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Noriyori

Hokuto no Ken!

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Mittwoch, 4. April 2007, 20:35

Despair-Yridion's Way

Aus den Chroniken der Schattenwächter, "Wie der erste Mensch sich den Schatten zuwand",

Seite 3

Wie mich das Licht verriet

....Einst war ich ein Streiter des Lichts, ich reiste durch die Welt, gute Taten pflasterten meinen Weg, nie erwartete ich eine Gegenleistung, nie eine Belohnung für meine Arbeit. Viele Jahre zog ich so durch die Lande bis ich Opfer eines Überfalls wurde. Die Sonne brannte heiß auf meinen Schultern, damals zog ich durch die Wüste, mein Ziel war die Stadt der Terkez, ein sagenhaftes Druidenvolk das seine Magie in den Tiefen der Wüste praktizierte. Jedoch sollte ich nie dort ankommen...

....Die Götter die ich damals anbetete hatten mich verraten, blutend lag ich im Wüstensand, Nomaden hatten mich nachts im Schlaf überrascht, mir meine Ausrüstung geraubt, mich zum Sterben zurückgelassen. Langsam begrub mich die Wüste unter sich, nurnoch ein Gedanke beherrschte mich, den Willen zu überleben um Rache zu üben an diesen törichten Nomaden, an den Göttern, denen ich solang gedient hatte und die mich letztendlich doch verraten hatten. Stundenlang lag ich in der Wüste, mein Blut versickerte im Wüstensand, mein Körper wurde immer schwächer, jedoch starb ich nicht, meine Rachegedanken hielten mich am Leben, bündelten sich zu brennendem Hass. Nachts erschienen schwarze Punkte vor meinem Angesicht, pulsierten, verschwanden wieder tauchten wieder auf. Ich dachte es sei mein Ende, den ich hielt die Erscheinungen für Täuschungen meines Verstandes, bis ich einen der Punkte berührte. Neue Kraft durchströmte mich, mein Hass entflammte noch stärker. Die schwarzen Partikel mehrten sich, schossen auf meine Hand zu, vereinigten sich mit meinem Körper. Damals wusste ich nicht was mich dort berührte, heute weiss ich es, es waren Partikel aus der Schattenwelt, angezogen von meinem brennenden Hass....


Bruchstücke von Seite 4

Die Suche

....Meine Hand wurde immer durchscheinender, sie schien wie Rauch, pechschwarzer Rauch....

....Mein Arm war zu einer schwarzen Wolke geworden, wie ein Geschwür fraß dieser Rauch sich durch meinen Körper, ich irrte durch die Wüste, gequält von den Schmerzen, gequält von meinem Hass....

....Meine Menschlichkeit schwand, der Rauch nahm immer mehr von meinem Körper ein, ich war nurnoch ein Schatten meiner Selbst, die Schmerzen wurden unerträglich....

....Mein Körper war entschwunden, ich wandelte als Geist durch die Wüste, getrieben vom brennenden Hass, auf der Suche nach den Nomaden...

....Ich hatte sie gefunden und spürte das erste Mal die Macht der Schatten, den Genuß der Seelenenergie, sie alle starben durch meine Hand, sie alle gaben mir ihre Energie, meine Macht wuchs...


Seite 7

....Ich erblickte das erste Mal die Dimension der Schatten, ich stieß auf sie als ich versuchte ein Dimensionstor zu öffnen um meine Rache an den Göttern zu vollenden, der brennende Hass hatte mich blind gemacht, ich jagte Phantomen hinterher, Göttern die es nie gegeben hatte, mir wurde mein Irrtum erst bewusst als ich die Schattenwelt betrat....

....Die Dunkelheit der Schattenwelt wurde immer vertrauter, der brennende Schmerz verschwand, nur der Hass blieb und die Gier nach mehr Macht. Die Schattenwelt erfüllte mir meine Gier, mein Körper wurde immer fester, bestand zuletzt aus komprimierter Schattenergie, meine Macht wuchs immer mehr und damit auch meine Gier und mein Hass, der unbändige Hass aller Schattenwesen, aus dem tiefsten Innern, der Hass auf alle Lebewesen, der Hass der uns vorantreibt, der Hass der die Schattenwelt nährt....

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Noriyori

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Sonntag, 8. April 2007, 19:07

Schmerz


Pochender Schmerz....Yridion öffnete seine Augen, vollkommene Schwärze, war das der Tod?
Er zitterte, Schmerzwellen jagten durch seinen Körper, seine Augen fielen wieder zu, Bilder.
Bilder von seiner Familie, Blut, überall Blut, Gesprächsfetzen..."Was tust du?!", sein Kind, ein Messer, Blut auf dem Messer, es regte sich nicht mehr, wahnsinniges Lachen, sein Lachen...Stille...
Er verlor das Bewußtsein, eine Gestalt trat an ihn heran.
"Er ist zu schwach.", kalt, berechnend, kein Mitleid in dieser Stimme, sie schien weit entfernt, schien garnicht an der Situation teilzuhaben.
"Er wird sterben.", eine zweite Stimme, genauso teilnahmslos, eine Feststellung mehr nicht.
Die beiden Gestalten verschwanden, Yridion hatte sie garnicht bemerkt, gefangen in den Bildern...
Niedere Schatten sammelten sich um die zuckende Gestalt, lauerten auf die Aufgabe seines Geistes, lauerten auf seine Seele...
Flüstern ging durch ihre Reihen, "Nicht mehr lange!", "Seine Seele wird köstlich sein!", Stimmen mehr wie ein Nebelhauch, ein Nebelhauch wie die Schatten selbst, immer enger rückte der Kreis, immer mehr Schatten lösten sich aus dem Nebel der Schattenwelt, der Erste berührte Yridion, schwebte über ihm, bereit zuzuschlagen bei einer Schwäche...
Yridions Hand schoß hoch, durchstieß den Schatten, jede Bewegung erstarrte...
Ein unmenschlicher Schrei hallte über die Felder der Schattenwelt, der Schatten war in Yridions Hand gesogen worden, seiner Energie beraubt, als Nahrung eines neuen Schattenwesens.
Leichter blauer Schimmer umsponn Yridion, quälend langsam stand er auf, die niederen Schatten wichen zurück.
"ENERGIE!", sein Aufschrei ließ die Schatten erzittern, sie wichen noch weiter zurück, Schreie, Yridion schoß durch ihre Reihen, das blaue Leuchten wurde immer intensiver, die Schatten verschwanden, er war allein, umgeben vom leuchtenden Blau seiner Aura, die Farbe reiner Energie.

Langsam löste sich eine Gestalt vor Yridion aus der Dunkelheit der Schattenwelt, sie trug eine Kutte, ihr Gesicht war nicht zu erkennen, verborgen im Schatten der Kapuze.
"Du hast also überlebt, unerwarteterweise."
"ENERGIE!", Yridion stürmte vor, blieb abrupt stehen, er schrie auf.
"ZWING!", die Gestalt trat näher an Yridion heran, die Hand ausgestreckt, pechschwarz, die Hand eines hohen Schatten.
"MICH NICHT DICH ZU TÖTEN!", Yridion schrie noch lauter auf ,ein pulsierendes Band reiner Schwärze hatte sich zwischen den beiden gebildet, immer wieder schienen Energiestösse durch das Band zu gleiten.
"Wer....was....was bist du?", Yridion keuchte seine Frage mehr als das er sprach.
Die Gestalt senkte die Hand, das Band riss, Yridion brach zusammen, lag auf dem Boden, reglos.
"Was ich bin? Ein Drech Kadà r, oder wie uns die Menschen nennen, die eine Begegnung mit uns überlebt haben, Schattenwesen, Dunkelgeister, wir haben viele Namen."
"Was willst du von mir?", Yridions Stimme zitterte, seine Aura war erloschen. "Woher kommt mein Verlangen nach Energie, warum bin ich hier, was ist mit mir passiert, Bilder ich sehe Bilder in meinem Kopf, Blut, Leid, ich habe meine Familie ermordet, warum? Warum?!"
"Soviele Fragen, so wenig Wissen, bevor ich sie dir beantworte will ich eines wissen."
"Was?"
"Wirst du mir dienen?"
Yridion lachte spöttisch auf, "Dir dienen? Warum sollte ich das tun, für ein paar Antworten, lächerlich!"
Plötzlich verstummte er, das Wesen stand plötzlich neben ihm, sein Gesicht war nur wenige Zentimeter von seinem entfernt, doch konnte er es nicht sehen.
"Wirst du mir dienen?", die Stimme war ruhig, gefährlich ruhig...
"Nei....!", plötzlich schoss die Hand des Wesens vor, leicht schimmernd drang sie in Yridions Körper ein, die Hand schloss sich um sein Herz, drückte zu, Yridion schrie auf.
"Wirst du mir dienen?"
"Ja...", Yridion blickte auf die schimmernde Hand, "Ja...ich...ich werde dir dienen.", seine Stimme brach, Stille.
Lautlos zog das Wesen ,die Hand aus Yridions Körper, er bewegte sich nicht.
"Warum....warum soll ich dir dienen?"
"Das wirst du noch früh genug erfahren.", das Wesen hüllte sich in Schweigen.
"Du wolltest mir Antworten geben, Antworten auf meine Fragen."
"Du bist hier, weil du wolltest."
"Weil ich wollte? Ich kenne diesen Ort nichteinmal, warum sollte ich hierher wollen?!"
"Schaue auf die Bilder in deinem Kopf, auf die reglosen Körper deiner Frau, deines Kindes, deiner Freunde, du hast sie alle ermordet, warum?"
"Ich....", Yridions Stimme brach, "Ich weiss es nicht...."
"Du weisst es, schau tiefer!"
"Freiheit, Macht...ich habe es genossen, genossen zu morden, mich von den Fesseln zu befreien....mein Gott, was habe ich getan?"
"Du hast das gemacht wonach alle Schattenwesen dürsten, dich erhoben und deine Macht ausgekostet."
"Ich bin ein Schattenwesen?"
"Du bist."
"Aber...aber warum?"
"Weil du dich von den Fesseln befreit hast, von den Fesseln, den Fesseln der Menschheit."
"Ich spüre Hass, ich hasse mich dafür das getan zu haben! Warum, warum nur?"
"Weil du die Macht suchst, die Macht durch den Hass!", das erste Mal war die Stimme des Wesens lauter geworden ,es schien die Worte liebevoll auszusprechen, wenn dieses Wesen Liebe empfinden kann.
"Ich bin hier, weil ich Macht suche? Dieser Hunger nach Energie, gibt er mir Macht?"
"Nein, dieser Hunger nach Energie, hält dich am Leben, ohne Energie können wir nicht exestieren, wir sind keine Menschen, wir können nicht essen, so wie du es früher getan hast."
"Ich habe meine Familie umgebracht, ich....ich.....", Yridions Stimme brach, er wurde still in seinem Schmerz, in seinem Selbsthass.

Der rätselhafte Schatten verschwand ,wie ein Traum, ließ Yridion zurück in den Weiten der rätselhaften Schattenwelt allein in seinem Schmerz.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Noriyori« (10. April 2007, 23:25)


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Montag, 16. April 2007, 00:56

Erkenntnis


Yridion wanderte durch die Schattenwelt, in der Ferne schlängelte sich ein silbernes Band durch die ansonsten dunkle Landschaft, ein Fluss in der Schattenwelt. Lautlos wanderte er weiter, immer mehr Details des Flusses wurden sichtbar, dann stand er am Ufer, blickte auf die silbernen Wogen, gedankenverloren...
Die letzten Tage wiederholten sich in seinem Geist, das Sterben seiner Familie, die Ankunft in der Schattenwelt, der Schmerz, die Begegnung mit dem Schattenwesen, das Wandern durch die ewigen Weiten, allein mit seinem Schmerz, allein mit seinem aufgährenden Hass, Hass! Hass der sich auf das Schattenwesen richtete was ihn so schmählich zu seinem Diener gemacht hatte und dann verschwand, der Hass wurde immer mehr, verdrängte die Schmerzen, verdrängte alle Gefühle, nur der Hass blieb...der Hass der ihn in dieser Welt überleben ließ. Die Oberfläche des Flusses spiegelte nur ihn, er war allein in der Schattenwelt, auf der Suche nach diesem Schattenwesen, auf der Suche um seinen Hass zu entfalten, auf der Suche um Erlösung zu finden. Unendlich langsam schloss er seine Augen, er spürte die herannahende Präsenz des Schattenwesens.
"Dein Hass ist gewachsen."
Yridion öffnete seine Augen, ein schwaches Abbild des Schattens war neben seinem in den silbernen Fluten erschienen.
Blaues Leuchten, Yridions Aura erschien, seine Augen wurden starr, Energie sammelte sich in seiner Hand.
"Wer wird denn da frech werden?", ein spöttischer Unterton klang in der Stimme mit.
"Der, der DICH töten wird!", Yridion schnellte herum, gleißendes Blau traf auf die unendliche Schwärze des Schattens. Stille, ein Schrei....das Gleißen legte sich, die Szene erschien festgefroren, regelrecht erstarrt, zeitlos. Yridion schwob über den Fluten des Flusses, lautlos, seine Aura war verschwunden.
"Du bist SCHWACH!", das Schattenwesen stand am Ufer, die Hand erhoben, erstarrt "DU WIRST MIR GEHORCHEN!", wabernde Schwärze trat aus seiner Hand, umschloß Yridion ,ein unmenschlicher Schrei, Stille.
"Lerne durch Schmerz.", eisig wehte die Stimme über den Fluss, Yridion hing kraftlos in der Luft, der Schatten, senkte seine Hand, Yridion fiel, tauchte ein in die Fluten. Eiseskälte umfing ihn, Gestalten, unendlich viele körperlose Gestalten umringten ihn, er spürte ihre Macht, ihren Hunger, sie kamen immer näher, Angst glomm auf zwischen all dem Hass...ein Funke in der gebrochenen Seele Yridions. Eine Kraft zerrte an ihm, langsam stieg er der Oberfläche entgegen, durchbrach sie, die Kraft zog ihn ans Ufer, er prallte auf, blieb liegen, hielt seine Augen geschlossen.
"Törichter Schatten! Ich habe dir die Macht gegeben! Ich habe dir ein zweites Leben als Schatten gegeben! Wende dich nie wieder gegen mich!", die Stimme drang wie ein Schwert in Yridions Seele, der Funken der Angst erwachte zu einem Leuchtfeuer, der Hass wurde zurückgedrängt bis in das tiefste Innere Yridions, eine kleine kraftvolle Flamme im Meer der Angst.
"Deine Angst wächst...Yridion. Deine Angst vor mir.", eiskalt hallte die Stimme in ihm wieder.
"Ich...",Yridion hustete, "habe keine ANGST!", die Flamme des Hasses schwoll an, drängte die Angst zurück.
"Sprich nicht so töricht.", Spott lag in der Stimme, "du bist schwach, du wirst mir dienen, dienen aus Angst!", Yridion schrie auf, unendlicher Schmerz durchfuhr ihn, er öffnete seine Augen, der Schatten stand vor ihm bewegungslos.
"Steh auf!", fordernd, keinen Widerspruch duldend.
Quälend langsam erhob sich Yridion, blickte in die Kapuze des Schattens, zwei weissglühende Augen starrten ihm entgegen, die Flamme des Hasses wurde zu einem Funken, seine Angst überschwemmte ihn, er spürte die unglaubliche Macht dieses Wesens.
"Du wirst mein Schüler sein, ein Schüler des mächtigsten Schattenwesen diese Sphäre, ich bin dein Meister.", ein Unterton schwang in der Stimme des Schattenwesens mit, ein Unterton der Yridions Angst verstärkte, er senkte seinen Kopf.
"Ja, Meister.", seine Stimme war ruhig geworden, sie zitterte nicht vor Angst, sie war tonlos, tonlos im Angesicht seines Meisters.
"So ist es schon besser, das ist der Respekt der mir gebührt!", Grössenwahn schwang in der Stimme des Meisters mit.
"Folge mir.", wieder die kalte schneidende Stimme.

