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Lucris

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Donnerstag, 12. Juli 2007, 16:19

Kapitel XXIV

Die Leiden einer Klinge


Schreie von Kruja, erfüllten das gesamte Nomadenvolk, welches sich langsam um das besagte Zelt anfingen zu versammeln. Selphin sah noch immer den Arzt an und konnte seinen Worten kaum glauben: "Nur…nur noch etwa Fünf Minuten? Was soll das heißen? KÖNNEN SIE DENN GAR NICHTS FÜR IHN TUN?".
Der Arzt blickte nur noch traurig und versuchte die nächsten, passenden Worte zu finden. Er nahm seine Brille ab und fing an: "Keines unserer Mittel springt auf das Gift an. Seine Organe lassen langsam aber sicher nach und er steht kurz vor einem Herzstillstand. In meinem gesamten Leben, habe ich so etwas wie dieses Gift noch nicht gesehen."
Selphins Augen wurden langsam glasig und er wollte schon etwas sagen, als plötzlich Krujas Schreie versiegten. "Was? Was ist mit ihm?", fragte Selphin sofort nach und packte den nächst besten Arzt am Kittel, "Was ist los?". Einer der Ärzte untersuchte Kruja und drehte sich langsam mit einem Kopfschütteln um: "Er hat aufgehört zu atmen…Es tut mir Leid.".
"Nein…Ooooh Nein!", fing Selphin an und schubste den Arzt zur Seite. Er fing an mit seinem Fäusten auf Krujas leblosen Körper einzuschlagen und schrie ständig: "NEIN, NEIN, NEIN! JETZT KÄMPFE GEFÄLLIGST! KOMM SCHON KRUJA!!! KÄMPFE! KÄMPFE! [SIZE=7]Kämpfe![/SIZE]"…


Innere Gedankenwelt

Krujas Seele

Schwarz, alles schwarz…Kruja fiel tief durch die Dunkelheit, ohne selbst zu wissen wo er war. Schmerzen machten sich an ihm zu schaffen und während des schnellen Falls, hatte Er ständig das Gefühl, als ob er vom Gegenwind gleich zerrissen werden würde. "Ich sterbe…!", dachte Kruja und brachte es kaum einmal fertig, seine Augen auf zu machen, "Ich…ich…sterbe wirklich. Ich will nicht sterben, aber…ich kann nichts tun!".
Jedoch ertönte plötzlich ein leises Klingeln in Krujas Ohren. Er machte nur langsam die Augen auf, da ihn der Gegenwind zu schaffen machte. Kruja erblickte einen Funken weit in der Dunkelheit, welches ihm entgegen leuchtete. "Gibst du auf?", sprach ihn eine Stimme zu. Er wunderte sich und versuchte zu antworten, doch sein Körper war nicht einmal mehr dazu imstande. "I…ich…!", versuchte er zu sagen, "I…ich…will…le…leben…". Kruja kam dem Licht immer näher, bis die Stimme zum zweiten Mal ertönte: "…Beweis es mir…".
Kruja hatte dann plötzlich das Gefühl, als ob er in den Funken Hineinfliegen würde und flog anschließend durch einen grellen Tunnel, welches ihm schier unmöglich machte, seine Augen zu öffnen. Der Tunnel hörte auf und Kruja stürzte quer durch eine Wolkendecke und sah unter sich eine öde Mooslandschaft. "Wa…warte!", dachte sich Kruja in Panik, "Ich werde ja gleich auf dem Boden aufschlagen.". Ein schwaches Schreien kam aus Kruja und er landete äußerst unsanft auf dem Boden auf.
Langsam richtete sich Kruja wieder auf und gab einige letzte Schmerzlaute von sich. Seine Blicke schweiften nun herum und Kruja erkannte, dass er sich mitten auf einem alten, verkommenen Friedhof befand. Leichter Nebel bedeckte den Boden und der Vollmond stand klar im Nachthimmel. Moos wuchs über die leicht bröckelnden Grabsteine und Kruja kriegte es langsam aber sicher mit der Angst zu tun.
"Wo bin ich?", sagte Kruja zu sich selbst und erhielt schließlich eine Antwort, welche von hinten kam: "In deiner Seele…". Er drehte sich sofort um und sah auf einem hohen Hügel, einen äußerst breiten, schwarzen Ritter, welcher locker auf einem schiefen Grabsteine saß. Sein gesamter Körper, war von einer edlen Rüstung gesichert und sein Helm besaß zudem noch zwei seitliche Hörner, welche seinem dunklen Äußeren noch dem letzten Schliff gaben. Mit seiner Hand, spielte der Ritter am Griff von Krujas Schwert und ließ es immer wieder auf seiner Spitze drehen.
"Wer bist du?", fragte Kruja, der dem Ritter langsam näher kam. Seine Schritte waren von einer ungewöhnlichen Schwere befallen und sein Atem wurde durch die Kälte der Luft, sichtbar. "Du enttäuscht mich!", sprach der Ritter weiter, "Soll das dein Ende sein? Sterben wie eine Ratte auf hoher See?".
Kruja machte nun einen verwirrten Eindruck und sah sich nun etwas genauer um. Nun sah er sich die umliegenden Gräber genauer an und die Namen darauf. Seine Augen öffneten sich plötzlich weit, als er anfing die Namen einen nach dem anderen zu lesen: "Träume…? Hoffnung…? Mut…? Was sollen diese Gräber bedeuten?". "Sie spiegeln den Zustand deiner Seele wieder. Langsam aber sicher, stirbt alles in dir. Wofür du gekämpft hast! Wofür du gelebt hast oder wofür du sterben würdest! Siehst du nicht diese Dunkelheit um den Friedhof herum?".
Kruja schaute sich nun um und sah tatsächlich nichts weiter, als den Fleck des Friedhofes. "Es ist das Gift, das deinen Körper befällt!", sprach der Ritter weiter, "Dieser kleine Fleck, ist alles, was von deiner Seele noch übrig geblieben ist!". "Aber was kann ich schon tun? Das Gift tötet mich langsam aber sicher!". Ein enttäuschtes Lachen, kam vom Ritter, der nun aufstand und auf Kruja zuging. "Als du mich gefunden hast, dachte ich zuerst, du wärst nur ein weiterer Mensch, der sich nur nach Macht sehnt, ABER…", unterbrach der Ritter sich dann selbst, "…plötzlich geschah etwas mit dir! Beim Kampf gegen die Pflanze in dem Berg damals, als du vor dem sicheren Tod standest, da bist du wieder aufgestanden. Warum hast du das getan?".
"Ich…", versuchte Kruja anzufangen, "Ich…wollte nicht, dass noch mehr leiden mussten. Ich wollte beschützen.". "Jaaa…", redete der Ritter weiter, "Genau das. Du wolltest deinen einzigen Freund beschützen und hast dich gegen die Pflanze gestellt und hattest plötzlich keine Angst mehr. Ich war beeindruckt von dir und sah endlich Hoffnung, dass ich jemanden finden würde, der meinen Sehnsüchten gerecht werden konnte. Jedoch…". Kruja sah ihn nun fragend an und wartete auf die weitere Rede: "Jedoch was?". "Jedoch hast du dann plötzlich aufgegeben. Du hast aufgehört deinem Schwert zu vertrauen und hast es als selbstverständlich angenommen.". "Was?", sagte Kruja verdutzt, "Meinem Schwert nicht mehr vertraut? Wie kann man einem Schwert vertrauen?". Der Ritter, gab einen tiefen Seufzer von sich und redete weiter: "Du hast deine Bindung zu mir verloren! Beim Kampf gegen den Fremden vorhin. Da bist du nur noch Blindlings auf ihn zu gerannt und hast zum Schluss sogar noch versucht, meine Kraft zu stehlen, um noch weiter zu kämpfen!". Kruja wurde es langsam klar: "Du…du bist das Schwert! Du warst der, der mir auch beim Kampf gegen die Pflanze geholfen hat, oder nicht! Was willst du jetzt von mir?".
"Ich versuche dir nur eines Klar zu machen. Wenn du nicht bereit sein solltest weiter zu kämpfen, dann werde ich eben deinen Körper übernehmen und dich einfach jämmerlich sterben lassen. Und was deinen ach so geliebten Freund angeht, vielleicht kümmere ich mich ja um ihn…". Krujas Augen sprangen auf und nun sah er den Ritter wütend an: "WAS…willst du mit ihn machen?". "Wer weiß?", antwortete der Ritter und lachte leicht dabei, "Vielleicht lasse ich ihn ja noch am leben."
Kruja schrie plötzlich auf und schlug mit seiner ganzen Kraft dem Ritter mitten auf die Rüstung. Die Rüstung zersprang und wandelte sich in viele einzelne Krähen um, die wegflogen und sich wieder oben auf dem Hügel manifestierten. "Oho!", sprach der sich wieder gebildete Ritter, "Ist dieser Junge dir etwa soviel Wert?". "Lass die Finger von ihm!", antwortete Kruja in einem stark drohenden Ton und ballte seine Fäuste zusammen. "Na dann…", sagte der Ritter, "Spielen wir ein Spiel um deinen Körper. Solltest du es schaffen mich zu besiegen, darfst du in Ruhe sterben. Gewinne ich, so übernehme ich deinen Körper und töte deinen kleinen Freund."
"Ich habe kein Schwert!", sagte Kruja, ohne seinen Blick vom Ritter abzuwenden. "WÄHLE EINES!", schrie der Ritter und steckte seinen Arm in die Luft. Aus heiterem Himmel, fielen nun viele, Zweihänder vom Himmel, die sich einzeln in den Boden oder dem porösen Gestein der Gräber bohrten. "Na los, schnapp dir ein Schwert und kämpfe!". Kruja sah sich das nächst beste Schwert an und packte es am Griff. Jedoch spürte er etwas Merkwürdiges: "Was ist das?", dachte sich Kruja und zog die Klinge aus dem Boden. "Komm schon kleiner!", dachte sich der Ritter, "Enttäusche mich nicht…".
Nichtsdestotrotz, stürmte Kruja mit seinem Schwert auf den Ritter zu und schwang es ihm entgegen. Der Ritter blieb nur Ruhig da und ließ sein Schwert im Boden stecken. Krujas Schwert traf den Ritter direkt, doch zersprang dieser beim Aufprall an der Rüstung des Ritters. "Glas…?", dachte sich Kruja und sah, wie der Ritter bereits seine eigene Klinge hoch oben hielt und Kruja einen Schwinger verpasste. Die Klinge riss Krujas linke Schulter tief auf und Blut schoss kurz aus der entstandenen Wunde. Kruja schrie auf und sprang geschockt vom Ritter weg. "Du…du hast mein Schwert in der Hand!". "Nein…", antwortete der Ritter, "Das ist mein Schwert. Du hast es nicht verstanden, diesem Schwert zu vertrauen!".
Kruja blickte sich bereits um und schnappte sich nun zwei der umliegenden Schwerter zugleich und ging wieder auf den Ritter los. Er wich dem Schwerthieb des Ritters geduckt aus und schlug mit beiden Schwertern zu, jedoch zerbrachen sie wie das erste. Der Ritter schlug Kruja mit seiner anderen faust mitten in die Bauchgrube und Kruja flog
weit, bis zum Ende des Hofes. Schwer stand Kruja auf und spuckte das heraufkommende Blut aus. Leichter Sabber lief seinem Mundwinkel herunter und er konnte kaum mehr auf den Beinen stehen. Der Ritter blieb nun stehen: "So wie es aussieht, gehört dein Körper gleich mir. Kein Wunder, dass dich das Schwert nicht akzeptieren wollte!". "Was soll dieses dumme Gerede!", antwortete Kruja, der den Ritter mit blutigen Mund ansah, "DU bist das Schwert! Ich weiß zwar nicht wer du bist und was du von mir willst, aber ich habe etwas gemerkt…".
"Und was?", fragte der Ritter gelangweilt nach und schulterte sein Schwert auf seiner Schulter. "Ich glaube nicht, dass hier drinnen solche Gesetze wie Stärke und Kraft gelten. Ich weiß zwar nicht, was das für ein Gefühl ist, welches ich spüre, aber lass mich dir eines sagen. Eher geht die Welt unter…als das so einer wie du meinen Körper übernimmt.".
Der Ritter schaute Kruja schweigend an und lief mit gestreckter Klinge auf ihn los: "Schnapp dir ein Schwert, oder du wirst sterben!". Kruja jedoch, blickte nur den Boden unter sich an und fing an zu lächeln. Er schloss die Augen und flüstere nur noch: "Nein…!". Die Klinge des Ritters, bekam nun eine blaure Aura und wurde blitzschnell zu einem großen Berserkerschwert. Dennoch trug der Ritter das Schwert mit einer Hand und sprang vor Kruja hoch in die Luft, um Kruja mit einem Herzhaften Hieb in zwei Stücke zu zerschlagen.
Doch Kruja bewegte sich dennoch nicht weiter und sah den Ritter lächelnd an: "Ich habe verstanden!". Die riesige Klinge, zersprang wie bei Krujas Schwertern, in viele kleine Glassfragmente und der Ritter hielt nur noch den Griff des Schwertes in seinen Händen. Gleißendes Licht, schoss aus dem Boden und umgab nun beide und Krujas Körper war wie neu.
"Es ging nie ums Kämpfen oder?", fing Kruja an, "Als ich das erste Schwert berührte, hatte ich ein Gefühl, als das Schwert nicht echt wäre. Als ob ich damit nicht kämpfen konnte. Aber plötzlich hatte ich das Gefühl der Sicherheit, als ich dein Schwert sah. Und ich wusste,…dass ich keine Angst vor meinem eigenen Schwert haben musste. Egal wie viele Schwerter du hast. Sie alle sind machtlos gegen das eine Schwert, welches sich für dich entschieden hat!". Der Ritter war eine lange Zeit still, bis er endlich seinen Arm hob und seine Hand auf Krujas Schulter legte: "Lerne mit deinem Schwert umzugehen und respektiere es. Ich hoffe, ich täusche mich nie wieder in dir!".
Der Ritter zeigte den Griff des zerbrochenen Schwertes Kruja und sprach: "Ich glaube, dass das dir gehört.". Kruja lächelte nur und nahm den Griff entgegen. Eine neue Klinge bildete sich sofort. "Nun geh. Deine Freunde brauchen dich! Um das Gift, kümmere ich mich eine Weile". "Aber wer bist du?", fragte Kruja noch mal nach, mit dem Wissen im Hinterkopf, dass sowieso keine Antwort kommend würde. "Vielleicht mal ein Freund…irgendwann.". Kruja sah den Ritter nur glücklich an und sagte nur noch ein Wort, bevor er mitsamt des Lichtes, wieder verschwinden und wieder aufwachen würde: "Danke…".
Der Ritter war nun wieder alleine auf dem Friedhof. Er sah, wie die Gräber eines nach dem anderen verschwanden und bildete in seiner Hand ein neues Schwert, exakt wie das davor. "Nun zeig mal dein wahres Gesicht du Gift!", sagte er und machte sich für den Kampf bereit. Plötzlich erzitterte die Erde und aus dem Boden, Stoß eine Gigantische, grüne Spinne mit blutroten Augen heraus, die den Ritter sofort sahen. "Tut mir Leid, aber du hast ihn knapp verpasst!", sagte der Ritter und hielt das Schwert nun neben seinem Gesicht, "Wenn du diesen Jungen willst, DANN HOL IHN DIR!". Der Ritter sprang auf das Gigantische Wesen los und das Bild verdunkelte sich langsam…

