurz nach links und sah, dass drei Bambusstäbe fehlten und so ein Blick ins Frauenbad geöffnet war. Dann sah er die ziemlich dicke Beule an Skadis Schädel und die angeschwollene Nase, die nicht aufhören wollte zu bluten. Und zuguterletzt betrachtete er wieder das Seil.
"...keine Absicht..."
aber noch ehe er richtig aussprechen konnte, rief Skadi bereits nach der Gehilfin und verlangte - ziemlich wütend, aber bemüht um Ruhe - nach ihrem Handtuch und die Massage. Die Gehilfin, sichtlich verwirrt über die plötzlich aufgetauchten Wunden ihrer Kundin, brachte ihr umgehends das Verlangte. In einem kleinen Eimer schleppte sie einige Massagesteine mit - offensichtlich war sie gerade dabei gewesen, die Massageräume damit auszustatten. Kurz bevor Skadi das Bad verließ und zsm mit der Gehilfen genau hinter Yridion stand, blieb sie abrupt stehn und drehte sich um. "Ich will mit DEM auf keinster Weise in einem Raum sein!" Sie war schon immer schlecht darin gewesen, ihre Wut zu zügeln. So war es nicht verwunderlich, dass sie -wenn auch ungewollt- etwas zu schnell den Arm erhob, den Eimer traf und dieser zur Seite - samt Massagesteine - kippte...

Noriyori

Hokuto no Ken!

  • »Noriyori« ist männlich
  • »Noriyori« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Würzburg

Beruf: Biostudent

  • Nachricht senden

5

Samstag, 12. November 2011, 17:25

*platsch*, der erste Stein fiel noch neben Yridion ins Wasser, *platsch*, der Zweite auch, *plock* beim Rest war er nicht so glücklich, der dritte Stein kollidierte mit seinem Kopf, gefolgt von Dutzenden glatten, aber faustgroßen Steinen.
*plock*plock*plock*plock*, seine grade verkrustete Narbe am Hinterkopf platzte wieder auf, warm floss das Blut zwischen seinen Schulterblättern hinunter, lange hatte er jedoch nicht Zeit das Gefühl zu erfassen als die restlichen Steine, nun nichtmehr einzeln, sondern als geschlossener Verbund auf seinen Kopf niederprasselten. Er versuchte den Steinen auszuweichen indem er unter Wasser tauchte, jedoch stellte sich dies als Fehler heraus, zwar wurden die Steine vom Wasser gebremst, wurden jedoch abgelenkt und trafen nun sein Gesicht. Prustend schoß Yridion aus dem Wasser, sein Gesicht war von blauen Flecken übersät und Blut floss in fein verzweigten Strömen über sein Gesicht.

Die Gehilfin starrte entsetzt auf Yridion der wütend aus dem Bad stapfte und Skadi zur Rede stellen wollte, wegen des zweiten Zufalls heute...
"Bitte, Herr Yridion, entschuldigen sie mein Missgeschick, es tut mir schrecklich leid, bitte verzeihen sie!", zitternd kauerte sie vor dem erzürnten Kunden und versperrte ihm den Weg.
Skadi nutzte die Chance um sich unauffällig pfeifend aus dem Staub zu machen.
Yridion war einen Moment baff, aufgrund ihrer Dreistigkeit, dann jedoch kam ihm eine Idee und sein Zorn verschwand.
"Erstens, aufgrund dieser Dreistigkeit und des unhaltbaren Services bin ich nicht bereit einen Cent für den Besuch hier zu zahlen.", er atmete tief durch,
"Zweitens will ich als Entschädigung für die Verletzung, eine ordentliche Massage, natürlich auf Kosten des Hauses, dann werde ich auch nicht meinen Anwalt kontaktieren um sie in Grund und Boden zu klagen."
Zitternd wies sie ihn an einen der angrenzenden Massageräume zu betreten. Zufrieden wandte er sich dem Raum zu.

Skadi, die vorhin unauffällig verschwunden war, hatte sich mittlerweile im Massageraum genau neben dem, den Yridion betreten sollte. Yridion jedoch, in seiner heutigen Orientierungslosigkeit eines Sukos gleich betrat ihren Raum.
Sie bemerkte ihn jedoch nicht, da sie mit geschlossenen Augen auf der Liege lag, zur Hälfte bedeckt von einem Handtuch.
Ein kleiner Ofen wärmte den Raum und hielt die Massagesteine auf einer angenehmen Temperatur, eine fast schelmisch anmutende Idee durchschoß seinen Kopf und kurz darauf führte er auch seinen Gedanken aus und warf einige Holzscheite in den Ofen, das zusätzliche Holz erhitzte die Steine auf Temperaturen weit über dem empfohlenen Norm.

"War ein Versehen.", dachte er sich alser den Raum verließ und sich in Seinen begab und dort auf die Massageliege legte.