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Freitag, 4. Mai 2007, 15:14

Prüfung


Stöhnend wachte der alte Drachkar auf, schreckliche Bilder hatten Xyrion heimgesucht, Bilder die Tod zeigten, die Leid zeigten, Bilder voller Schrecken.
Langsam richtete er sich auf, beobachtete das fuoreszieren der Erzadern, die sich durch seine Höhle zogen, seufzend strich er seine Kutte glatt.
"Hoffentlich kommt er bald.", nachdenklich blickte er auf seine Klaue, sie zitterte, sein Ende kam immer näher, er hatte nichtmehr viel Zeit....

Ein markerschütternder Schrei weckte Yridion aus seinem tiefen Schlaf, ruckhaft öffnete er seine Augen, der Meister war nicht zu sehen, nur das Schimmern des Seelenflusses spendete ein wenig Licht.
Wieder dieser markerschütternde Schrei, suchend ließ er seinen Blick durch die Dunkelheit schweifen, er konnte die Quelle des Schreis nicht ergründen. Vorsichtig richtete er sich auf, seit dem Bad im Seelenfluss, schmerzte sein ganzer Körper, an manchen Stellen trat schwarze Flüssigkeit aus.
Schwach drang ein weiterer Schrei an Yridions Ohren, dann Stille....
Schweigend trat der Meister neben ihn, Yridion zuckte nichtmehr zusammen, er hatte sich an das plötzliche Auftauchen des Meisters gewöhnt.
"Meister.", ehrfürchtig senkte Yridion seinen Kopf.
Der Meister schwieg.
"Was waren das für Schreie?", er hielt immernoch den Kopf gesenkt.
"Eine gescheiterte Schattenadeptin, ihre Seele ist zerstört worden, sie hat die Prüfung des ersten Tores nicht bestanden."
"Prüfung, Meister?", Yridions Stimme wurde fragend, er hatte schon Tage hier verbracht, doch wusste er so wenig über seine neue Existenz, so wenig über diese Welt, das einziege was ihn hier am Leben hielt war der brennende Hass und die Angst....
"Du wirst es bald erfahren, übe dich in Geduld.", schweigend wandte der Meister sich ab und schritt das erste Mal seit ihrer Reise vom Seelenfluss weg.
"Meister, was ist unser Ziel?"
Die Stille schien erdrückend, der Meister schritt einfach weiter, nicht auf seinen Diener achtend.
Hastig folgte ihm Yridion ....

Xyrion meditierte er beobachtete die Reise der beiden Schattenwesen. Lange beobachtete er den jungen Schatten, blickte tief in seine Seele. Er sah den Hass den jedes Schattenwesen in sich trug. Er sah die Angst aber auch den Respekt Yridions vor seinem Meister. Doch da waren noch Funken eines anderen Gefühls, Xyrion blickte intensiv auf diese Punkte im Meer des Hasses doch er konnte sie nicht entziffern, kein Gefühl aus ihnen lesen.

Yridion bemerkte den tiefen Blick des Drachkars nicht, stillschweigend beobachtete er die niederen Schatten die seinen Meister und ihn begleiteten. Sie lauerten immer knapp ausserhalb seines Sichtfelds, nur ab und zu erblickte er eine vor Schmerz und Hass verzerrte Fratze. Sein Meister schwieg noch immer, plötzlich blieb er stehen.
"Meister?", fragend blickte Yridion den schweigenden Schatten an.
Plötzlich schoßen die niederen Schatten auf seinen Meister zu, sie bildeten einen Kreis um ihn, er wurde eingeschlossen, sie kamen immer näher.
Yridion blieb vor Angst erstarrt stehen, beobachtete zögernd und doch fasziniert dieses Schauspiel.
Leise Worte wehten zu ihm herüber, Worte einer uralten Sprache, hart und gutural.
Ein niederer Schatten löste sich aus der Menge, nahm die Form eines Menschen an, gebeugt schritt er auf den Meister zu....er schien undendlich traurig zu sein.
"Schattenmeister was wollt ihr von uns gequälten Seelen?", der Schatten sprach sehr langsam, jedes Wort mühsam hervorgebracht, seine Stimme klang schwach, als hätte sie Jahrhunderte geruht.
"Ihr Schatten der frühreren Generationen die eingegangen sind in den ewigen Zyklus unserer Welt, bildet das Tor der Prüfung um einen jungen Schatten die Macht des ersten Tores zu geben."
"Ist er bereit für diesen Schritt?", fragend blickten die toten Augen des niederen Schattens Yridion`s Meister an.
"Er wird die Kräfte empfangen oder er wird scheitern und in die Schatten eingehn."
Traurig blickte der niedere Schatten über die Schulter des Meisters tief in Yridions Gesicht, er nickte fast unmerklich.
Ein Schauer lief über Yridions Rücken, er hatte die unendliche Traurigkeit des Wesens gespürt, die unendliche Sehnsucht nach der Ruhe des endgültigen Todes.
Seufzend verschmolz der niedere Schatten wieder mit der Menge, immer mehr niedere Schatten verschmolzen miteinander, bildeten langsam eine Form.
Ungläubig beobachtete Yridion das Schauspiel, die Schatten waren zu einem Tor verschmolzen.
"Yridion.", fordernd rief der Meister seinen Namen.
Zögernd trat er neben seinen Meister direkt vor das rätselhafte Tor.
Es war alt und rissig, die Schwärze zwischen dem Stein war unergründlicher als die Dunkelheit um ihn herum.
"Tritt hindurch."
Er zögerte, panische Angst machte sich in ihm breit, ein silberner Funken blitzte in der Schwärze des Tores auf.
Immer wieder blitze es auf, wie hypnotisiert den Blick auf das silberne Licht gerichtet trat Yridion in das Tor ein, absolute Dunkelheit umfing ihn.
"Meister?", er erschreckte sich vor seiner eigenen Stimme sie klang dumpf, keine weiteren Geräusche drangen zu ihm vor, er nahm keinerlei Bewegung wahr, seiner Sinne beraubt.
Yridon machte einen weiteren Schritt.
Zäh klebte die Schwärze an ihm, mühsam bewegte er sich vorwärts. Wieder dieses silberne Licht, wie eine Insel in der Schwärze leuchtete es vor ihm auf, seine Schritte lenkten ihn dorthin, folgten nichtmehr seinem Willen...dann stand er inmitten des Lichts. Eiseskälte legte sich auf seine Haut, das Licht flackerte, es legte sich bleiern um ihn, seine Glieder erlahmten, er wollte nurnoch schlafen, kraftlos sank er zusammen.
Krampfhaft hielt er sich wach, die bleierne Müdigkeit wurde immer stärker, das Licht schien in ihn einzudringen, sein ganzer Körper kribbelte stechender Schmerz durchfuhr ihn.
Krampfhaft zuckte sein Körper, er kämpfte sich hoch, kniend erbrach er schwarze Flüssigkeit.
Er hörte einen Schrei, entsetzt stellte er fest das die kreischende Stimme seine war, der Stimme die er am Seelenfluss hörte beängstigend gleich....dann war es vorbei.
Zitternd kämpfte er sich auf seine Beine, taumelte durch die Dunkelheit, schwach erblickte er das Tor durch das er gekommen war, warf sich durch die teichartige Schwärze, er war bewußtlos bevor er aufkam.

Brüllend zuckte Xyrion zurück, der Schmerz Yridions war in seinen Kopf gefahren, Blut lief aus seinen Nüstern. Pochender Schmerz machte sich in seinem Kopf breit, zitternd packte er einen Krug neben seiner Schlafstatt, trank die bräunliche Flüssigkeit, augenblicklich wurde er ruhiger.
"Er hat es geschafft, bitte komm bald Meister des Drachenfeuers.", stöhnend sank Xyrion zurück auf seine Schlafstatt.

Yridion wachte auf, der Schmerz war verschwunden, über ihm schwebte das Gesicht des Meisters.
"Meister, was ist dort passiert, ich erinnere mich nicht."
"Du hast die erste Prüfung überstanden, die Kräfte der Energie in dir erweckt."
"Kräfte der Energie?"
"Ich werde dir alles erklären wenn du wieder aufgewacht bist, doch nun erhole dich erst von der Prüfung, ich habe damals auch lang geschlafen."
Yridion schloß die Augen und schlief wieder ein....

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Donnerstag, 31. Mai 2007, 21:22

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft?


Yridions Schläfen pochten, Kopfschmerz und Übelkeit machten sich in seinem Kopf breit. Vorsichtig öffnete er die Augen,L ichtblitze schienen auf seiner Netzhaut zu explodieren, würgend übergab er sich. Erst dann spürte er das weiche Bett...
Unendlich langsam setzte er sich auf die Bettkante, fuhr mit dne Händen durch die braunen struweligen Haare.
"War das alles nur ein Traum gewesen?", Erinnerungsfetzen an die Schattenwelt rasten durch seinen Kopf.
Seine Familie! Suchend schaute er sich um, ein Telefon lag neben dem Bett.
Zitternd tippte er die Nummer ein, einmal Klingeln, zweimal Klingeln, dreimal Klingen, ein Knacken.
"Hallo?"
Yridion atmete tief aus, diese Stimme, seine Frau...
Weinend ließ er den Hörer fallen, Erleichterung machte sich in ihm breit, alles war nur ein Traum gewesen...
"Legen sie sich sofort wieder hin.", hart drang die Stimem zu ihm vor, er blicktei n das Gesicht einer Frau, schwarze lange Haare, asiatische Züge.
"Ich sagte legen sie sich bitte hin. Sie lagen mehrer Tage im Koma."
Schweigend legte sich Yridion wieder nieder, schlief sofort ein.
Lächelnd legte die Frau den Hörer wieder auf die Gabel.

Als er wieder aufwachte waren seine Kopfschmerzen verschwunden, oranges Licht fiel auf sein Gesicht, er lag in einem spartanischen Bett, ein Schrank rechts von ihm, das Fenster mit orangen Vorhängen...er musste in einem Krankenhaus liegen.
Leise knarrend öffnete sich die Tür.
"Sie haben nur 5 Minuten, er braucht Ruhe."
"Papa!", freudig schloß Yridion seine kleine Tochter in die Arme.
"Demetra meine Kleine, ich bin so glücklich...", Tränen rannen über sein Gesicht.
"Papa warum weinst du?", fragend blickte die Kleine in sein Gesicht.
"Weil er sich freut dich zu sehn.", langsam bewegte sich eine Frau in Yridions Sichtfeld,
wasserblaue Augen blickten ihm entgegen. Ihr Mund war zu einem leichten Lächeln geöffnet.
"Cassandra.", Yridion richtete seinen Oberkörper auf.
"Scht, du brauchst Ruhe.", zärtlich legte sie ihre Fingerspitze auf seinen Mund.
Zärtlich umarmte sie ihn. "Wir hatten solche Angst um dich...", Tränen floßen ihr zartes Gesicht herab.
Sie hielten sich gegenseitig, das Kind in der Mitte, schützende Inseln, in diesem unendlichen Meer, genannt Leben.
"Die 5 Minuten sind um.", die asiatische Krankenschwester erschien in der Tür.
"Nun schlaf.", Cassandra hauchte einen flüchtigen Kuss auf seine Lippen.
Bevor die Tür sich schloß war er schonwieder in tiefen Schlaf gesunken.