"…[SIZE=7]Kämpfe![/SIZE] Kämpfe! Kämpfe!". Selphin schreie waren im gesamten Dorf zu hören, bis Krujas Körper auf einmal anfing zu zucken. Selphin sah ihn etwas hoffnungsvoll an und ging einen Schritt von Kruja weg.
Mit einem Mal, riss Kruja seine Augen auf, und holte gewaltig tief Luft. Seine Augen sahen sich panisch um und er sah wieder Selphin, wie er die ganze Zeit bei ihm stand…nackt! "Hey…", sagte Selphin glücklich, mit einer Träne im Augenwinkel, "Du hast mir einen ganz schönen Schreck eingejagt!". "Hast du…etwa wegen mir geweint?", fragte Kruja nach und versuchte etwas zu lächeln, doch waren die Schmerzen noch zu groß. "Ach Quatsch!", antwortete Selphin und wischte sich die Tränen weg, "Ich habe nur…ich……es ist nur schön, dass du wieder da bist!". "Ja…" sagte Kruja, schloss die Augen und machte ein kleines Grinsen.

"Das ist es wohl…"

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Sonntag, 15. Juli 2007, 23:33

Kapitel XXV

Fleiß und Schweiß


Die Sonne ging langsam auf, über die Karawanenzelte und die angenehme Wärme, machte sich über die Haut der Bewohner bemerkbar. Schiela kam nun aus dem Zelt heraus und genoss erst einmal die angenehme Temperatur, welche durch die Wassersteine ermöglicht wurde. Sie wandte sich nun zwei hoch gelegenen Dünen zu, welche am Rande der Karawane waren und sah auf der linken Düne Selphin im Schneidersitz sitzend und sich konzentrieren. Auf der anderen Düne, sah sie Kruja, der immer und immer wieder sein Schwert bis hinter seinem Kopf ausholte und anschließend mit einem Schrei nach vorne schwang.
Da Selphin wohl eher alleine sein wollte, ging sie die Düne hoch zu Kruja und kam ihm mit ruhigen Schritten näher. "HUUUUAR!", schrie Kruja wieder und schwang sein Schwert. "Du solltest dich nicht so anstrengen!", fing Schiela an zu sprechen, "Das Gift ist noch immer in deinem Körper und du hast dich erst vor Fünf Stunden wieder beruhigt."
Kruja, der sich ihr zuwendete, sah sie mit erschöpften Gesicht an und lächelte nur: "Keine Sorge. Ich pass auf mich auf!". "Was macht du denn da?", fragte Schiela und stellte sich etwas neben Kruja. "Ich versuche…!", antwortete Kruja, während er wieder sein Schwert anfing zu schwingen, "…Mein Schwert besser zu beherrschen!".
"Und wie soll dir das hier helfen?", sagte Schiela weiter und sah nur der Klinge hinterher. "Bisher habe ich nur mit Kraft mein Schwert genutzt!", sagte Kruja und machte langsam einen ernsten Gesichtsausdruck, "Ich konnten Menschen, die mir etwas bedeuten, nicht helfen,…weil ich nicht gut genug war. Ich will stärker werden, um besser helfen zu können und das kann ich nur schaffen, wenn ich anfange auch mit meiner Seele zu kämpfen…".
Schiela sah nun langsam von Kruja weg und bemerkte, wie feine Sandkörner anfingen, beim jeden ausholen von Kruja, mit dem Druck in Richtung der Klinge wegzufliegen. "Ich darf nicht nur für mich selbst denken!", sprach Kruja weiter, "Ich muss lernen zu beschützen und zu verteidigen und dafür…". Schiela erkannte nun den Zorn in Krujas Gesicht und wie der Druck auf dem Boden immer größer wurde, bis Kruja schließlich brüllte: "…GEBE ICH SOGAR MEIN LEBEN!".
Plötzlich, schoss eine gewaltige Druckwelle aus der Klinge ab und ließ eine Ellenlange Grube im Sand entstehen. Leicht prasselte der Sand auf Kruja und Schiela nieder, welche vollkommen verdutzt sich die Grube anschauten. "Wie…hast du denn das gemacht?", fragte Schiela etwas beängstigt und ließ ihre Augen nicht von der Grube ab. "Keine Ahnung…!", antwortete Kruja, der ganz langsam einen glücklichen Gesichtsausdruck bekam und sein Schwert ansah. "JA! Der erste Schritt!", dachte sich Kruja und lief rüber zu Selphin.
Selphin selbst, saß nur ruhig auf der Düne und versuchte sich zu konzentrieren. Er formte seine beiden Handflächen leicht zu einer Halbkugel und hielt die etwas über dem Wüstenboden. Leichter Wind, wirbelte innerhalb seiner Handflächen, doch stabilisierte sich dieser nie. "Verdammt!", dachte sich Selphin, "Wieso kann ich dieses Element einfach nicht unter Kontrolle bekommen?". Seine Gedanken waren ständig abgelenkt, durch immer wieder kehrende Bilder von The Xell und dem leidenden Kruja. Auch Blade in seiner unbekannten Form, ließen ihn keine Ruhe fassen. "So wird das nie was!", ertönte es in Selphin Gedanken. Selphin antwortete nicht und tat so, als ob er das nicht gehört hätte. "Na ja! Soll mir dann eben Recht sein, wenn du nicht mit mir sprechen möchtest, aber ich will dir mal sagen, was dein Fehler ist.". "Mein Fehler ist, dass ich zuviel Zeit verschwende, indem ich mit dir rede!", antwortete Selphin und versuchte es weiter auf seine Weise. "Hahaha…", ertönte es wieder, "Wie du meinst, aber wenn du das Element des Windes willst, kannst du das ja nur unter Verbindung von Erde und Wasser und das wird nicht einfach für dich. Wenn du wirklich Wind meistern willst, dann solltest du dich auch so benehmen, wie es der Wind will!".
Selphin gab lange keine Antwort, bis er langsam bemerkte, dass seine Methode ihn nicht wirklich weiter bringen würde: "Und…das wäre?". "Sei frei in deinen Gedanken und mach dich nicht selbst fertig. Denke an einen Moment, der dich absolut glücklich gemacht hat. Einen Moment in dem du ewig hättest leben können.".
Selphin holte einmal tief Luft und atmete langsam wieder aus und stellte sich den besagten Moment vor. Eine Weidenlandschaft bildete sich und das Grass, reichte bis zur Brust des jungen Selphin. Er verfolgte ein kleines Mädchen mit rosa Haaren, welches ein kleines Röckchen trug und sich immer wieder zu Selphin umdrehte. "Fang mich Selphin!", sagte sie immer wieder glücklich lachend und Selphin selbst, sah all das in einem angenehmen, langsamen Tempo. Er stellte sich den klaren blauen Himmel vor und wie die Sonne die Haut angenehm kitzelte.
"Jaaaa…", hörte Selphin wieder in seinem inneren, "So ist es richtig! Und jetzt, öffne mal langsam die Augen!". Selphin tat es und bemerkte, wie eine klare, kleine Windkugel, sich innerhalb seiner Handflächen gebildete hatte. Selphin war die angenehme Überraschung klar anzusehen. "Zwar nicht besonders groß, aber immerhin.", sprach die innere Stimme, "War dir dieses Mädchen denn so wichtig?".
"GEHT DICH NICHTS AN!", schrie Selphin wiederum und bemerkte anschließend, dass Kruja hinter ihm stand. "Ist ja schon gut!", sagte Kruja etwas beleidigt und ging wieder runter zur Karawane, "Kannst auch nette sagen, dass du alleine sein willst!". "Nein es ist nicht so wie du denkst…", versuchte Selphin zu erklären und lief Kruja hinterher…

Eine einsame Seele in einer dunklen Kammer


Blade war an der Wand angekettet innerhalb einer Folterkammer und hatte überall am Oberkörper Narben, Platz- oder Schnittwunden. Lediglich seine Hose hatte er noch an und sein leerer Blick, wandte sich nur dem kalten, steinigen Boden zu. Seine Hände und Füße, waren mit dicken und schweren Metallschienen an einer Metallplatte an der Wand befestigt. Schweiß lief ihm über das Gesicht und er machte keine Anzeichen der Bewegung oder sonstigen Geste. Der übergewichtige, alte Foltermeister, verließ die Kammer und nahm seine schwarze Maske ab. Mithilfe einem Einseitigen Spiegel, konnten andere Leute Blade noch beobachten.
"In meinen ganzen Jahren, habe ich so was noch nie erlebt!", sprach der Foltermeister zu anderen Leuten in Uniformen, "Ich habe gebohrt, geschnitten, gebrannt, gerissen, gequetscht und gebrochen, aber NICHTS! Nicht einen Mucks. Nicht eine Bewegung oder sonstiges.".
Die restlichen Soldaten, sahen Blade an, als wäre er ein Monster und bekamen eine leichte Gänsehaut, als er durch den Spiegel zu ihnen rüber sah. "Warum töten wir ihn nicht?", fragte der Foltermeister und wischte sich den entstandenen Schweiß von der Stirn. "Nein!", antwortete einer der Soldaten, "Der Chef will ihn lebend!".
Die Tür öffnete sich nun und in den Vorraum der Folterkammer, trat ein alter Herr rein, welcher einen reich verzierten Mantel trug, bereits graue Haare hatte, einen leichten Bart trug und ansonsten die Assoziation einer sehr hohen Position erweckte. "Wenn man vom Teufel spricht!", dachte sich der Soldat und sah den Herrn mit Ehrfurcht an.
"Ist er das?", fragte der alte Herr und sah mit beeindruckten Augen Blade an. "Ja…", antwortete der Foltermeister und trat mit dem alten Mann vor Blade. "Hey du!", schrie der Foltermeister und gab Blade einen herzhaften Peitschenhieb, "Sieh gefälligst den Boss an, wenn er herein tretet!". Blade sah nun den Foltermeister langsam an und zuckte kurz mit den Armen. Der Foltermeister fiel vor Schreck hin, als er sah, wie die Schienen sich etwas aus der Wand lösten. Der alte Herr jedoch, blieb ganz Ruhig und sah Blade tief in die Augen: "Jaaaa…Du bist es!". Blade sah den Herren komisch an und konnte seinen Worten nicht folgen, doch erhielt er fast einen Schock, als er seine nächsten Worte hörte:

"Willkommen zuhause…"

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Freitag, 20. Juli 2007, 21:56

