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Terry

Kamikaze

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1

Dienstag, 26. September 2006, 10:22

Caris

mein Lieblingsantagonist in AT.

an die Autoren :

Wie entstand die Idee zu Caris?
und wieso wurde er zu einem Bösewicht?

Spoiler Spoiler

Warum der Bezug zu Kinneas?


an die User :

lasst die Disskusionrunde beginnen :D


2

Dienstag, 26. September 2006, 12:00

Also ich muss zugeben, dass mich Caris nicht 100%ig überzeugt hat.

Am Anfang als fanatischer General hat mir die Figur besser gefallen.
Caris hatte etwas Bedrohliches an sich.
Eben der große General in Timber.

Spoiler Spoiler

Vor allem während der Folter


Aber nachdem er eine Zeit lang verschwindet und dann wieder auftaucht...

Spoiler Spoiler

...als Cyborg...

...finde ich geht seine Figur im Gegensatz zu Hyne unter, der währenddessen zwar im Hintergrund agiert aber scheinbar, wenn es um die Macht geht auf gleicher Stufe steht.

Gut, seine letzten beiden großen Kämpfe sind beeindruckend aber irgendwie kommt er mir da nur noch wie ein austauschbarer "Supersoldat" vor.

Was mir allerdings gefällt ist sein Vorname...Sandath...
Der SeeD Sandath war mir bereits sympatisch
When the paper´s crumpeled up it can´t be perfect again

Ada

Nachteule

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3

Mittwoch, 27. September 2006, 23:44

Caris
Meines erachtens nach ein Charkter, der den Bösewichten perfekt verkörpert.
Wie Sareth Olaine schon sagte, am Anfang ein perfekter general...
einzig und allein der Fakt, dass er irgendwann

Spoiler Spoiler

zum Cyborg
wurde, hatte mich teilweise etwas gestört.

Aber ansonsten, diese sarkastische Art...bezaubernd :D
neben Hyne hätte ich ihn mir auch als sehr guten Final-Boss vorstellen können;)

ShadowFlame

unregistriert

4

Donnerstag, 28. September 2006, 09:36

Wollte mit der Antwort eigentlich noch warten, aber ich werde trotzdem mal auf die euch genannten Punkte eingehen ^^

Die Rolle von Caris war zu Beginn eigentlich nicht so groß ausgelegt, wie sie am Ende schließlich war. Die Motivation war lediglich, einen Gegner zu schaffen, der über mehrere Kapitel hinweg ein Problem darstellt. Alles was mit Caris zu tun hatte, war mehr auf Action ausgelegt, bis sich später eine Hintergrundgeschichte entwickelte und die Figur mit den zentralen Aspekten von AT zusammengeführt wurde.

Spoiler Spoiler

Da Caris ein Galbadianer ist, fanden wir es passend, ihn in die Geschichte von Rinoa einzubauen (vorläufig als Mörder ihres Vaters) und deshalb sollte auch Caris derjenige sein, der als erster Rinoas dunkelste Seite zu spüren bekommt. Um einen gewaltigen Kampf zu planen, müsse er schon mehr als nur ein Mensch sein. Wobei ich jetzt finde, dass seine Verwandlung zum Cyborg eine Analogie zu Prokyltas/Julias Verwandlung ist, nur eben ein wenig skurriler. Anstatt zu sterben und den Lauf der Dinge hinzunehmen, hat er sich mit neuer Macht ausstatten lassen, um am Leben zu bleiben und wurde somit einem Monster immer ähnlicher.


Zitat

...finde ich geht seine Figur im Gegensatz zu Hyne unter, der währenddessen zwar im Hintergrund agiert aber scheinbar, wenn es um die Macht geht auf gleicher Stufe steht.

Es war eigentlich von vornherein geplant, Hyne und den Philosophen ins Zentrum von Episode 3 zu stellen. Caris starb in gewisser Hinsicht wirklich schon am Ende von Episode 2, in Episode 3 erleben wir noch einmal sein letztes und extremstes Aufleben, das sich besonders gut als starker und gefährlicher Gegner erweist.

Zitat

Gut, seine letzten beiden großen Kämpfe sind beeindruckend aber irgendwie kommt er mir da nur noch wie ein austauschbarer "Supersoldat" vor.