In seinen Träumen betrat er einen hellen Wald, genüsslich sog er die Düfte der Natur ein, leises Summen erfüllte die Luft.
"Es ist schön hier, nicht wahr?"
Yridion drehte sich zu der Stimme, ein Drache in weißer Kutte os schien es saß auf einem Baumstamm.
"Wer....was bist du?"
"Nenn mich Xyrion, ich bin ein Drachkar, habe keine Angst.", freidlich legte er seine Hände in den Schoß.
"Setz dich.", Yridion setzte sich neben das seltsame Wesen.
"Was möchtest du von mir?"
"Ich möchte nur reden, Junge."
"Aber worüber?", seufzend blickte Yridion in das Dickicht des Waldes.
"Deine Zukunft, deinen Weg."
"Was für eine Zukunft? Ich werde mit meiner Frau leben, mein Kind aufziehn..."
"Du bist noch sehr naiv, Junge. Erinner dich an die Schatten."
"Nein, dieser Traum war so schrecklich, ich will mich nich erinnern."
"Es war kein Traum so wie das hier kein Traum ist."
"Aber...ich liege im Krankenhaus und schlafe, hör auf so zu reden, ich will aufwachen!", panikartig sprang Yridion auf,
"Setz dich wieder hin!", die Augen des Drachkar glühtne rot auf, zittenrd setzte Yridion sich auf dne Baumstamm.
"Über welchen Weg wilslt du reden?"
"Deinen Weg in die Schatten."
"Aber es war alles nur ein Traum...."
"Ich kann dich nicht hindenr daran zu glauben, ich kann nur reden, denn ich bin alt und habe nichtmehr viel Zeit.", leichter Rauch kräuselte aus dne Nüstern des Drachkar.
"Yridion, Junge, ich habe deinen Weg als Schatten gesehn, einen Weg voller Schmerz...."
"Aber, es war alles nur ein Traum...bitte hör auf....", Tränen rannen über das Gesicht des Schatten.
"Weine denn es reinigt deine Seele. Ich kann dir nur den Rat geben dein Herz vor den Schatten zu verschließen, behalte einen kleinen Teil deines....", der Drachkar richtete plötzlich den Kopf auf.
"Was soll ich behalten?"
"Sie kommen!"Lederne Schwingen entfalteten sich auf dem Rücken des Drachkar, er verschwand in den Weiten des Himmels.
Kälte kroch in Yridions Knochen, Nebel waberte über den Boden, es wurde dunkler, zittenrd blickte er auf seine Hände, ein Kutte bedeckte sie.
"Folge uns in die Schatten.", mehrere Schatten traten aus dem Wald.
"Folge uns."
"Nein...NEIN!", schreiend rannte Yridion in dne Wald, stürzte, dann nichts mehr.

Schreiend wachte er im Bett des Krankenhauses auf, brennder Schmerz zog sich durch sein Herz, sein Körper schien zu Eis zu erstarren, der brennende Schmerz wich.
Weinend krümmte er sich im Bett.
"Halten sie still.", ein leichter Stich beförderte ihn zurück in den Schlaf.
Die folgenden Nächte blieben traumlos, Yridion dachte von seiner Zeit bei den Schatten, von seinem Gespräch mit dem Drachkar, als Wirkung des Komas, eine Phantasiewelt nichts weiter.
Nach 2 Wochen wurde er entlaßen und trat mit seiner Familie die Heimreise an.
"Ich bin so glücklich euch zu haben. Cassandra, Demetra."
"Och Schatz." "Papa.", freudestrahlend umarmte er die beiden.
"Yridon Schatz?"
"Ja Cassandra?"
"Ich muss dir etwas erzählen."
"Papi, ich bekomme ein Geschwisterchen."
"Demetra, jetzt hast du mir die Überraschung verdorben.", tadelnd blickte Cassandra auf ihre Tochter.
"Ist das wahr, du bist schwanger?"
"Ja.", vor Freude weinend umarmte er seine Frau.
"Das ist so, mein Leben könnte nicht besser sein, das Koma hat mir gezeigt was ich an euch habe."
Spät Abends gingen sie zu Bett, Yridion sank in tiefen Schlaf.

"Sie kommen!", die Stimme des Drachkar hallte in Yridons Kopf wieder. Ängstlich öffnete er seine Augen. Mehrere Schatten standen um ihn.
"Komm zurück." "Folge uns." "Der Meister befiehlt es."
"Nein, nein....ich werde hier bleiben bei meiner Frau, bei meinem Kind, ich erwarte ein Baby. Was wollt ihr von mir?!"
"Narr!", ein Schatten trat aus einem dunklen Portal.
"Meister.", Yridions Stimme zitterte, er hob seine Hände, die Kutte, sie war wieder da.
"CASSANDRA, DEMETRA WO SEID IHR?"
"Sie sind tot, sie werden dich nicht hören, du hast sie getötet."
"Nein, das kann nicht sein, Gott lass das nicht wahr sein, nein!"
"Kein Gott kann dir helfen, du bist allein."
Yridions Hand wanderte über die Bettdecke, er spürte die Konturen eines Körpers, er fühlte die Haut, sie war kalt.
"Cassandra?", zittenrd drehte er seinen Kopf.
"NEIN!", weinend zog er seine Hand zurück, seine Frau lag neben ihm in ihrem eigenen Blut.
Ihr Mund schien zu einem letzten Schrei geöffnet, doch ihre Kehle war zerschnitten...
Schreiend sprang Yridon aus seinem Bett, die Schatten schritten gleichgültig zur Seite.
"Du wirst mit uns kommen.", die Worte hallten immer wieder in Yridions Kopf.
"DEMETRA!", er stolperte fiel auf den Boden, etwas lag unter seinem Fuß, er blickte in das zerfetzte Gesicht seiner Tochter, Maden krochen aus ihrem Mund.
"Sie liegen hier schon Wochen, du hast in deinem Wahn versucht die Vergangenheit zurückzuholen. Komme mit uns, wir werden dich vergessen lassen, wir werden dir Macht geben."
"Lasst mich nur vergessen...", weinend trat Yridion durch das schwarze Portal....

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Samstag, 2. Juni 2007, 14:22

Vergessen


Traurig beobachtete der alte Drachkar den durch das Portal schreitende Yridion, dann verlosch das Bild...

Die glatte schwarze Fläche erschien Yridion wie das Tor zur Welt des Todes, wie eine lebensaussaugende Kraft verschlang es ihn, dann war es vorbei...
Er stand wieder in der fahl schimmernden Landschaft der Schattenwelt.

Ein weiteres Bild drängte sich in den Kopf des alten Drachkar, er sah Yridion umringt von den Schatten in ihrer Welt, er spürte seine Trauer...

Schwermütig hob Yridion den Kopf, sein Meister stand vor ihm, viele Schatten umringten ihn, keiner zeigte sein Gesicht.
"Hat dich dieser Ausflug gelehrt das du nicht vor deinem Schicksal fliehen kannst?", die Stimme des Meisters klang scharf.
"Vergebt mir, Meister.", Yridions Weinen verstummte, die Aura des Meisters erfüllte ihn mit Angst, sein Hass flammte wieder auf....
"Ein Drech Kadà r bittet nicht um Vergebung.", die Stimme des Meisters wurde immer schärfer.
"Meister...."
"Ja?"
"Ich habe auf dieser Reise gelernt das ich die Vergangenheit nicht zurückholen kann...aber die Vergangenheit verzehrt mich, bitte...lasst mich vergessen.", Yridions Stimme zitterte, Trauer und Angst schwappten gegen seinen Geist, wie Wellen gegen die Brandung.
"Du wirst vergessen....das hat mich die Zeit gelehrt.", die Stimme des Meisters klang fern, er schien sich an etwas weit zurückliegendes zu erinnern.
Yridion schwieg.

Der Drachkar blickte in Yridions Herz, die Schatten begannen es einzunehmen, bald würde ihm der Blick verwehrt bleiben.
Er sah Yridions Angst vor dem Meister, die Angst vor der Vergangenheit, die Angst vor der Zukunft in den Schatten. Trauer um seine Familie, Wut auf die Schattenwesen die ihn so schmählich die schmerzhafte Illusion gelassen hatten und ihn dann zurückholten in die Wirklichkeit, der Hass auf alles, der Hass auf sich selber weil er so ein Thor gewesen war.
Das Verlangen nach Vergessen....
Und einige Krumen Hoffnung und Liebe die gegen die Gewalt der andern Gefühle wie hilflose Kinder wirkten...
All dies sah der Drachkar...all dies....

"Yridion?", der Meister blickte ihm ins Gesicht.
"Ja, Meister?"
"Folge uns und vergesse.", er wandte sich ab von ihm, schritt voraus.
"Ja, Meister...", schweigend folgte er ihm.
Die Schattenwesen bildeten einen Korridor, kein Geräusch kam aus ihren Reihen, während Yridion an ihnen vorbeischritt.
Schweigend schlossen sie sich Yridion und seinem Meister an.

In der Ferne wurde ein fahl schimmerndes Protal sichtbar, riesige Säulen verbanden sich zu einem Tor, schwarze Masse waberte zwischen den Säulen.
"Dies ist das Tor zu einer tieferen Ebene unserer Welt.", ein Schatten war neben Yridion getreten.
"Einer tieferen Ebene?"
"Ja, die Welt der Schatten teilt sich in Ebenen, tief unter uns sind Ebenen vollkommener Schwärze, das fahle Leuchten schwindet dort, tief unter uns sind Höhlen in denen das Leuchten so grell ist das es uns aufzulösen scheint, Höhlen die nie jemand gesehen hat, ein System das nie vollständig erforscht wurde, das größte Geheimnis der Schattenwelt sind diese Höhlen und ihr uralter Inhalt."
"Was für ein Inhalt soll das sein?"
"Du wirst es irgendwann wissen und verstehen, doch jetzt...Schweig."
Yridon verstummte, sie blieben vor dem riesigen Portal stehen.
Sein Meister stieg auf die Treppenstufen vor dme Portal.
"Höret die Worte des Tors, die Worte der Wesen die es einst schufen, die Worte derer die uns ihre Macht erben ließen.", Yridions Meister legte eine kunstvolle Pause ein.
"Denen die den Mut besitzen durch dieses Portal zu schreiten, denen die die Intelligenz aufbieten den Gefahren zu trotzen, die die ihre Kraft lenken, denen sei unsere Macht gegeben.", die uralten Worte hallten über das Feld, das Portal leuchtete silbern auf.
"Folge mir, Yridion.", die mittlerweile vertraute Stimme des Schatten erklang in Yridions Ohr, sie hatte etwas Weiches, beinah Weibliches...
Schwigend blickte er den Schatten...oder die Schattin neben sich an, dann verschluckte ihn das Portal...

Der Drachkar verlor das Bild Yridions, nur das Portal und die durchschreitenden Schatten blieben als Bild zurück....