Kapitel XXVI

Zantus


Hoch stand die Sonne nun über das Nomadencamp und Kruja war bereit aufzubrechen. Seine voll gepackte Tasche auf dem Rücken geschnallt und eine Nomadenkutte über seine Schultern geworfen. Er stand nun auf der hohen Düne, nahe des Camps, streckte seine Arme hoch in die Luft und brüllte: "LOS GEHT’S!!!".
"SEI STILL!", brüllte ein älterer Arzt, während er Kruja einen saftigen Klaps auf den Hinterkopf gab. Krujas Augen sprangen fast raus und er kniete sich hin. Er hielt seinen Hinterkopf fest und brüllte zurück: "EYYY!!! Was haust du mich?". "Du hast noch immer eine schwere Vergiftung im Körper. Es ist überhaupt ein Wunder, dass du nicht schon lange Tod bist!", sprach der Arzt und streichelte sanft seinen Ziegenbart. "Ja Ja!", sagte Kruja und richtete sich wieder auf, "Wo ist den Selphin?".
"Deine andere Hälfte?", antwortete der alte Mann, "Der ist im Zelt und lässt sich die Haare von Schiela schneiden. Kruja machte nun ein verwundertes Gesicht und begab sich daraufhin sofort zum besagten Zelt. Innerhalb des Zeltes, saß Selphin auf einem kleinen Hocker, hatte den Oberkörper frei und ließ sich die Haare von Schiela schneiden, die hinter ihm mit der Schere hantierte: "Ihr verlasst uns heute…Oder?". "Ja!", antwortete Selphin, "Wir müssen so schnell wie möglich den Fremden hinter her!".
Selphin zuckte kurz zusammen, als er eine fallende Träne auf seiner Schulter spürte. Er blickte sofort nach hinten und sah wie Schiela aufhörte zu schneiden und heimlich weinte. "Was hast du?", fragte Selphin nach und sah ihr in die Augen. "Es ist nur…", fing sie an, "Ihr seid nicht die ersten die es gegen Zantus aufnehmen wollen…mein damaliger Freund…". Schiela war nicht mehr imstande weiter zu reden und drehte sich vor Scham von Selphin weg. Der stand wiederum auf und drehte sie wieder zu sich hin: "Wer ist Zantus?". "Die Organisation, nach der ihr her seid. Nach der alle her sind. Die…die nichts als Schmerz und Wut über dieses Land bringen…".
Schiela umarmte nun Selphin und hielt ihn ganz fest: "Bitte…verlasst dieses Land! Bitte…Ich will nicht wieder sehen, wie Leute die ich mag, sterben müssen.". Selphin sprach kein Wort mehr und nahm sie nun langsam ebenfalls in den Arm. Die Hände von Selphin, gaben Schiela Trost und machten es ihr Leichter, die Tränen über ihre Wangen fließen zu lassen. Doch dann hielt Selphin sie leicht an den Schultern und drückte sie sanft von sich weg, um ihr tief in die Augen sehen zu können.
"Hab keine Angst…", sagte Selphin zu ihr und lächelte leicht, "Wir kümmern uns darum!". Schiela war absolut verblüfft von der Antwort und sah mit offenem Mund Selphin hinterher, welcher nun seine Sachen schnappte und das Zelt verließ. Ohne sich umzuschauen, ging Selphin mit freiem Oberkörper weiter und sprach: "Lass uns losgehen!". "Ja!", antwortete Kruja, der die ganze Zeit neben dem Eingang des Zeltes mitgehört hatte.
Das gesamte Nomadenvolk, sammelte sich um die beiden zu verabschieden. "Wenn ihr wirklich zu Zantus wollt. So soll angeblich ihre Basis irgendwo im West von hier sein!", sprach der alter Arzt, als er zum letzten Mal Krujas Pupillen überprüfte, "Hier, nimm diese Pillen mit dir. Das sind ALP-Hämmer und sollten das Gift ein wenig hemmen!".
Kruja sah die Flasche mit den Pillen an und wollte sich grade bedanken, als Pferdegetrampel die Ruhe störten. Dem Volk, kamen königliche Soldaten, sowie der alte Mann vom Palast aus Dubalia entgegen. Zügig sprang er vom Pferd und ging auf Kruja und Selphin los: "WO IST SIE!?". "Nicht mehr hier.", antwortete Kruja gleichgültig und packte die Tabletten in die Tasche. "Solltet ihr sie nicht schützen? Wozu haben wir euch überhaupt gerufen?". "Wir holen sie uns zurück!", sagte Selphin und macht ein Pferd fertig für den Ritt, "Uns hat man ja auch nicht gesagt, mit wen wir es zu tun haben!". "Nichtsnutze!", schrie der alte Mann und drehte sich zu den Soldaten um, "Planänderung. Sagt den Priestern, sie sollen sofort kommen. Wir suchen die Prinzessin selbst und bringen sie sofort an Ort und stelle um!".
Kruja zuckte auf und sah mit entsetzen Gesichtsausdruck den kleinen, alten Mann an: "Was? Töten…? Warum?". "Kümmert euch um eure Angelegenheiten!", schrie der alte Mann, "Ihr habt nichts mit dieser Sache zu tun!". "Aber sie ist doch eure Prinzessin! WIE KANN EUER KÖNIG SEINE EIGENE TOCHTE TÖTEN LASSEN?". Kruja wollte grade auf den alten Mann losgehen, als Selphins Hand auf seiner Brust ihn aufhielt: "Nein, lass sie!".
"Also!", sprach der alte Mann weiter, "Wo lang sind die Terroristen abgehauen?". Kruja zögerte erst, bis er ruhig und ohne Mimik antwortete: "Nach Süden. Angeblich soll da ihre Basis sein."
"ER LÜGT OHNE ROT ZU WERDEN!", dachte das gesamte Dorf geschockt und spielte mit. "Stimmt das?", fragte der alte Mann nach und sah das Dorf an. "Ja…", antwortete der alte Doktor. Eine Handgeste des alten Mannes, ließ ihn mitsamt den anderen Soldaten in Richtung Süden galoppieren und Kruja grinste nur Selphin an, als diese verschwunden waren. "Du weißt, dass wir nun ganz auf uns alleine gestellt sind!". Kruja nickte nur und stieg auf sein Pferd. Kein Geld, wollte das Volk annehmen und nach einem herzhaften Abschied, ritten Selphin und Kruja in schnellem Tempo Richtung Westen.

Zantus Imperium

Folterkammer


Blade war starr und er konnte kaum mehr ein Wort aussprechen, als: "Zuhause…?". Der alte General lächelte nur und machte eine leichte Handgeste für den Foltermeister. Der holte wiederum einen langen Stab raus, an dessen Ende wilde Funken sprühten und rammte diesen in Blades Bauchgrube. Starkstrom durchfloss Blade, welcher den aufkommenden Schmerz, mit verzerrtem Gesicht unterdrückte.
Nach einer Weile, machte der General das Zeichen für den Schluss und öffnete die Schienen von Blade. Der wiederum, fiel vollkommen geschwächt zu Boden und konnte sich nicht mehr rühren. Purer Hass durchfloss ihn und seine Augen fixierten sich nur auf den alten General, der ihn nur anlächelte. Blade wurden von anderen Soldaten, eine schwere Halsschiene angebracht, sowie noch Ketten an Händen und Füßen.
"Sie hatten Recht!", sagte der Foltermeister, "Egal was ich machte, er hat nicht geschrieen!". Der alte General nickte ihn nur an und ging aus der Folterkammer heraus. Die Soldaten packten die Kettenenden von Blade und zogen ihn heraus. Sie betraten einen langen Korridor, dessen Ende nicht sichtbar war. Überall waren aber Symbole an den Wänden angebracht, worauf immer und immer wieder nur der Name *ZANTUS* stand. Blade gab keine Verwunderung preis und lies seine Blicke nur nach links schweifen, als sie am Ende des Korridors nach rechts abbogen.
Plötzlich durchströmte Blade etwas. Ein kalter Schauer machte sich an ihm zu schaffen und Blades Augen fixierten sich nun an einem gigantische Eisentor am Ende des Ganges, auf dem groß und deutlich *D-21* drauf stand. Angst überkam Blade und es schien ihm so, als würde das Tor sich ihm immer mehr nähern. Sein Atem stockte und seine Haare richteten sich nun langsam auf, als plötzlich…

Angst…Schmerz…Hass…Verzweiflung…Zorn…Trauer…Wut…Vernichtung…Tod…


Tausend Gedanken schossen durch seinen Kopf und Blade war kurz vor der Bewusstlosigkeit. Er fiel nach hinten und wurde vom alten General gefangen. Der sah nur zur Tür und dachte sich: "Er hat ihn also bereits bemerkt!". Die Soldaten richteten Blade wieder auf, der zum ersten Mal im Leben so geschockt war und mit blassem Gesicht wieder zu Tür sah und las:

"D-21…!"