Ada

Nachteule

  • »Ada« ist weiblich

Wohnort: Berlin

Beruf: Bandenmitglied der "Nachteulen"

  • Nachricht senden

6

Freitag, 22. Juni 2012, 22:07

Die Gehilfin betrat den Raum in dem Skadi bereits friedlich schlummerte. Sie bat ihre Cheffin, sich um Yridion zu kümmern, da sie ihn nach ihrem Missgeschick im Bad nicht noch einmal unter die Augen treten wollte. Die Cheffin willigte widerwillig ein, obwohl ihr beide Gäste inzwischen nicht mehr ganz Geheuer waren.

Skadi war im Halbschlaf. Nur verschwommen nahm sie wahr, wie sich zwei Personen unterhielten, die Tür sich danach schloss und sich zwei Hände langsam - aber gekonnt - auf ihren Rücken legten und sie anfingen zu massieren. Das laute schnurren erschreckte zuerst die Gehilfin, so dass sie abrupbt abbrach und zurückwich. Augenblicklich wurde sie kreidebleich. Egal was auch immer sie heute anpackte, es endete in einem Desaster.
"Heiliger Buddha... was ist heute nur los? Ein... ein schlechtes Omen?"
Skadi hob ihren Kopf und wunderte sich, wieso die Massage so plötzlich endete. Als sie in die Richtung der Gehilfin blickte, sah sie eine verschreckte junge Dame, die ganz in ihrer Gedankenwelt - ihrem Gesichtsausdruck zu urteilen einer ziemlich düsteren Gedankenwelt - versunken war.
"Hey, wieso haben sie aufgehört? Das war schön."

Schön? Hatte sie gerade wirklich schön gesagt?

"Ent...entschuldigen sie. Aber als sie anfingen komische Laute von sich zu geben dachte ich, wieder etwas falsches getan zu haben."
"Wie sie sehen..."
Skadi bewegte ihre Füße, ihren Cats-Schweif, die Hände und ihre Ohren.
"... bin ich zur Hälfte Cats. Wenn wir uns sehr wohlfühlen, dann schnurren wir nun mal."
Ihre Worte zeigten Wirkung. Skadi registrierte zufrieden, wie das kreidebleiche Mädchen langsam wieder eine normale und vorallem gesunde Hautfarbe annahm.
"Oh! Da bin ich aber sehr beruhigt. Bitte legen sie sich wieder hin, ich werde sie jetzt mit unseren Massagesteinen verwöhnen! Ein Erlebnis der puren Entspannung erwartet sie!"
Skadi tat, wie ihr angeordnet wurde. Sie schloss die Augen und wartete. Die Gehilfin nahm einen Handtuch, mit dem sie in die Steine griff und eins nach dem anderen umwickelte. Obwohl sie sich sehr sicher war, die Temperatur für die Steine ordnungsgemäß geregelt zu haben, wurde sie das Gefühl nicht los, dass sie heiß waren... zu heiß. Nämlich so heiß, dass sie ein Stein ausversehen fallen ließ, nachdem sie es kurz in den Händen hielt um zu testen, ob sie mit ihrer Vermutung richtig lag. Der Stein fiel - wie hätte es auch anders sein können - direkt auf Skadis Rücken. Nach diesem Vorfall war sie sich sicher: heute stimmte etwas nicht. Ganz und gar nicht. Sei es ein schlechtes Omen oder ein böses Karma, egal was. Zuerst war sich Skadi unsicher, ob es hier üblich war und es zum Programm gehörte, Steine auf den Rücken fallen zu lassen. Sie starrte abermals die Gehilfin an, die schon wieder in ihrer düsteren Gedankenwelt versunken war, nur diesmal endgültig, denn fortan reagierte sie auf gar nichts mehr. Als sich die Cats aufrichten wollte, erschrack die weggetretene Gehilfin so sehr, dass sie alle Steine fallen lies. Jedes einzelne von ihnen fand seinen Platz auf Skadis Rücken.

"AU!"

Sofort sprang sie auf, die Steine fielen - samt der Gehilfin - zu Boden. Skadis ohnehin schon Hitzeempfindliche Haut, fühlte sich an mehreren Stellen gereizt an. Als hätte man Salz auf viele kleine Wunden gestreut. Sie brauchte Abkühlung. Und das dringend. Nackt und mit Tränen in den Augen, riss sie die Tür auf, rann zum Becken und sprang ins relativ kalte Nass. Für einen Moment dachte sie sich, ob vielleicht Dampf vom Wasser aufsteigen würde. Möglich wäre es gewesen, ihr Rücken zumindest fühlte sich heiß genug dafür an. Sie wurde sich sicher, dass sie in nächster Zeit - wegen den zahlreichen Bläschen - nicht mehr auf den Rücken schlafen könnte.

Nach der erfrischenden Abkühlung ging sie langsam in ihren Raum. Ihr Rücken begann wieder an einigen Punkten zu schmerzen.

Sie beugte sich vor und hob das Handtuch auf, dass vor der Gehilfin - die mit leeren Blicken vor sich hinstarrte - lag. Aus irgendeinem Grund war sich die Cats sicher, dass dieser Vorfall hinterhältigst geplant wurde. Und Tatsache... auf dem Boden entdeckte sie mehrere kleine schwarze Punkte. Sie folgte der kleinen Spur mit ihrem Auge und sah, wie dieser vor dem mit Holz überladenen Ofen endete.