Eiskalte Luft umfing Yridion, sein Atem stockte, die Luft schien in seiner Lunge zu gefrieren. Sein ganzer Körper wehrte sich gegen das Einatmen dieser Luft.
Er bemerkte das Keuchen drei weiterer Schatten.
Seine Augen versuchten die tintenschwarze Dunkelheit zu durchdringen, doch kein Lichtschein wies ihm den Weg, selbst das fahle Leuchten war verschwunden.
"Wo sind wir? Wo sind die andern?", rechts von ihm erklang die Stimme eines weiteren Schatten.
"Ich weiss es nicht." die Stimme eines andern.
Langsam beruhigte sich Yridions Atmung, sein Körper schien sich an die kalte Luft anzupassen.
Eine blaue Aura flammte neben ihm auf, ein Schatten in Kutte, ein genaues Abbild seiner selbst erschien dort.
"Aktiviert eure Auren."
Zwei weitere Auren flammten links von Yridion auf, dann aktivierte er seine eigene.
"Wir sind also zu viert.", der Schatten der als erstes das Wort ergriffen hatte sprach wieder.
"Ach das hätt ich jezz nich gedacht du Genie.", einer der Schatten links von Yridion erhob das Wort.
"Syrten schweig, deinen Sarkasmus können wir nicht gebrauchen!", der Schatten rechts von Yridion richtete seine blau glühenden Augen auf einen der linken Schatten.
Das Schweigen drückte auf Yridions Gemüt.
"Was sollen wir jetzt machen?", Yridion blickte den Schatten rechts von ihm in die Augen.
"Den Weg finden was sonst?", der Schatten setzte sich in Bewegung, seine Aura warf zuckende Schatten auf die Wände.
Lautlos folgten ihm die zwei Schatten und Yridion.
"Vielleicht sollten wir unsere Auren erlöschen lassen, wer weiss wer oder eher was uns hier unten durch das Licht als Beute sieht?", der bisher schweigende Schatten hatte gesprochen.
"Säh keine Angst unter den andern, Kreztek. Die Angst lockt weitaus größere Schrecken aus dne Tiefen dieser Welt, sie können sie riechen...", der Anführer hatte gesprochen.
Seine Aura sank leicht in sich zusammen, hatte er doch Angst? Hinter Yridion erlosch die Aura Krezteks.
Ein kreischender Schrei hallte durch die Höhlen, er klang wie er Schrei eines Jägers, hinter ihm erlosch Syrtens Aura.
Seine Angst wuchs, bemüht versuchte er sie zu bändigen, die Worrte des Anführers wiederholten sich immer wieder in seinem Kopf.
Sie traten in eine Halle, der Schrei erklang wieder diesmal näher.
Plötzlich blieb der Anführer stehn.
"Auren löschen sofort.", die Welt um sie versank wieder in Dunkelheit, wieder ein Schrei.
Yridion konnte die Angst der andern spüren, er zitterte.
"Es kommt...", die Aura des Anführers flammte auf, hoch über ihnen wurden die Schemen eines Wesens sichtbar, es erschien winzig so weit über ihnen, dann ließ es sich fallen...
Die Auren seiner Begleiter sowie seine eigene tauchten das Wesen in Licht.
Bleiche längliche Glieder, der Körper eines abgemagerten Menschen so schien es und doch tierisch in seiner Form. Sein Kopf...der eines Insekts, vier lange Zähne, zwei unten, zwei oben dominierten sein Maul, tellergroße Augen sammelten jedes Licht gierig in dieser Dunkelheit, Geifer tropfte aus seinem Maul, es landete...
Mit einer Geschwindigkeit die das Auge kaum fassen konnte sprang es zur Seite, der Energieball des Anführers flog ins Leere.
Sein Schrei schein unerträglich in den Ohren der Schattenwesen.
Schwach hörte er einen der Schatten schreien, das Kreischen des Wesens übertönte alles.
Es hatte einen der Schatten gepackt, sprang, der Schatten wurde mitgerissen, fallengelassen, sein Schrei brach abrupt ab.
Blut spritze in Yridions Gesicht, das Blut des gefallenen Schattens.
"Syrten....", der zurückgebliebene Schatten hinter Yridion keuchte ängstlich.
Es tauchte in die Dunkelheit, lauerte, Yridions Herz klopfte wie wild, er suchte nach dem Wesen.
Plötzlich schoß es auf ihn zu!
Yridion schloß die Augen, seinen Tod erwartend, ein markerschütternder Schrei hallte in der Halle wieder, blaues Leuchten drang durch seine geschlossenen Lider, vorsichtig öffnete er die Augen, er blickte den zerfetzten Körper des Wesens.
Der Anführer stand schwer atmend neben ihm, seine Hände waren von der Energie umgeben, er strahlte Macht aus, seine Augne funkelten.
"Schade um Syrten, aber er war eh nur unnötiger Balast.", Yridion erschreckte die Kaltblütigkeit dieser Aussage, doch irgendwie...hatte der Anführer recht...
"Gehn wir weiter, ich will diese Höhlen hinter mir lassen.", er verlor kein weiteres Wort über den Kampf, der Anführer setzte sich wieder in Bewegung, seine Aura erleuchtete den Weg vor ihm.
Yridion und Kreztek folgten ihm.
Sie verließen die Höhle durch einen niedrigen Gang, dann wieder eine Halle, undendlich erschien Yridion diese Welt, sie erschien überall so gleich...
Vor ihnen schälten sich zwei Körper aus der Dunkelheit. Er machte sich bereit auf einen Kampf.
"Es...sind Statuen..", Kreztek rannte auf die beiden Gestalten zu.
Er schrie auf.
Yridion und der Anführer eilten ihm nach.
"Es sind erstarrte Schatten!", Kreztek blickte zitternd auf die Statuen, ihre Münder waren weit aufgerissen, sie schienen im Laufen erstarrt zu sein.
"Ich hoffe das das Wesen was dies hier angerichtet hat nichtmehr unter uns weilt. Kommt wir müssen weiter.", das Bild im Kopf beeilten sie sich die Halle zu verlassen.
Fahles Schimmern tat sich vor ihnen auf.
"Der Seelenfluß." der Anführer trat ans Ufer.
"Wir müssen hier rüber es gibt sonst keinen andern Weg, ich spüre es.", Yridion trat neben den Anführer, dieser nickte nur.
"Wir brauchen unsere Kräfte. Wartet einen Moment.", Kreztek
schloß die Augen, seine Aura flammte um ein Vielfaches größer auf, langsam bildete sie eine blau flammende Brücke über dem Fluss.
"Geht hinüber.", Krezteks Stimme klang gepresst, er zitterte vor Anstrengung.
Yridion und der Anführer traten über die Brücke. Kreztek folgte ihnen langsam, hinter ihm löste sich die Brück auf. Er schrie, seine Augen waren weit aufgerissen, eine Seele war auf die Brücke geklettert klammerte sich an seine Kutte.
Langsam verschwandne die Flammen unter ihm, flehend blickte er Yridion an, als er versank.
Ohne zu überlegen sprang Yridion hinterher.
Sofort umfingen ihn die Seelen, schemenhaft erblickte er Krezteks Umrisse.
Seine Aura hielt sie zurück noch...
Trübes Wasser drang in seine Lunge, die Seelen kamen immer näher, Krezteks Schemen verschwand unter den Seelen.
"Nein!", Yridion ballte seine Fäuste, seine Aura wurde immer intensiver.
Die Seelen um ihn herum verbrannten schreiend.
"NEIN!", die Energie bahnte sich seelenfressend ihre Bahn, sie bildete einen Tunnel zu Kreztek.
Yridion schwamm so schnell er konnte, die Luft ging ihm aus...
Er packte die Kutte Krezteks, brach mit dem Kopf durch die Oberfläche.
Keuchend holte er Luft, die Seelen klagten über die ihnen entrissene Beute.
Schwer atmend schleppte er Kreztek an Ufer, erbrach das trübe Wasser.
"Narr, warum bist du ihm hinterhergesprungen?", der Anführer blickte auf den keuchenden Yridion.
Dieser antwortete nicht, flößte Kreztek Energie ein.
Der bewusstlose Schatten erbrach sich, blieb bewusstlos.
"Lass ihn hier, er bringt keinen Nutzen mehr.", die Stimme des Anführers klang hart.
Herausfordernd blickte Yridion ihm in die Augen.
"Nein."
"Lass ihn hier."
"Nein.", Yridion wurde wütend.
Der Anführer sah schweigend zu wie Yridion Kreztek schulterte.
"Wir können weiter.", er blickte den Anführer an, dieser ging nur schweigend weiter.
Nach einigen Gängen erblickten sie blendendes Licht in der Ferne.
"Eine Kristallhöhle, das verbrennende Licht.", der Anführer blickte in das grelle Licht, zuckte zurück.
"Wir müssen weiter, umso länger wir hierbleiben umso schwächer wird Kreztek.", Yridion blickte kurz in das grelle Licht.
"Unsere Auren, sie halten das Licht zurück.", der anführer ließ seine Aura aufflackern, trat in das Licht.
Yridion schloß Kreztek in seine Aura ein, trat in die Kristallhöhle.
Das Licht ließ kleine Sterne auf seiner Netzhaut explodieren, er schloß die Augen, ging schwer atmend vorwärts.
Seine Aura kämpfte gegen das brennende Licht.
"Lass mich zurück.", Krezteks Stimme drang leise an sein Ohr.
"Ohne mich wirst du es schaffen."
"Nein, ich habe dich gerettet und bringe dich hier raus."
"Warum?"
"Ich bin vielleicht ein Schatten, aber ich bin nicht so kaltblütig wie er, meine Vergangenheit ist noch zu frisch, der Schmerz zu gross.", Yridions Stimme zitterte, das Licht kam immer näher.
"Dann werde ich dich jetzt retten.", Kreztek bündelte Energie in seiner Hand.
"Überlebe.", der Energiestoß warf Yridion nach vorne aus dem Licht, schreiend verging hinter ihm Kreztek.
"Er hat sich geopfert.", Yridions Stimme war ruhig, die Schrecken der letzten Tage hatten ihn Abstumpfen lassen.
Lethargisch erhob er sich.
"Umso besser, weniger nutzloser Ballast.", der anfüher blickte auf den schweigenden Yridion.
"Komm."
Die beiden irrten weiter durch die Gänge, nur begleitet von den Geräuschen ihrer Schritte.
Ihr Weg endete in einer weitläufigen Halle. Ein riesiges Portal, es schien das Gegenstück zum Portal auf der Oberfläche zu sein schälte sich aus der Dunkelheit.
Eine schwarze Flamme flammte vor ihnen auf.
"Ihr habt die Hallen der Prüfung hinter euch gelassen. Doch die Prüfungen haben kein Ende. Ihr habt eure Stärke bewiesen, eure Intelligenz, euren Mut, doch was ist mit eurer Entschlossenheit?
Denn nur für einen wird sich das Portal öffnen. Könnt ihr einen Weggefährten töten?", die Flamme verging.
Zurück blieb nervenzerreissende Spannung zwischen den Schattenwesen.
"Nutzlosen Ballast abwerfen.", die Augen des Anführers funkelten, seine Aura flammte auf.
"Mir bleibt kein Wahl, soviel Leid in diesen Tagen, soviel Wut und Hass...", Yridions blickte den Anführer an.
"Hör auf zu jammern und kämpfe!", die Stimme des Anführers war erfüllt von Kampfeslust.
Energie sammelte sich in seinen Händen.
"Stirb!", die Energie bahnte sich ihren Weg, todbringendeS Leuchten näherte sich Yridion, seine Aura schoß vor, traf mit dem Strahl zusammen.
Die Energie explodierte, er wurde zurückgeschleudert, schlug gegen die Wand.
Der Anführer erschien wie ein Geist vor ihm, sein Körper waberte.
"Was bist du?", Yridion beobachtete angsterfüllt seinen Kontrahenten.
"Ein Schatten wie du nie einer sein wirst, niederes Wesen...", ein Katan erschien in seiner Hand, sein Körper nahm wieder feste Form an.
Er stieß zu, Yridion bewegte sich nicht, die Klinge drang durch seine Schulter, Blut spritze, er schloß seine Augen.
"Gib nicht auf.", die Stimme des alten Drachkar klang in Yridions Kopf wieder.
"Warum sollte ich leben wollen?", Yridion flüsterte die Worte.
"Weil jedes Leben wichtig ist, weil du wichtig bist..."
"Warum sollt ich wichtig sein, du hast keinerlei Nutzen aus mir."
"Weil ich gesehen habe was passieren...", die Stimme des Drachkar brach ab.
"Was kann passieren?"
Keine Antwort, der Drachkar schwieg.
Vor Yridions Augen erschien das Bild seiner Frau, er blickte dem Anführer in die Augen, sah das Bild seiner toten Tochter. Er würde leben um solches Leid aufzuhalten...der Funken der Liebe entflammte, verbrannte seine Angst, schürte seinen Hass, neue Energie erfüllte ihn.
"Einer wird von uns wird durch dieses Portal schreiten...UND DAS WERDE ICH SEIN!", Yridions Aura explodierte, der Anführer wurde zurückgeworfen, schrie auf.
"Ich soll ein niedererer Schatten als du sein? Ich soll sterben nach all diesem Leid? Du kennst mein Leid nicht....leide!", Yridions Hass entlud sich in einer einziegen Explosion, dann nurnoch Stille.
Schweigend trat er vor den zerfetzten Körper des Anführers, nahm das Katana an sich.
Er kicherte wie von Sinnen, seine Augen funkelten vor Mordlust, der Hass verbrannte alles in ihm, seine Erinnerungen, sein Innerstes, seinen Körper, die Schattenmacht nahm von ihm Besitz.
Hinter ihm funkelte das Portal silbrig...

"Was habe ich getan...ich habe eine Monster geschaffen, wie konnt ich mich so irren? War die Prophezeiung falsch?", der alte Drachkar blickte verzweifelt auf seine Klauen.
"Ich habe ihm Hoffnung gegeben, der Mensch in ihm hat gesiegt, die Macht zu Töten hat ihn zum Monster gemacht...", haltlos weinte der Drachkar über seinen grauenvollen Fehler....

Noriyori

Hokuto no Ken!

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Dienstag, 5. Juni 2007, 21:07

Licht im Dunkel?

"Du hast die zweite Prüfung bestanden."
Yridion blickte in das Gesicht des Schattens vor ihm, seine Augen glühten hellweiß, er schien das Portal aus dem er getreten war aufrecht zu erhalten.
"Was für eine Prüfung?"
Die Augen des Schattens erloschen, lautlos brach hinter ihm die silbrige Wand des Portals zusammen.
"Die Prüfung des Willens, nun bist du bereit in der Schattenwelt zu bestehen."
"Bestehen?"
"Das Leben in der Schattenwelt ist ein einzieger Kampf, merk dir das junger Schatten merk, dir das...", lachend verschwand der Schatten vor Yridions Augen.
"Irgendwoher kenn ich doch diese Situation, nur diesmal ist die Zahl der Teilnehmer leicht...dezimiert.", Yridion grinste diabolisch.
Plötzlich spürte er die Anwesenheit des alten Drachkar in seinem Kopf.
"Yridion...Yridion."
"Was willst du?"
"Warum hast du das getan, warum hast du den Schatten dein Herz geöffnet?", Yridion hörte die Verzweiflung in der Stimme des Drachkar.
"Ja, warum habe ich das getan? War es der Rausch des Tötens, war es das Versprechen der Schatten mich vergessen zu lassen? Finde es selbst heraus, alter Mann."
"Warum? Die Schatten haben deinen Geist vergiftet, merkst du nicht was aus dir geworden ist Yridion, bitte komm zurück, denk an deine Frau, dein Kind!"
"Sie sind tot, was interessieren sie mich noch?!", Yridions Stimem wurde beissend.
"Du liebtest sie, bewahr sie in deinem Herzen, wenn sie aus deiner Erinnerung verschwinden, dann werden auch ihre Seelen vergehen...", die Stimme des Drachkar wurde flüsternd.
"Sie ist tot, verdammt, sie sind tot, ich kann sie nicht zurückholen! Verschwinde aus meinem Kopf, hör auf mir sentimentalen Scheiß ins Ohr zu hauchen!"
"Yridion...!", er hörte den Drachkar flehend seinen Namen rufen, immer wieder...
Dann verstummte er...
Langsam begannen die Erinnerungen an sein Menschsein zu verschwinden...doch der Schmerz blieb...
Lautlos bewegte Yridion sich durch die Gänge, nur seine Aura spendete Licht in der Dunkelheit,
doch diesmal war die Dunkelheit anders, nicht bedrohlich schien sei, nein, sie schien vertraut, eine samtene Schwärze, bereit ihn zu empfangen, lächeld trat er durch einen niedrigen Gang in eine Halle.
Seine Aura erlosch, die samtene Schwärze umfing ihn, er spürte die Weite dieser Halle, die Anwesenheit weiterer Schatten bildeten Knotenpunkte im Energiefeld dieser Welt, lautlos schritt er durch die Dunkelheit. Eine vertraute Energiesignatur erschien neben ihm.
"Du hast also bestanden."
"Ja, das habe ich."
"Deine Energiesignatur hat sich verändert."
"Hat sie das?"
"Ja, sie ist finsterer geworden, du entwickelst dich zu einem Vollblutschatten. Gib mir deine Hand."
"Was hast du vor?"
"Gib sie mir einfach."
Zarte Finger umschlossen Yridions Hand, kribbelnd fuhren Fingernägel über seine Lebenslinie.
Plötzlich bohrte sich ihr Fingernagel in seinen Daumen, kurzer Schmerz, er spürte das warme Blut über seine Hand fließen.
"Noch fließt menschliches Blut in dir, sieh dich vor auf deinen Wegen, Yridion."
Dann war sie verschwunden.
Verwundert strich Yridion mit dem Finger seiner andern Hand durch das sich sammelnde Blut in seiner Hand, er spürte die Wärme seines Blutes und Wärme schlich sich in sein Herz wenn auch nur kurz...
Lautlos schritt er weiter in die Halle hinein, nach der Energie seines Meisters suchend.

"Was wollt ihr?"
"Vergeltung, Schattenmeister aus dem Rat der 12."
"Sprich nicht so töricht. Ich bin ein Meister der Schatten du wirst in meienr Macht vergehen."
"Sei dir da nicht so sicher, dreckiger Bastard!"
Lichte Energie sammelte sich in ihren Händen, sie keuchte vor Anstrengung.
"Ihr seid schon erschöpft bevor ihr angreift, gebt es auf, eure Attacke wird an meiner Macht verpuffen."
"Sprecht nicht so überheblich über eure Macht, o großer Meister der Schatten, neiderster der 12, ihr könnt nicht gegen mein Licht bestehen!"
Immer mehr Licht sammelte sich in ihren Händen.
"Lightning Apocalypse!"
"Was? Nein, diese Magie beherrschen nur Priesterinnen des Suntraiordens.", schwarze Magie ballte sich in den Händen des Schattenmeisters.
"Dann vergeht im Licht der Suntrai, niederster der Zwölf.", sie lächelte als das Licht lautlos explodierte.
Der Schattenmeister verging in einem Schrei unendlichen Schmerzes...