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24

Samstag, 21. Juli 2007, 17:44

Kapitel XXVII

Manipulation


Langsam, bewegte sich die Truppe mit Blade als Gefangenen, durch die endlos erscheinenden Gänge, bis sie schließlich eine Tür erreichten. Zwei der Soldaten traten neben die Tür und öffneten sie, indem sie jeweils einen Schlüssel synchron in ein Schlüsselloch neben der Tür hinein steckten und umdrehten.
Blade erkannte nun, dass sie einen Fahrstuhl betraten, der sich nach unten begab und er dachte…: "Nach dem Druckverhältnis her, würde ich sagen, dass wir uns etwa 78 Meter unter der Erde befinden.". Der alte General sah nur Blade an, sagte aber nichts, sondern wartete auch nur darauf, dass sich die Tür endlich öffnen würde. Schließlich öffnete sich die Tür und Blade erkannte einen gigantischen Hangar. Sie gingen auf einer Brücke entlang, welche hoch über dem Hangarboden verlief und Blade konnte während des gehens nach unten sehen und konnte kaum seinen Augen trauen.
Panzer, Hubschrauber und etliche andere Kampfvehikel, standen unten in einer sauberen Reihe und dutzende von schwarz uniformierten Soldaten, sahen nach dem rechten, unterhielten sich oder räumten Fässer und Kisten zur Seite. "Was soll das hier alles?", fragte Blade und sah zum alten General rüber, "Wer seid ihr?".
"Wer wir sind? Wir sind die Zukunft der verunreinigten Gesellschaft!", kam es aus dem alten General, "Wir sind eine Organisation, die nicht länger zusieht, wie der Schmutz unserer Gesellschaft, die Welt befleckt!". "Das beantwortet nicht meine Frage!", sagte Blade wütend weiter und wollte näher zum alten General treten, bis die Ketten ihn jedoch wieder zurückzogen.
Der alte General lachte nur und sah rüber zu Blade: "Du hast dich wirklich KEIN Stück verändert.". Blades Augen, entbrannten wieder, als er diese Worte hörte und zog einige der Soldaten hinter sich, während er mit Kraft nach vorne ging zum alten General: "WAS SOLL DAS EIGENTLICH? WAS WEIßT DU ÜBER MICH?".
"Wenn du wirklich Antworten willst, dann sei nun still und lass mich erklären!", antwortete der alte General und drehte sich zu Blade um, als sie schließlich vor einem weiteren Eisentor zum Stillstand kamen. Der General hielt seine Handfläche gegen eine Sensorplatte und ließ sie sich abscannen. Mit einem lauten Dröhnen, öffnete sich das Tor und Blade betrat mitsamt den anderen, ein groß angelegtes Labor.
Mehrere Professoren, waren damit beschäftigt, sich Proben, Reagenzgläser oder mutierte Embryos in Glasssäulen, gefüllt mit einer grünen Flüssigkeit, anzusehen und auszuwerten. Blade konnte seinen Augen nicht trauen, als er all diese Versuchspersonen sah, die an Stühlen und Tischen gebunden waren und an denen die Professoren ständig arbeiteten. "Was soll das alles hier?", fragte Blade sofort nach und sah zornig den Alten General an. Der wiederum, sah nach vorne und hörte nicht auf Blade.
Auch er sah nun nach vorne und erkannte die drei Fremden wieder, welche Kruja, Selphin und Blade am Lagerplatz angriffen. Sie saßen entspannt auf Liegeplätzen und ließen sich von einigen Professoren eine grün leuchtende Flüssigkeit in den Nacken injizieren. Keine von denen zuckte oder machte sonst eine Bewegung, während sie die Spritze verabreicht bekamen und machten einen zufriedenen Gesichtsausdruck.
"Vor etwa 23 Jahren, machte unsere Organisation eine unglaubliche Entdeckung.", fing der alte General an, "Unsere Professoren schafften es eine Lösung zu isolieren, welche die Leistungskraft eines Lebewesens weit über seine Grenzen steigern konnte. Quasi ein Dopingmittel zu Supersoldaten. Dabei werden die spezifischen Fähigkeiten der jeweiligen Personen gefördert und stark verstärkt.".
Blade hörte ganz genau zu und ließ seine Blicke nicht von den drei Fremden schweifen. "Die drei hast du ja kennen gelernt oder. Die Frau mit den langen, blonden Haaren, nennen wir *Fast*. Nach drei Monaten der Lösungseinnahme, haben sich ihre Reflexe und Muskeln stark verstärkt. Ihre Geschwindigkeit nahm Extremwerte an. Der andere junge Mann mit den kurzen, weißen Haaren, hat den Namen *Frost*. Bei ihm traten schwere Veränderungen seiner Aura vor. Sein Körper hörte auf zu existieren und er ist nun ein Aurawesen, welches das Kopplungselement des Eises bewilligen kann. Er hat sich antrainiert, Wolfartige Wesen erschaffen zu können und kann sich zudem auch ganz selbst in Eis umwandeln.
Der dritte, mit dem etwas Furchterregenden Gesicht, nennen wir hier *Scream*!". "Wieso Scream?", fragte Blade nach und sah zum alten General. "Weil, fing der an, "Ich beim ersten Mal laut geschrieen habe, als ich ihn so sah.". "Ihr habt es also geschafft, solche Super Soldaten zu erschaffen, aber was soll das mit mir zu tun haben? Ich spritze mir das Mittel doch nicht!".
"Nein!", sagte der General, "Das stimmt. Du warst damals auch hier. Du warst wie sie und bist mit denen aufgewachsen. Wir zogen dich hier jahrelang auf, bis du eines Tages plötzlich verschwandst!". Blade sah nun etwas verstört rein und sah langsam wieder zu den drei Fremden, welche noch immer schliefen.
"Du warst etwas GANZ neues!", sagte der alte General weiter, "Wir schafften es, die DNS der Quelle unserer Lösung zu analysieren und schafften es nach etlichen Fehlversuchen, diese DNS mit die einer anderen zu kombinieren. Aber es kam etwas unerwartet dazwischen. Die DNS weigerte sich mit einer anderen zu verbinden und tötete seinen Wirt immer wieder an, bis zu dem einen Tag.". Blade wartete auf die weitere Erklärung und sah mit weiten Augen zum alten Mann: "Was? ...Was ist passiert?".
"Wir haben den perfekten Wirt gefunden. Einen Menschen, dessen Lebenswille so stark war und nicht akzeptierte zu sterben. Nach drei Monaten Lebenskampf, war die Verbindung schließlich gut, aber noch verbesserungsfähig. Das Versuchsobjekt wurde schizophren und zeigte Persönlichkeitsveränderung im Tag und Nachtzyklus. Am Tage, war er wie ein Mensch, welcher etwas von der Kraft des Symbionten nutzen konnte und in der Nacht wurde es zu einem Wesen, dessen Kräfte zwar stiegen aber vollkommen außer Kontrolle war. Er war für uns so absolut unbrauchbar. Und wie ich sehe, hast du es immer noch nicht geschafft, dich mit deiner anderen Persönlichkeit zu vereinen. Na ja, aber das werden wir schon schaffen, wenn wir dich wieder an unseren Maschinen anschließen.". "Aber wie habt ihr gewusst, dass ich kommen und diesen Auftrag annehmen würde?", sagte Blade und sah nun vom General weg. "Das solltest du besser nicht erfahren, mein Junge!", antwortete der alte Mann und lächelte Blade nur an.
"Du meinst also, ihr habt mich hier erschaffen und mich zu dem Wesen gemacht, was ich jetzt bin?", sagte Blade leise und sah zum Boden. Der General nickte nur und lachte zynisch. "Na dann…", sprach Blade weiter, "…Sollte ich mich wohl bedanken was?". Urplötzlich, zog Blade an den Ketten am Arm und schwang die beiden Soldaten so zu sich. Mit einem gewaltigen Schlag mit dem Rücken seiner Faust, schlug er beide gleichzeitig zu Boden und ließ ihre Köpfe hart auf den Metallboden auftreffen. Mit einem Ruck, brach Blade seine Handschienen durch und drehte sich mehrmals, während er sprang. Die Fußketten, rutschten aus den Händen der Soldaten und schlugen wild um sich, als sie im Kreis schwangen. Der alte General duckte sich und die langen Ketten, trafen Professoren und Soldaten hart und ließen zum Teil schwere Platzwunden zurück. Blade landete wieder auf den Beinen, schnappte sich instinktiv ein Skalpell von einem der Labortische und nahm den General, welcher noch kniete, im Würgegriff und hielt das Skalpell am Hals des alten Mannes.
Mit dem Rücken zur Wand, sah sich Blade die gesamte Meute vor sich an: "Holt mir die Prinzessin und zeigt mir den Ausweg, oder ich schlitze dieses Schwein auf!". Jedoch bewegte sich keiner der Männer, sondern blieb locker an Ort und stelle stehen. "HABT IHR MICH NICHT VERSTANDEN ODER WAS?", schrie Blade und drückte die Klinge näher an den Hals des alten Mannes.
"Habe ich nicht gesagt, dass du noch unvollkommen warst?", flüsterte der alte General, "Die drei sind nicht die einzigen Supersoldaten, welche wir nach deinem verschwinden perfektioniert haben.". Blade verstand nicht wirklich, was er damit meinte und bemerkte plötzlich ein kleines Einstichloch am Nacken des alten Mannes. Blade bemerkte nun den Ernst der Lage und sah, wie sich der Körper des alten Generals in ein schwarzes und schnelles Rauchgeschwader verwandelte. Der Rauch flog schnell um den überraschten Blade herum und traf ihm wie eine gewaltige Faust in den Bauch. Der Rauch, der etwa so aussah wie eine große Schlange, schlug Blade aus dem Labor hinaus und ließ ihn in einem langen Bogen, von der oberen Brücke, schwer auf den Hangarboden auftreffen. Der Rauch bohrte sich noch immer mit schwerem Druck auf Blades Brustkörper und strömte wie ein Wasserfall auf ihn ein. Blut strömte aus Blades Mund und er bekam kaum mehr Luft, bis sich schließlich der Rauch zurückzog und wieder zum alten General manifestierte.
Der alte General stand nun vor Blade und sah ihn, wie er schwer nach Luft schnappte und sich leidend auf dem Boden krümmte. "Bringt ihn in eine gesicherte Zelle und lasst ihn nicht aus den Augen!", befahl er und wendete sich von Blade weg, welcher auf dem Boden weg geschliffen wurde.
"General Eden! General Eden!", rief ein Soldat dem alten General entgegen, "Sir Xellortes wartetet ungeduldig im Konferenzraum auf sie!". General Eden nickte nur und machte sich sofort auf dem Weg zu ihm. Dort angekommen, sah er, wie Xellortes auf einem Stuhl kippelte und sofort auf ihn zuging, als er den Raum betrat. "Den Dolch!", befahl Xellortes und reichte
seine offene Hand zum General. "Wie vereinbart, der Dolch des schwarzen Mondes!", antwortete der General und reichte Xellortes eine Schatulle. Der wiederum, öffnete sie und lächelte zufrieden und schloss sie anschließend wieder sofort. "Was hab ihr eigentlich damit vor?", fragte der General nach und setzte sich hin. "Geht dich einen Scheißdreck an!", antwortete Xellortes, "Und nun noch die Information, wo der letzte Dolch ist!".
"Was das angeht…", antwortete er jedoch, "Gibt es da ein Problem. Es wurde angeblich schon gefunden!". "WAS? VON WEM?", schrie Xellortes und ließ reflexartig Blitze aus seiner Hand sprühen. "Kennst du die Legende des untergegangenen Hexenmeisterstammes?", fragte der alte General nach und tippte leicht mit seinen Fingern auf dem Tisch. "Ja…warte mal wie war das noch mal?", sagte Xellortes und fasste sich nachdenklich und mit geschlossenen Augen an die Stirn. "Angeblich soll es ein Volk gegeben haben, welche auf der gesamten Welt verstreut sein sollte. Sie konnten die Kräfte der Natur mit Gewalt beherrschen, waren aber friedlich, Oder? Jedoch soll das Volk ausgelöscht worden sein, als ein Kind geboren wurde unter ihnen, welche die Macht hatte die Kraft anderer Hexenmeister in sich einzunehmen, indem er sie tötete. Was soll dieses Märchen mit dieser Sache zu tun haben?".
"Wieso nennst du das ein Märchen?", fragte der General nach und hörte nun auf mit den Fingern zu spielen, "Glaubst du nicht daran?". "Ich bitte dich alter Sack!", sagte Xellortes, "Ein Wesen, welches die Kraft von mehreren Hunderten Hexenmeister in sich tragen soll und der dann urplötzlich verschwand? Glaubst du nicht, dass wenn jemand solch eine Macht besitzen würde, nicht sofort versuchen würde, die gesamte Welt zu beherrschen?".
"Wie denn auch sei!", sprach der alte General weiter, "Angeblich soll der letzte Dolch in besitzt der letzten Überlebenden des genannten Massakers sein.". "Überlebende?", sagte Xellortes skeptisch, "Du glaubst doch nicht etwa an diesen Aberglauben!". "Aberglaube oder nicht…", setzte der General fort, "Laut Gerüchten zufolgen, ist der Dolch nun im Besitzt dieser Frau und sie ist nun unterwegs nach Up-Port!".
Xellortes nahm nun einmal tief Luft und sagte dann schon sehr genervt: "Okay, wie dem auch sei. Kennst du den Namen oder sonstiges, wie die Frau heißt?". "Ja…", antwortete der General, sie hat einen Namen.". "Und der wäre?", fragte Xellortes ungeduldig nach.

"Nicole!"

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Lucris

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25

Montag, 23. Juli 2007, 19:03

"Zusatz - Kapitel! Hat nichts mit der Hauptstory zu tun!"


Aura für Fortgeschrittene


Vor kurzem, habe ich einen Crash-Kurs heraus gebracht, welches die Funktion und die Bedienung der Alchemie in der Welt von Heroes verständlich machen sollte. Da wir beim eben genannten Kurs, schon mal die Aura eines Lebewesens in etwa kennen gelernt haben, wollen wir uns dieses wichtige Thema mal genauer ansehen.


Noch mal Wiederholen!
Aura ist die mentale Kraft, die unseren Körper durchströmt. Man nimmt sie auf, indem man Nahrung und Getränke zu sich nimmt. Im Körper, wird diese aufgenommene Energie bei unerfahrenen Menschen, zu Wärmeenergie umgewandelt um den Körper auf seine nötige 37 O Celsius zu erwärmen. ABER wenn man sich mit der Aura auskennt, kann man direkt bestimmen, in was die Aura umgewandelt werden und zu welchem Zweck sie genutzt werden soll. Wir besprechen nun erst mal, welche Arten der Aura, uns bis jetzt bekannt sind:


1. Artenvielfalt der Aura:
Wir nehmen also erst mal Nahrung auf und wandeln sie in Aura um. Diese Aura, ist die so genannte *Grundaura*. Wenn man sich nicht weiter auskennt, übernimmt der Körper dessen Verwaltung und wandelt diese überschüssig in Wärmeenergie und mechanische Energie um (Energie, um unsere Muskeln und Organe bewegen zu können). Zudem wird auch unsere natürliche Körperabwehr damit aufgebaut. Nun wollen wir uns mal auch diese speziellen Formen der Aura ansehen:



"Wichtig ist es hier sich zu merken, dass alle diese Auraformen, aus der Grundaura gebildet wird und diese per Nahrung aufgenommen werden muss. Eine ständige und unendliche Auraquelle, gibt es so also im Grunde genommen nicht."


• Physische Aura: Diese Form der Aura, verstärkt die körperliche Abwehr um ein Vielfaches und lässt sogar extreme Situationen unbeschadet überleben. Dies funktioniert folgendermaßen. Die Aura im Körper, wird auf einen bestimmten Punkt fixieret (z.B. rechte Hand) und den kommenden Angriff wird darauf aufgetroffen. Das macht mal mein neuer Assistent Yangri mal vor:
Autor: "Dann mach mal vor!"
Yangri: "Was ist denn mit Ryu passiert?"
Autor: "Das selbe was mit dir passiert, wenn du nicht gleich anfängst!"



Wir sehen also, wie Yangri seine Aura erst mal auf seine Hände sammelt und damit den kommenden Angriff abwehrt. Auch für den Angriff, kann man diese Form anwenden, indem man z.B. verstärkte Körperteile benutzt um jemanden zu schlagen, oder indem man Gegenstände nutzt, die sehr schwer sind (z.B. sehr große Schwerter oder tragbare Kanonen).



• Agilitäre Aura: Bei dieser Form, werden erst einmal die Sinne verschärft, damit man auch bei schnellen Bewegungen noch die Kontrolle über seinen Körper hat. Als nächstes, werden bestimmte Muskelgruppen verstärkt (Z.B. die der Beine, um schneller Laufen zu können). Hierbei muss nun aber gesagt werden, dass diese Auraform als Standard sein sollte. Im Kampf den Überblick zu behalten und schnell ausweichen zu können, ist ein MUSS. Denn wie sagt man so schön: "Es nützt nichts, wenn du es nicht einmal es kommen siehst". Auf Hinsicht der Geschwindigkeit, gibt es drei grobe Stufen, die uns Yangri mal wieder vorführt:
Autor: "Na los!"
Yangri: "Ja ja…Sklaventreiber!"



1) Yangri wird bei dieser Stufe wesentlich schneller und gibt so ein schwereres Ziel ab. Aber man kann ihn noch mit dem Auge verfolgen.
2) Nun wird es schon wesentlich schwieriger, ihn mit dem Auge zu verfolgen. Der Gegner kann nur noch abschätzen wo er ist.
3) Das absolute Limit. Nur noch ein Schatten wird für den Gegner sichtbar, der ab und zu mal auftaucht. Keine Chance, ihn mit den Augen zu erkennen.


• Angepasste Aura: Die Form, ist einzigartig und kommt niemals mehr als einmal jemals vor. Diese Art von Aura, steckt in jedem von uns drin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich hervorzeigt, liegt im Durchschnitt bei 0,00000023 % im Jahr. So bleiben diese Fähigkeiten also meistens im Verborgenen.
Jedoch ist die Chance ja nicht gleich Null und es zeigen sich doch noch solche Fähigkeiten. Solche angepasste Aura, kann alle möglichen Formen haben. Einer ist z.B. in der Lage, seinen gesamten Körper in z.B. Holz zu verwandeln und ein anderer kann z.B. seine Aura aus dem Körper in andere Körper fließen lassen und so andere Lebewesen manipulieren.
Es sind hier also Fähigkeiten, die kein anderer kann und einem persönlich nur sehr wenig Aura kostet, obwohl die Wirkungen zum Teil wirklich verheerend sein können. Yangri, zeigt uns mal seine angeborene, angepasste Aura, welche sich ausgeprägt hat:
Autor: "Was ist denn deine Fähigkeit?"
Yangri: "Ich kann Lichtschwerter erzeugen, die mich von selbst beschützen!"
Autor: "Cool, dafür bekommst du eine Gehaltserhöhung!...Vielleicht."



Wir lernen also, dass diese Formen von Aura einzigartig sind. Yangri hat mit der Erstellung der Lichtschwerter keine Probleme gehabt, weil es für ihn ganz natürlich ist. Alle anderen, können so was nicht, egal wie sehr sie das trainieren.


2. Gefahren der Aura:
Das benutzen ist nicht ganz ohne Gefahren, da man ja die Energie des Körpers aufbraucht. Zwar verwendet man die Aura für Angriffe und Abwehr, aber gleichzeitig ist sie auch lebenswichtig. Sollte man jemals alle seine Aura aufgebraucht haben, hören die Organe auf zu arbeiten und der Körper stirbt (verweise hier auf Selphin und die verbotene Kunst)! Also muss man immer Acht geben, wie viel Aura man in die Umformung investiert.


3. Aura Fusion:
Auch kann es mal vorkommen, dass sich zwei Seelen einen Körper teilen und man dieselbe Aura verwendet. Hierbei muss man sich klar machen, dass eine seelenartige Form, nichts als reine Energie bedeutet, welche ständig von selbst Energie erzeugt. Von wo die erzeugte Energie kommt, ist bislang unklar.
Wichtig hier ist nur zu nennen, dass solche *gepaarten* Körper nun auch wesentlich mehr Aura zur Verfügung haben, als wenn sie nur alleine wären. Man kann also mehr Aura formen, ohne gleich in Lebensgefahr zu kommen. Jedoch muss man sich dann natürlich auch den eigenen Körper mit der fremden Seele teilen.