"Du mieser..."

Skadi marschierte wieder zurück zum Becken. Sie bückte sich und stieß ein kurzes zischen aus. Für die nächsten Tage wurde ihr klar, dass sie alles vermeiden musste, was den Rücken auf irgendeine Art und Weise beanspruchte. Sie machte das Handtuch nass - eine Art Notpeitsche -und marschierte in den Raum, wo Yridion - der tief und fest schlief - massiert wurde. Die Cheffin des Hauses sah Skadi verdutzt an, als diese so gut wie Nackt - ihre Blöße lediglich versteckt hinter ihren langen Haaren - vor ihr stand.

"Los, raus hier."

Das ließ sich die Cheffin nicht zweimal sagen.

Skadi näherte sich Yridion, der von ihrer Präsenz offensichtlich noch nichts mitbekommen hatte.

"Wach auf, wir haben was zu bereden."

Keine Reaktion. Diesmal sprach sie lauter.

"STEH AUF!"

Wieder nichts.

"Also schön... dann eben so."

Skadi riss Yridion das Handtuch vom Hintern.

Sie musste diabolisch grinsen, als sie mit ihrem nassen Handtuch ausholte und "HA!" schrie.

Noriyori

Hokuto no Ken!

  • »Noriyori« ist männlich
  • »Noriyori« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Würzburg

Beruf: Biostudent

  • Nachricht senden

7

Freitag, 22. Juni 2012, 23:52

Yridion schloss in vollkommener Entspannung die Augen, der sanfte Druck der massierenden Hände ließ ihn schnell in einen tiefen Schlaf verfallen.

Ein Traum tat sich auf, vollkommene Finsternis, ein gewohnter Anblick. Doch etwas stimmte nicht in der Finsternis, etwas schien sich von hinten anzuschleichen,
er hörte ein sanftes Tropfen, tropf, tropf, tropf, begleitet von einem leisen Tapsen, wie Katzenpfoten auf hölzernem Boden.

Katzenpfoten auf hölzernem Boden? Verdammt...Yridion versuchte sich gewaltsam aus seinem Schlummer zu reißen, doch da war es zu spät,
ein scharfes Klatschen in der Luft, ein scharfes Klatschen begleitet vom saftigen Knacken des Schattenwesens Nase, als er vor Schreck zu Boden fiel.
Der stark saure Geschmack seines Blutes zwang Yridion zum Ausspucken, es zischte als sich das blut in den Boden fraß.

Voller Wut stand er auf, und drehte sich der vor Lachen gekrümmt am Boden liegenden Skadi zu.

"Hahahahahahaaaaaaa...bitte....lass....es...aufhören...Anblick....einfach zu göttlich.", verzweifelt schnappte sie nach Luft, während ihr die Tränen über die Wangen liefen.

"..." Yridion war für einen Moment sprachlos. Nunmehr nurnoch verärgert wischte er sich das Blut aus dem Gesicht und hob die Liege auf und warf sie nach Skadi.

Diese rollte einfach zur Seite und schaffte sich nun auf ihre Knie aufzurappeln.

Immernoch mit Tränen in den Augen und sich den schmerzenden Bauch halten, mehr lachend als sprechend brachte sie hervor.

"Na....ha....dein Date mit dem Fußboden war ja schnell vorbei, war sie zu hart für dich Schwerenöter?" und prompt verfiel sie wieder ins Lachen.

Yridion wurde wieder wütend, was wagt sich dieses minderwertige Wesen so über ihn zu Lachen?
Gerade als er zum Sprechen ansetzen wollte rappelte sie sich endgültig auf und hörte bis auf kleinere Ausbrüche auf zu Lachen.

Ohne etwas zu sagen starrten sie sich gegenseitig an, Skadi immernoch leicht gekrümmt ihren Bauch haltend, Yridion immernoch mit seiner blutenden Nase.
Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und zwei Männer stürmten herein. Skadi sprang reflexartig nach vorne, an Yridion vorbei und verschwand durch das papierne Fenster.
Etwas Krach und ihre Stimme war nur kurz nochmal zu hören als sie in den Nebenraum einbrach mit den Worten "Kleidung vergessen".

Die beiden Männer starrten Yridon wutentbrannt an. "Dafür werden sie zahlen!"

Yridon grinste, "Natürlich werde ich zahlen, wobei das wäre falsch formuliert, vielmehr werdet ihr zahlen, denn aus meiner Perspektive seid ihr genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Wenn sie nichtmehr verfügbar, so müsst ihr nunmal leiden.", mit seinen letzten Worten schoß Yridion nach vorne und riss die beiden unglücklichen Seelen mit in die Schattenwelt.
Kurz bevor sich das Schattenportal schloss, war nurnoch ein markerschütternder Schrei zu hören.

Bookmark and Share
AT-Button 3