Nun ja, vielleicht ist er es auch. Seine Macht hat er von der Sekte bekommen und die hätten auch jeden anderen dafür heranziehen können, sofern sich die jeweilige Person auch darauf eingelassen hätte (bzw. sich manipulieren ließe). In AT kämpfen viele Charaktere, vor allem auch die Antagonisten, dafür, um sich zu beweisen und den Status der Unauswechselbarkeit zu erlangen. Das ist mit ein Grund für ihr Streben nach mehr Macht. Hier eine Szene aus Kapitel 31:

Zitat

"Geht es Euch gut? Mein Gebieter!"
"Wann habe ich dir erlaubt zu sprechen?" [...]
"Verzeiht mir", entschuldigte sich Prokylta.
"[...] Wir brauchen keine Menschen, die Mitleid zeigen. Für die Durchführung unserer Pläne bedarf es uns an Macht und Zielstrebigkeit, das Notwendige zu tun."
Prokylta schwieg. Sie zitterte.
"Du bist ersetzbar, Prokylta. Ich hoffe für dich, dass mich deine Hexenkräfte vom Gegenteil überzeugen werden. Aber als mein treuester Diener und meiner rechten Hand zur Lenkung der Sekte ist der Schwarze Prinz mindestens genauso gut geeignet", donnerte Hyne. "Wie auch immer. Unser Ziel ist greifbar nahe. Hinfort mit euch!"


Zitat

Spoiler Spoiler

Warum der Bezug zu Kinneas?

Um durch die Verknüpfung der einzelnen Charakter-Geschichten für zusätzliche Spannung zu sorgen ;)

Balki

God's loyal Bloodhound

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5

Donnerstag, 28. September 2006, 22:12

Hm Caris als Monster abzustempeln würde ich nicht tun , ich habe weder den genauen Wortlaut im Kopf noch die Stelle , aber was Caris Finaler Kampf.

Er ist besiegt und es kommt sein wahres ich zum Vorschein , Squall sieht das gute in ihm und will ihn retten , Rinoas einziger Gedanke war aber ihn zu töten.

Ich vergleiche Caris deswegen mit dem Sofa da sich beide nicht einig waren und beide Male Rinoa Squall ihren Willen aufgezwungen hat.

Aber von anfang an als ich anfing AT zu lesen habe ich mich gefragt "Wo is der Supersoldat der genetisch verändert wurde" ich hatte es im Blut das sowas kommen wird und es kam so.

MfG Balki

MfLuder

Gaukler

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6

Freitag, 29. September 2006, 13:37

Hehe, wirklich ein interessanter Punkt, den Balki eingefügt hatte. Caris mit dem Sofa zu vergleichen, auf diese Idee wäre nichtmal ich gekommen. Aber im Prinzip stimmt es, sowohl beim Sofa als auch bei Caris enthüllen sich die Probleme zwischen den beiden.
Das Sofa war damals sehr subtil das erste Zeichen, dass das Leben der beiden eingefahren ist, bei Caris kommt es voll zum Vorschein.

Im Grunde ist Caris ein B-Movie Bösewicht und so haben wir ihn auch geschildert. Dennoch nehmen wir jeden unserer Figuren ernst und obwohl auch bei Caris viel zu finden ist, wollten wir ihn doch stets nicht zu sehr erhöhen, sondern ihn als B-Movie Bösewicht beibehalten. Deswegen kam auch die Idee mit dem Cyborg auf. Wir wollten Caris da behalten, wo er hingehörte, außerdem konnten wir so gut die Geschichte mit den Lacrimas weiterführen. Wir wollten verhindern, dass das Verschwinden der Artefakte am Ende von Episode 2 zu einer weiteren stupiden Suche verkommt und damit es wie ein Herauszögern gewisser Storypunkte wirkt.

Caris ist übrigens auch die Person, die die meisten typischen Bösewichtsdialoge hat. Er ist ein klassischer Schurke, aber dann auch wieder nicht.
Es gibt mit manchen Typen von Figuren, mit denen man Dinge machen kann und manche Typen, mit denen man Dinge nicht machen kann.
Ich hatte immer das Gefühl, dass Zed Black z.B. bis zum Schluss mysteriös bleiben musste, da sonst viel von ihm verloren gegangen wäre. Zed ist als Figur an sich vollkommen uninteressant, seine Rolle ist das faszinierende an ihm. Gepaart mit seiner Eiseskälte wirkt er ziemlich cool.