Auch hier ist der Crash- Kurs, als bessere Version in Wordformat vorhanden. Einfach unten Downloaden, wenn man es will.

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Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Lucris« (23. Juli 2007, 20:13)


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26

Donnerstag, 26. Juli 2007, 20:30

Kapitel XXVIII

Memoria primera


Immer und immer wieder, flackerte die kleine Lampe, welche Blades Gefängniszelle erhellte. Blade, saß auf seinem Bett und schaute regungslos zum kalten Boden herab. Ein leichtes zischen, war das einzige Geräusch welches die unerträgliche Stille durchbrach und entstand durch ein Gas, was ständig in die Zelle eingesprüht wurde.
Er erkannte sofort, dass es sich um ein Muskelgift handelte, welches den gesamten Körper stark abschwächen ließ, doch störte ihn das weniger. Blade dachte eher über was ganz anderes nach: "Was soll das alles? Bin ich wirklich hier entstanden? Und mit WESSEN Seele, wurde ich vereint? Seelen vereinen, was für ein Quatsch!". Er fasste sich an die Stirn vor Verzweiflung und stand mühsam auf, um vor dem halbzerbrochenen Spiegel innerhalb der Zelle vorzutreten.
Er sah sich sein blasses Gesicht genau an und erkannte die tiefen Falten unter seinen Augen, welche durch Wochenlange Schlaflosigkeit entstanden sind: "Was geschieht bloß Nachts mit mir? Was bin ich…?". Er sah nun betrübt von Spiegel weg und hörte plötzlich eine Stimme: "Du bist was besonderes…". Blade sah sofort hoch zum Spiegel und erkannte darin, wie ein verwestes Skelett mit sehr langen, tiefschwarzen Haaren, ihn von hinten umarmte. Blade kriegte es mit der Panik zu tun und sah sich sofort um, doch nichts…
"Habe ich mir das eingebildet? Nebenwirkung des Gases?", dachte er nach, doch hörte er daraufhin ein leichtes Lachen, das durch seine Zelle ging und eine Stimme: "Willst du verstehen?". Blade zögerte erst eine Weile, bis er schließlich sprach: "Ja…Ja ich möchte verstehen!". "Dann folge mir. Finde mich und du wirst verstehen…".
Blade wollte fragen, wie er das machen sollte, als sich die Zellentür wie von selbst öffnete. Er trat sofort heraus und sah die beiden Soldaten, welche ihn bewachen sollten, neben der Tür liegend. Weißer Sabber lief ihnen aus der Maske und sie machten den Anschein von Bewusstlosigkeit. Blade ging vorsichtig die Gänge entlang, ohne wirklich zu wissen, welche Richtung die richtige sei, aber er hörte nicht auf zu gehen. Immer und immer weiter ging er die Flure entlang und dachte sich: "Wo sind alle Wachen hin?".
Seine Schritte hörten auf, als er wieder von weiten das Tor sah, dass ihm solch einen Schauer über die Schulter jagte. Das Tor mit der großen Aufschrift *D-21*. Ein kalter Schauer lief Blades Nacken hinunter und sein Atem wurde schwerer. Er ging langsam auf das Tor zu, bis er schließlich davor stand und es berühren wollte. Doch seine Hände waren wie gelähmt und fingen an zu zittern, als er das Tor anfassen wollte.
"Komm!", erklang es wieder in seinem Kopf und das Tor öffnete sich mit einem schweren Knarren, wie von selbst. Ein schriller Alarm ging los und rote Sirenen flackerten nun überall. Doch er ließ sich nicht davon beirren und ging den entstandenen Korridor weiter. Weiter, um endlich auf Antworten zu stoßen.
Die gesamten Wände, waren mit einem leichten Frost überzogen und jeder weitere Schritt, wurde für Blade immer schwieriger und schwieriger, bis er schließlich einen großen, runden Raum betrat. Innerhalb des Raumes, stand ein riesiger Glasszylinder, welches mit einer grünen Flüssigkeit gefüllt war und einen Menschen in sich trug. Blade sah sich den Mann an, welcher äußerst lange, schwarze Haare besaß und überall am Körper mit Schläuchen befestigt war. Zudem trug er eine Art von Maske, die ihn mit Luft versorgen sollte.
Blade brachte kein Wort mehr zustande und fiel von selbst auf die Knie. Schweiß bildete sich auf seiner Stirn und blanke Angst, war ihm anzusehen: "Warum…warum habe ich solche Angst davor?". "Weil du weißt, wozu ich in der Lage bin…", kam es sogleich als Antwort, als sich die Augen des Fremdes plötzlich öffneten. Klare, rote Augen, stachen hervor und Blade las nun von weiten die Namensschrift des Behälters: "Dra…Dracula 21? Wer bist du?". "Dein Meister!", hörte Blade wieder im Inneren, "Mein Spross, der du mich vor langer Zeit hast verlassen, bist nun endlich zurück. Doch scheinst du dich nicht zu erinnern.". Blade verstand nun gar nichts mehr und hörte weiter stillschweigend zu. "Willst du dich erinnern? Zwingen werde ich dich zu nichts…". "Ja!", entkam es sofort aus Blade, "Ich will mich erinnern! Ich will mich daran erinnern, was vor der Nacht geschah, an die ich mich nur erinnern kann!". "Nun denn…", sagte die innere Stimme, "So soll es sein!".
Plötzlich schwebte Blade nach oben, als ob ihn etwas Unsichtbares am Hals hoch heben würde und Er bekam kaum noch Luft. Er fing an zu röcheln und war nun in Augenhöhe mit dem Fremden. Blade sah, wie sich die Augen des Fremden langsam aufrissen und tief schwarz wurden. Wie eine Spirale, drehten sich seine Pupillen und Blades Kopf fühlte sich so an, als ob es gleich explodieren würde. Er schrie wie am Spieß und war kurz vor dem Herzinfarkt, als er wieder zu Boden fiel. Gekrümmt, lag nun Blade am Boden und kleine Tränen liefen seine Wangen runter. Doch waren sie nicht klar, sondern rot…wie Blut. "Kannst du dich nun an alles wieder erinnern. Konnte ich deine Erinnerungen wieder ordnen?", fragte die Stimme. "Ja…", sagte Blade zitternd, "Ich kann mich wieder erinnern…an alles…"

Eine Reise in die Kindheit

Blades Tränen

Klar schien die Sonne in das Kinderzimmer und ein kleiner, Acht jähriger Junge saß an seinem Schreibtisch und schaute verträumt aus seinem Fenster. Er erblickte die unendlich erscheinenden Wüstenmengen und gab einen leichten Seufzer von sich: "Hach…wann sehe ich endlich mal was Neues?". Die Tür öffnete sich und ein Soldat trat herein und sprach: "Sir Bronks! Ihr Vater ruft nach ihnen. Kommen sie bitte mit mir!".
"Natürlich!", antwortete der Junge gelangweilt und folgte dem Soldaten. Er beachtete nicht die kalten Gänge oder die vielen Kampfmaschinen, die ihn umgaben. Nein, denn Tag ein Tag aus, sah er sie um sich. Nichts anderes, kannte der Junge aus eigener Hand: "Du sag mal Hanfred, wann kann ich mal raus hier? Ich bin seit meiner Geburt hier drinnen. Ich bin der einzige Acht jährige Junge hier.". "Irgendwann wird die Zeit kommen! Du musst nur daran glauben!", antwortete der Soldat durch die Maske und klopfte dem Jungen leicht auf die Schulter.
Beide betraten nun die Laboreinrichtungen und ein älterer Herr kniete sich hin und hielt die Arme offen in Richtung des Jungen. Der wiederum, lief sofort in dessen Arme und wurde lachend hochgehoben. "Wie geht es meinem kleinen Mann?", sprach der alte Herr und verwuschelte die Haare des Jungen. "Papa!", sagte der Junge gereizt und versuchte die Hand des Vaters von Kopf zu kriegen, "Ich bin nicht klein. Ich bin Acht und heiße Nuriem! Ich bin ein richtiger Mann!".
Der Vater lachte und stellte Nuriem wieder zu Boden: "So mein Junge, ich will, dass du Zeuge von unserem Triumph wirst. Siehst du diesen riesigen Glasbehälter da vorne?". Nuriem sah nach vorne und sah den besagten Glassbehälter mit der grünen Flüssigkeit gefüllt und mit einem Mann darin: "Papa…Wer ist dieser Mann? Ist er…tot?". "Nein, nein!", gab der Vater sogleich als Antwort, "Der Mann lebt…quasi…und ist unsere Zukunft!". Nuriem verstand nicht wirklich etwas und trat ganz nah zum Behälter. Er drückte sein Gesicht dagegen und sah nach oben zum Mann.
Plötzlich, rissen die Augen des Mannes auf und Nuriem schrie laut auf. Er fiel nach hinten und schrie: "PAPA!!! DER FREMDE IST WACH!". Der Vater kam zum Jungen hin und hielt ihn in den Armen und sah danach zu einem der umwandernden Professoren hin. Dieser beobachtete die Werte, gab nur ein Schulterzucken als Antwort zurück und konnte nichts Ungewöhnliches feststellen. "Das hast du dir nur eingebildet.", sagte der Vater und schickte den Jungen hinaus. "Habe ich das…?", dachte Nuriem und verließ das Labor.
Tage verstrichen und Nuriem schlug sich die Zeit mit dem studieren von neuen Schulbüchern, als er ein lautes LKW Hupen hörte. Neugierig, stand er sofort auf und folgte den entstandenen Geräuschen, bis er am Hangar der Basis ankam und versuchte sich durch die Soldatenmenge durch zu quetschen. Schließlich vorne angekommen, sah er wie ein neuer LKW in den Hangar reingefahren ist und daraus etliche Kinder in ungefähr seinem Alter ausstiegen, gemischt aus sämtlichen Kulturen und Ländern.
Nuriems Augen strahlten weit auf, als er die vielen neuen Gesichter sah und schrie: "Hey…HEY! HALLO! HIER BIN ICH! ICH BIN NURIEM!". Doch bis auf ein kleines Mädchen mit kurzen, blonden Haaren, drehte sich keiner zu ihm um, sondern gingen direkt weiter in die nebenstehenden Labore. Das Mädchen kam langsam und schüchtern zu Nuriem und streckte ihre Hand aus: "Ich…ich bin Madlene…". Nuriem grinste weit und seine Zahnlücke wurde nun klar sichtbar, weil ihm vor kurzem noch ein Milchzahn vorne ausfiel: "Hehe…toller Name. Du Madlene, hast du Lust fangen zu spielen? Diese Basis ist riiiiiiesig und man kann sich hier auch gut verstecken!".
Doch bevor Madlene antworten konnte, nahm ein Soldat sie am Arm und zerrte sie etwas grob den anderen Kindern hinterher. Sie winkte Nuriem noch hinterher, bevor sie auch verschwand. Nuriem war etwas traurig, doch dachte er nur an den kommenden Spaß, den er wohl in Zukunft mit den anderen Kindern haben wird. Doch die Kinder kamen nicht…

Monate vergingen und Nuriem ging wieder im Hangar herum. Seit dem tage, als er Madlene traf, wunderte er sich,
wo all die Kinder waren, doch konnte er sie nie finden. Er beschloss schließlich zu seinen Vater ins Labor zu gehen und ihn zu fragen: "Papa, wo sind all die Kinder hin, die mal hierher kamen?".
Der jedoch, beobachtete nur einen Bildschirm, wo drei Kinder auf einer Liege saßen und schliefen. Ihre Lebenswerte, waren ebenfalls auf dem Bildschirm sichtbar und der Vater machte einen freudigen Gesichtsausdruck, bis ein helles Piepen zu hören war. "JAAAAA!", schrie der Vater und die anderen Professoren auf und waren plötzlich vollkommen glücklich. Einige sprangen sich in die Arme und andere gaben sich nur die Hand. Nuriem verstand den Grund nicht und stellte seinem Vater die Frage von eben noch mal.
"Die Kinder?", sagte der Vater grinsend, "Die…sind schon wieder weg zu ihren Eltern!". Nuriem machte ein sehr trauriges Gesicht und saß sich deprimiert an einen der Labortische und sah ein Gerät vor sich, dass in etwa so aussah wie eine Lampe. Der Kopf zeigte in Nuriems Richtung und er drückte aus purer Langeweile auf den Knopf. Ein grelles Licht, schoss Nuriem entgegen, welcher vor Schreck nach hinten fiel und die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zog.
Der Vater ging sofort besorgt zum Jungen und half ihm hoch: "DU SOLLST DOCH HIER NICHTS ANFASSEN! DU HÄTTEST VERLETZT WERDEN KÖNNEN!". Nuriem blickte nur betrübt rein und sah zum Boden. Der Vater beruhigte sich wieder und machte eine Handgeste, dass Nuriem das Labor verlassen soll. Anschließend ging eines der Monitore an und ein Professor kümmerte sich darum: "Haha! Der Junge hat sich scannen lassen!", sagte er lachend, "Wer weiß? Vielleicht ist er ja gut und hat einen Wert von über 40 Prozent!". Das gesamte Labor fing lautstark an zu lachen, doch hörte ihr Gelächter schon bald auf, als sie den Wert auf dem Bildschirm sahen. "…97…Prozent?", sagte der Professor stotternd und sah kreidebleich rüber zu Nuriem, der etwas verschämt neben der Eingangstür noch reinschaute: "Habe ich es kaputt gemacht?".
Die Menschenmassen fingen an, stark zu murmeln und zu flüstern, bis schließlich einer der Professoren rüber zu Nuriems Vater ging und mit ihm sprach. Beide sahen sich nun Nuriem an und der Vater ging rüber zu ihm. Er kniete sich vor Nuriem hin sah ihn tief in die Augen und sprach: "Nuriem, willst du die Kinder wieder sehen?". Nuriems Gesicht, strahlte wieder auf und er antwortete: "Ja…JA ICH WILL!". "Gut…", sprach der Vater weiter, "Dann musst du aber auch das machen, was die machen mussten.". Nuriem verstand das nicht wirklich, nickte nur und ging fröhlich in sein Zimmer zurück. Einer der Professoren kam nun zum Vater und sprach: "Wir haben ihn endlich gefunden…

"Den perfekten Wirtskörper!"