Plötzlich hallte ein Schrei in Yridions Kopf wieder, ein Schatten verging im Licht, der Schrei Krezteks hallte in Yridions Erinnerung auf.
Schweiß trat auf seine Stirn, die Schatten um ihn herum bewegten sich auf einen Gang in der Wand zu.
Schweigend schloß er sich der Prozession an...

Der alte Drachkar spürte die Lichte Entladung weit entfernt von ihm, das Bild einer jungen frau blitzte in seinem Kopf auf, der vergehende Schattenmeister. Dann nichts mehr, grübelnd bedachte er den Fortgang der Dinge...

Der Schattenmeister verging ohne eine Spur zurückzulassen. Zufrieden sprang die junge Frau vom Dach, verschwand spurlos...

Blaues Leuchten erfüllte die Halle in die Yridion trat, silbrig schimmernden Kugeln, groß wie ein Mensch reihten sich an der Decke. Langsam schritten die Schatten durch diesen Gang, Yridion spürte schlummernde Energie in den Kugeln, doch was schlummerte dort?
Doch seine Aufmerksamkeit lenkte sich nun auf die blau schimmernde Gestalt in der Mitte der Halle, 11 Schatten reihten sich um die Gestalt die weit über ihnen schwob.
Die restlichen schatten bildeten einen Ring um die 11.
"Das Licht....", eiskalt wehte die Stimme über Yridions Körper, sie schien von der blauen Gestalt zu kommen.
"Das Licht der Suntrai..."
Ein Raunen ging durch die Menge der Schatten, der Begriff schien ihnen Angst zu bereiten, doch Yridion war seine Bedeutung unbekannt.
Die blaue Gestalt flackerte wurde immer durchscheinender, Yridion spürte in diesem Wesen eine Seele, wer mag dies sein?
"Rat der 12, ein Priesterin der Suntrai hat das Licht beschworen, die Prophezeiung naht...das Licht wird in unsere Welt dringen...verhindert das unsere Welt verbrennt, das unsere Macht bleibt.", die Seele flackerte ein weiteres Mal auf, verschwand.
Hinter ihm flackerte eine neue silbrige Kugel auf, hatte dies mit der verschwundenen Seele zu tun?
"Aus den Reihen der 12 wird einer dem Lichte zum Opfer fallen bevor das Licht in die Welt der Schatten dringt. So sagten die Seher unserer Welt es vor langer Zeit voraus, nun ist es eingetroffen.", die Stimme seines Meisters rollte wie eine Welle über die Menge der Schatten.
"Doch unsere Macht ist gewachsen, werden wir uns dem Licht kampflos ergeben, dem fanatischen Orden der Suntrai? Nein! Denn wir sind mächtig in den Schatten, in unserer Heimat werden sie uns nicht stellen können!"
"Denkt ihr das wirklich?", eine weiss leuchtende Gestalt schwob langsam von der Decke herab...

Noriyori

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8

Freitag, 8. Juni 2007, 19:56

Das alte Spiel von Licht und Schatten?


"Denkt ihr das wirklich?", übermütig blickte das Wesen auf Yridion´s Meister herab.
"Ja.", grinsend blickte der Meister dem Wesen ins Gesicht.
"Es war ein Fehler hierhinzukommen, dreckiger Bastard, Bote der ach so mächtigen Lichtwesen!", einer der anderen Schatten war vorgetreten.
Yridion musste Grinsen, als das überhebliche Lächeln des Lichtwesens bei soviel Dreistigkeit der Schattenwesen verschwand.
"Eure Dreistigkeit wird euch nichts bringen, am Ende wird das Licht siegen und wir werden die Schatten vertreiben!", das überhebliche Lächeln des Lichtwesens kehrte zurück.
Yridions Meister seufzte,"Das behauptet ihr Lichtwesen seitdem ihr gegen uns kämpft, man sieht ja wie erfolgreich ihr seid.", grinsend zeigte er über die Menge der Schatten.
Plötzlich erfüllte Lachen die Halle, sogar der Rat der 11 lachte vor Belustigung.
"Ihr werdet schon sehen.", hochmütig schoß das Lichtwesen der Decke entgegen um zu verschwinden wie es gekommen war.
Jedoch stoppte die Decke abrupt seinen Flug, wieder brandete Lachen durch die Halle.
"Hast du geglaubt wir lassen dich einfach so gehen?", die Augen des Meisters leuchteten weiss auf.
Silbrig leuchtete eine Säule aus fahlem Licht um das Wesen herum auf.
"Was?", panikartig versuchte es aus seinem Gefängnis zu entkommen, doch das Licht schloß es immer mehr ein.
"Nicht mehr so überheblich was?", langsam schwob der Meister auf Augenhöhe des Wesens.
"Ihr werdet es nicht wagen, mich umzubringen!", verzweifelt klammerte sich das Wesen an diese Aussage.
"Ach wirklich?", die Hände des Meisters schoßen vor, der Schrei des Lichtwesens brach abrupt ab, das bläuliche Leuchten einer Seele erfüllte wieder den Raum.
"Als Seelen sind doch alle gleich.", lachend verschlang der Meister die Seele des Lichtwesens...

Xyrion spürte das sterbende Lichtwesen, seufzend erhob sich der Drachkar, trat aus seiner Höhle.
Ruhig atmete er den Duft des Waldes ein um einen Moment all die Gefahren zu vergessen, all das Leid was noch kommen sollte, das Leid das er heraufbeschworen hatte als er Yridion den Willen zu Leben gab...
Eine einsame Träne floß herab...
"Habe ich die Worte der Prophezeiung so falsch gedeutet?", der Drachkar brüllte seine Worte in den Wald, verschreckt flatterten ein paar Vögel in den Himmel.
"Ein Wesen, innerlich zerissen, gequält von Trauer, gequält von Hass, gekommen aus dem Geschlecht der Menschen, erwählt von den Göttern um sein eigenes Volk zu stürzen, der Welt Frieden zu bringen.", traurig rezitierte Xyrion die alten Worte der Prophezeiung.
Seine Gedanken drehten sich um Yridion, was hatte er falsch gemacht? Es erschien das sich die Prophezeiung erfüllen sollte, doch dann tauchte Yridion in die Schatten, wurde ein Sklave dieser Macht...

"Meisterin, Meisterin, der Bote er ist...."
"Ich weiss, Syrta, ich habe seinen Tod gespürt. Also wollen sie es nicht anders, wir die Novizinnen der Suntrai werden sie dafür strafen.", wütend erhob sich die Priesterin.
"Aber sie haben den Boten so mühelos umgebracht!", die Stimme der jungen Novizin zitterte.
"Schweig still! Zweifle niewieder unseren sicheren Sieg an!"
Schweigend verließ die Novizin den Raum.
"Deine Novizinen sind sich auchnichtmehr so sicher wie früher, ehrwürdige Priesterin des Lichts.", lächelnd trat eine junge Frau hinter einer der Säulen hervor.
"Nicht jede trägt das Licht so rein und klar im Herzen wie du Ayra.", resigniert setzte sich die Priesterin auf die Stufen vor ihrem Thron.
"Deswegen sind auch die Reihen der wahren Anhänger immer dünner geworden."
"Deswegen ist deine Arbeit so wichtig, Ayra, die Informationen die du uns bringst ersetzen ganze Kontigente wahrer Anhänger."
"Schmeichel mir nicht so, ich mache meine Arbeit für die Suntrai ohne das du mir Maul ums Honig schmierst."
"Direkt wie immer.", lächelnd schaute die Priesterin Ayra ins Gesicht.
"Meisterin?", die junge Novizin trat durch die Tür.
Als die Priesterin sich ihrer Schülerin zuwandte war Ayra bereits verschwunden.

Eine Hand berührte leicht Yridions Schulter, verwundert drehte er sich um, erblickte die Frau die kurz vor der Versammung verschwunden war.
"Die Macht des Meisters erstaunt mich immer wieder.", verschmitzt lächelt sie unter ihrer Kapuze Yridion an.
"Ja, ich habe eine Teil seiner Macht bereits selbst gespürt..."
"Ich weiss."
"Woher?", misstrauisch schaute Yridion sie an.
"Gib dich damit zufrieden das ich es weiss.", die Stimme der Frau wurde wütend.
"Aber...", immernoch blickte er ihr misstrauisch ins Gesicht.
"Misstrau mir dochnicht so.", ihre Stimme senkte sich zu einem Flüstern, lächelnd strich sie ihm über die Wange, ihr Fingernägel kribbelten auf seiner Haut.
Wärme brandete prickelnd unter ihrer Berührung auf, dann zog sie die Hand zurück.
Verwirrt blickte Yridion in ihre rehbraunen Augen, dann war sie verschwunden...

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Montag, 11. Juni 2007, 21:40

Suche...


"Meister?", lautlos schritt Yridion in die Kammer seines Meisters.
"Yridion setz dich.", eilig kam er der Aufforderung nach, nahm auf dem niedrigen Schemel Platz,
rechts von ihm saß der Meister auf einem Lehnstuhl.
Schweigend blickte Yridion in die Schwärze unter der Kapuze des Meisters.
"Du hast die Gefährlichkeit der derzeitigen Situation erfasst?"
"Meister, ich bin erst seit kurzem in der Schattenwelt, ich erkenne die Zusammenhänge nicht. Wer sind die Suntrai? Offenbar Feinde, doch warum senden sie dann Boten? Der Rat der 12...."
"11 Yridion, einer der Meister wurde getötet."
"Der Rat der 11, sind dies die Herrscher der Schattenwelt? Welche Rolle spielt ihr in diesem Geschehen?"
"Du bist wissbegierig, das ist gut, ich werde dir alles erklären. Zuerst zum Rat der 11. Wir sind ein Zusammenschluss der mächtigsten Schattenwesen, vor langer Zeit, als der Rat der ehemals 12 nicht existierte, lag die Schattenwelt in Anarchie, die Schattenwesen bekämpften sich gegenseitig um ihre Macht zu steigern. Doch dies schwächte uns, junge Schatten starben schnell, unser Volk drohte auszusterben, auch wenn wir eine sehr lange Lebensspanne besitzen."
"Und was hat der Rat der 11 damit zu tun?"
"Der Rat der ehemals 12 wurde vom ersten Schatten geschaffen, nachdem er jahrhundertelang teilnahmslos das Sterben der Schattenwelt beobachtet hatte, entschloß er sich dem Einhalt zu gebieten um das schwache Schattenvolk zu einem starken Volk zu vereinen."
"Wer war dieser erste Schatten?"
"Das Yridion...", die Stimme des Meisters wurde flüsternd, "Das war ich."
Schweigend blickte Yridion seinen Meister an, er zitterte leicht.
"Ihr seid der erste Schatten? Warum nehmt ihr euch dann meiner an? Einem neuen Schatten?"
"Ich spürte in dir was Besonderes Yridion."
"Was spürtet ihr in mir?"
"Das wirst du noch früh genug erfahren."
"Aber..."
"Schweig still!", leicht flackerten die Augen des Meisters auf, Yridion verstummte.
"Wichtiger ist jetzt das Treiben der Priesterinnen der Suntrai. Es ist ein Orden der vor Jahrhunderten gegründet wurde im Namen der sogenannten Lichtgöttin Suntrai. Diese Göttin existiert nicht, aber ihre sogenannten Priesterinnen sind schon lange ein Dorn im Fleisch der Schattenwelt. Sie wollen alle Schatten dieser Welt vertreiben im Glauben das Licht ihrer Göttin würde die Welt erleuchten und ihnen die Erlösung bringen. Törichtes Gerede von Menschen, jedoch ist ihre Macht über die Jahre gewachsen und sie haben die alten Mächte des Lichts wiederentdeckt."
"Die alten Mächte des Lichts?"
"Die Lichtmagie war schon immer Gang und Gebe im Orden der Suntrai und niedere Schatten kann diese Macht gefährlich werden. Jedoch die alten Mächte, erschaffen von den Kräften die all diese Dimensionen erschaffen haben, können selbst mir gefährlich werden."
"War dieses Lichtwesen?"
"Nein, das war niedere Lichtmagie, Blendmagie um uns zu beeindrucken."
"Das hat wohl nicht so ganz funktioniert.", Yridion grinste.
Sein Meister begann zu Lachen, "Diese trockene Art etwas festzustellen gefällt mir an dir Yridion."
Das Lachen verstummte. "Die alten Mächte des Lichts sind Kräfte jenseits deines Verständnisses, Menschen die diese beherrschen sind Menschen die die Ambition hatten Schatten zu werden, jedoch haben sie sich dem andern Weg zugewandt."
"Sie hätten Schatten werden können?", Yridion klang überrascht.
"Ja, jedoch scheinen nur Frauen die Ambition zu haben die alten Mächte des Lichts in sich zu wecken, der Suntraiorden besteht allein aus Frauen und doch sind die Beherrscherinnen dieser Mächte selten und treten nur in Zeiten bestimmter Machtkonstellationen auf."
"Was für Machtkonstellationen?"
"Irrelevant. Jedoch habe ich dich nur aus einem Grund hierher beordert."
Der plötzliche Wechsel überraschte Yridion.
"Was ist dieser Grund, Meister?"
"Einer der Meister wurde von einer Beherrscherinnen getötet. Du sollst sie ausfindig machen und töten."
"Aber ich bin doch einer Priesterinn die einen Meister getötet hat garnicht..."
"...gewachsen? Ein Direktangriff auf sie wäre auch tödlich für dich, jedoch bist du noch ein Schatten mit Menschenkörper, du sollst sie suchen, ihr Vertrauen erschleichen und dann...", der Meister schwieg.
"...töten.", Yridion beendete flüsternd den Satz.
"Und nun geh Yridion, geh zurück in die Welt der Menschen und finde sie."
"Ja, Meister.", schweigend ging er aus der Kammer, die Erwähnung der Menschenwelt brachte ihm Traurigkeit, eine Erinnerung, doch er konnte nicht sehen was diese Erinnerung beinhaltete, zu schleierhaft, eine Erinnerung aus einem andern Leben...