Bei Caris hingegen konnten wir verschiedene Dinge zeigen, auch hier ist seine Rolle sehr faszinierend, aber auch seine Geschichte und sein Charakter.
Trotzdem bekam er natürlich nicht so viel Spielraum wie Prokylta oder Hyne oder Xelto, die von vornerein wesentlich emotionaler und vielschichtiger angelegt waren.

Balki

God's loyal Bloodhound

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7

Freitag, 29. September 2006, 22:11

Die Idee mit den Lacrimas die er aufschling war wirklich sehr gut , jeddoch fand ich das Caris etwas "zu stark wurde".

Noch dazu hat er meiner Meinung nach damit seinen Charm als Bösewicht den er während der Folterszenen hatte , verloren.


Ach ein bischen Spam einschieben , die Uhrzeit um die MF gepostet hat ist geil:

Heute, 13:37 von MfLuder

xD ...

8

Samstag, 19. April 2008, 23:48

Das meiste, was ich zu Caris schreiben könnte bzw. was ich über diesen sehr guten Charakter sowie Bösewicht denke, wurde ja zum Großteil schon genannt. Nunja, fangen wir doch einfach mal an -

Mir persönlich ist ebenfalls aufgefallen das Caris an sich gesehen doch eigentlich nur in der ersten Hälfte ein "richtiger" Bösewicht war. Die Story um Deling, Polendina und die anderen, welche ihn sogesehen erst zu dem werden ließen was man in AT erlebte, war ebenfalls sehr gut durchdacht und zudem auch nötig um dem Leser vor Augen zu führen warum und wie Caris überhaupt zu solch einem Menschen werden konnte. Für mich war die Story um Deling bzw. Caris' Vergangenheit trotz allem sehr gut umgesetzt (den Teil das Deling nie existierte, um es mal so auszudrücken, ist ja sogesehen wirklich nur rein erfunden, auch wenn es schon ein wenig nach einer Maschine bzw. nicht wirklich menschlich im Spiel selbst aussah als Edea ihm den Todesstoß versetzte und anschließend wegwarf). Aber, wieder zu Caris -

besonders die Folterszene, welche wie ich fand teils ziemlich unter die Haut fing, zeigte das Caris ein guter Bösewicht war. Zu Beginn hielt ich ihn lediglich für irgendeinen durchgeknallten Patrioten, welcher nur eine kleine Nebenrolle spielen würde, aber das hat sich ja dann spätestens nach der ersten Schlacht in Timber geändert.

In der zweiten Hälfte wiederum konnte man nach und nach immer mehr sehen das Caris teils sogar zweifelte, aber dennoch weitermachte. Squall erkannte dies und wollte ihm helfen, da es noch nicht zu spät war. Irgendwann kam dann leider die Szene in welcher Rinoa fast zu Artemisia "mutiert" wäre, in welcher man wieder gut sehen konnte das sie sich indirekt gegen Squall stellte - das mit dem Sofa hatte ich in dem Augenblick echt außer Acht gelassen, klasse Anmerkung Balki. In dem Moment dachte ich zwar schon "Ok, jetzt ist es soweit... ." aber Rinoa konnte sich noch beherrschen, auch wenn sie seit diesem tag ziemlich "angeschlagen war". Anbei war Caris sogesehen nur noch eine ultimative Waffe, welche innerhalb der letzten Kapitel nach und nach seine gesamte Macht entfesselte und kein wirklicher Bösewicht mehr war.

Alles in allem ist mir persönlich in dem Moment, in welchem Caris Squall in der Wüste zurückließ und dieser die Wissenschaftler abschlachtete, klar geworden das Caris im Inneren noch immer ein guter "Mensch" (war ja da bereits Cyborg) ist/war, denn - welcher schlechte Mensch sagt schon "..., jeder sollte sein Schicksal selbst bestimmen können." ? Sogesehen mochte ich den Charakter Caris an sich, schade daher das es so enden musste - zumal er selbst sagte "Ich kann nicht mehr zurück." .


mfG. Balmung

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