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27

Sonntag, 29. Juli 2007, 17:08

"ACHTUNG! HOHES GEWALTPOTENZIAL IN DIESEM KAPITEL!"


FKS 16


Kapitel XXIX

Memoria secunda


Tage verstrichen und Nuriem lag in seinem Zimmer auf seinem Bett. Ständig nur die Decke anstarrend, wo eine riesige Weltkarte angebracht war. "So groß!", dachte er sich, "Irgendwann werde ich alles sehen!". Seine Füße tippten immer und immer wieder an das Bettende und er konnte es gar nicht mehr abwarten, bis sein Vater endlich sein Versprechen halten und es ihm möglich machen würde, mit anderen Kindern zu spielen.
Schließlich öffnete sich die Tür endlich und der Vater trat ein. Nuriems Augen sprangen auf vor Freude und er lief in seine Arme. Der Vater hob ihn hoch und trug ihn auf seinen Schultern weiter die Gänge entlang, bis hin zu den Laboren…
"Ist es heute soweit?", fragte Nuriem und klammerte sich am Kopf des Vaters fest, "Sehe ich heute endlich die anderen? Ich habe so viiiele Fragen. Und wir können alles so spielen und so und bla…!". Der Vater, der nur mit einem halben Ohr zuhörte, war still bis er endlich sprach: "Nuriem, weißt du was das wichtigste der Welt ist?". Nur wurde nun still und fand keine Antwort. Der Vater nahm ihn jetzt von den Schultern runter und kniete sich vor ihm hin, damit er Nuriem in die Augen sehen konnte. Er hielt jetzt seine Schultern fest und blickte ihn ernst in die Augen: "Es ist Macht! Macht, andere zu überzeugen und unnötige Probleme von der Welt zu schaffen. Den Menschen, welchen du damals in diesem Glasszylinder gesehen hast, ist der Schlüssel dazu. Es ist ein Wesen, welches schon lange hätte Tod sein müssen und den Plan für die absolute Kraft für uns in sich trägt! Es gibt Menschen auf der Welt, die diese Kraft akzeptiert und die auserwählt worden sind von Gott, stark zu werden und für die richtige Seite zu kämpfen. Nuriem… DU bist einer von denen. Nein, du bist DER auserwählte!"
Nuriem sah seinen Vater nun vollkommen verwirrt an und konnte kaum eine Antwort finden, als: " Ähm…was redest du da Papa? Was für eine Wahl?". Der Vater, der nur etwas lächelte und langsam wieder von seiner Euphorie runter kam, stand wieder auf und ging Händchen haltend die Gänge weiter: "Nichts, vergiss es wieder. Vergiss es einfach…"
Beide kamen nun im Labor an und Nuriem sah einen sehr großen, quadratischen Metallkomplex, was so etwa aussah wie eine Zelle. Nur eine mehrfach gesicherte Tür, war der einzige Eingang darin und Nuriem bekam einen leichten Schauer beim Anblick des Gerüstes. Der Vater ging nun rüber zu den Professoren und unterhielt sich mit ihnen. Nuriem wollte sich langsam wieder zum Ausgang bewegen, als er sah wie einige Soldaten diesen versperrten und Nuriem dabei ansahen.
"Ich will das nicht mehr…", flüsterte Nuriem zu sich selbst und ging wieder zum Vater. Er zog an seinem Mantel und sprach wieder: "Papa…ich will das nicht mehr!". Der aber sah ihn nur ernst an und sprach weiter. Schließlich kamen nun zwei Professoren zu Nuriem und zerrten ihn in einen Nebenraum. Nuriem fing an zu schreien und sich vergeblich zu wehren. "LASST MICH LOS! PAPA! HILFE!".
Doch der Vater sah nur hinterher und traf mit den anderen Professoren die nötigen Vorkehrungen. Die Professoren fingen an die Kleidung bei Nuriem auszuziehen und ihn für den Versuch bereit zu machen. Nuriem wehrte sich noch immer, bis er schließlich eine Nadel im Hinterkopf spürte. Seine Sinne verließen ihn langsam: "Was ist los? Wieso werde ich so Müde?". Seine letzten Blicke sahen rüber durch ein Fenster zum Vater, der ihn nur anlächelte und etwas versuchte zu sagen. Nuriem konnte es nicht mehr genau erkennen, aber er glaubte, es war: "Hab keine Angst…"
Nuriems nackter Körper, wurde auf eine Trage gelegt und innerhalb der Kabine abgestellt. Keine Schläuche oder Präparate waren darin. Nur einige kleine Löcher, die sich in den kalten, schwarzen Metallwänden befanden. Der Vater sah auf einem Monitor zum letzten Mal seinen Sohn an und hatte einen fröhlichen Gesichtsausdruck aufgesetzt. Die Tür schloss sich und alles war auf einmal dunkel…
Stunden später, kam Nuriem wieder zu sich und sah sich in absoluter Dunkelheit. Er fror und Tränen wanderten langsam über seine Wangen. "Papa…?", sprach er leise und stand nun auf. Er tastete sich an den Wänden ab und suchte vergeblich nach einem Ausgang, doch wanderte er immer wieder im Kreis. Die Tränen wurden stärker und Nuriem machte immer wieder seine Runden, in der Hoffnung doch einen Ausgang zu finden, doch nichts.
Nach langem suchen und mehrmaligen Aufschlagen des Kopfes gegen die Wand, wegen der Dunkelheit, lehnte sich Nuriem nur weinend an die Wand und fing laut an zu schreien. Seine Schreie hörten nicht auf, bis er etwas an seiner Hand fühlte, mit der er sich an die Wand lehnte. Er sah langsam in die Richtung und sah, dass er sich an einem großen Auge anlehnte, welches knallweiß leuchtete und immer wieder blinzelte.
Nuriem kriegte es mit der Panik zu tun und fiel vom Auge weg, zu Boden. Da bemerkte er, wie sich überall an den Wänden, dem Boden und sogar der Decke diese Augen bildeten. Alle ihn anschauend und nicht aus dem Blick verlierend. Nuriem versuchte panisch, keines der Augen zu berühren und schrie ständig auf.
"Noch so ein Kind…?", hörte er plötzlich in seinem Kopf und Nuriem fasste mit der Hand an die Schläfe, "Was wollt ihr damit erreichen? Ergötzt ihr euch an ihren Tod?". "Tod?", dachte Nuriem zitternd nach und versuchte wieder an den Wänden, einen Ausweg zu finden. Doch bemerkte er, wie sich die Augen langsam zu einem Punkt hin bewegten und auf der anderen Seite von Nuriem, ein merkwürdiges, weißes Wesen bildeten. Es hatte die Gestalt eines Ziegenbocks, welches vom Wahnsinn befallen war und mit seinem Augen ständig in andere Richtungen blickte. Sein Unterkörper war noch im Boden drinnen und seine Hufe formten sich langsam zu Klauen.
Nuriem sah das weiß leuchtende Wesen stillschweigend an und brachte kein Wort mehr zustande. Er wollte seine Hand vor seinem Gesicht halten, als er bemerkte, dass sein rechter Arm nicht mehr dran war. Nuriem sah seine Verletzung, blickte langsam und absolut geschockt zum Ziegenartigen Wesen und sah, wie dieser gerade seinen Arm kaute.
Nuriems Augen schossen auf und ein entsetzlicher Schrei war zu hören: "UUUAAAHHH!", schrie er und hielt sich mit seiner anderen Hand die Verletzung. Er versuchte aufzustehen, doch fiel er sofort hin, da sein rechtes Bein nun blitzschnell abgerissen wurde. Wieder sah Nuriem zum Monster und sah sein Bein in dessen Händen. Das Wesen beugte sich nun über Nuriem und schaute ihm genau in die Augen. Nuriems Augen waren glasig und absolut Rot und sein gesamter Körper fing an zu zittern. Sein Atem war schnell und schwer. Blut strömte aus seinen Wunden.
Das Monster kam Nuriems Gesicht immer näher und leckte mit einem Mal, die einzelnen Bluttropfen von seinem Gesicht. Das Wesen machte einen befriedigten Eindruck und seine Augen sahen glücklich an die Decke. "Jaaaaa…, dass ist es!", hörte Nuriem aus dem Mund des Monster, welcher Nuriem wieder direkt ansah, "Das ist es! Das Blut eines wahrhaftigen Mannes!".
Nuriems Sinne verließen ihn allmählich, wegen dem hohen Blutverlust und er sah langsam sein Ende kommen, bis das Monster weiter sprach: "Dein Blut ist wohl mit Abstand das köstlichste, was ich je in meiner Kehle spürte. Nicht nur, weil du eine Jungfrau bist. Nein, dein Zorn und deine Wut peitschen sich durch meine Sinne. Du bist anders, als die bisherigen!".
Das Wesen hielt nun Nuriem am Arm nach oben: "Aber scheint es, dass du gleich Tod bist? Komm, wach auf für mich. Zeig mir deinen Zorn!". Das Wesen öffnete nun weit sein Maul und biss Nuriem kräftig in die Halsarterien. Seine Augen drehten sich vor Gaumenschmaus und er ließ seinen Speichel in Nuriems Wunden fließen.
Doch plötzlich spürte das Wesen, wie sein Kehlkopf gepackt wurde. Er sah mit seinen Augen, wie Nuriems verbliebener Arm es kräftig packte, aber Nuriem selbst war mehr Scheintod, als lebendig.
Doch Nuriems Arm zog kräftig und riss den gesamten Hals des Monsters auf und ließ eine Blutfontäne heraus fließen. Das Wesen fiel langsam auf den Rücken und verformte sich langsam zum Mann, welcher Nuriem damals im Glasszylinder sah. Altmodische Kleider im transylvanischem Still, gefolgt mit einem langen Mantel, materialisierten sich langsam an dessen Körper und der Mann sah mit beeindruckten Augen zu Nuriem.
Der aber, lag noch auf dem Boden und hatte mit Körperkrämpfen zu kämpfen: "Mein Körper…er brennt so unglaublich…sterbe ich?....Vater, bist du da?...Du hast mich verraten…ihr alle habt mich verraten…ich verzeihe euch nicht…ich verzeihe euch NIEMALS!". Tiefschwarzer Rauch schoss aus Nuriems Wunden sowie aus seinem Mund. Der Mann sah mit beeindrucktem Gesichtsausdruck, wie Nuriem langsam heraus schwebte und sich langsam unter Schmerzen, neue Gliedmaße bildete.
Nuriem stand nun wieder auf seinen Beinen und sein Blick wandte sich nun langsam zum Mann. Blutrote Augen, stachen aus Blades Augenhöhlen und der Rauch materialisierte sich auch bei ihm langsam zu einem ledernen Anzug, welcher mit mehreren Gürtelschnallen verziert war.
Der fremde Mann sah ihn hocherfreut an und sprach überglücklich: "Wie ich es mir dachte! Du warst bereits einer von uns!". Nuriem blickte ihn nur mit einem leeren Blick an und fing an, auf einer alten und unbekannten Sprache zu sprechen: "Nomura tscha na lorte Naktalronalia…!". "Wer ich bin und was ich will, fragst du?", sagte der Mann, "Ich bin
vor Generationen gestorben und wieder in dieser Zeit belebt worden. Einst war ich ein mächtiger Graf, doch wurde mir alles genommen. Mein Name lautet Graf Dragul, Herrscher über ganz Transylvanien! Und wer bist du mein Bruder?".
Doch Nuriem antwortete nicht, sondern ging langsam auf den Graf zu: "*Ich wache über dieses Kind. Ich bin sein Hüter!*". Der Graf fing an zu lachen und langsam verstand er, warum dieses Kind ihm so ähnlich war: "Har Har Har…Du bist also nur eine verlorene Seele wie viele andere, aber nützt dir das auch nichts wenn du jetzt wieder erwacht bist. Meine Seele hat sich bereits mit dir verbunden und sie wird auch deine verschlingen!".
"*Nein!*", sprach Nuriems Körper, "*Wenn es so sein sollte, dann verschmelze ich eben mit deiner Seele!*". Lautes Gelächter, brach aus dem Grafen aus und er schrie: "Du willst dich mit meiner Seele vereinen? Du bist ja nicht einmal ein Vampir! Du bist nur eine verlorene Seele aus der Hölle, die es geschafft hat, in diesem Kind wieder geboren zu werden. Eher wirst du deine ewige Seele verlieren und diese durch meine ersetzen lassen!".
"*Dann sei es so…*", sprach Nuriems Körper wieder, "*Solange dieses Kind überlebt, ist es das wert. Meine Erinnerungen und mein Zorn sollen in seiner Seele weiter leben*!". Der Graf sah ihn nun etwas betrübt an und sprach ruhig: "Warum…? Warum gibst du dein Dasein für diesen Menschen auf?".
"*Er…*", fing Nuriems Körper an, "*Er bedeutet mir sehr viel…! Dieser Junge birgt viele wunderbare Erinnerungen in sich. Er ist rein wie ein Baby und ist zu kostbar, als das er einfach so sterben sollte. Sein Wille zu überleben ist größer, als das von uns allen! Bitte Graf…pass auf diesen Jungen auf und bewahre ihn vor allem Bösen!*".
Der Graf lachte nur kurz: "Vor Bösen bewahren? Und was glaubst du, bin ich?". Aber er hörte auf zu lachen, als er sah, dass es dem Fremden ernst war: "Einverstanden. Überlass mir deine Seele und ich bewahre diesen Jungen in meiner Obhut. Er soll meine Stärken bekommen und deinen Geist. Meinen Willen und deine Lebenserfahrungen. Er soll zu einer Legende werden, die in der Dunkelheit erblühen soll!".
Nuriem fing an, etwas zu grinsen und machte einen aufrechten Daumen als Abschied. Tiefschwarze Schatten, bildeten sich um ihn herum und Fratzen wie von Höllenhunden, brachen aus ihnen heraus. Sie drangen in Nuriems Körper ein und zerrten eine blutrote Seele heraus, welche die Form eines jungen Kriegers hatte. "Beeindruckend…", sprach der Graf und schrie der Fremden Seele eine letzte Frage hinterher: "Wie heißt du?". Die Seele lächelte ein letztes Mal und sprach: "Raziel Belmondt!". Der Graf zuckte kurz zusammen, als er das hörte und sah, wie die Seele langsam von seinen Höllenhunden auseinander gerissen und verspeist wurde.
Es wurde wieder dunkel in der Kammer und der Anzug um Nuriem herum, löste sich wieder auf. Der Graf kam wieder zum schlafenden Nuriem: "Schlafe mein Sohn. Ich werde dich so erziehen, wie meinen eigenen Spross…"