Der alte Drachkar spürte das Erscheinen Yridions in der Menschenwelt, die Schattenaura verzerrte seine Position, doch schien er nahe zu sein.
Schweigend machte der Drachkar sich auf dem Weg zu Yridion...

Lautlos trat er aus dem Portal in den weiten Wald. Er spürte den sanften Wind, den Geruch des feuchten Waldbodens, das Rascheln der Blätter unter seinen Schritten. Ein Farbenmeer aus roten, grünen und gelben Blättern begleitete ihn auf seinem Weg. Plötzlich hörte er das Rauschen ledriger Schwingen, dann Stille, Schritte auf dem feuchten Boden.
"Nun bist du zurück in der Menschenwelt, Yridion.", der alte Drachkar streifte die Kapuze seiner weissen Kutte zurück, seine Augen schimmerten.
"Was willst du schonwieder, alter Mann? Verschon mich mit deinem Gequatsche.", ruckartig drehte er sich um, schritt von dem Drachkar weg.
"Offenbar willst du die Prophezeiung nicht hören?", schlagartig blieb Yridion stehen.
"Was für eine Prophezeiung?"
Xyrion sagte die Prophezeiung auf und erklärte seine Annahmen.
"Das war dumm ,alter Mann."
"Eine Prophezeiung ist nie dumm, sie kann nur fehlinterpretiert werden, doch irgendwie glaube ich immernoch das du die Person dieser Prophezeiung bist."
"Ich bin kein Erwählter, Prophezeiungen werden von Scharlatanen gemacht die sich wichtig machen wollen , soetwas wie Götter gibt es nicht.", kalt blickte Yridion den Drachkar an, leise wehte der Wind.
"Die Götter der Drachkar existieren seit Anbeginn der Zeit! Die Priester der Drachkar haben sich bisher nie geirrt!", der Drachkar brüllte Yridion an.
"Dann haben sie halt Glück gehabt, es gibt immer ein erstes Mal. Niemand ist unfehlbar und nicht existente Götter haben eh nix zu sagen.", schweigend trat Yridion durch eine Gebüsch, verschwand.
Zurück blieb der alte Drachkar, ging schweigend zurück in seine Höhle, um zu schlafen, um zu denken, eine Lösung zu finden...

"Sie wünschen, Pater?"
Yridion war in ein Geschäft getreten um sich unauffälligere Kleidung als seine Kutte zu besorgen.
"Ich bin kein Mönch."
"Warum tragen sie dann eine Kutte? Karneval ist vorbei."
"Was gehen dich meine Angelegenheiten an?", eisig strief Yridions Stimme den Verkäufer.
"Ok, ok, dann suchen sie sich ihre Sachen, bezahlen und gehen, ganz einfach.", beleidigt wandte sich der Verkäufer ab.
"Geht doch.", schweigend suchte sich Yridion mehrere Jeans, eine Reisetasche, ein paar Hemden und andere Anziehsachen zusammen.
Nachdem er in der Umkleidekabine die Kutte gegen eine Jeans und ein beigefarbenes Hemd getauscht hatte, ging er mit den zusammengepackten Sachen einfach Richtung Tür.
"Hey, sie müssen noch bezahlen!", wütend riss der Verkäufer Yridion an der Schulter herum.
Schweigend legte Yridion seine Hand um den Hals des Verkäufers, das letzte was dieser sah waren Yridions blau glühende Augen...

Nach einigen Tagen wandern durch ländliche Gegenden erblickte Yridion Neo-Tokyo, langsam ging der durch Downtown.
Erreichte nach einigem Wandern ein Hotel. Das SS.Corp.Inn. Er checkte ein um einen festen Punkt zu haben wenn er bei seiner Suche nicht weiter kam, das Geld hatte er von dem "zufällig" verstorbenen Verkäufer erhalten.
"Ihr Zimmer ist die 201, haben sie noch weiteres Gepäck?"
"Nein, nur diese Tasche.", ein Portier nahm ihm die Tasche ab und führte ihn in ein Zimmer im zweiten Stock.
"Sollten sie etwas brauchen, dann wählen sie auf dem Telefon die 1, das ist die Verbindung zum Zimmerservice.", leise schloß der Portier die Tür hinter Yridion.
Die Sterilität des Zimmers umfing ihn, schweigend stellte er seine Tasche ab, setzte sich auf das weiche Bett.
"Woher nehm ich jetzt Informationen über den Suntraiorden?", er grübelte über seinen Auftrag, bevor er diese Beherrscherin finden sollte, musste er mehr über die Suntrai wissen.
"Der Suntrai ist ein Orden, vielleicht gibt es an einer Universität einen Fachprofessor der Theologie..."
Er wählte die eins.
"Zimmerservice."
"Verbinden sie mich bitte mit der Auskunft."
"Einen Moment, bitte."
"Die Auskunft, was kann ich für sie tun?"
"Verbinden sie mich bitte mit der Neo-Tokyo Universität."
"Einen Moment."
"Sekretariat Neo-Tokyo Campus, womit kann ich dienen?"
"Beherbergt ihre Universität einen Fachprofessor für Theologie und Ordenslehre?"
"Ja, Professor Carlsen, sie wünschen einen Termin zur Unterredung?"
"Das wäre gut."
"Einen Moment."
"Professor Carlsen fragt weswegen sie ihn konsultieren möchten?"
"Ich suche Informationen über den Orden der Suntrai."
"Einen Moment bitte."
Yridion wartete.
"Der Professor fragt ob ein Termin morgen um 16 Uhr genehm wäre?"
"Das wäre sogar sehr genehm."
"Gut, dann erscheinen sie bitte morgen im Sekretariat, ich werde sie zum Professor geleiten."
"Gut, Danke. Bis morgen."
"Bis morgen.", sie legte auf.

Zufrieden über den ausgemachten Termin legte Yridion sich schlafen.
Jedoch weckte ihn ein leises Klopfen an der Zimmertür.
Er öffnete.
"Ein Brief ist für sie an der Rezeption abgegeben worden.", der Butler überreichte den Brief auf einem Tablett.
"Danke.", Yridion nahm den Brief entgegen und schloß die Tür.
Vorsichtig öffnete er den Brief.

''Yridion,
ich erwarte dich unten an der Hotelbar.

Violet''


"Ziemlich kurzer Brief...wer wohl diese Violet ist.", grübelnd zog Yridion ein neues Hemd über.

An der Hotelbar

Schon aus der Ferne erkannte er die markanten rehbraunen Augen, soetwas wie Freude kam in ihm auf, eilig schritt er aus sie zu.
"Was machst du den hier?"
"Tztztz, es gibt nettere Wege eine Dame zu begrüßen, Yridion."
"Entschuldige, aber ich habe nochnie viel von dem formalen Quatsch gehalten."
"Du bist mir schon einer.", schelmisch grinste sie ihn an, strich verspielt eine Locke ihres schwarzen Haar von der Stirn.
"Wenn du es so willst. Einen Wein für die Dame und mich."
"Was für eine Marke wünschen sie?"
"Was haben sie denn zur Auswahl?"
"Sie können jeden Wein bestellen, den sie wünschen."
"Was würden sie uns den empfehlen?"
"Was würden sie von einem edlen Champagner aus dem Hause Mailly halten?"
"Ja, das hört sich gut an, den nehmen wir."
"Kommt sofort."
Leise setzten sich die beiden an einen Tisch in der Hotelbar, schweigend servierte der Kellner den Champagner.
Leicht verlegen tranken sie um die Stille zu überdecken, im Hintergrund schlug der Pianist ein sanftes Stück an.
"Der Meister hat mich geschickt um dich zu unterstützen.", sie kam direkt zur Sache.
"Gut, das ist gut, jedoch habe ich bisher nicht viel herausgefunden."
"Wir befinden uns ja noch am Anfang der Suche, was hast du bisher unternommen?"
"Ich habe über verschiedene Telefonate einen Professor für Theologie und Ordenslehre konsultiert um mehr über den Suntraiorden herauszufinden."
"Was hat er gesagt?"
"Bisher nichts, ich treffe ihn morgen um 16 Uhr."
"Das ist gut, ich werde dich dann begleiten."
"Gerne.", das Gespräch erstarb, nachdem sie den Champagner geleert hatten, bezahlte Yridion und sie gingen zu ihren Zimmern.

Nachts schlüpfte sie lautlos durch die Tür und legte sich neben ihn.
"Du bleibst aber auf deiner Seite?", Yridion blickte sie fragend an.
"Natürlich."
Sie blieb es nicht...

Am nächsten Tag frühstücken sie verlegen, keiner sprach ein Wort über die Nacht, bis Yridion das Schweigen brach.
"Du hast mir gut getan."
"Du mir auch, genieße solange du noch lieben kannst, Yridion.",lächelnd faßte sie seine Hand.
"Darf man als Schattenwesen lieben?"
"Man kann, man darf, solange du es noch kannst, neben all dem Hass, der uns Schattenwesen erfüllt."
Schweigend standen sie auf und machten sich auf den Weg in die Universität....

Noriyori

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Donnerstag, 21. Juni 2007, 23:13

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Der Campus war riesig, Gebäude an Gebäude, vollkommen gleich, nur die Szenen hinter den Fenstern unterschieden sich. Schweigend gingen sie über den riesigen Platz, im Schatten der Gebäude, leicht spiegelten sich ihre Abbilder in den Glasfassaden der Häuser.
Vorbei an Hörsälen, manche gefüllt, manche leer, Bibliotheken, gefüllt mit lesenden Studenten und gestrengen Bibliothekarinnen, Medienräume, Studentenwohnungen, alles schien hier durcheinandergewürfelt zu sein.
Dann erreichten sie das Hauptgebäude, ein altes viktorianisches Schloss zwischen all diesem Glas.
Lautlos traten sie in den Empfangssaal, mitten in der viktorianisch eingerichteten Eingangshalle thronte ein Schreibtisch aus Glas, dahinter eine ältere Dame.
Als Yridion und Violet vor sie traten hob sie den Kopf, nickte ihnen zu, wobei sie wie ein Raubvogel jedesmal den Kopf nach vorne stieß.
"Sind sie die Information, oder ähnliches?", fragend blickte Violet die alte Dame an.
"Ja, was wollen sie?", sie spuckte die Worte regelrecht aus, unterstrichen mit dem raubvogelartigen Nicken. Feindselig starrte sie Violet hinter der Brille hervor an.
"Wo können wir denn das Sekretariat finden?", bissig schaute Violet die alte "Dame" an.
"Die Treppe rechts, Korridor 3, Zimmer 25.", wie auswendig ratterte sie die Auskunft herunter, wandte sich wieder ihrer Arbeit auf dem Schreibtisch zu.

"Dumme Kuh.", verärgert stieß Violet die Beleidigung zwischen den Zähnen hervor als sie durch Korridor 3 schritten.
"Ärger dich nicht so, es war nur eine dumme Menschin, es wäre nicht wert gewesen sie zu töten. Wenn wir Aufsehen erregen, dann kommen wir nicht an unsere Informationen."
Langsam schritten sie nebeneinander voran, bis sie vor Zimmer 25 standen, neben der Tür war ein metallenes Schild angebracht.
''Sekretariat''
Vorsichtig klopfte Yridion an.
"Herein.", bellte eine Stimme hinter der Tür.
Nachdem Yridion die Tür aufgedrückt hatte eilte ihnen eine rundliche, freundlich lächelnde Frau entgegen. Als sie sprach schien sie regelrecht die Worte zu überschlagen.
"Guten Tag, der Herr, die Dame, entschuldigen sie das barsche Willkommen meiner Kollegin. Ich bin Trude, angenehm, mit wem spreche ich?"
"Yridion und Violet, angenehm.", lächelnd hielt er Trude die Hand hin.
"Ach, papperlapap, wir sind in einem freien und freundlichen Land, nicht so förmlich.", freudig umarmte sie Yridion und Violet.
Violet konnte sich das Grinsen nicht verkneifen als sie Yridions leicht verwirrten Gesichtsausdruck bemerkte.
"Also, Schätzele, was möchtest du denn?", fragend blickte sie Yridion an.
"Ich hatte gestern angerufen wegen eines Treffen mit Doktor Carlsen."
"Professor Carlsen du Dummerchen.", Trude kicherte.
"Dora, du hattest gestern den Herrn am Telefon?", fragend wandte sie sich zu ihrer Kollegin um.
"Ja.", kam die barsche Antwort.
"Ach, Dora Schätzelchen, sei doch nicht immer so unfreundlich."
"Nenn mich nicht Schätzelchen, was willst du jetzt? Du störst mich beim Arbeiten."
"Immer das Gleiche mit ihr.", entschuldigend nickte sie Yridion und Violet zu, "Könntest du bitte den Herrn und die Dame zu Professor Carlsens Büro führen? Du weisst doch mein Rücken und die viele Treppensteigerei."
"Du bist doch nur zu faul.", grummelnd stand Dora auf.
"War schön mal ein paar neue Gesichter zu sehn.", wieder umarmte sie die Beiden.
"Wenn sie mir bitte folgen würden.", steif stackste Dora vorraus.
Schweigend folgten sie ihr.
Nach einigen Gängen und Treppen eröffnete Violet das Wort.
"Diese Trude war doch nett oder?"
"Ich mag so überfreundliche und hektische Menschen nicht."
"Ach Yri, sei doch mal was offener, nur weil du ein Schatten bist und dich von Hass nährst, musst du doch nicht so steif sein gegenüber freundlichen Menschen, bei mir bist du es doch auch nicht."
"Bei dir ist es was anderes, du bist weder hektisch noch überfreundlich."
"Aber...", Violets Einwand wurde von Doras Feldwebelstimme unterbrochen.
"Wir sind angekommen, treten sie ein.", mit einem Gesichtsausdruck als ob sie auf eine Zitrone gebissen hätte hielt sie die Tür auf.
"Professor Carlsen, Besuch für sie!", herrisch brüllte sie in den Raum.
Schweigend schlüpften die beiden an ihr vorbei, hart knallte sie hinter ihnen die Tür zu und verschwand staksend.
Nun standen die Beiden allein im Arbeitszimmer des Professors, die Wände waren gesäumt mit Regalen voller alter lederner Bücher, brüchige Manuskripte stapelten sich auf dem schweren Eichenschreibtisch.
Rechts von ihnen rapellte es, knarrend öffnete sich eine Tür, ein kleiner gebeugter Mann mit wirrem grauen Haar trat aus dem Nebenzimmer.
"Sie sind der Herr der sich nach mir erkundigt hatte? Oh, und Damenbegleitung haben sie auchnoch, sehr erfreut.", lächelnd kam er Yridion entgegen, schüttelte ihm die Hand, grinsend hauchte er einen Kuss auf Violets Hand.
Yridion entging nicht der schelmische Blick in Violets Ausschnitt, plötzlich verspürte er den Wunsch den Professor von Violet wegzuziehen...war das Eifersucht?
"Professor Carlsen, wenn ich bitten darf, mit wem habe ich die Ehre?"
"Yridion und meiner Begleiterin Violet.", gleichgültig schaute er den Professor an.
"Keine Nachnamen, keine Titel?"
"Nein, einfach nur die Klarnamen."
"Verstehe, wenn sie mir bitte folgen würden.", hektisch wuselte er auf die Tür zu aus der er soeben getreten war.
Als sie in den Raum traten wurde seine Miene ernster, sene Stimme nahm den üblichen Tonfall eines Vortrags an.
"Sie haben mich also konsultiert um Informationen über den Suntraiorden zu sammeln?"
"Genau das."
"Hätten sie die Freundlichkeit mir den Grund ihres Wissensdurstes zu verraten?
"Persönliche Gründe."
"Die wären?"
"Nicht von Belang.", Yridions Stimme wurde beißend.
"Es war nur eine Frage aus reiner Neugier.", schnell wandte der Professor sich um.
"Schauen sie sich dieses Manuskript an.", neugierig blickten Yridion und Violet auf das Manuskript, es wär übersät mit Zeichen unbekannter Herkunft.
"Das sind Schriften der Terkez, ein unbekannter Autor erzählt von seiner Reise in die Lande der Sertrak. Beide Völker exisitieren nichtmehr, aber dies ist hier nicht von Belang. Diese Passage...", vorsichtig strich der Professor über eine Reihe der Zeichen.
"Diese Passage sollte für sie interessant sein."
"Was steht dort?", neugierig beugte sich Violet weiter vor.
"Die Frau/berührt vom Licht/kam/um die Dunkelheit zu vertreiben/zu vertreiben aus unseren Herzen/das Licht brannte/hell erleuchtet war der Platz/ich fühlte/ich fühlte etwas in mir schwinden/ein Schrei/jemand in der Menge schrie/dann Stille/das Licht erlosch/Nur die Frau/in der Mitte des Platzes/vor ihr ein Mann/zusammengebrochen/ein Mönch in einer schwarzen Kutte/"
"Das Licht der Suntrai.", Yridions Augen leuchteten vor Neugierde, "Steht dort noch mehr?"
"Ein Hinweis auf die Suntrai ja, nach allen Erkenntnis ist es ein Orden der eine Lichtgöttin anbetet, hier steht etwas über das Zusammentreffen des Terkezreisenden mit der Frau berührt vom Licht."
"Lesen sie weiter.", Violet blickte dem Professor auffordernd ins Gesicht, dieser rückte seine Brille zurecht, räusperte sich.
"Ich traf auf die vom Licht Berührte/unser Gespräch soll die Zeiten überdauern/so höret die lange vergangenen Worte."
Der Professor verstummte.
"Was ist?", fragend blickte Yridion den Professor an.
"Der Text ist in Dialogform, die Dialogstruktur der Terkez zu übersetzen ist weitaus schwieriger als ihre Beschreibungen. Einen Moment.", grübelnd beugte er sich über das Papier.
Als er begann zu sprechen bildete sich die Szene in Yridions Kopf...