Drei Monate später


Die Professoren beobachteten bereits vollkommen gelangweilt die Lebensdaten, welche von Nuriem innerhalb der Zelle ankamen. Manche nippten an einem Becher Kaffee und andere aßen Donuts oder sonstige Fettmacher.
Alles war Routine, als unerwartet die Lebensanzeigen allesamt auf Null runter gingen. Die Professoren standen geschockt auf und gaben Alarm. Jeder versammelte sich am Eingang der Kabine und der Vater trat nun in das Labor: "Was ist passiert?".
"Die Lebenssignale sind auf Null. Wir wissen nicht mehr was passiert ist, da auch alle Kameras schon seit Wochen zerstört worden sind!". "Öffnet die Tür und haltet die Soldaten in Bereitschaft. Aber benutzt die Betäubunsgwaffen .".
Man öffnete also langsam die Tür und absolute Stille machte sich im Labor breit. Man holte Scheinwerfer, um die Kabine auszuleuchten, doch zersprangen sie sofort, als diese in die Kabine leuchteten. Der Vater machte eine Handgeste für einen Soldaten, der sich daraufhin langsam in die Kabine begab. Man hörte absolut nichts bis die Professoren plötzlich merkten, dass der Kopf des Soldaten aus der Kabine heraus rollte.
Die Soldaten schossen daraufhin panisch mit den Betäubungsgewehren in die Kammer, bis allen die Munition ausgingen. Man hörte danach, wie etwas langsam aus der Kammer heraus kam. Es war Nuriem, der mit roten Augen die Masse anblickte, welche weit zurück wich, und sich mehrere Pfeile ansah, die er in den Händen trug.
Er sah anschließend hoch und sah seinen Vater. Der wiederum blickte ihn Ernst an und sprach: "Kannst du dich an mich erinnern? Ich weiß, du verstehst unsere Beweggründe nicht, aber eins sollst du mir glauben. Wir wollten das nur zu deinem Guten. Wir wussten, dass du es überleben würdest und wollten nur, dass du stärker wirst.".
"Er kann sich an nichts erinnern!", antwortete einer der Professoren, "Während der DNS- Fusion, haben wir sein gesamtes Gedächtnis resettet. Alle seine Infos sind nun *Gehorche dem General aufs Wort*!". Der Vater lächelte und zeigte pure Begeisterung und befahl: "Wir sind nun in der Lage, eines unserer Supersoldaten im Außendienst einzusetzen. Wir setzen ihn heute zum ersten Mal ein und unsere Basis wird nun in den Untergrund verlegt. Trifft sofort alle Vorkehrungen und verpasst Nuriem ein Sicherheitssiegel!".
Die Professoren, machten sich sofort an die Arbeit und kleideten Nuriem in einen ledernen Kampfanzug und verpassten ihm ein schwarzes Halsband mit mehreren Kapseln drum herum. Er wurde stillschweigend in ein Flugzeug gebracht und mit einem Einsatztrupp nach Metrum, der weltgrößten Stadt, gebracht.

Es war eine tiefschwarze Nacht geworden und innerhalb der Straßen der Slums, war niemand mehr, denn niemand traute sich, der Nacht sich zum Opfer zu geben. In ein verlassenes erscheinendes Hotel, brach das Einsatzkommando herein.
"Sie sind im dritten Stock, Sir!", schrie eines der Soldaten durch Funkspruch, "Etwa 12 und schwer bewaffnet!". "Zeigt keine Gnade und lasst drei am Leben zum Verhör!", befahl der Commander und wollte ein Handzeichen geben, um weiter durch den Flur zu rücken, als plötzlich Nuriem an ihm vorbei ging. Der Commander wollte ihn festhalten, doch wich zurück, als er sein psychopatisches Lächeln sah: "Hehehe…12 sagst du….?".
Der Commander sprach nun per Fernverbindung mit der Basis: "Sir, der Supersoldat zeigt komische Züge. Er hört nicht mehr auf unsere Befehle!". Es kam lange keine Antwort, bis der General persönlich sprach: "Macht weiter wie bis jetzt! Sollte er gefährlich werden, sprengt seinen Anzug!".
Der Commander legte auf und hörte daraufhin, wie mehrere Schusswaffen losgingen. Aus dem besagten Raum der Zielpersonen, waren immer wieder Lichter aus der Tür zu sehen und nach einer Weile wurde alles still. Der Einsatztrupp kam langsam näher und sah, wie Nuriem inmitten der toten Zielpersonen stand und den letzten am Hals packte. Der Commander bekam einen leichten Schauer und befahl anschließend: "Lass ihn am Leben!".
Doch Nuriem schaute nur zu ihm rüber und sprach: "Nein…keine Zeugen!". Er drückte den Hals zusammen und riss den Kopf der letzten Zielpersonen ab. Die Soldaten schauten weg und einige konnten nicht mehr und übergaben sich. "Das wird ein Nachspiel haben!", schrie der Commander Nuriem an, "Geh wieder sofort in den Transporter!". Außer dem Commander, machten sich die übrigen Soldaten wieder auf dem Weg nach unten. Plötzlich, war ein Geräusch im Schrank des Zimmers zu hören. Der Commander war dabei nach zu sehen, doch bevor er nachsehen konnte öffnete Nuriem die Tür. Vier Kinder in dem Alter von etwa 6 bis 8, schauten ihn still und ängstlich an und Nuriem zuckte zusammen.
"Na los!", sagte der Commander, "Wenn du alle anderen erledigt hast, dann mach das auch mit denen. Für die Befragung, sind die überflüssig!". Nuriem fing an zu zucken und schaute sich langsam um. Anschließend sah er zitternd seine blutverschmierten Hände an und fiel auf die Knie. Er hielt sich fest am Kopf rote Tränen wanderten aus seinen Augen: "Was bin ich??? Warum macht es mir spaß??? WAS SOLL DAS ALLES???".
Der Commander sah, dass Nuriem langsam zusammenbrach und machte sich auf, die Kinder selbst zu erschießen. Er stand vor den Kindern und wollten grade abdrücken, als plötzlich seine Beine weggerissen wurden. Der Commander schrie auf und sah voller Panik, wie Nuriem sich auf seinen Brustkorb setzte und den Commander am Hals packte. "WAS BIN ICH?", schrie Nuriem und schlug den Commander mit aller Kraft. Der Commander verlor fast das Bewusstsein, als der zweite Schlag von Nuriem kam: "WAS BIN ICH?".
Doch der dritte Schlag war tödlich und Nuriem hörte ein grobes Knacken im Genick des Commanders. Er stand langsam auf und sah ängstlich die Kinder im Schrank an. Er sah sich danach um und sprang aus dem nächst bestem Fenster und landete sich abrollend auf der Straße. Die übrigen Soldaten sahen ihn flüchten und erhielten keinen Funkspruch mehr mit dem Commander. Nuriem lief weiter durch die Nacht, als er von hinten hörte: "ZÜNDEN!".
Überall am Körper und an Nuriems Hals, explodierten Brandbomben, die ihn einmal quer durch die Luft flogen ließen. Sein brennender Körper landete krachend auf dem groben Asphaltboden der Straße und rührte sich nicht mehr. Langsam fing es an zu Regnen und die groben Tropfen, fielen auf den leblosen Körper.
Die Soldaten wollten näher kommen, als sie aber plötzlich Polizeisirenen hörten. Sie machten sich ab in den Transporter und verschwanden still und schnell in der Dunkelheit der Nacht. Die Polizei kam schließlich an und sperrte das Gelände. "Oh mein Gott…", sagte
einer der Polizisten, "HIER LIEGT EIN BRENNENDES KIND!". Die Polizei löschte Nuriem zügig und man fühlte seinen Puls. Der untersuchende Polizist, machte ein verwundertes Gesicht und sprach: "Er lebt… Er lebt noch. Er hat einen schwachen Puls. HOLT SOFORT EINEN KRANKENWAGEN!".
Er wurde sogleich in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht und dort auch anschließend sofort behandelt. Stunden später, kam der operierende Chefarzt aus dem OP raus und sprach mit einem alten Mann in einem edlen Anzug: "Er ist außer Lebensgefahr. Die Verletzungen werden tiefe Wunden hinterlassen, aber sein Lebenswille, hat es überstanden. Warum wollen sie ihn so unbedingt haben?". "Lassen sie das meine Sorge sein!", antwortete der alte Mann und machte sich langsam davon…

Drei Tage später


Nuriem lag regungslos in seinem Krankenbett und sah nur zur weißen Decke. Kein Fernseher oder Radio wurde angemacht und kein Buch gelesen. Es kam niemand zu Besuch, bis sich jedoch dann die Tür öffnete.
Der alte Mann von vor drei Tagen trat herein und setzt sich neben seinem Bett auf einen Stuhl: "Na kleiner? Wie geht es dir?", fragte der Fremde und redete langsam weiter, als keine antwort kam, "Ich weiß, dass es etwas schwierig sein sollte, aber kannst du dich an etwas erinnern? Wer die Leute waren, die das mit dir gemacht haben?".
"Ich…", kam es langsam aus Nuriem, "Ich kann mich nicht erinnern…Ich weiß nicht einmal wer ich bin…". Der Fremde Mann sah traurig zu Nuriem und ahnte so was schon: "Der Arzt meinte, du hast ein extrem schweres Trauma hinter dir. So was war zu erwarten. Hast du aber irgendwelche Verwandten oder ein Zuhause?". Wieder kam keine Antwort und er sprach weiter, "Ich habe mir deine Wert angesehen und ich muss schon sagen, nicht schlecht. Hör mal, ich habe selbst keine Kinder und bin wohl zu alt, um damit jetzt anzufangen…". Der Fremde lachte kurz unterbrechend rein und sah, wie Nuriem ihn nun langsam ansah. "Wie wäre es, wenn du mit mir kommst?", sagte er und fasste Nuriems Hand an, "Ich lebe in Rail Base. Kennst du dieses Land? Dort ist die größte und beste Militärakademie auf der Welt. Ich bin dort General und suche schon lange nach den Fremden, die dir das angetan haben. Wir könnten dort gemeinsam leben und vielleicht erinnerst du dich eines Tages wieder?".
Nuriem sah den Fremden Mann etwas verwundert an und fing leicht an zu lächeln: "Ja…das wäre toll…". Der fremde Mann machte ein glückliches Gesicht und klopfte auf Nuriems Hand: "Aber wir brauchen dann einen Namen für dich. Mein Nachname ist Rifal, aber wie soll dein Vorname sein?".
"Blade…", kam es plötzlich still aus Nuriem, der den Fremden Mann ernst ansah. "Wieso Blade?", sagte der Fremde verwundert, "Willst du einen Hippen Namen?". "Ich möchte eine Klinge sein!", antwortete Nuriem, "Eine Klinge, die alles zerschneiden kann und sich durch nichts aufhalten lässt. Bitte…lass mich diesen Namen tragen".
Der alte Mann machte ein beeindrucktes Gesicht uns sprach schließlich: "Okay. Dann sollst du von nun an so heißen. Blade…Blade Rifal!"…

Blade kam wieder im Laborkomplex zu sich und sah hoch zu Dracula 21, welcher noch immer im Glasszylinder drin war. "Du hast also auf mich gewartet? Die ganzen Jahre lang?", fragte Blade und richtete sich wieder auf. "Wenn ich gehen würde, würdest du mich nicht mehr finden und ein Graf sucht niemals!", antwortete Dracula 21, "Ich habe ein Versprechen gegeben und daran halte ich mich auch mein Jüngling".
Blade grinste nur noch und sprach: "Danke…jetzt bin ich ja wieder hier!". Mit lauten gepolter, traten die Soldaten in den Raum herein und umstellten Blade und den Glasszylinder. Der General, ging durch die Soldatenmassen und sah Blade an: "Was weißt du nun? Kannst du dich an mich erinnern?". Blade drehte sich langsam zu ihm um und sprach: "Nein…ein kleiner, toter Junge, wusste wer du bist. Ich habe einen Vater und der heißt Christopher Rifal. Du jedoch…bist in meinen Augen nichts mehr, als ein Opfer!". Der General wurde allmählich wütend und schrie: "Ich habe dich erschaffen! Ich wollte, dass du stärker wirst. Ich wollte, dass du dich im Leben vor nichts mehr fürchten müsstest!".
"UND DAS MUSS ICH AUCH NICHT MEHR!", schrie Blade ihm entgegen, "Für dich war ich nur ein weiteres Versuchsobjekt, welchen du sofort hast fallen lassen, als ich für dich unbrauchbar erschien. In meinem Leben haben mir nur Christopher, Raziel und der Graf geholfen!". Der General verstand nicht, was er wirklich damit meinte und sah, wie Blade seinen linken Arm hob: "Es wird Zeit zu gehen Graf!". "JA!", ertönte es im Raum und der Zylinder zersprang in einem gewaltigen Druck!