Zwei Gestalten sitzen im Schein einer Kerze am Tisch, eine Frau in einem schlichten weissen Kleid, ein Mann in Reisekleidung, er beginnt zu sprechen...

"Ich grüße Euch, die vom Licht Berührte."
"Setz dich, Reisender."
"Ich habe einige Fragen die euren Glauben betreffen."
"Fragt, ich bin hier um Ungläubige zum Lichte zu führen."
"Ihr wollt Ungläubige führen? So gehöret ihr einem Orden an?"
"Ich bin eine Priesterin der Erwählten der Suntrai."
"Die Erwählten der Suntrai? Wer ist Suntrai?"
"Suntrai ist die Allmächtige, Göttin des Lichts, sie kam herab um uns von den Schatten zu befreien."
"Den Schatten?"
"Den Schatten in unseren Herzen, den Schatten dieser Welt, Wesen die sich von Hass nähren."
"Ich habe bereits in unsere Bibliothek von den Schatten gelesen, warum bekämpft ihr sie?"
"Weil wir erwählt wurden, erwählt um die Unreinen zu vertreiben."
"Die Schatten sind also unrein?"
"Ja, denn sie haben sich vom Licht der Göttin abgewandt."
"So wie ihr euch von eurer dunklen Seite abgewandt habt, haben sie sich von ihrer lichten Seite abgewandt, ihr seid zwei Seiten einer Medaille."
"Nur das Licht der Göttin kann uns Erlösung bringen, wir sind nicht zwei Seiten einer Medaille, wir sind die einzieg wahren Gläubigen!"
"Das Licht auf dem Platz, wie habt ihr es erschaffen? Ich spürte etwas in mir vergehen als ich es sah."
"Ihr seid gereinigt worden von den Schatten. Ihr habt den Segen der Suntrai empfangen."
"Woher kam der Schrei auf dem Platz und warum habt ihr diesen Mönch vor euch liegen gehabt?"
"Es war kein Möch, es war ein Schatten, er schrie als er im gerechten Licht der Suntrai verging."
"Danke das ihr mir eure Zeit und Geduld geschenkt habt."
"Es war mir eine Freude euch den rechten Weg zu zeigen, Reisender."


Hastig stand der Terkez auf und verschwand durch die Tür...
Die Szene
erlosch...

"Hier endet die Aufzeichnung über die Berührte des Lichts."
"Sehr interessant, aber haben sie noch mehr Aufzeichnungen?"
"Die Aufzeichnungen über die Suntrai sind rar, einige Texte von Priesterinnen der Suntrai, Lobgesänge über ihre Göttin, ein Text von einem Geschichtsschreiber aus dem historischen Westpark, mehr Aufzeichnungen sind nicht überliefert."
"Könnten sie den Text des Geschichtsschreibers?"
"Ich habe eine Übersetzung angefertigt kurz bevor sie ankamen, hier die Kopie.", er reichte Yridion das Blatt.
Kurz blickte Yridion auf das Blatt.
"Danke, durch ihre Informationen sind wir einen erheblichen Schritt weiter gekommen."
"Keine Ursache, es ist meine Arbeit Informationen zu sammeln."
"Wir verlassen sie jetzt.", hektisch verließ Yridion den Raum mit Violet.

"Warum bist du aufeinmal so hektisch?", Violet rannte Yridion hinterher.
"Auf dem Blatt ist mir das Wort ''Tempel'' ins Auge gefallen. Ich will möglichst schnell nach Westpark und mehr herausfinden."
"Warum hast du den Professor nicht gefragt ob es Hinweise auf heutige Anhänger des Suntraiglaubens gibt?"
"Der Professor stöbert in der Vergangenheit, nicht in der Gegenwart, in Westpark werden wir über die Wurzeln der Vergangenheit mehr herausfinden um zur Krone vorzudringen."
"Das klang richtig philosophisch."
"Ach Violet.", nun schweigend verließen sie den Campus, checkten im Hotel aus und buchten sofort einen Flug nach Westpark....

Noriyori

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Montag, 25. Juni 2007, 23:40

Tempel des Lichts

"Wir landen in wenigen Minuten, bitte schnallen sie sich an.", blechern hallte die Stimme des Flugbegleiters durch die Lautsprecher.
Unmerklich änderte sich der Winkel des Flugzeugs, der Landeanflug hatte begonnen.
"Das ist also Westpark.", neugierig blickte Violet aus dem Fenster.
"Bitte schnallen sie sich an.", tadelnd blickte die Flugbegleiterin Violet an.
"Zieh nicht soviel Aufmerksamkeit auf dich."
Ruhig gurtete sie sich an, "Ach, Yridion sei nicht immer so kleinkariert darin.", amüsiert blickte sie ihn an.
Plötzlich erscholl Applaus im Flugzeug, sie hatten durch ihren kleinen Disput glatt die Landung verpasst.

"Haben sie was zu verzollen?"
"Sehn wir so aus?"
"Yridion lass den Sarkasmus!", wütend blinzelte Violet ihn an.
"Haben sie was zu verzollen?", gelangweilt blickte der Zollbeamte die beiden an.
"Nein, haben wir nicht.", entschuldigend lächelnd drückte Violet Yridion durch das Gate.
Augenblicklich riss sie der Strom der Reisenden mit, nachdem sie ihre Koffer abgeholt hatten, begaben sie sich zum Ausgang.

"Taxi!", laut rief Violet nach einem der Gefährte.
Quietschend hielt ein Taxi vor ihnen.
"Jo, Süße, wo solls den hin gehen?", lässig lehnte sich der junge Fahrer aus dem Fenster.
"Zum nächsten Hotel.", wütend drängte sich Yridion zwischen Violet und den Fahrer, rasch belegte er den Beifahrersitz.
"Alter, beruhig dich, ich rühr deine Puppe schon nicht an."
"Bringen sie uns jetzt endlich zum nächsten Hotel."
"Ist ja gut, auf zum SS.Corp.Tower Hotel.", stotternd startete der Motor, das Auto begann zu rollen.
"Dieser Squall Strife scheint ja überall vertreten zu sein.", meldete sich Violet aus dem Hintergrund.
"Yo, das Taxiunternehmen für das ich hier fahre gehört auch dem Kerl.", lässig reichte er seine Cappy nach hinten, das SS.Corp. Logo prangte darauf.
"Hat uns die stylischen Kappen da geschenkt als er das Unternehmen gekauft hatte."
Den Rest der Fahrt schwiegen sie.
"Wir sind da. Das macht 16,50."
Anstandslos bezahlte Yridion, zwei Hotelbedienstete luden bereits ihr Gepäck aus.
"Zimmer für zwei Personen, eine Woche.", barsch trug Yridion an der Rezeption seinen Wunsch vor.
"Zimmer 623, hier die Schlüssel.", freundlich reichte die Rezeptionsbedienstete den Schlüssel über den Tresen.

"Warum bist du denn so barsch seitdem wir mit dem Taxifahrer zusammengetroffen sind?",
"Mir gefiel nicht wie er mit dir geredet hat.", schnell wandte Yridion sein Gesicht von Violet ab.
"Ist da jemand eifersüchtig?", freudig lächelte Violet.
"Ein Schattenwesen kann nicht eifersüchtig sein.", zitterte Yridion etwa?
"Er will es nur nicht zugeben...Männer.", grinsend dachte sich Violet eben genannten Satz.
"Du musst dochnicht eifersüchtig sein.", zärtlich umfasste sie Yridion von hinten.
Langsam beruhigte sich sein Zittern, vorsichtig umfasste er ihre Hand.
"Danke."
"Danke wofür?", vorsichtig schmiegte sie ihren Kopf an Yridions Kopf.
"Dafür das du mir Frieden gibst in all dem Schmerz der mich erfüllt."
Schweigend zog sie Yridion aufs Bett, legte sich auf seine Brust, vorsichtig küsste er sie.
"Danke."
Friedlich schliefen sie Arm in Arm ein.

"Yridion, Yridion.", eine Stimme fern, vertraut und doch fremd.
"Yridion, was tust du, NEIN!", Blut überall Blut.
Die Stimme erstarb....


"Yridion, YRIDION!", Violets Stimme.
Heftig atmend schlug Yridion die Augen auf, sein ganzer Körper war schweißbedeckt.
"Yridion ,was ist los? Du hast im Schlaf geschrien, was hat dich so gequält?"
"Ich...ich weiss es nicht...eine Stimme so vertraut überall Blut....", plötzlich begann Yridion zu weinen.
Zärtlich strich Violet über seine Stirn. "Ganz ruhig, beruhig dich."
Langsam hörte sein Zittern auf.
"Schließ die Augen und schlaf, schlaf einfach."
Friedlich entschwand Yridion in einen traumlosen Schlaf.

Am nächsten Morgen fand Violet ihn grübelnd über der Übersetzung.
"Wenn das Licht die Stunde der Mitte erreicht wird der Tempel sich in seinem Glanze zeigen. Im Schein des schwarzen Metalls.....",leise drangen die Worte an Violets Ohr.
Vorsichtig stand sie auf.
"Schön das du wach bist."
"Danke, und hast du schon was über den Tempel herausgefunden?"
"Du müsstest die Zeile gehört haben."
"Ja, habe ich, aber was bedeutet sie."
"Darüber denk ich schon seit geraumer Zeit. Die Stunde der Mitte scheint zwölf Uhr zu sein, das Licht die Sonne. Aber das schwarze Metall...mom.", schnell tippte Yridion etwas auf einem Laptop ein.
"Das schwarze Metall ist Eisen, in Westpark gibt es eine Eisenmiene....da müssen wir hin."
"Wieviel Uhr haben wir?"
"Genau 11, wir müssen uns beeilen. Nimm dir was zu essen von dem Tablett da, die Brötchen sind gut."
Einige Minuten später verließen sie das Hotel.

"Taxi!"
Quietschen hielt ein Wagen vor ihnen.
"Jo, was geht?...Mom euch hab ich doch gestern....Wo solls hingehen?"
"Zur Eisenmine unzwar möglichst schnell.", schnell stiegen die beiden ein.
"Ey, das kostet aber extra."
"Fahr einfach."

Eine rasante Viertelstunde später.
"Ey, wir sind da. Das macht 25 Ocken, Alter."
Schnell reichte Yridion einen 50er durchs Fenster.
"Stimmt so."
"Ey Danke, Alter."
"Und jetzt verschwinde."
Eilig fuhr das Taxi von dannen.
"Jetzt müssen wir nurnoch bis 12 Uhr warten, sollen wir die Gegend auskundschaften?"
"Nein, ich spüre den tempel, er ist nicht weit von hier, folge mir.", ruhig schritt Yridion auf eine frei Fläche zu, scheinbar war dort schon alles Eisen geschürft worden.
"Hier."
"Wie kannst du den Tempel spüren?"
"Die lichte Präsenz, sie ist schwach aber ich spüre sie. Und sie wird stärker je näher der Mittag rückt."
"Ich bin schon viel länger Schattin als du und habe nicht diese Feinfühligkeit beim Erspüren von Auren."
"Vielleicht bin ich einfach besser?"
"Angeber.", beleidigt wandte sich Violet von Yridion ab.
Grinsend beobachtete Yridion den leeren Platz.

Es wurde 12 Uhr...12 Uhr 1....12 Uhr 2....
"Hat sich der ach so gute Schatten etwa geiirt?", spöttisch kostete Violet Yridions vermeintliche Niederlage aus.
"Wart ab.", ruhig schritt Yridion auf den Platz, etwas schimmerte.
Neugierig eilte Violet ihm nach.
"Warum bist du dir so sicher?"
"Deswegen.", plötzlich schlug Yridion seine gespreizte Hand in die Erde, zog an dem schimmernden etwas, knarrend schwang eine Klappe auf.
"Also den Eingang in einen Lichttempel hätte ich mir etwas spektakulärer vorgestellt."
"Wenn der Tempel auffälliger wäre, dann hätten ihn die Menschen schon lange entdeckt."
Schweigend traten sie den Weg an, die Treppe führte tief ins Erdinnere.
Die Stufen schimmerten bläulich, Adern bläulichen Gesteins zogen sich durch die Wände.
"Was ist das für ein Erz?", vorsichtig strich Yridion über den schimmernden Stoff.
"Merydium.", antwortete Violet knapp.
"Ein besonderes Erz, in ihm lagert magische Energie.", abrupt unterbrach die Erzader, nur die Treppe war noch durchzogen von dem blau schimmernden Erz.
Schweigend gingen sie weiter, dann knickte der Gang ab.
"Das ist also der Lichttempel...", vor ihnen erstreckte sich eine weite Kaverne, milchig weiße Kristalle bedeckten die Wände, tauchten die Szenerie in ein sanftes Licht, Säulen säumten die Mitte, die schienen glatt wie ein Spiegel, reflektierten das milchige Licht. Sonnenstrahlen drangen durch eine Öffnung an der Decke, beschienen einen erhöhten Stein ausdem gleichen milchigen Kristall wie die der Wände, doch eine Energie schien in diesem Altar zu schlummern, überwältigt traten die beiden in den Tempel.
Unwirkliche Stille umfing sie.
Wie hypnotisiert schritten beide auf den Altar zu, berührten ihn....
Ein lautloser Lichtblitz erfüllte den Tempel, beide schrieen auf, das grelle Licht griff ihre Schattenseelen an...
Wie der Lichtblitz gekommen war so verging er auch...und mit ihm das Licht der Kristalle...Dunkelheit umschloß die beiden.
"Hier wirds ja richtig heimelig."
"Du kannst deinen Sarkasmus auch nie lassen...", schmerzerfüllt stöhnte Violet auf.
"Stell dich nicht so an, der Lichtblitz war zwar stark aber nicht tödlich."
"Vielleicht war er für dich nicht so stark, aber bei mir tuts verdammt weh."

"Habt ihr euren Disput jetzt beendet?", ruhig trat eine Frau um die Säule...hinter Violet und Yridion quollen mehrere lichte Wesen aus dem Gang, versperrten ihnen den Fluchtweg..doch niemand dachte an Flucht.
Die strahlende Aura der Frau verwehrte ihnen die Sicht auf ihr Gesicht.
"Wer bist du?", verbissen schaute Yridion die lichte Gestalt an.
"Da du eh bald sterben wirst kann ich dir ja meinen Namen verraten, ich bin Ayra, die die du gesucht hast, Yridion."
"Woher weisst du meinen Namen?"
"Deine kleine Detektivgeschichte war leicht zu durchschauen, wir haben dich hierhergelotst um deinem minderwertigen Dasein ein Ende zu bereiten und deiner kleinen Schattenschlampe."
"Das alles war eine Falle?...Wie konnte ich nur darauf hereinfallen...egal...ich werde die mir gegebene Chance nutzen...", kraftvoll flackerte Yridions Aura auf.
"Erst besteh gegen meine kleinen Diener.", übermütig schnippte Ayra mit den Fingern, langsam bewegten sich die lichten Wesen auf Yridion und Violet zu, jetzt flammte Violets Aura tiefblau auf.
Plötzlich flackerte eine weitere blaue Aura an der Decke auf, blitzartig schoß es von der Decke, zwischen die Wesen, einige erloschen.
"Was?", Ayra schrie wütend auf, plötlich stand das Wesen vor Yridion.
Es war eine Frau, ihr Körper schimmerte schwarz-silbern, ein Stoff
umschloß ihren ganzen Körper, schwarze Haare wallten von ihrem Haupt, ihre Augen leuchteten intensiv weiss...
"Überlasst mir die lichten Wesen, ihr sollt euch auf die lichte Magierin konzentrieren, nutzt eure Chance.", mit einem mordlustigen Grinsen stürzte sie sich wieder in die lichten Wesen.
"Wer war das?", fragend blickte Violet Yridion an.
Plötzlich stand die geheimnisvolle Frau vor ihr.
"Lali, gehörig zur Einheit der Lichtjäger.", dann war sie wieder verschwunden zwischen den lichten Wesen.
"Dann muss ich euch wohl persönlich auslöschen.", lichte Energie sammelte sich in Ayras Händen.
Kampfbereit wandten sich Yridion und Violet der lichten Magierin zu...

Noriyori

Hokuto no Ken!

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12

Donnerstag, 12. Juli 2007, 20:17

Licht&Schatten


Yridion beobachtete die lichte Magierin eingehend, das helle Licht blendete ihn, ihr Gesicht war nicht zu sehen. Neben ihm flackerte Violets Aura.
"Licht der Göttin, finde deinen Weg...", lächelnd beobachtete Ayra wie sich das Licht von ihren Händen löste, kleine Kuglen vor ihr bildeten.
"Sterb, Schattenratte!", schlagartig schoßen die Kugeln los, Yridion im Visier.
Lautlos so schien es ihm schoß der Tod auf ihn zu, hektisch zog er einen Kreis aus blauen Flammen um sich, das Licht zerplatzte an dem Magiekokon.
"Ich habe dich wohl unterschätzt...", wieder sammelte sie Licht in ihren Händen.
"Violet.", kurz blickte Yridion zu ihr.
Sie grinste nur....
"Iridrim aszeta kurul!", Violets Stimme brachte die Kristallhöhle zum Zittern.
Spalten öffneten sich im Boden, schwarzer Rauch quoll aus ihnen hervor, bedeckte den Boden.
"Derkez srtim satek!", immer mehr Rauch quoll aus den Spalten.
"Was ist das?", beunruhigt blickte Ayra auf die Spalten, diese Technik war ihr nach den langen Jahren gegen die Schatten immernoch unbekannt.
Lautlos schritt Yridion zu einer der Spalten, verschwand im Rauch der bereits hüfthoch die Halle erfüllte.
"Kurul drar!", die Erde bebte, Violets Augen glühten intensivblau, dann verschwand auch sie in dem Nebel.
"Dieser Nebel.", Yridion erschien hinter Ayra.
"Gibt uns die Kraft.", Violet erschien neben ihm.
"Um dich zu töten!", ihre Auren verbanden sich, gemeinsam hoben sie die Hände, pechschwarze Energie haftete daran.
"Lächerlich....", sicher hob Ayra ihre Hand in Richtung der beiden.
"Mit all eurem Nebel und Schattentheater habt ihr immernoch keine Chance gegen mich...ihr seid schwach.", dann ließ sie der Energie freien Lauf...
Lautlos trafen beide Energien auf einander....explodierten...
Krachend gaben die Säulen nach, Kristallsplitter rieselten herab, Staub wallte auf, der Nebel verschwand....
Die lichten Wesen wurden von den Kristallsplittern durchbohrt, Violet und Yridion wurden zurückgeworfen, hart prallten sie gegen die Wand, Ayra stand unberührt in der Mitte des Saals.
Stöhnend rapellte Yridion sich auf, Violet stand bereits neben ihm, beide bluteten aus mehrerne Schnittwunden.
"Ihr seid so schwach.", wieder sammelte Ayra Licht in ihren Händen.
Plötzlich schoß etwas schwarzes in ihren Rücken, hart prallte sie auf den Boden.
"Du hast jemanden vergessen.", spöttisch stand Lali über ihr...plötzlich erbrach sie Blut.
"NEIN....DICH HABE ICH NICHT VERGESSEN!", Ayras Stimme schien wie von einer anderen Welt, ihre Haare flatterten von der Energie die sie ausströmte, grinsend zog sie ihre leuchtende Hand aus Lalis Herzen, dann wandte sie sich Yridion und Violet zu, in ihren Augen lag nackter Wahnsinn.
"JETZT ZU EUCH!", sie schoß vor.
Blitzschnell beschwor Yridion sein Katana, sprang auf sie zu, ihre Lichthand traf auf die Schneide, eine Sekunde erstarrte alles dann stoben sie auseinander.
Wieder stießen sie zusammen, Yridion traf ihren Arm, sie zuckte zurück, trat ihm die Beine weg, sein Katana zischte ins Leere...
"Und jetzt stirb!", Ihre Hand leuchtete noch stärker, schoß auf Yridion zu, sein Katana verpuffte.
Immer näher kam die Hand, das Licht wurde immer greller, seine Sicht verschwamm, Yridions Mund öffnete sich zu einem Schrei, dann blaues Aufflackern, der Schrei einer weiblichen Stimme, Stille...
Langsam klarte Yridions Sicht wieder auf, über ihm lag ein Körper, weicher Stoff auf seinem Gesicht.
Er spürte eine Hand die sich zurückzog, dann wurde ihm klar wer über ihm lag.
"Violet?", er schob sie vorsichtig von sich, blickte Ayra ins Gesicht.
"Wie dumm.", sie lachte,"die kleine Schlampe hat sich für ihn geopfert."
Yridion erschien all das unwirklich, sein Blick ruhte auf Violet, ein Loch in ihrem Körper auf Höhe des Herzens...
"Yridion?", schwach erklang ihre Stimme.
"Violet!", er beugte sich über sie.
"Bitte, vergiss mich nicht...", dann schloßen sich ihre Augen.
Etwas schien in Yridion zu zerbrechen, seine Augen bekamen einen seltsamen Ausdruck, eine einsame Träne rann an seiner Wange herab.
"Du...", leise wie der Wind ereichte Ayra seine Stimme.
"Du....", er erhob sich, in seinen Augen lag der kalte Blick einer Person die nichts mehr zu verlieren hatte.
"Du hast sie mir genommen.", unglaubliche Kälte ging von ihm aus, Ayra wich zurück.
Lautlos flackerte seine Aura auf, er senkte den Kopf.
"Du hast sie mir genommen, meinen einziegen Anker zur Menschlichkeit...",um ihn herum sammelten sich Fetzen des schwarzen Nebels.
"Hass...unbändiger Hass.", er hob den Kopf, weisse Linien zogen sich durch seine blauen leuchtenden Augen, immer mehr Nebel sammelte sich um ihn...
Schleichend zogen sich schwarze Linien über seinen Körper, immer mehr, der Nebel drang in ihn ein.
"Hass...", wie fern erklang Yridion Stimme, seine Augen leuchteten grellweiss auf.
Plötzlich stand er vor ihr.
Ihre Hände schoßen vor leuchteten auf, doch sie traff nur Leere.
"Du kannst mich nicht besiegen...", sie schwitzte, das Licht um sie herum flackerte.
"Ach wirklich.", plötzlich schoß Yridion aus dem Boden hervor...das Katana ruhte in seiner Hand, er schlug zu.
Sie sprang zurück, schlug mit den Händen das Katana weg.
"Du bist immernoch zu schw...", sie stöhnte auf, Yridions Katana ragte aus ihrer Brust.
"Das...das...kann nicht sein...", Blut rann aus ihrem Mundwinkel.
"So kläglich, jetzt wirst du sterben ohne uns Schatten auslöschen zu können."
"Dich werde ich noch töten...Lightning Apocalypse!", blendend grelles Licht schoß vom Himmel herab...

Plötzlich erschienen mehrere Schatten vor Yridion.
"Es kadar sek!", erklang wie aus einem Mund, knisternd baute sich ein schwarzer Schild über ihnen auf.
Yridion brach zusammen, sah nurnoch wie sein Meister aus einem Portal trat...

Von einer Sekunde zur andern wachte Yridion auf, er lag immernoch in der Kristallhöhle.
"Steh auf.", hilfreich hielt ihm der Meister seine Hand hin.
Stöhnend ließ sich Yridion hochhelfen.
"Violet?", war seine erste Frage.
Der Meister schüttelte den Kopf.
Kälte machte sich in ihm breit, wie in seinem Kampf gegen Ayra...
"Was ist mit der lichten Magierin?"
"Tot, du hast den Suntraiorden seiner stärksten Kämpferin beraubt, er bricht bereits auseinander, ihre Hohepriesterin schafft es nichtmehr den labilen Zusammenhalt zu stabilisieren."
Die Nachricht prallte an Yridion ab, in seinem Herzen starb der letzte Funke, nur der Hass blieb.
Zufrieden bemerkte der Meister diese Entwicklung in Yridion, die neue Gefühlskälte des jungen Schatten.
"Wir gehen zurück.", er öffnete ein Portal, Yridion warf einen letzen Blick auf Violet, dann die Lichtmagierin, erschreckt sah er das sie genau gleich aussahen.
"Meister...was hat es damit auf sich?"
Der Meister blieb vor dem Portal stehen.
"Sie waren Zwillinge, eine dem Schatten, eine dme Licht zugetan, jetzt sind sie vereint im Tod.", er schritt durch das Portal.
Der Gedanke traf Yridion wie ein Messer, doch verschloß er sich vor ihm und folgte seinem Meister durch das Portal, hoffend Vergessen zu finden...

Damit endet die Geschichte Yridions, sein Werden zum Schatten, die kurz aufflackernde Liebe, das Zerstören seines Ankers zur Menschlichkeit...wie es weitergeht mit ihm lest ihr im FC.

~Ende~

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Noriyori« (13. Juli 2007, 15:14)


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