"Lass uns gehen!"

I am Zantus. I fought my Way, to be your Demon King

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Lucris« (29. Juli 2007, 17:18)


Lucris

~Kritikergott~

  • »Lucris« ist männlich
  • »Lucris« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Hamburg

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28

Mittwoch, 8. August 2007, 02:07

Kapitel XXX

Rebellion


Die grüne Flüssigkeit des Glasszylinders schoss auf die Soldaten zu und ließ sie allesamt zu Boden fallen. Der General blieb als einziger mit Blade standhaft und blickte ihm in die Augen. Langsam kam der Graf zu Boden und neue, transylvanisch angelehnte Kleidung, materialisierte sich an ihm. Er fasste mit beiden Händen die Schultern von Blade an und stützte sich etwas auf ihm.
"So nimmt es seinen Anfang!", sagte der Graf lachend und sah dem General direkt mit einem finsteren Lächeln an. "Der Anfang?", fragte der General, "Von was? Glaubt ihr wirklich, dass ihr auch nur den Hauch einer Chance habt? WIR sind eine gesamte Armee!". Der Graf ließ ein höhnisches Gelächter ab und antwortete: "Eine Armee? Nur eine? Was will sie mit mir tun? Mich verbrennen? Mich köpfen? Mich aufspießen? Mich zerreisen? Mich pfählen? Wenn wir das alles durch haben sollten, zeig ich euch, was es heißt Schmerzen ertragen zu müssen!".
Der General wurde sichtlich immer wütender und machte einen Befehl zur Schussbereitschaft: "LEGT AN! FEUER!". Schüssen prasselten auf Blade und den Grafen ein, der seinen Umhang schützend vor sich und Blade hielt. Die Hülsen fielen wie Regentropfen auf den nassen Boden und bedeckten ihn schon bald vollkommen.
Doch anstatt das Blut aus dem Umhang strömte, fiel der nur in sich zusammen und eine dunkle Aura ging vom Mantel aus, welche sich schnell im Raum verbreitete. Nervosität machte sich bei den Soldaten breit und sie sahen, wie auf einmal funkelnde Augen aus der Dunkelheit auftauchten und sie anstarrten. Einige Soldaten gingen auf die Knie um sich die Augen besser ansehen zu können und andere fassten die Dunkelheit an, welche sich wie flüssiges Teer anfühlte.
Doch plötzlich, brachen wolfartige Fratzen aus der Dunkelheit und packten sich die Soldaten an den Köpfen und Armen. Sie rissen die Körperteile ab und ließen schreckliche Schreie von den Soldaten entstehen. Auch den General packten die Wölfe, doch dematerialisierte sich sein Körper reflexartig wieder zum schwarzen Rauch und wich den Wölfen aus.
Die Dunkelheit verschlang das Fleisch und trank das Blut der gefallenen, bis sich wieder langsam Licht bildete in dem Versuchsraum. Nur noch der General und der Graf waren noch da und der Graf sah den schwer atmenden General nur verachtend und lächelnd an: "Oh…was ist den nur los mein Herr? Habe ich ihnen Angst gemacht?".
"Duuu…MISSGEBURT!", schrie der General, "Was glaubst du eigentlich was du bist HÄ? Wir haben dich hier erschaffen aus den genetischen Überresten deines WIRKLICHEN Ichs. Aus deinem Sarg haben wir die staubigen Reste gefunden. 21 Versuchsobjekte hat es gekostet, bis es endlich mit dir WIEDERLICHEN NICHTSNUTZ geklappt hat!". Pure Wut durchströmte den Graf, doch blieb der ruhig und antwortete nur: "Deinen Tod…gehört bereits einem anderem. Doch will ich dir nur eines raten…wenn du noch einmal das Wort gegen mich richten solltest, ohne mich um Erlaubnis zu fragen, endest du als Futter meiner Lieblinge!".
Der General sah wie sich langsam die Augen des Grafen in pures Schwarz umfärbten und ihn direkt anstarrte. Sein Körper wurde plötzlich schwer und sein Atem stockte. Er fiel auf die Knie und landete auf allen Vieren. Sein Blick war auf den Boden fixiert und er spürte ein starkes Beben und Explosionen, welche von weit Oben kamen. Putz fiel von der Decke und beide schauten nun herauf. "Hahaha…So nimmt es seinen Anfang!", sagte der Graf, ohne den General anzusehen, "Der Anfang vom Ende von Zantus!". Der General sah nur langsam zum Grafen und sagte zitternd: "Wer oder was kann uns angreifen? Wer ist so verrückt?".

Eine Stunde zuvor

Mitten in der Wüste


Kruja sah vollkommen verschwitzt herauf zur Sonne und wischte sich einmal über seine Stirn. Er sah wieder zurück zu Selphin, welcher eine Karte vergeblich studierte und sich immer wieder umsah. Den Pferden war die Müdigkeit klar anzusehen und die letzten Wasservorräte waren auch schon aufgebraucht.
"Selphin…wir werden sterben!", sagte Kruja erschöpft auf dem Weg zu ihm, "Wir haben kein Wasser, keine Ahnung wo wir sind und auch wenn wir sie finden sollten, glaubst du, wir könne sie ganz allein besiegen?". "Hey du warst doch derjenige, der die Soldaten angelogen hat. Also heul nicht rum und lass mich nachdenken.", antwortete der und sah sich weiter die Karte an, "Man, überall sieht es doch genau gleich aus! Die Karte bringt rein gar nichts!".
"Unsere zwei Wassersteine gehen auch langsam alle und ich sterbe vor Durst!". "Aber wir müssten doch schon längs am Ziel sein!", antwortete Selphin, "So einen großen Vorsprung können sie nicht haben und wir sind der richtigen Richtung gefolgt".
Kruja wollte wieder was sagen, als er jedoch über sich eine Faustgroße Metallkugel sah, die über ihm schwebte. Kruja tippte Selphin mit dem Fuß an, welcher sich umdrehte und auch die Kugel bemerkte. Beide sahen eine Art Linse aus der Kugel hervorstechen und die Kugel schwebte langsam etwas höher und drehte Kreise über deren Köpfe. "Etwas beobachtet uns!", sagte Selphin flüsternd und Kruja nickte nur überrascht.
"Face-Scan Analyse abgeschlossen. Kruja Magnar: Hunter, Alter 18 Blutgruppe 0. Selphin Night: Hunter, Alter 18 Blutgruppe B+!", hallte es anschließend aus der Kugel. Kruja stand wieder auf und versuchte die Kugel zu greifen, doch flog die immer wieder höher: "Wir suchen eine junge Prinzessin aus Dubalia und ein Arschgesicht, den ihr gerne behalten könnt! Sind die hier?".
Aber anstatt einer Antwort, hallte nun gar nichts aus der Metallkugel. "Wir sind hier richtig!", sagte Selphin und wartete ab. "Termination bestätigt!", hallte die Metallkugel als nächstes und versank im Boden. Selphin ging ein Licht auf: "Sie sind im Boden! Für alle anderen nicht sichtbar!". Doch bevor Kruja antworten konnte, schossen Metallwände vor ihnen aus dem Boden und bildeten eine Kilometerlange Barrikade. Türme stiegen herauf und Gewehranlagen von den Türmen, zielten auf die beiden. Selphin und Kruja nahmen langsam die Hände in die Höhe, als plötzlich ein Klingeln von Kruja zu hören war. Sie sahen sich verwundert an und Kruja tastete sich ab, bis er ein Handy in seiner Seitentasche fand.
Er nahm langsam ab, ohne dabei die Türme außer Acht zu lassen: "Ha-Hallo?". "Mr. Magnar?", ertönte es aus dem Handy, "Ich bin es, der Chef von der Demokratie von Celistia. Bitte hören sie mir genau zu. Als aller erstes möchte ich mich bei ihnen entschuldigen, dass wir ihnen nicht die volle Wahrheit erzählten. Sie müssen wissen, in Wahrheit sollten sie genau das tun, was sie bereits getan haben.".
"Auf die Fresse kriegen?", fragte Kruja wütend, "Woher habe ich dieses Handy?". "Alles zu seiner Zeit. Unser erstes Ziel dieser Mission war es, dass wir den Standort von Zantus erfahren, um endlich angreifen zu können. Gleichzeitig wollten wir verhindern, dass die Prinzessin in ihre Hände gelangt, was aber leider nicht geklappt hat. Aber keine Sorge, wir haben noch Zeit.".
"Wer ist Zantus? Was soll das alles? Wieso wollen die anderen die Prinzessin töten und was sollen wir hier jetzt bitte schön tun? Die knallen uns eh gleich ab!". "Nein das tun sie nicht!", antwortete wieder der Demokratiechef, "Sonst wären sie schon Tod. Die Geschütze laufen per Weitrang Emissionsleitungen. Wir haben EMP- Granaten im Umkreis hochgehen lassen und greifen sofort an. Haltet eure Ohren fest!". Kruja sah geschockt zu Selphin und sah über seinem Kopf Flieger am Horizont kommen. Er riss den verplanten Selphin zu Boden und hielt seine Hände schützend über seinem Kopf. Fliegerschwadronen brausten tief über ihre Köpfe und ließen allesamt Bombenregen ab. Gewaltige Explosionen, überdeckten den Horizont und die gesamte Umgebung. Der Wind und die Druckwellen, rissen beide quer durch die Luft und ließen sie unsanft auf dem Wüstensand gleiten.
"Was soll das alles?", schrie Selphin. Kruja konnte kaum was verstehen bei dem Lärm der Bomben: "Die Demokratie weiß irgendwie wo wir sind und gibt uns Rückendeckung.". Kruja sprach wieder ins Telefon: "Woher wissen sie, wo wir sind?". "Wissen sie noch die Schatulle? Die der Hübsche mit sich trug?".
"Der Hübsche?", fragte Kruja. "Na der Gutaussehende!". "Der Gutaussehende?". "Na der düstere Egoist!". "Ach sie meinen Arschgesicht!", antwortete Kruja. Ein Lachen war zu hören: "Haha…Ja genau. Innerhalb der Schatulle war eine Halskette für die Zeremonie der Prinzessin. Wir haben sie vorher mit einem Sensor versehen, um ihr auch in Extremsituationen folgen zu können! Habt Geduld unsere Truppen können auf dem Landweg erst in einigen Minuten dort sein!".
Kruja drehte sich zu Selphin um: "Wir bekommen Verstärkung in einigen Minuten!". "Leider…", antwortete Selphin, "Haben wir nicht mehr so lange!". Kruja sah sich wieder zu den Trümmern der Türme um und sah, wie die Bomben riesige Löcher in den Wüstensand rissen. Unten waren Metallböden zu erkennen und mehrere große Schleusen öffneten sich, woraus Truppen und Kampffahrzeuge heraus kamen. Sie kamen den beiden näher und bildeten langsam aber sicher eine kleine Armee.
"W-w-was sollen wir denn j-jetzt machen?", stotterte Kruja in das Telefon, "Wir werden gleich sterben, wenn hier nicht gleich etwas passiert!". Ein langes Schweigen kam aus dem Handy: "Wissen sie die Nomadengruppe, die sie aufnahm? Einer von denen war unser Abgesandter und hat dir das Handy untergejubelt. Er hat Kontakt zur Rebellengruppe der Wüste. Wenn er deren Chef überzeugen konnte,
werden sie euch zur Seite stehen!".
"Und wenn nicht?", fragte Kruja. "Wenn nicht…", antwortete der Chef zögernd, "Dann haben sie ein Problem!". Kruja wollte grade ins Telefon Fluchen, als einer der Soldaten anfing zu schreien: "ANLEGEN!". Kruja und Selphin sahen sich langsam an und lächelten. "Na ja…", fing Kruja an und legte das Telefon auf, "Hätte ja klappen können!". "Ja…", sagte Selphin, "Hey…was ich so früher über dich gesagt habe. So Weichei und so…Ich habe das nicht so gemeint. Du bist ein tapferer typ!". Kruja nickte nur lächelnd und schloss die Augen. Auch Selphin tat das und beide warteten nur noch auf die letzten Schüsse.

"BAMM…"


Ein einziger Schuss war zu hören und der Soldat, der den Befehl zum Schuss geben wollte, fiel tot um. Ein Treffer inmitten seiner Augen, ließ ihn zu Boden fallen und die Soldaten, sahen geschockt zum Horizont. Kruja und Selphin öffneten die Augen und schauten nach hinten. Über der nächsten Düne, ragte eine lange Reihe von Reitern hervor, die allesamt mit blauen Nomadentüchern bedeckt waren.
Mehrere bliesen in ein Horn und gaben somit das Signal zum Angriff. Hunderte, nein Tausende Reiter ritten den Soldaten des Zantus Imperiums entgegen, die es mit der Angst bekamen, denn sie waren deutlich in der Unterzahl. Schüsse flogen durch die Luft und Leute fielen auf beiden Seiten.
Kruja und Selphin duckten sich und sahen auf beiden Seiten keinen Ausweg, bis zwei Reitern den beiden entgegen kamen und ihre Hände ausstreckten. Beide sprangen während des Rittes auf und Kruja sah dem Reiter ins Gesicht, der die Maske runter nahm. Der Arzt, der ihn im Nomadendorf untersuchte lächelte ihn nur kurz an und Selphin erkannte, dass Schiela ihn auf das Pferd herauf half. "Halt dich fest kleiner!", schrie der alte Arzt und sprang mit dem Pferd direkt den Soldaten entgegen.

"Jetzt geht’s rund!"

I am Zantus. I fought my Way, to be your Demon King

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